Nachführung für DSLM (GH5 und Leica 100-400)

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TRAVELcandies

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Hallo und guten Morgen allerseits.

Vielen Dank erstmal, für die Aufnahme!

Möchte mich kurz vorstellen, bevor ich euch mit meinem Anliegen bombardiere :smiley47:
Ich bin seit 27 Jahren VisualFX/3D Artist und fotografiere seit ca. 20 Jahren, vornehmlich Landschaften ...aus der Luft und vom Boden.
"Nebenbei" bin ich Traveler und Overlander und verreise mit meinem Offroad-Monster ca. 3x im Jahr für jeweils einen Monat und komme
am Ende immer mit Terabytes an Fotos und Videos zurück, die ich u.a. als Stock Videographer auf diversen Plattformen veräußere.
Auf jeder Reise schieße ich auch hier und da ein paar Himmelsfotos oder sog. "Holy Grails" aka Day-to-Night-Time-Lapses .

Mittlerweile bin ich gut ausgerüstet und hab mal wieder ein Fass aufgemacht, denn will mich jetzt intensiver mit der Astro-Fotografie ,
vornehmlich Deep Sky beschäftigen.

Kurz zu meiner Ausrüstung, da ich denke, die ist entscheidend für mein Vorhaben und für die Suche nach einer parallaktischen Nachführung.

Hardware
.Panasonic Lumix GH5
.Panasonic Lumix GX8
.Panasonic H-X012E LEICA DG SUMMILUX 12 mm F1.4 ASPH
.Panasonic Lumix G Vario 12-35mm/2,8 OIS
.Panasonic Lumix G X VARIO 35-100mm f/2.8 Power OIS
.Panasonic Leica DG Vario-Elmar 100-400mm f/4-6.3 ASPH
.TS-Optics Leuchtpunktsucher
.Heizband für Objektive
.Manfrotto MA 055 CXPRO3 tripod mit diversen größeren und kleineren Köpfen.

Software:
Lightroom
Photoshop
After Effects
Stellarium
DeepSky Stacker

Night Sky Time Lapses schieße ich meistens mit dem 12mm, f1.4 bei ISO 400 und 10 Sek. Belichtung, bearbeitet wird später in Lightroom
und After Effects...das klappt super und problemlos.

DeepSky möchte ich zunächst mit einem 100er, f2.8 beginnen (an einer GH5 = 200mm) und später mit dem Leica 100-400@f6.3 (ca. 800mm an
der GH5) bewerkstelligen.

Maximalgewicht der Kamera mit Batteriegriff, Leica 100-400mm, Leuchtpunktsucher: 2568 gr.

Genau hier setzt nun mein Anliegen an.
400mm bei f6.3 ist eine Ansage, denke ich...und nicht ganz einfach zu bewerkstelligen, schon gar nicht ohne Nachführung und vermutlich
werde ich um eine Hybridlösung (Nachführung PLUS stacken (?) ) nicht herumkommen.

Mein Budget liegt bei ca. 500-1000€ für eine Nachführung, am besten mit Autoguide- und GoTo Funktion
(steuerbar via Stellarium)...das alles wäre natürlich toll.

Aber ich bin in Sachen Astro absoluter Anfänger und habe keine Ahnung, wie realistisch oder sinnvoll das bei diesem Budget ist.

Die Nachführung sollte noch irgendwie transportabel, leicht und "klein" sein (Reisemontierung) und bei längeren Belichtungszeiten
möglichst genau bleiben. Eine Haltbarkeit von ca. 2-3 Jahren wäre toll.
Gerne fange ich auch "professionell" kleiner an und erweitere bei Bedarf.

Jetzt habe ich von Skywatcher Star Adventurer (groß und mini) gelesen, aber auch von iOptron und Polarie, NEQ3 etc, aber ehrlich
gestanden, klingen die alle irgendwie ganz gut, das einen hat einen größeren Payload, das andere mag etwas handlicher oder genauer sein.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mich in die richtige Richtung schubsen könntet, wäre euch aber dankbar, wenn ihr euch mit zu
vielen Fachausdrücken - die mir momentan noch nicht so viel sagen - im Zaum halten könntet.

Auf meiner Seite " TRAVELcandies-On-Tour" könnt ihr euch gerne
einen ersten visuellen Eindruck verschaffen (Equipment, Astro etc und bla)

Schon mal meinen allerbesten Dank für viele Tipps und noch einen schönen Sonntag

gruß

TC
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo TC,

Herzlich willkommen im Forum!

Zitat von TRAVELcandies:
Maximalgewicht der Kamera mit Batteriegriff, Leica 100-400mm, Leuchtpunktsucher: 2568 gr.

Zitat von TRAVELcandies:
Aber ich bin in Sachen Astro absoluter Anfänger und habe keine Ahnung, wie realistisch oder sinnvoll das bei diesem Budget ist.

Mit Deinem genannten Budget und vorhandenem Equipment sollte sich durchaus eine adäquate Lösung ergeben, einige Kandidaten hast Du ja genannt. Die Profis hier werden Dir gewiss noch nähere Ratschläge geben können.

Du solltest Dir jedoch bewusst sein, dass Hunger nach (viel) mehr Brennweite entstehen könnte...

Viel Erfolg und klaren Himmel

Markus
 
Hallo Thorsten,
für länger Brennweiten ab 200mm kommst Du meiner Meinung nach um eine richtige Montierung nicht rum. Das Problem ist, als Anfänger brauchst Du entweder viel Geduld oder eine bessere Ausrüstung, weil diese Dir einiges abnehmen.

Beispiel: braucht man Goto wirklich? Nun, erfahrene Astronomen kennen den Sternenhimmel und können sich an den Sternen entlanghangeln. Als Anfänger wirst Du viel Zeit mit suchen verbringen, die Dir ein Goto abnimmt.

Ich würde Dir daher eher zu einem beherzten Einstieg mit einer NEQ5 raten. Wenn Dir alles nichts taugt, kannst Du die Ausrüstung zu ordentlichen Preisen wieder verkaufen.

Dazu noch einen 8x50 Sucher und eine Kamera für Autoguiding. eine ASI120 von ZWO wäre ein guter Einstieg. Dazu noch einiges an Zubehörgeraffel, aber da beraten Dich die gängigen Shops alle sehr gut.

Ach ja: und noch ein Notebook zur Steuerung. Da brauchst Du nix besonderes. Ich hatte jahrelang ein Asus eeepc im Einsatz und war damit super zufrieden.

Noch eine Bemerkung zur Star-Adventurer: tolles Teil, wenn Du Weitwinkel oder kleine Teles einsetzt. Darüber wird es schwierig, da mit wachsender Brennweite die maximale Belichtungszeit sinkt. Daumenregel: 100mm / Brennweite = max Belichtungszeit

So, und jetzt bin ich gespannt, was die anderen Kollegen hier raten :)

VG
Wolfgang
 
Hi Wolfgang

Danke für die ersten Infos.
Ist z.b. eine Skywatcher Montierung NEQ-5 schon mit allem ausgerüstet?...ich lese immer wieder was von einem Schrittmotor, der noch benötigt wird.

Notebooks sind auch da und an Autoguider hatte ich auch schon gedacht.

Alles zusammen würde ja noch im Budget liegen.

Achja...ich glaube, es ist die "500er Regel": 500/Brennweite=Belichtung
oder bring ich da jetzt gefährlich was durcheinander?

Vielen Dank

TC
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo TC,
ja, da gibt es verschiedene Ausführungen und die wechseln auch hin und wieder den Namen. Nimm gleich die mit GOTO (z.B. diese hier), dann ist alles dabei.

Das Notebook kannst Du dann anstatt dem Handcontroller bzw. direkt am Handcontroller anschließen (hat beides Vor-und Nachteile, geht aber mit dem gleichen Adapter).

Die 500er-Regel: na ja, es gibt Profis, die kriegen das vielleicht hin. Ich hatte neulich schon wieder bei 30s und 200mm eirige Sterne :smiley56:

Für eine Nachführung ohne Autoguiding brauchst Du einfach eine sehr gute Ausrichtung der Montierung - und das ist wirklich nicht leicht...

VG
Wolfgang
 
Zitat von TRAVELcandies:
Alles zusammen würde ja noch im Budget liegen.
Jein.

Also irgendwie bekommt man das schon mit rund 1000€ hin, eine GoTo-Montierung mit Autoguider, Stromversorgung und Kleinkram wie Befestigungen und Verkabelung auszustatten. Dann fehlt dir aber noch das Wichtigste:

Ein geeigneter Body.

Ab Werk sind die dummerseise fast Blind für die interessanten großflächigen Objekte, daher muss dieser IR-Sperrfilter raus bzw. ersetzt werden. Dazu müsstest Du eine deiner Kameras opfern oder eine günstigere aus deinem System kaufen und modifizieren lassen.

cs
Jürgen
 
Die Profies mögen mich korrigieren, aber da ich mich lange mit Deep Sky ohne(!) Nachführung beschäftigt hatte: Die 500er-Regel kommt hiervon, womit die Sterne noch punktförmig sind, wobei es noch darauf ankommt wie nach das Objekt zu Polaris steht. Mit einer Nachführung braucht man diese Regel also nicht beachten. Mittlerweile habe ich die NEQ-5 mit Motoren ohne Goto. Sterne finden ohne Goto ist tatsächlich sehr schwer. Dafür kennt man sich aber mit der Zeit besser am Himmel aus und lernt sie auswendig.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
stimmt, wir sprechen von zwei unterschiedlichen die 500er-Regel,die Du meinst, spricht davon, wie lange man (in Sekunden) ohne Nachführung belichten kann und noch runde Sterne hat: bei 24mm Brennweite sind es z.B. 20,8 sec. Meiner Erfahrung nach sind das aber schon ziemlich eirige Sterne, ich würde bei der Brennweite nicht länger als 8 sec belichten.

Ich meine aber die Grenzen der Star-Adventure, d.h. mit Nachführung. Hier stoße ich viel später an Grenzen. Mit einem 50mm Objektiv kann ich meiner Meinung nach ca. 2 min belichten, darüber fehlt eben Autoguiding.

VG
Wolfgang
 
hahaha...oh mann...ich stecke immer noch in der normalen Photografie fest...
na klar...stimmt schon: die 500er Regel fällt bei einer Nachführung natürlich weg :)

Also...nach langem Hin und Her und einer ausführlichen Beratung beim Freundlichen,
habe ich mich doch zum Star Adventurer durchgerungen.
Alle anderen Systeme sind mir (noch) zu groß, da ich sehr viel verreise und
unbedingt portabel bleiben muss.

Aber ich sehe es schon...der Wunsch nach mehr Brennweite
und besserer Nachführung wird kommen, da bin ich mir sicher.

Naja...ich fange jetzt einfach mal klein an und lasse mich treiben.
Und wenn das Equipment nicht mehr reicht, muss halt was anderes her.
Der Himmel und die Sterne laufen ja zum Glück in den nächsten 250 Mrd. Jahren nicht weg ;)

Auf jeden Fall ein großes "Danke" für die ersten Kommentare.
Ich warte jetzt nur noch auf die Nachführung und dann geht die erste
[zensiert] Sky Erkundung in kleinen Schritten los.

Bis dahin,
Gruß

TC

 
Damit kaufst Du bestimmt nix Falsches und wirst viel Freude damit haben.

Und portabel ist ja sehr relativ - wie man auf Deinen Fotos sieht, bist Du ordentlich motorisiert :-)

Berichte mal bei Gelegenheit!

VG
Wolfgang
 
Hallo,
wenn Du nur kurz belichten kannst (z.B. wegen keiner oder schlechter Nachführung), dann muss man (natürlich) Stacken.
Stacken ist nichts Schlimmes (auch nicht "hybrid"). Stacken gehört zum Standard-*entfernt* des Astrofotografen.
Sehr beliebt zum Stacken ist die kostenlose Software "Deep Sky Stacker" (DSS).
Viele Grüße, Dietrich
 
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