Multi Coating erneuern ?

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mige0

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Hallo

Gibt es Dienstleiter bei denen man auf "alte" Linsen ein "neues" Multicoating aufbringen lassen kann?

Würde sich die optische Rechnung durch eine neue/ geänderte Beschichtung verändern (abgesehen vom Kontrastverhalten)

Gruss
Michael
 
Tja das dachte ich mir !
- aber - warum gibt es dann keine Anbieter für sowas - oder Bastler "mit Beziehungen" die das schonmal gemacht haben ?

Konnte bislang jedenfalls nchts dazu finden ("koprkratz")
;)

Gruss
Michael
 
Das wird wohl sehr teuer, ein Freund hat eine 100+mm Linse geschliffen, sie jedoch aus Kostengründen nicht entspiegeln lassen.
 
Zitat von mige0:
Gibt es Dienstleiter bei denen man auf "alte" Linsen ein "neues" Multicoating aufbringen lassen kann?
Wenn Du partout darauf aus bist und sehr viel Geld dafür ausgeben kannst, ist das schon möglich:

Custom Optical Lens Coatings

Für ein paar Einzelstücke würde sich das aber überhaupt nicht rechnen und sogar ganz wesentlich teurer sein, als wenn Du gleich neue Linsen mit entsprechendem Multicoating kaufst.

Das mag Dir vielleicht unverständlich erscheinen, zumal der Preisunterschied zwischen einer Kataloglinse mit und ohne Multicoating größenordnungsmäßig nur bei etwa 10 Euro liegt. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass Du eine alte Linse für 10 Euro vergütet bekommst, wenn Du sowas bei einem professionellen Dünnschichtlabor in Auftrag gibst. Der organisatorische Aufwand für so einen Sonderauftrag wäre vermutlich hundert mal höher als der Differenzbetrag von 10 Euro vermuten lässt.

Die müssten streng genommen vor dem Beschichtungsprozess erst mal die Glassorte und den Brechungsindex von der Linse bestimmen. Dazu kommt das Problem, dass die alte Linse wahrscheinlich eine einfache Vergütung hat, die erst mal entfernt werden muss. Sowas geht auch nicht so einfach und erfordert in der Regel eine Neupolitur. Und wenn dabei etwas schief geht, trägst Du außer den Kosten für das Multicoating auch noch das Risiko damit. Der Multicoating Prozess ist eine komplizierte Abfolge von Einzelschritten, die genau programmiert werden müssen. Je nach Form und Größe des Substrats wird dieses auf speziellen Haltern montiert und unter Hochvakuum geschwenkt und rotiert, damit die erforderliche Homogenität der Beschichtung erreicht wird. Das rechnet sich auch nur für Massenproduktionen.

Also, vergiss die Idee, sie ist leider völlig unpraktisch.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter




 
Ich hatte mal den nächsten Augenoptiker gefragt: Er sagte, das sei kein Problem - er würde die Linse einfach zu seinem Brillenglaslieferanten schicken. Der steckt die in den normalen Prozess, mit dem auch alle Brillenoptiken beschichtet werden. Das Problem sei, dass die Beschichtung nur für einen bestimmten Brechungsindex optimiert sei, und der sei von der angelieferten Einzellinse nicht bekannt. Für Funktion und Haltbarkeit könnte deswegen keine Garantie übernommen werden.
Davon ab, es sollte ca. 40 Teuro kosten für eine Standardbeschichtung ab 50 mm Linsendurchmesser! Kleinere Linsen geht gar nicht.
 
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