Anette_Aslan
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Liebe Himmelsgucker,
die Kaltfront hat uns gewaltig Abkühlung gebracht, von 24 Grad schwülheissen NÄchten auf 9 Grad runter ist gewaltig und vorher jammerte ich, dass ich nicht schlafen könne, nun - hurra - zieht mich der wundervoll klare Himmel raus...da will man schlafen und könnte es auch, darf es aber nicht, sonst wärs a Sünd und so habe ich gestern Nacht um 1h nicht widerstehen können, denn es zeigten sich die 5,0 mag Sterne am Ursa Minor, die Milchstrassengabelung im Südwesten und die Andromedagalaxie konnte man mit blossem Auge erahnen, das will so 30 Km vor Wien schon was heissen!
In göttlicher Kühle schleppte ich trotz MÜdigkeit den 10ner Dobs raus und machte mich sogleich an den davonfliegenden Schwan heran, bevor er ganz im Westen verschwindet, wollte ich nochmals mit dem O-III durchs 32er Weitwinkel den Cirrusnebel und den STurmvogel unter nun besseren Bedingungen betrachten.
Als Hochgenuss zeigten sich der Cirrusnebel und Sturmvogel, schön filigran und elegant.
NGC 6940 war eher eine Überraschung, zufällig beim Herumschwenken bekam ich den ins Visier und entfernte mal sogleich den O-III um ihn klarer sehen zu können, welch eine Freude! Den habe ich mir noch nie angeschaut, ein schöner offener STernhaufen im Schwan, der sich sehen lassen kann.
Verzweifelt suchte ich den Hantelnebel M27, doch ich peilte immer wieder daran vorbei, wie in den vergangenen NÄchten auch schon, verflixt ist das Auffinden mit diesem Appelgriebsch, selten gelingt es mir, den zu erwischen und das trotz Telrad, schäm, schäm.
M 57 in der Leier zeigte sich schön kontrastreich im 5er Baader mit dem kleinen Stern links unten am Rand. Deutlich die Verdunkelung im Kringel hob diesen schön sichtbar hervor.
Nun gab ich mir größte MÜhe den Dobs in den Zenit zu steuern und holte mir den Ha und Chi im Perseus rein, mit dem Bügelstuhl vorm Okular tauchte ich erstmal meditativ ab ins Sternenmeer, einfach göttlich! Doch in dieser Position wurde mir beim weiteren abscannen der Cassiopeia ganz schön schwindelig...merkwürdig...kennt das jemand?
Die Andromedagalaxie konnte ich schon mit blossem Auge ausmachen und zielte genau darauf....welch ein Wunder doch immer wieder diese Galaxie ist, sie legte sich schräg durchs gesamte GEsichtsfeld des 32er und ihre beiden Begleitgalaxien hatten auch noch Platz darin, ich kam lange nicht los von diesem Anblick.
DA mir Jupiter noch nicht ganz im Meridian stand, nahm ich mir den zuletzt vor. Durch alle Farbfilter bei 250mal fand ich ihn gestern im blauen am detailreichsten, den GRF aber konnte ich nur erahnen.
Mit letzter Kraft und bei langsam zufallenden Augen schleppte ich das Zeugs so gegen 02:30h wieder rein und schmiss mich auf den Horchposten der Matratze. Ich bin froh, diese Magnituden genutzt zu haben, denn die Sommernächte geben so kurz vor Wien nicht viel her, wenn es heiss ist.
LIebe Grüsse von Anette
die Kaltfront hat uns gewaltig Abkühlung gebracht, von 24 Grad schwülheissen NÄchten auf 9 Grad runter ist gewaltig und vorher jammerte ich, dass ich nicht schlafen könne, nun - hurra - zieht mich der wundervoll klare Himmel raus...da will man schlafen und könnte es auch, darf es aber nicht, sonst wärs a Sünd und so habe ich gestern Nacht um 1h nicht widerstehen können, denn es zeigten sich die 5,0 mag Sterne am Ursa Minor, die Milchstrassengabelung im Südwesten und die Andromedagalaxie konnte man mit blossem Auge erahnen, das will so 30 Km vor Wien schon was heissen!
In göttlicher Kühle schleppte ich trotz MÜdigkeit den 10ner Dobs raus und machte mich sogleich an den davonfliegenden Schwan heran, bevor er ganz im Westen verschwindet, wollte ich nochmals mit dem O-III durchs 32er Weitwinkel den Cirrusnebel und den STurmvogel unter nun besseren Bedingungen betrachten.
Als Hochgenuss zeigten sich der Cirrusnebel und Sturmvogel, schön filigran und elegant.
NGC 6940 war eher eine Überraschung, zufällig beim Herumschwenken bekam ich den ins Visier und entfernte mal sogleich den O-III um ihn klarer sehen zu können, welch eine Freude! Den habe ich mir noch nie angeschaut, ein schöner offener STernhaufen im Schwan, der sich sehen lassen kann.
Verzweifelt suchte ich den Hantelnebel M27, doch ich peilte immer wieder daran vorbei, wie in den vergangenen NÄchten auch schon, verflixt ist das Auffinden mit diesem Appelgriebsch, selten gelingt es mir, den zu erwischen und das trotz Telrad, schäm, schäm.
M 57 in der Leier zeigte sich schön kontrastreich im 5er Baader mit dem kleinen Stern links unten am Rand. Deutlich die Verdunkelung im Kringel hob diesen schön sichtbar hervor.
Nun gab ich mir größte MÜhe den Dobs in den Zenit zu steuern und holte mir den Ha und Chi im Perseus rein, mit dem Bügelstuhl vorm Okular tauchte ich erstmal meditativ ab ins Sternenmeer, einfach göttlich! Doch in dieser Position wurde mir beim weiteren abscannen der Cassiopeia ganz schön schwindelig...merkwürdig...kennt das jemand?
Die Andromedagalaxie konnte ich schon mit blossem Auge ausmachen und zielte genau darauf....welch ein Wunder doch immer wieder diese Galaxie ist, sie legte sich schräg durchs gesamte GEsichtsfeld des 32er und ihre beiden Begleitgalaxien hatten auch noch Platz darin, ich kam lange nicht los von diesem Anblick.
DA mir Jupiter noch nicht ganz im Meridian stand, nahm ich mir den zuletzt vor. Durch alle Farbfilter bei 250mal fand ich ihn gestern im blauen am detailreichsten, den GRF aber konnte ich nur erahnen.
Mit letzter Kraft und bei langsam zufallenden Augen schleppte ich das Zeugs so gegen 02:30h wieder rein und schmiss mich auf den Horchposten der Matratze. Ich bin froh, diese Magnituden genutzt zu haben, denn die Sommernächte geben so kurz vor Wien nicht viel her, wenn es heiss ist.
LIebe Grüsse von Anette