Natrium -Dublett im Sonnenspektrum

Ursonne

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Habe in meinen Versuchreihen das Natrium-Dublett vorgenommen. Bei dieser Aufnahme sind wohl die Grenzen des Auflösungsvermögen ereicht worden. Die Trennung der beiben Natriumlinien ist ja mit diesem Setup kein Problem. Die Nickellinie (Ni I 5892,88) zwischen den beiden Natriumlinien zu erkennenist durchaus auch zu erwarten. Das man aber sogar die atmosphärische Linie des Wassers (ATM H²O 5891,18Å) erkennen kann ist doch eine Überraschung. Werde mich in nächster Zeit mit einem besseren Kontrast und größerer Streuchtminderung beschäftigen. Ein geziehlter Einsatz (für den zu aufnehmenden Spektralbereich) von schmalbandigen Farbfilternkönnte helfen. Das 1800L/mm holo. Gitter ist nun mal die Grenze für den DADOS_ Spektrographen.
Projekt1.jpg

Gruß
Hubert
(Ursonne)
 
Hallo Hubert, hallo in die Runde,

ich hatte kürzlich auch mal fix einen Echelle-Monochromator (aus einem ICP-OES) sehr rudimentär mit Sonnenlicht gefüttert. Aufgrund des Prinzips sind damit spektrale Auflösungen von R~30000 möglich. Hab noch geplant, dass Teil mit Cross-Disperser in ein richtiges Echelle-Spektrometer umzubauen und ans Teleskop zu koppeln. Anbei erstemal das Na-Dublett:

Image__2026-08-16__Sun_Na-D_Avg_Rot_Crop.jpg


Die Auflösung von R=30000 (also 0.17A) reicht fast sogar schon aus, um die Selbstabsorption beim Magnesium-Triplett, genauer der Mg I b4 - Linie bei 516.7nm, nachzuweisen. Der Effekt bewirkt, dass diese mit extrem kleinen spektralen Abstand doppelt erscheint, so richtig habe ich die physikalische Ursache für die Selbstabsorption aber noch nicht verstanden:

Image__2026-08-16__Sun_Mg-T_Avg_Rot_Crop.jpg


Die Mg I b4 - Linie (bei etwa 516.7nm) ist die erste dunkle Linie auf der linken Seite und beinahe als Doppellinie aufgelöst (Linienabstand ~0.17A), zumindest kann man es erahnen. Die Fe II - Linie (bei 516.9nm) gleich rechts daneben erscheint auch verbreitert, ist aber nicht aufgelöst (Linienabstand 0.14A).

Anbei noch das ultrahochaufgelöste Vergleichsspektrum vom Heliospectrotron-Spektralatlas (Heliospectrotron 5000)

1788638986652.png


Der Vergleich des Echelle-Spektrometers zum DADOS ist natürlich nicht ganz fair, das Echelle ist ein ganzschöner Brocken und muss auch Fasergekoppelt werden. Die Adaption an ein Teleskop ist also nicht ganz so einfach.

Lg Tino
 
Hallo Tino,
beeindruckender Vergleich mit dem Echelle- Monochromator.
Habe vor Jahren ein Sonnenspektrum aus dem Netz runtergeladen Es sind Aufnahmen von jeweils 100Å Bereiche (Visibie Solar Spectrum). Finde die Seite jetzt leider nicht mehr im Netz. Diese Seiten sind sehr gute Hilfmittel um aufgenommene Spekralbereiche zu vergleichen.
Habe mal einen Aufnahmevergleich erstellt:
DADOS- Spektrograph mit 1800L/mm holographisches Fremdgitter R~7000
Visibie Solar Spectrum
Echelle - Monochromator R~30000
Projekt12.jpg

Mit dem Echelle - Monochromator lässt sich doch bestimmt die Magnetfeldstärke eines Sonnenfleckes ermitteln?!
So könnte man doch Messreihen für weiters Auswertung erstellen?!
Eine Anregung von mir.
Indirekt lässt sich die Magnetfeldstärke aus der Fleckenfläche ermitteln (bei H- undJ-Flecken).
Diese Werte sind natürlich nicht so genau.
Habe mal einem Beitrag in diesem Zusammenhang darüber geschrieben unter dem Titel: Durchmesserverhältnis von Umbra zu Penumbra und Magnetfeldverhalten (VdS Fachgruppe SONNE) über Information SONNE Archiv Heft 159 Seite 5-11.

Gruß
Hubert
 
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