Nachlese: Venus (UV) April 2020

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Ehemaliges Mitglied

Hallo,
Venus setzt sich ja langsam wd. in Szene, zur Einstimmung habe ich daher mein Material aus dem vergangenen Jahr durchgeschaut und eine Zusammenstellung angefertigt. Im April 2020 gab es eine aussergewöhnlich lange Schönwetter-Periode, in der ich erste Versuche mit UV-Aufnahmen gemacht habe. Das war zudem die Zeit des ersten Lockdowns, als der Flugverkehr beinahe völlig eingestellt wurde, was sich zusätzlich sehr positiv ausgewirkt hatte.
Dass Refraktoren prinzipiell für UV-Aufnahmen nicht wirklich geeignet sind, hatte ich damals nicht bedacht. Glas und Vergütung absobieren schon sehr viel, aber interessanterweise kommt trotzdem noch genug durch, dass man Strukturen in der dichten Atmosphäre auflösen kann. Anfangs hatte ich den Ergebnissen nicht so richtig getraut, aber ein Vergleich mit Bildern z.B. auf den ALPO Seiten zeigt, dass die abgebildeten Details real sind. Ausgewertet hatte ich die Aufnahmen immer schon direkt im Anschluss, aber erst jetzt mit der Zusammenstellung wurde mir bewusst, wie viel da in knapp einem Monat zusammenkam. Das ermöglicht es sogar, die ungefähr 4-5 tägige Rotationsdauer der Wolkenschicht zumindest etwas zu erahnen, manche Aufnahmen in entsprechendem Abstand zeigen schon tw. Ähnlichkeiten.
Wirklich gut sind natürlich nur wenige davon, denn es kommt schon stark darauf an, sehr gutes Seeing zu erwischen. Man muss die Bearbeitung recht forcieren, um die Details zum Vorschein zu bringen, das klappt nur mit gutem Ausgangsmaterial. Durch die forcierte Bearbeitung sind ld. auch die Sicheln etwas schmaler geworden als in Realität, obwohl ich schon versucht habe, dem 'Absaufen' entgegenzusteuern.
Wichtig ist scheints noch, einen UV Transmissionspeak um die 360-370 nm zu haben. Der einfache #47 (gibts wohl von verschiedenen Herstellern) hat leider ein IR-Leck, und der PrimaLucelab UV Filter hat seine Peak bei ca. 330 nm. Nur mit beiden zusammen hatte ich verwertbare Ergebnisse erzielen können. Es gibt natürlich auch spezielle Venus-Filter, die sind aber leider nicht ganz billig.
Bald gibt es wieder neue Gelegenheit, Venus rückt ja jetzt schnell näher.
venus_april_2020.jpg

-cb
 
Hallo,

schöne Zusammenstellung. Ja die Venus kann schon mehr zeigen als nur die Sichel. Meine zahlreichen Ergebnisse habe ich hier ja auch schon präsentiert, allerdings mit günstigem TS47 Violett Filter in Kombination mit einem Astronomik IR Cut Filter um das IR Leck zu schließen.

der PrimaLucelab UV Filter hat seine Peak bei ca. 330 nm. Nur mit beiden zusammen hatte ich verwertbare Ergebnisse
Den UV Filter kannte ich noch nicht. Bin da gerade am Recherchieren. Der Primalucelab macht im UV auf und ist im IR Bereich wieder dicht um das IR Leck des 47 Filters zu schließen ? Aber warum dann überhaupt die Kombination ?
Mein Violettfilter macht wahrscheinlich kurz vor 400nm auf und nach 700nm wieder auf. Der IR Cut macht auch kurz vor 400nm auf und schließt bei 700nm.
Der Durchlass der Kombination könnte also bei ca. 390 - 500nm liegen. Nicht optimal aber es geht, die Details sind aber deutlich blasser als beim richtigen teuren UV Filter, der ja meist schon ab 350nm aufmacht und bei 400nm schon wieder geschlossen ist. Dafür bleibt bei mir die Belichtungszeit sehr kurz (unter 2ms) und ich kann mit über 250fps aufnehmen.

Primalucelab UV, ich konnte jetzt nicht so viel finden, aber einen Preis von 200 Euro. Das ist doch im Prinzip ähnlich teuer wie die bekannten UV Filter.
Dann sollte der doch auch kein IR Leck besitzen und alleine funktionieren. Hauptdurchlass bei 330-350nm ist schon sehr niedrig, warum hast Du den gewählt ?

Gruß,
Holger
 
Hallo,

durch Deinen Thread geistert jetzt wieder meine Idee eines selbst gebastelten UV-Filters im Kopf herum. Ein fertiger Filter kostet um die 200 Euro.
Lässt sich das billiger realisieren ?

Mögliche Gläser:
Schott UG1 oder Hoya 360 in Kombination mit BG39 oder S8612.

Soweit so gut aber das wirft bei mir Fragen auf.
1. Durchmesser 25mm oder reicht bei dem kleinen Sensor der Asi120 auch 12mm ?
2. Muss eine AR Beschichtung unbedingt sein ?
3. Kann ich die 2 Gläser einfach übereinander in einen leeren 1,25" Filter reinbasteln ?
4. Wird das dann wirklich so viel günstiger ?
Ich bin gerade im Internet am Suchen aber mögliche Quellen / Shops sind gar nicht so leicht zu finden und so viel günstiger als ein Kauf-Filter ist es auch nicht.

Gruß,
Holger
 
Moin Holger,
tja, das war wohl ein klassicher Fehlkauf :( . Shit happens.. :(:) Mir waren zu der Zeit die speziellen Details noch nicht bekannt, und ich habe einfach zu etwas gegriffen, wo "UV" draufsteht. Dabei will ich damit die Firma keineswegs schlecht machen, der Filter ist sicher gut, nur eben von der Lage d. Transmissionspeaks alleine nicht für diesen Zweck geeignet (wurde auch m.W. nicht explizit für Venus beworben). Und wenn ich schon so viel Geld für einen nicht passenden Filter ausgeben habe, wollte ich erstmal nicht nochmal so viel Geld ausgeben. Die Kombi mit dem #47 war dann eher eine Schnapsidee, die aber überraschenderweise erstaunlich gut funktioniert .
Demnächst will ich aber nochmal nach anderen Filtern bzw. Kombinationen schauen (sofern sie erschwinglich sind).
-cb

PS: deine Ideen mit den Kobinationen sind interessant, bin auch - mal wd., zum x-ten mal - am durchstöbern von Transmissionskurven. Und wenn du ihn direkt vor den Sensor klemmst, sollten sogar die 12 mm reichen, wird ja ohnehin nur eine kleinere ROI gebraucht. Den Verlust durch fehlende AR Vergütung könnte man vermutlich auch verkraften, wenn ansonsten die Transmission optimal liegt.
 
Ein Stumrtief ist auch zu 'was gut. So habe ich mir die Venusse aus obiger Zusammenstellung nochmal vorgenommen, zumindest die guten Bilder aus der Serie. Die Neubearbeitung ist jetzt nicht so kontrastsreich, dafür ist das Absaufen am Terminatorrand mehr kompensiert, d.h. der Phasenwinkel in den Bildern entspricht jetzt besser dem tatsächlichen Stand zum Zeitpunkt d. Aufnahmen. Eine Auswahl aus den anderen beiden Reihen folgt auch noch.

venus_marchapril2020_r1.jpg

-cb
 
Und als letztes noch die 3. Reihe als Nachbearbeitung. Man sieht daran gut , wie stark es auf ausreichendes Seeing ankommt, in den meisten Bildern dieses Zeitraums sind Details quasi nur schemenhaft erahnbar, mehr war nicht drin. Dafür ist das letzte Bild vom 25.4.2020 fast das Beste der ganzen Serie, zusammen viell. mit dem vom 11.04. aus d. 2. Reihe oben. Bei guten Bedingungen können doch erstaunlich filigrane Details sichtbar gemacht werden. Venus hatte am 25.4.20 aber auch schon 35.6".
venus_april2020_r3.jpg


Diese April-Serie war ja mein erster Versuch, der Venus mit UV Aufnahmen etrwas zu entlocken, von daher bin ich da persönlich schon ganz zufrieden. Allerdings habe ich das Problem mit den Filtern dann doch noch nicht verstanden. Zur Veranschauchlichung habe ich mal die Wirkung der Kombination berechnet. Man sieht im Plot, dass die resultierende Kurve (rot) jetzt nicht soooo wesentlich von der des Primalucelab UV Filters alleine (grün) abweicht, das Maximum verschiebt sich viell. um ca.15-20 mn. Trotzdem konnte ich mit dem Prim. UV Filter alleine deutlich weniger Wolkendetail aufnehmen als mit der Kombination mit dem #47 (blau). Hmmm?????
Natürlich spielt auch die QE der Kamera noch eine Rolle, für die habe ich aber nur Daten bis 400nm, weiss also nicht, wie stark sie im Bereich darunter abfällt.
primaUV_and_o47.jpg

!!! Hinweis: Die Daten für den Plot sind manuell aus Screenshots von Produkseiten entnommen, daher sind die Kurven nicht ganz exakt. Für den #47 ist nur der 'blaue' Teil der Transmisisonskurve geplottet, das IR Leck ,weiter rechts' fehlt... !!!

Zum Vergleich habe ich auch noch einem Plot der Kombination #47 plus B-Filter des Astronomik RGB Sets erstellt. Der B-Filter macht einen Tick früher auf als der L bzw. UV/IR-Cut, das dürfte aber - cum grano salis - Holgers Variante (#47 + UV/IR -Cut) noch weitgehend entsprechen:
astroB_and_o47.jpg

Das Abschneiden durch den UV/IR Cut (oder eben den B-Filter eines RGB Sets) ist nötig, um das IR-Leck des #47 zu schliessen, dabei wird allerdings alles unterhalb 380 nm ebenfalls abgeschnitten. Wenn Venus demnächst näher rückt, werde ich diese Kombi - und noch andere - auch mal probieren.
Nun, so bleibts auf jeden Fall spannend ...
-cb
 
Hallo,

zum Vergleich habe ich gerade mal meine Aufnahmen durchgesehen. Ein paar waren an den gleichen Tagen dabei, allerdings deutlich später aufgenommen, so gegen 19 Uhr, da das Seeing da meist deutlich besser wurde als am Nachmittag.
Venus_vergleich2020.jpg

12" F5 Dobson, Baader Q-Turret Barlow, Asi120mm, Ts47&IR-Cut

Natürlich spielt auch die QE der Kamera noch eine Rolle, für die habe ich aber nur Daten bis 400nm, weiss also nicht, wie stark sie im Bereich darunter abfällt.
Welche Kamera verwendest Du ?
Zu meiner Asi120mm konnte ich auch keine Daten unterhalb 400nm finden. Der Graph fällt aber extrem steil ab und ist bei 400nm bei knapp über 40%.

Da finden sich im Internet ja unterschiedliche Kurven. Wobei mein Filter eher violett ist, und der könnte im UV vielleicht doch mehr durchlassen als ich gedacht hätte.
Der Astronomik IR Cut Filter macht eventuell schon ab 370nm auf, zumindest ca. 70% und bei 380nm ca. 90%. So sieht das zumindest auf der Herstellerseite aus.

Der 47 Filter reicht aber deutlich über 400nm hinein. Auch wenn die Kurve deutlich sinkt, dafür steigt die vom Sensor an.
Über 400nm scheinen die Details blasser zu werden. Ein richtiger UV Filter ist da aber schon lange dicht und zeigt wahrscheinlich auch deswegen dunklere Strukturen.

Und so geistert bei mir wieder ein UG Filterglas im Kopf herum. UG1 macht gegenüber UG11 im IR Bereich etwas später wieder auf. Das könnte aber entscheidend sein, also tendiere ich mehr zu UG1.
Ich will auch erst einmal den Astronomik IR Cut zum Schließen verwenden. Problem: Auf der Händlerseite, bei dem ich den gekauft hatte, ist eine andere Tramsmissionskurve als auf der Herstellerseite. Bei 700nm sind da noch 10% und erst danach ist er bei ca. 710nm dicht. Bei Astronomik geht es ab 680 / 690 deutlich runter und bei 700nm ist er dicht. Das wäre schon wichtig aber ich hoffe einfach, dass die Herstellerangaben die richtigen sind.

Mein Testobjekt ist übrigens schon bestellt. ZWB2 26mm Durchmesser und 1,5mm dick aus China. Knapp unter 4 Euro inkl. Versand, aber der soll ca. 1 Monat dauern. Mal sehen ob da was ankommt und wie das dann in einen leeren Filter passt.
Das soll einem UG1 ähnlich sein, ist eigentich für UV Taschenlampen gedacht.

Bin schon gespannt, ob der wirklich im sichtbaren Licht dicht ist. Wann beginnt das IR Leck und macht der IR Cut rechtzeitig dicht ?
Naja das Risiko hält sich ja in Grenzen.

Gruß,
Holger
 
Moin,
die Venus Bilder sind ja klasse. Da kann ich natürlich nicht mithalten, zu einem wg. der kleineren Öffnung, und eben dem Manko des Glas-Objektivs, was schon viel UV schluckt. Aber es ist gut zu sehen, dass es doch viel Übereinstimmung gibt in den gröberen Strukturen.
Mit '#47 (blau)' meinte ich übrigens die blaue Kurve im Plot, der #47 ist bei mir auch violett, ist auch einfach so schön anzuschauen, ein tolle Farbe :)Und obwohl er von verschiedenen Firmen angeboten wird (TS, Omegon, etc..), dürfte das Glas und die Transmission immer das gleiche sein. In meinen Plots oben ist aber nur der violett/blaue Anteil gezeigt, der IR Anteil interessiert ja hier nicht, ausser das man das Leck eben schliessen muss. Ohne das IR Leck wäre er wohl der perfekte UV Filter, geht ja schon ab ca 270 nm los. Könnte höchstens dann etwas zu breítbandig sein, scheinbar sind die Venus-Wolken doch auf eine recht engen Spektralbereich begrenzt.
Kamera ist bei mir aktuell die ASI 178MM, wobei ich hier denke, dass die QE Kurven der verschiedenen ASI-CMOS-Chips sich nicht soo gross unterscheiden. Schade aber, dass es keine Daten unter 400 nm gibt.
In meinem Fall könnte zudem auch der Einfluss der Optik im UV spürbar wellenlängenabhängig sein, aber auch hierzu habe ich keine Daten.

Von Astronomik gibt es 3 verschiedene IR/UV Cut Filter, L1-L3, wobei L1 die grösste, L3 die kleinste Bandbreite hat. Vemutlich habe ich den L2, leider sind die Kurven in den Astronomik-Produktinfos etwas konfus, manchmal in den Plots mit 'Schatten' , erscheinen quasi doppelt, ist nicht gut zu durchschauen, und man weiss nicht wirklich, woran man ist. L1 wäre UV-mässig wohl der beste, aber ld. lässt er dann vom IR-Leck des #47 auch wd. einen kleinen Teil durchschlüpfen. Das könnte aber u.U. tolerierbar sein.

Monat dauern. Mal sehen ob da was ankommt und wie das dann in einen leeren Filter passt.
Das soll einem UG1 ähnlich sein, ist eigentich für UV Taschenlampen gedacht.
Lustig, vielleicht wäre es einfacher gewesen, gleich die komplette Taschenlampe zu bestellen. Dann könntes du zu Hause auch ein bisschen CSI Miami spielen, , falls sich einer beim Tomatenschnippeln in den Finger geschnitten hat ...:):) Bin schon auf die Astronomischen Ergebnisse gespannt!!
-cb
 
Hallo,

Von Astronomik gibt es 3 verschiedene IR/UV Cut Filter, L1-L3, wobei L1 die grösste
L1 wäre UV-mässig wohl der beste, aber ld. lässt er dann vom IR-Leck des #47 auch wd. einen kleinen Teil durchschlüpfen.
Genau, daher habe ich den Astronomik IR-Block Filter genommen und keinen aus der L Serie.
Die ungterschiedlichen Kurven sind irritierend. Produktbild passt bei beiden nicht mit meinem überein. Da steht Profi IR-Block auf dem Filterrand, bei meinem nur IR Block und eine Seriennummer. Gekauft 2017, also eigentlich nicht so lange her.
Naja, mal sehen was daraus wird. Falls noch sichtbares Licht durchkommen sollte, wäre allerdings eine Unterscheidung schwer:
ZWB2 insgesamt zu durchlässig oder mein IR Cut macht zu spät zu. Dagegen würde ein BG39 Glass helfen, bei dem anderen Fall nicht.

Gruß,
Holger
 
Hallo,
Wichtig ist scheints noch, einen UV Transmissionspeak um die 360-370 nm zu haben. Der einfache #47 (gibts wohl von verschiedenen Herstellern) hat leider ein IR-Leck, und der PrimaLucelab UV Filter hat seine Peak bei ca. 330 nm. Nur mit beiden zusammen hatte ich verwertbare Ergebnisse erzielen können.
Wie hoch lag da bei Dir die Belichtungszeit ?

Mein Chinaglas ist heute angekommen. Tja 26mm fiel dann doch durch den leeren Filter. Der Konterring ist aber enger und passt noch so gerade. Erst hatte ich ein Stück Kabel in den Filter gelegt, dann das ZWB2 Glas und mit dem Konterring festgemacht. Saß gut aber ich habe nicht an den nötigen IR-Cut gedacht. Der hat ein Low Profile Gehäuse und da kann ich keinen Filter reinschrauben. Folglich muss der IR Cut in den Farbfilter, nur war da durch das dickere Kabel kein Platz mehr übrig.
Also habe ich eine kleinen Ring aus dünner Pappe geschnitten und anstatt des Kabels verwendet. Der Ring ist jetzt nicht exakt rund geworden, aber das sollte bei der Venus wohl nicht stören.

Interessant ist allerdings jetzt schon der enorme Unterschied in der Durchlässigkeit. Nur mal so gegen den hellen Taghimmel gehalten, lässt der TS47 noch richtig viel Licht durch. Der ZWB ist da sehr viel dunkler.
Habe dann nochmal kurz die Helligkeit mit Barlow und Kamera am blauen Himmel getestet. Die Belichtungszeit erhöht sich extrem. Also mindestens um den Faktor 15 bis 20.
Sonst reichten bei meinen Venusaufnahmen ca. 1,5ms. Das wird nun wohl eher gegen 22-30 ms. gehen. Ist das normal ?

Bin schon auf die ersten Tests bei der Venus gespannt aber die Nähe zu Sonne macht es zur Zeit noch sehr schwer. Das Seeing ist am Nachmittag einfach zu schlecht.
Hier z.B. ein Versuch vom 14.05.21:
summe-ir-ts47-140521.jpg.jpg

Links: TS47 & RG610 = IR-Pass
Rechts: TS47 & IR-Cut= UV
Tja, da kann ich bearbeiten wie ich will, Details leider unmöglich !

Gruß,
Holger
 
Hallo,
das mit der Belichtungszeit bei UV passt, ich weiss es zwar nicht mehr genau, aber ich hatte ziemliche Mühe. Ich habe mit 2x Barlow aufgenommen, d.h. lieber ein kleineres Bild in Kauf genommen im Vgl. zu meiner sonstigen Okularprojektion, um dafür die BZ zu drücken, die aber dann immer noch um die 100ms und drüber lag. Deswegen auch die starke Abhängigkeit vom Seeing, mehr als sonst üblich. Zudem scheinen die Wolkenkontraste generell nicht so gross zu sein, daher ist es verständlich, dass aktuell bei dem kleinem scheinb. Durchmesser der Venus noch nicht viel zu holen ist. Das Wetter geht einem langsam auch wirklich auf die Nüsse, selbst in den (Cumulus-)Wolkenlücken hängt oft noch Schleierbewölkung 'rum, da ist dann der Hintergrund meist unbrauchbar hell...

Durch meinen Primalucelab UV Filter sieht man visuell nix mehr, wie zu erwarten. Der #47 hat dagegen schon viel Transmission im sichtbaren Bereich, das macht enorm viel aus. Ich habe hier übrigens noch ein Schott UG11 Glas gefunden, ungefasst, in einer kleinen Sammlung, die ich mir vor ca. 40 Jahren bestellt hatte, aber die dann nie zur Anwendung kamen, ich hatte ja zwischenzeitlich jahrzehntelang nicht beobachtet. Leider ist dieses UG11 Glas irgendwie verranzt, ich kenne mich nicht aus wie Glaspilz aussieht, vielleicht ist es das, oder was anderes?? Die anderen Gläser sind nicht betroffen. Hmm ?. Das UG11 Glass lässt visuell ein bisschen noch durch, und das kommt dann rot rüber. Ein Blick auf die Transmissionskurve bestätigt das, da ist ein kleiner Buckel im IR. Scheint so ein spezieller Side-Effekt zu sein, diese IR Leaks bei UV Filtern. Gibt bestimmt auch eine physikalische Erklärung dafür.
Was die von mir oben genannten 360-370 nm anbelangt, ist es allem Anschein doch nich so streng, deine Bilder sind ja der Beweis, dass auch noch im Grenzbereich zw.UV und visuellem Teil noch Details auszumachen sind. Ich bin auf jeden Fall gespannt, was deine neue, jetzt mehr UV-lastige Kombi bringt. Die "längeren" BZn sind ja danke deiner 12" Öffnung immer noch im grünen Bereich.
-cb
 
Hallo,

bin auch schon gespannt. Vielleicht werden die Strukturen ja etwas kräftiger. Kann aber auch gut sein, dass das unentschieden ausgeht.
Bisher kann ich ja mit 1,5ms aufnehmen und nehme in kurzer Zeit ca. 20000 Frames pro Avi auf.
Dadurch kann ich das Summenbild mehr bearbeiten / schärfen.

Gruß,
Holger
 
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