N 150/1200 Messier oder N 203/1000 Messier

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SpiderX1

Mitglied
Hallo an ALLE!

Mein Name ist Martin und ich komme aus Vorarlberg. Bezirk Feldkirch.

Wohne aber ziemlich abgelegen. ( Ohne Licht der Stadt etc)
Wohnhöhe ca 700m.

Ich habe jetzt schon seit dem Sommer immer wieder gelesen und gelesen und gelesen. Und es kitzelt mich immer noch wahnsinnig. :-)
Da ich mich bis zum Heutigem Tag nicht entscheiden konnte was ich kaufen soll, frage ich jetzt mal die Profis dazu.

Ich habe mir schon mehrere Teleskope angeschaut, und nach dem entschluss von letzter Woche habe ich mich mal für 2 (engere Auswahl) entschieden.
Das heisst natürlich nicht das es auch unbedingt die 2 sein müssen. :-)

Ich würde ca 65% Planeten und zu 35 % DeepSky beobachtungen machen wollen.
Vieleicht auch mal Fotografie. Aber das dann erst später mal.

Ich würde beide Teleskope mit einer LXD75 Montierung mit GoTo
nehmen. ( Falls es eines von denen sein sollte)

Ich hoffe das ich hier eine guten Rat dazu finde.

Vielen Dank!

Martin
 
Hallo Martin,

na dann mache ich mal den Anfang:
Herzlich Willkommen Martin!

Es werden sich sicher noch viele melden.

Das was ich Dir sagen kann ist folgendes:

Das 150/1200 ist besser an Planeten, weil schärfer und wegen der längeren Brennweite. Es ist auch nicht okularkritisch.

Das 203/100 ist besser bei DeepSky, weil es mehr Licht hat. Dafür aber mehr Obstruktion (unschärfer, wegen größeren Fangspiegel). Ein F/5 Teleskop wie das ist auch bezl. Okularen anspruchsvoller (Teuerere Okulare)

Das kann ich Dir grundsätzlich mal dazu sagen.

Viele Grüße
Mike
P.s. Deine Beobachtungsvorraussetzungen sind ja toll!
 
Hallo Mike!

Danke mal für dein Kommentar!

Ja das muss ich schon sagen vom Standpunkt her ist es sicher super. Vorallem fahr ich ca 15 min und dann bin ich 1000m über MH. Und dort ist es wirklich sehr dunkel da es in einem V Tal ist wo links und rechts nur hohe Bewaldungen und Felsen sind.

Ein paar Standpunkte hab ich mir schon mal so aus reiner Neugier im vorhinein angesehen. Obohl ich ja noch gar kein Teleskop besitze. :-)

Und wenn ich dann so rumfahre zum Plätze suchen hab ich mir jedesmal gedacht: So und jetzt kauf ich einfach mal eines.
Aber wie gesagt das schiebe ich jetzt schon lange vor mir her.
Und darum mache ich mir jetzt einfach ein Weihnachtsgeschenk.
:-)

MFG
Martin
 
Hallo Martin,

der große Messier ist für DeepSky natürlich besser aber so ein f/5 Gerät ist schon recht anspruchsvoll bei der Justage und das ist gerade am Planeten das A und O.
Auch ist der deutlich Okularkritischer und Du musst da dann tiefer in die Tasche greifen.
Für den Einstieg mit Priorität Planeten würde ich den deshalb nicht empfehlen.

Ein 150/1200 ist da besser aber nicht unbedingt der Messier, der hat meines Wissens nämlich nur einen Kugelspiegel was zwar bei f/8 noch brauchbar ist aber Skywatcher liefert einen 150/1200 Newton mit Parabolspiegel und da würde ich natürlich den nehmen.
Weiterhin hat der Messier so richtig fette Fangspiegelstreben das ist schlecht, der Skywatcher hat hier wirklich sehr dünne.
Im Bereich 150 f/6 gibt es auch von GSO einen schönen Newton, der hat dann einen 2 Zoll Okularauszug und bietet Dir mit entsprechenden Okularen Wunderschöne Weitfeldbeobachtungen.
Da Du ja einen dunklen Himmel hast ist das besonders lohnend und sinnvoll.
Ich würde Dir also den Skywatcher 150 f/8 (eher ein Spezialist für Planeten) oder den GSO 150 f/6 (ein Universalgerät welches auch Weitfeld bietet) empfehlen.
Bei Deinem dunklen Himmel wäre mein Favorit der GSO.

Grüße Gerd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Nartin,

zuerst einmal: Willkommen hier bei Astronomie.de :)
Du hast ja eine beneidenswert gute Gegend zur Beobachtung :super:

Ich würde ca 65% Planeten und zu 35 % DeepSky beobachtungen machen wollen.
Vieleicht auch mal Fotografie. Aber das dann erst später mal.

Ich wage die Prognose daß es nicht bei dieser Aufteilung bleiben wird.
Dein Standort bietet sich für Deep Sky Beobachtung geradezu an.
Die "lohnenswerten Planeten", also die wo man mit Amateurteleskopen
schon viel Detail erkennen kann und auf denen "etwas los ist",
also Veränderungen in kurzer Zeit beobahtbar sind, diese Planeten
Jupiter, Saturn und Mars sind leider nicht immer gut beobachtbar.

Du wirst also genug Gelegenheit für die Deep Sky Beobachtung haben :)

Bei Deep Sky zählt die Lichtsammelfähigkeit, die weitgehend
an die "Öffnung" (= freier Durchmesser des Spiegels bzw der Linse)
des Teleskopes gekoppelt ist.

Für die Planetenbeobachtung zählt dagegen weitgehend die MTF
(= Kontrastübertragungsfähigkeit) des Teleskopes. Diese ist
weitgehend von der Öffnung abhängig, es spielen aber weitere
Faktoren wie die Optikqualität, zentrale Obstruktion, Farbfehler,
etc und vor allem die Justage der Optik, das atmosphärische Seeing,
Tubusseeing, eine wichtige Rolle.

Falls Justage in Ordnung ist, das Teleskop sich an die Umgebungs-
temperatur angepaßt hat, die Optik jeweils gleich gut ist,
zeigt dir der 200mm Newton mehr Details am Planeten.

Der 8"f/5 stellt aber deutlich höhere Anforderungen an die Okulare
als der 6"f/8 welcher auch etwas mehr Dejustage verträgt bevor
die Abbildung unansehnlich wird. Zur Montierung kann ich dir
nicht sehr viel sagen da ich weitgehend ein visueller Beobachter
mit Dobson bin.

MfG,Karsten
 
Hallo Martin,

hm, ich habe eigentlich kein Problem mit Meade oder Bresser, aber das sind so typische "Auswahlen", die bei mir die Glocke leuten, dass jemand nur das an Händler/Hersteller kennt, was im Himmelsjahr oder auch einem Oculum-Einsteigerbuch so annonciert.

Das isses noch nicht gewesen!

Zunächst mal stellt sich die Frage: Warum Goto? Der Einsteiger nimmt gern Goto weil der Glaube dran hängt, dass das alles ohne Goto nicht zu schaffen ist. Wenn das so wäre gibt es eigentlich einen Ergebnisraum mit zwei Punkten drin:
1. Es ist wirklich so kompliziert, dann hilft Goto auch nichts und nach einigen Monaten blinden Himmelstouren fällt auf, dass man im Internet Hubblebilder in Bunt sehen kann, von denen man ja auch nicht weiß, wo man gerade hin guckt, und was das alles zu bedeuten hat. Internet gibt es aber nicht nur in Farbe, sondern auch im Warmen und mit Bilderklärung unten drunter.
2. Es ist doch nicht so kompliziert, dann steckt Geld im Goto, was man lieber in Okularen, Teleskop, robusterer Mechanik, etc. stecken hätte...

Meine Meinung ist ja, dass man mit nur wenig Anleitung und Willen schon bei Punkt 2 ankommt.

Ich bin ja heute (2003 dachte ich noch anders) der Meinung, dass man eigentlich rundweg mit einem Dobson einsteigen sollte - nur nicht unbedingt mit einer "Heavybridge", wenn ich so an die Umschlagseiten mit den bunten Anzeigen denke.
Der Dobson ist visuell ein sehr schönes Teleskop, man kann es sogar ein Wenig mit seinen Ansprüchen mit wachsen lassen, wenn man das Ding später (oder eher) mal tuned.
Visuell zeigt so ein Gerät ungeheuer viel, nur fotografisch ist es nicht zu gebrauchen. Da man in einer visuell/fotografischen Ausrüstung ohne wirklich einschneidende Kompromisse mindestens 2000 Euro versenken kann, ist es besser, man lernt erst mal mit dem Dobson den Himmel abzusurfen, kauft dann ein rein fotografisches Ding dazu und wenn das mit Foto klappt und der Autoguider nebst Belichtungssoftware vor sich hin plappert, surft man weiter mit dem Dobson am Himmel herum.
Ich persönlich habe immer die Fotografie als Interesse gehabt, aber in den letzten Jahren, auch in dem Maße wie meine Zeit weniger wurde, war der "visuelle Hunger" so groß, dass die Foto-Optionen praktisch daheim vor sich hinlungern.
Ich kenne eigentlich auch keinen Astrofotografen, der nicht mehr visuell guckt. Aber ich kenne viele Astrofotografen, die zunächst mal konsequent fotografisch aufbauen müssen, um an einem Abend überhaupt was zustande zu bringen. Wenn die dann alleine stehen, geht visuell nix. Wenn ich visuell dabei stehe - teilen wir uns die gesammelten Photonen.

Daher meine ich, dass die Abschlepperei mit einer sowieso chronisch zu schwachen parallaktischen Montierung wenig sinnvoll ist.
Und selbst wenn Goto unbedingt sein muss - ich hatte mich schon einige Jahre gefragt wann der Groschen bei den Herstellern fällt - gibt es derweil endlich (und noch recht frisch) Dobsons mit Goto von der Stange... Naja, da steckt das Geld halt doch wieder im Goto und - den Himmel kennen muss man doch, sonst nimmt man zum Alignment der Goto-Steuerung nicht den geforderten Alnitak sondern eben Alnilam oder statt Alcor einen anderen Deichselstern... alles schon dagewesen, lange Gesichter, Fluchen und Zittern in der Kälte.

Was die Teleskope angeht, finde ich beide optisch nicht angebracht. Will man ohnehin und an gutem Standort viel Deepsky und das in visuell, dann will man die große Öffnung, also 8". f/5 akzeptiert man aber nur dann, wenn man durch noch größere Öffnung f/6 nicht mehr transportieren kann. Das heißt in 8" nimmt man eben f/6, weil das als Dobson standard ist, günstiger, optisch robuster und nicht nur für Einsteiger leichter zu händeln.
Der 6" f/8 ist mit Kugelspiegel gerade eben beugungsbegrenzt, wenn, ja wenn die Kugel echt perfekt ist, und das ist sie nicht und dann reicht ein Hauch von verquirlter Wärme im Tubus, damit das Bild einbricht. Wenn ein 150/1200 als Planetenteleskop her soll, dann einer mit Parabolspiegel und zwar in definierter Qualität weit über die Beugungsgrenze hinaus, am besten sogar selbst gebaut und vielleicht auch selbst geschliffen (das muss aber nicht). Wegen Deepsky an eindeutig erster Stelle und dem guten Standort kann man den 150/1200 aber generell kippen, ist dann die falsche Wahl. So schlecht kann ein 200/1200 Newton gar nicht sein, dass der den 150/1200 nicht in allen Disziplinen vollständig toppt! Zumal der 200/1200 einen waschechten Parabolspiegel hat und auch haben muss.

Bleiben zwei Dinge:
Erstens der Hinweis, dass die Okulare zusammen (manchmal auch einzeln) mehr kosten, als das Teleskop - jedenfalls wer bei diesem Hobby bei bleibt, strebt das unwillkürlich und freiwillig an.

Zweitens der Rat: Kontakt zu Praktikern in der Umgebung suchen, mal warm anziehen und mit einer Beobachtergruppe eine oder mehrere Nächte auf dem Acker verbringen und da ganz viel Praxis mitnehmen und davon bei der Auswahl der eigenen Ausrüstung "unbezahlbar" profitieren!

Clear Skies
Sven
 
Vielen Dank für Eure Antworten!

o.k. Was ich jetzt mal überzeugt bin ist das ich die GoTo
mal wecklasse. Da ich ja eigentlich, mich am Sternenhimmel, selber ausskennen lernen will. :-)
So könnte ich wie gesagt das Geld lieber in Zubehör
reinstecken

Also wäre doch wenn einer von beiden der 200/1000 besser.?.

Und jetzt kommt noch das Dobson ins Spiel und meine suche
beginnt von neuem. :-)

Aber ich bin jetzt mal schon froh das ich mehr sichtweisen habe,
und das ich jetzt überzeugt bin das ich auf jedenfall
das GoTo weck lasse. Und das Geld für was anderes nutze.

Villeicht noch als kleiner Hinweis.
Buget zwischen 700 - 800 Euro


 
Hallo Martin,

vielleicht ist es noch nicht so klar geworden: es gibt im Netz viele Einsteigerhilfen.

Mit Sven hast du schon Bekanntschaft gemacht:
http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-ecke.html

Weitere Infos:
http://www.deepsky-brothers.de
http://www.taunus-astronomie.de

Dort gibt es auch Link-Listen zu den gängigen Händlern.

Überstürze nur nichts! Deine Beobachtungsbedingungen sind besser als die von 90% der anderen Leute hier. Es wäre jammerschade, das nicht auszunutzen.

Mit Grüssen, Joachim
 
Hallo Sven,

hm, ich habe eigentlich kein Problem mit Meade oder Bresser, aber das sind so typische "Auswahlen", die bei mir die Glocke leuten, dass jemand nur das an Händler/Hersteller kennt, was im Himmelsjahr oder auch einem Oculum-Einsteigerbuch so annonciert.

Auch ich habe kein generelles Problem mit Meade/ Bresser.
Aber der hier angefragte N 150/1200 Messier hat nun mal diese dicken Fangspiegelstreben

Link zur Grafik: http://bilder.apm-telescopes.de/images/artikel/60790_1.jpg

Sowie vermutlich einen Kugelspiegel und da ist der Skywatcher eben besser.
Beim N 203/1000 Messier ist das ganz anders.

Link zur Grafik: http://bilder.apm-telescopes.de/images/artikel/79854_5.jpg

Der gefällt mir wirklich sehr gut und er hat natürlich auch einen Parabolspiegel.
Für den Einsteiger möchte ich den wegen f/5 aber dennoch nicht empfehlen.
Wo ich aber ein Problem mit habe das bei Dir immer gleich die Glocken leuten wenn man mal konkret zu einem Teleskop Stellung bezieht und nicht allgemein erzählt ja die nehmen sich halt alle nicht Viehl, nimm doch was Du willst.

@Martin
Also wenn doch ein Dobson in Frage kommt dann nimm den, der ist die preiswerteste Lösung und mit f/6 auch nicht mehr so Okularkritisch und auch die Justage ist nicht ganz so knifflig wie bei dem f/5.
Allerdings solltet Du vorher mal ausprobieren ob das schubsen beim Dobson so dein Ding ist, das ist nämlich eine Frage des persönlichen Geschmacks und musst Du selber herausfinden.

Grüße Gerd
 
Die Frage die sich mir auch beim Dobson stellt ist:
(Bei uns gibt es leider nicht viele Standorte die gerade sind.)

Also die Schönsten sind immer in leichter bis mittlerer
Hanglage. ( Natürlich gibt es auch schöne Felder etc )

Aber dort wird sich das Dobson sicher nicht so eignen.
Oder schon?? Ich weiss es ja nicht.

Ich werde mal sehen das ich irgendwo mal reinschnuppern kann und mir ein Bild mache, mal ein Dobson und ein anderes ausprobieren.

Ich will auf keinen Fall etwas überstürtzen.
Seit heute sowiso nicht mehr. :-)

Ihr habt mir schon sehr zu dem Thema geholfen!

Villeicht kommt ja noch der ein oder andere Kommentar. :-)

 
Hallo Gerd,

der 200/1000mm sieht für mich ganz stark nach GSO/Taiwan aus.
Ist aus meiner Sicht ein gutes Teleskop um damit einzusteigen.
Ob nun mit parallaktischer Montierung, oder alt-azimutal als Dobson,
das kann nur jeder für sich selbst entscheiden. Auch daß das ein
f/5 Teleskop ist wäre für mich nicht das Ko-Kriterium, allerdings
ist f/6 Okular- und Justage-unkritischer und wäre deshalb auch
für mich die erste Wahl im Bereich von 8" Öffnung. Wie das Gelände
in Voralberg ist, ob man da geeignete Stellplätze (eine nur wenig
geneigte Wiese) für einen Dobson finden kann weis ich nicht.

Einen 8"f/6 vernünftig zu montieren verlangt eine stabile Montierung.

Also Martin, die Entscheidung zwischen Dobson und parallaktisch
montiertem Teleskop must du selbst treffen, am besten nach
einem Treffen mit Sternfreunden aus deiner Gegend.

Falls es ein 8"f/6 Dobson (z.B. von GSO/Taiwan) werden sollte
dann bleibt dir noch relativ viel Geld für gute Okulare übrig.

Wie auch immer:
Wähle mit Bedacht und informier dich gut vor dem Kauf. Triff dich
mit anderen Sternfreunden. Schau bei denen durch und vergleiche.

MfG,Karsten
 
Natürlich gibt es auch schöne freie gerade Flächen *lach*

Aber ich werde den Rat umsetzten und mal sehen ob ich irgendwo reinschnuppern kann.

Jetzt hab ich schon so lange gewartet da kommt es auf 1 Monat auch nicht mehr an.

Dafür hab ich dann mehr freude. :-)
 
Hallo Martin,

ich würde auf jeden Fall ersteinmal herstellerunabhängig an das Thema Teleskopauswahl herangehen. Du solltest nochmals deine Anforderungen auflisten und ganz wichtig: priorisieren.

Denn letztendlich stellt der Einstieg, sprich der Kauf des ersten Teleskops immer einen gewissen Kompromiss dar.
- Maße/Gewicht vs. Transportabilität
- Beobachtungkomfort vs. Rüstzeit (Monti vs. Dob)
- usw.....

Speziell würde ich dir, wie viele (auch aus eigener Erfahrung), zum 8"f/6 Dobson raten. Wenn du später mal fotografieren willst, geht der Weg evt. sowieso in Richtung Zweitgerät (z.B. kleiner ED o.ä.). Dies ist wirtschaftlich mitunter sogar der bessere Weg - 6"f/8; 8"f/6; 10"f/5 wollen erstmal fotografisch montiert werden - das kostet.

Generell ist folgendes zu 8"f/6 anzumerken:
- gegenüber 6" f/8 sind die Anforderungen an den Unterbau vergleichbar (viele unterschätzen die Hebelwirkung - ein Teleskop ist halt kein Rennwagen mit sehr "lastiger" Gewichtsverteilung;-))
- gegenüber 10"f/5 ist die Aussenwirkung (v.a. gegenüber dem weiblichen Geschlecht) "erträglicher". Weiterhin ist f/5 schon einiges okularkritischer --> d.h. teurer im Unterhalt
- es ist einfach universeller. Warum solltest Du dich jetzt schon im Vorfeld spezialisieren und bestimmte Anwendungen damit kategorisch ausschliessen.
Meine Meinung: Erstmal Erfahrungen sammeln und Blut lecken. Evt. findest Du zum Schluss Weitfield am Besten, dann sind wir wieder ganz schnell beim Zweitgerät;-)

Gruß
Stefan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Martin,

wenn Du Anschluss bei aktiven Beobachtern findest und Dir die ganze Sache Mal anschauen kannst, bevor Du kaufst, dann ist das UNBEZAHLBAR und lohnt auch eine Wartezeit.

Nach dem, was Du so schreibst, sehe ich auch einen 8" F/6 Dobson ganz klar vorne. Das gilt für den Einstieg und auch für die Weiterentwicklung, denn das macht so ein Gerät mit. Der lohnt gute Okulare, Filter und all das Zubehör an dem man ganz schnell Interesse bekommt, wenn das Hobby wirklich fasziniert.
Mach Dir keine Gedanken um die Standfläche. Ein halbwegs ebenes Fleckchen von 50x50 cm reicht, geringe Schieflage macht nichts aus aber man kann ja auch ein ein wenig kratzen, bis das Teil ordentlich steht oder höhenverstellbare Füße montieren.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hi Martin,

Zitat von SpiderX1:
Also die Schönsten sind immer in leichter bis mittlerer
Hanglage. ( Natürlich gibt es auch schöne Felder etc )

Aber dort wird sich das Dobson sicher nicht so eignen.
Oder schon??

einen Holzklotz, Ast oder Stein unterlegen.

CS
Chris
 
Vielen Dank für die ganze Hilfe von euch.

Ich werde zuerst sehen das ich ein bischen Praksis bekomme und danach werde ich mich entscheiden.

Ich glaube das ist das Beste für mich und für meinen Geldbeutel. :-)

Ihr habt mir echt sehr geholfen da ich jetzt weiss was ich zu tun habe bevor ich mein Geld ausgebe!!!!


MFG
Martin

 
Hallo Karsten,

der 200/1000mm sieht für mich ganz stark nach GSO/Taiwan aus.
Ist aus meiner Sicht ein gutes Teleskop um damit einzusteigen.
Ob nun mit parallaktischer Montierung, oder alt-azimutal als Dobson,
das kann nur jeder für sich selbst entscheiden. Auch daß das ein
f/5 Teleskop ist wäre für mich nicht das Ko-Kriterium, allerdings
ist f/6 Okular- und Justage-unkritischer und wäre deshalb auch
für mich die erste Wahl im Bereich von 8" Öffnung

das sieht in der Tat erst mal nach GSO aus wenn man die Helligkeit des Bildes erhöht erkennt man aber das der FS geklebt ist und nicht in der GSO typischen Plastik Halterrung sitzt.
Das sehe ich als Pluspunkt.
Ob f/5 für den Einstieg geeignet ist oder nicht darüber kann man Diskutieren, wenn sich das der Einsteiger zutraut zu justieren hab ich da auch kein Problem damit.
Ich kenne aber auch Leute (nicht nur Einsteiger) die mit der Justage warum auch immer etwas auf Kriegsfuß stehen.
Es wäre schade wenn der Einstieg wegen einer schlechten Justage auch zum schlechten Einstieg wird.
Den N 203/1000 Messier selber finde ich wie schon oben erwähnt sehr schön.

Grüße Gerd

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Gerd,

www.brayebrookobservatory.org/BrayObsWebSite/HOMEPAGE/forum/AA_error_article.pdf

der Link zeigt eine Grphik der man für einen Newton mit Parabolspiegel
den Zusammenhang von Öffnungsverhältnis, Öffnung und Größe des
Beugungsbegrenzten Feldes entnehmen kann.

Für einen 8"f/6 Newton komme ich anhand der Tabelle auf ca 260
Bogensekunden.

Die Größe des tatsächlichen Gesichtsfeldes kann sich jeder leicht
selbst errechnen, idem er den Feldblendendurchmesser des Okulares
durch 2 teilt, dann durch die Teleskopbrennweite teilt,
vom Ergebnis den arctan errechnet (Taschenrechner :) und das Ergebnis
dann mit 2 multipliziert.

Mit Hilfe der Arctan Formel gerechnet komme ich für ein 4mm Plössl
am 8"f/6 Newton dann auf 0.155° Gesichtsfeld, oder 560 Bogensekunden.
Dieses Feld ist also über 2x so groß im Durchmesser als das
Beugungsbegrenzte Feld des 8"f/6 Newtons.
Gute Kollimation ist also oberste Pflicht wenn man die Leistung
eines mittelmäßig lichtstarken Newtons voll ausnutzen möchte.

Der 6"f/8 Newton ist da sehr viel entspannter, er bietet dem
Benutzer ein Beugungsbegrenztes Feld von etwa 600 Bogensekunden,
also etwas mehr als die Größe des Geichtsfeldes das das 4mm Plössl Okular
am 6"f/8 bietet. Das 4mm Okular vergrößert nun aber etwas zu stark
so daß man eher ein 5,2m Plössl als Maximalvergrößerung (225x)
wählen würde. Damit kommt man auf ca 770 Bogensekunden Gesichtsfeld,
also doch noch etwas mehr als das beugungsbegrenzte Feld.

Viele nutzen aber Okulare mit größerem Eigengesichtsfeld auch
für hohe Vergrößerungen, so daß das tatsächliche Gesichtsfeld
mit den größeren Feldblendendurchmessern dieser Okulare dann
nochmals etwas größer ausfällt.
Da wäre dann ein 6"f/10 Newton noch günstiger. Oron UK hatte früher
einen 150/1600mm Newton imm Angebot, ich weis aber nicht ob
es den noch gibt. Jo, als Spiegelset:

http://www.orionoptics.co.uk/OPTICS/opticsprofession.html

Immerhin ist die Justagesituation am 6"f/8 deutlich entspannter
als mit einem 8"f/6 oder 8"f/5.

MfG,Karsten
 
Hallo Karsten,

ich treibe mal böse Scherze mit Dir! Eigentlich sollte man es mit der Justage des 8" f/6 nicht so genau nehmen, jedenfalls wenn man Plössls (sei es symmetrical oder normale) zur Beobachtung nutzen will. Beide Okularkonstruktionen(laut dem bekannten Okularbuch-Download von Deinem Brayebrook-Link) haben nämlich den Bereich optimaler Schärfe nicht in der Bildmitte sondern etwa auf 1/3 Radius. Da komme ich also auf eine Wunsch-Dejustage von 93 Bogensekunden (nach Deiner GF-Rechnung).
Das lässt uns doch trotz Dejustage mal ganz positiv in die Zukunft blicken... :P

Clear Skies
Sven

PS: "Von allen Geistern, die verneinen, ist mir der Schalk am wenigsten zur Last!" - Ich hoffe Du siehst's genauso!
 
Hallo Sven, du alter Schalker,

das Plössl kam bei meiner Rechnung nur zum Einsatz, da ich davon
Daten zur Feldblende bei TeleVue gefunden hatte, bzw diese Daten
aus anderen Brennweiten extrapolieren konnte. So eine extra Politur
gibt schön glatte Ergebnisse, wie beim Spiegel ;)

Ich selbst bevorzuge derzeit meine Orthos und RKEs hinter einer guten
(U.O. Klee, TeleVue) Barlow für den Hochvergrößerungsbereich.
Durch die Komakompensation der Klee Barlow habe ich dann sowiso
ein größeres beugungsbegrenzts Bildfeld.

Gruß, Karsten

P.S:
Heute habe ich den Schalk im Nacken,
drum setz ich mal den ganzen Packen.
 
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