(Nearly) First Light

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ubit

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Hi zusammen,

mit etwas Verspätung der Bericht vom Samstag/Sonntag zur ersten "Sternstunde" mit meinem 10" Galaxy D10.

Der Wetterbote kündigte für Sonsbeck eine sternklare, wolkenlose Nacht an. Was einige Leute vom Astrotreff Niederrhein zum Anlaß nahmen mal wieder gemeinsam auf den Sonsbecker Berg zu fahren und gemeinsam zu spechteln. Wobei: Dem Wetterbericht hat irgendwie niemand wirklich getraut... Ich wollte das Risiko eigentlich nicht eingehen.
Am späten Nachmittag (noch hell draußen) habe ich daher meinen Dobson auf der Terrasse aufgebaut (und parallel den Garten winterfertig gemacht) und mich etwas später mit dem SW 5-8 am Mond versucht. Wahnsinn! Terminator quer durch Archimedes (wie ich im Virtual Moon Atlas erfahren habe) und Details ohne Ende. Ich konnte mich gar nicht satt sehen.
Der Himmel blieb klar. Hmmm... Also den weiblichen Anhang überzeugt, dass sie einen Abend alleine verbringen muss und den Dobson ins Auto. Wow! Der paßt ohne Karton ja wirklich auf die Rückbank *g* Rockerbox und Okularkoffer hinten rein und ab nach Sonsbeck, wo ich gegen 20:00 Uhr eintrag. Natürlich viel zu früh... Gegen 20:25 Uhr kam dann der erste Mitspechtler und zeigte mir dann auch, wo die Wiese ist... Schnell aufgebaut (unter möglichst großräumiger Umgehung der Kuhfladen...).

Erstes Objekt für mich: Luna. Mittlerweile war der Terminator deutlich weiter gewandert und (mangels wirklicher Mondkartenkenntnisse) ich kannte mich nicht mehr aus *g* Macht aber nix. Schön war's trotzdem.

Ein kurzer Blick auf Holmes durfte natürlich auch nicht fehlen. Hört das Ding eigentlich irgendwann auch mal auf zu wachsen??? Für Holmes fehlt mir aber definitiv die richtige Brennweite. 38 mm sind zu lang und 9 mm sind zu kurz. Aber da arbeite ich nächsten Samstag auf dem HATT dran. Der Kern von Holmes war visuell leider nicht zu erkennen. Dennoch: Ein super Anblick.

Dann ans Eingemachte. Mittlerweile trafen auch immer mehr Mitspechtler ein. Der Galaxy wurde begutachtet und es wurde festgestellt: Nicht gut justiert. Mit dem SW Zoom liegt das Bild sehr am Rand des Einblicks und nicht zentriert wie es sein soll. Hätte ICH nie gemerkt... Aber nichts, was sich nicht (zu Hause im Hellen) beheben ließe.

Ein Kollege hatte sogar die Hülsen für das Zoom dabei, so dass ich prüfen konnte ob ich damit in den Fokus komme: Geht. Allerdings ragt der Okularauszug dann etwas in den Tubus. Nicht wirklich optimal.

Mittlerweile stand Orion auch schon recht hoch. Also auf zu M42. Sagenhaft, was man da zu sehen bekommt. Ich konnte auch einige Filter der Kollegen ausprobieren. Das hat mich darin bestätigt, mir auf jeden Fall noch den Baader OIII zuzulegen. Zwar brachte der an M42 nicht sooo viel, aber der Cirrus-Nebel war damit beeindruckend (ohne Filter nix Cirrus...).

Auch M31 wurde kurz aufgesucht. Der Himmel in Sonsbeck ist aber für Galaxien nicht wirklich optimal. Etwa Mag 5 - mehr ist wohl nicht drin. Im Teleskop daher keine Andeutung von Spiralarmen (zumindest für mich als ungeübten Beobachter) und keinerlei Struktur. Immerhin konnte ich M32 erblicken.

Weiter ging es Richtung Mars. Mit dem Zoom und den Hülsen. Groß im Okular - aber immer noch viel zu hell und ohne jede Struktur. Auch mit diversen Farbfiltern: Kein Erfolg. Ich fürchte, da brauche ich noch ein paar Graufilter.

Dann nach Norden. M81/M82 nach einiger Sucherei gefunden und mit dem Anblick im 12" verglichen. Kein allzu großer Unterschied. Details waren natürlich eh nicht zu erkennen.

Dann habe ich noch ein wenig alleine herumgespechtelt und bin immer wieder bei M42 gelandet - wo ich ohne Filter mit der Zeit auch immer mehr Details erkennen konnte. Übung scheint doch zu helfen...

Kurz vor 2:00 Uhr (eigentliche wollte ich nur 2-3 Stunden bleiben) habe ich dann noch kurz auf Saturn gehalten. Der stand natürlich sehr tief und damit alles andere als optimal. Dennoch: Eindeutig als Saturn erkennbar *g* Auch hier aber wieder: Hell, hell, hell... Dürfte auch schwierig werden ohne Grau- oder Polfilter Details zu erkennen, selbst wenn er besser steht.

Irgendwann nach 2:00 Uhr begann dann bei -3° C und sehr hoher Luftfeuchtigkeit der allgemeine Aufbruch. Ab mit dem von Reif bedeckten Dobson ins Auto und flott nach Hause. Müde, durchgefroren, aber sehr zufrieden mit der Beobachtungsnacht und dem Dobson. Nächstes Mal vergesse ich auch sicherlich nicht den Karkoschka zu Hause...

Aufgaben für die nähere Zukunft:
- Dobson justieren
- Mindestens noch 1 Okular kaufen
- Baader OIII kaufen
- Graufilter oder var. Polfilter kaufen

Ciao, Udo
 
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Hallo Udo.

schöner Bericht eines wirklich gelungenen First-Lights.
38 mm BW ist arg viel für F/5 und für 5 Mag Himmel ohnehin.
7,6 mm AP sind sehr grenzwertig. Um 5 mm AP, also ein Okular mit 24-27 mm Brennweite, schön weitwinklig kommt da sicher gut.
Darunter was um 13-16 mm und Du bist schon sehr gut gerüstet.

Den Freunden mit den Hülsen zum Speers sei dringend empfohlen, die Sache mit dem vor dem Spiegel auftauchenden OAZ zu vermeiden. Das tut nicht gut, beeinträchtigt die Abbildungsleistung.
Abhilfe schafft bei Bedarf eine 2" Überwurfhülse als Steckhülse für den OAZ. mit drei Madenschrauben auf der Brennweitenverkürzungshülse sicher gekontert kann man mit dieser 2" Steckhülse den Fokuspunkt des Okulars sehr variabel nach außen verlagern, das Problem elegant umgehen, ja sogar den Fokus auf das nächsthöhere Okular anpassen. Alles klar? Wenn nicht....PN.

CS
*entfernt*
 
Hi Udo,
Glückwunsch zum Firstlight mit Dobsi 10 ! Ich hab auch einen und bin sehr glücklich damit. Mit Mars hab ich die gleichen Probleme wie Du, Saturn aktuell nicht anders. Aber ich verstehe nicht, dass das 38iger Oku zu viel für Deinen Dobson ist, ich bin sogar beim 42iger Oku in 2" hoch begeistert....darin sehen Ha und Chi im Perseus optimal aus, auch der Holmes macht sich darin genial, Sterne bis an den Rand gestochen scharf.....ach herrlich, dass Du da ne Wiese hast mit Mitspechtlern.....bin schon auf Deine weiteren BB´s gespannt und clear skies wünscht Dir Anette
 
Hi,

herzlichen Glückwunsch zum gelungenn first light des Zehnzöllers.

Ich denke, mit dem Teil wirst Du noch viel Freude haben. Bevor Du am Planeten mit Graufiltern etc. arbeitest: auc in meinem 10" Meade waren Planeten imer zu hell, haben praktisch ihre eigenen Details überstrahlt. Seit ich den Tubus mit Velours ausgekleidet hab, ist schluß damit und das Rohr zeigt auch am Planeten eine extrem kontrast- und detailreiche Abbildung. Wie das geht, findest in der Bastelanleitung von mir auf meiner Tips & Tricks Seite in der Rubrik Starfinder Special - Kontrastoptimierung.



Viele Grüße

Markus


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Quidquid agis, agas prudenter et respice finem!
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DANUBIA - OBSERVATORIUM

Markus A. R. Langlotz
Dr.-Bruno-Sahliger-Str. 8
D-93096 Köfering

Die Astroseite: www.N-T-L.de
Die Starfinderseite: starfinder.N-T-L.de
Die Mailadresse: ntl.observatory (at) freenet.de

 
Hallo Anette,

Du benutzt an einem 250/1250er Newton ein Okular mit 42mm Brennweite?
Daraus resultiert eine AP (Ausstrittspupille) von 8,4 mm.
Selbst wenn sich umter ganz dunklen Bedingungen die Pupille Deiner Augen bei perfekter Dunkeladaption auf 8 mm öffnen könnte (ein Durchschnittswert der allgemein akzeptiert wird sind maximal 7 mm), verschenkst Du Licht. Was Deine Pupille nicht aufnehmen kann ist weg, verschenkt, Du nutzt nicht die volle Öffnung Deines Teleskops.
Gehen wir von den 5 Mag. Himmelsqualität aus, die landläufig so drin sind, hast Du mit dem Okular einen mausgrauen Himmelshintergrund in dem viele Objekte einfach absaufen. Da bist Du mit einem Okular welches 5 mm AP liefer eben besser dran.
Nur mit Filter (O III, UHC) und unter einem Beobachtungstuch (Dunkeladaption) lohnt unter aufgehelltem Himmel auch AP 7.
Spätestens Beobachtung am Tage, wahrscheinlich auch schon bei hellen Objekten (Mond) müsstest Du mit 8,4 mm AP sogar einen sehr störenden Schatten in der Mitte des Bildfeldes wahrnehmen. Das ist eine Reflektion des Fangspiegels. Deine Pupille ist dann so klein, dass Du nur noch die Mitte des viel zu großen Strahlenkegels packst und da sitzt der FS dann übergroß.

CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

die Entscheidung für das 38er habe ich durchaus bewußt getroffen. Es bietet halt ein riesiges Blickfeld von über 2° am Himmel. Und das finde ich für mich als Einsteiger wichtiger als die "verschenkte Öffnung", da ich mich damit einfach leichter zurecht finden kann.
Sicherlich wird irgendwann ein - im Bezug auf die AP - brauchbareres zweites Übersichtsokular hinzu kommen.

Das mit der Tubusschwärzung wird sicherlich mal in Angriff genommen. Ich weiß nur noch nicht ob Veloursfolie oder Schultafellack mit Sand.

Auch die Spiegelbelüftung muß ich noch einbauen, mir Teilkreisskalen für die Rockerbox basteln u.v.m. Zu tun sein wird irgendwie immer etwas, oder? *G*

Ciao, Udo
 
Hallo Markus, mein Dobsi ist auch mit pechschwarzem Velours ausgekleidet, trotzdem wird auf Mars ein Lichterfest gefeiert. Ich staune, wie Du das dann trotzdem schaffst...nimmst Du so gar keine Filter?

Bei meinem 4,6 mag Himmel bekomme ich noch die Andromedagalaxie bei zunehmenden Halbmond ins 42iger Oku rein. Spricht das dann für die Qualität meiner Optik? Mehr sehen als an einem verwässerten Kometen tu ich da auch nichts, aber dafür ist diese Galaxie ja bekannt. Bei Kaltlufteinbrüchen sehe ich die Whirlpool mit Spiralarmen...aber selten gelingt mir das!

Grüssle von Anette
 
Hi,

was "wirkt" denn nun besser? Velours oder mit Sand gemischter Schultafellack?

Und noch eine Frage: Wie bekomme ich eigentlich meine maximale Pupillengröße heraus?

Ciao, Udo
 
Hallo Udo,

nimm Velours (Dece-Fix-Folien hat fast jeder Baumarkt und wenn kein Velours dabei ist kann man es Dir bestellen.

Zur AP-Ermittlung gehts da
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/ubb/showflat/Number/445320#Post445320
lang.

Deine bewusste Entscheidung zum 38er beruht auf unzureichender Information.
Ein 35 mm Okular mit 7 mm AP oder ein 32er Okular können Dir den gleichen tatsächlichen Himmelsausschnitt bei größerem Eigengesichtsfeld zeigen. Die Feldblende ist der begrenzende Faktor, nicht doe Brennweite.
Einen Okularrechner gibt es z.B. dort
http://www.deepsky-brothers.de/index.htm
zum Download.

Weil Angaben zur Feldblende häufig fehlen ein Link zu m.E. brauchbaren Gesichtsfeldangaben verschiedener (längst nicht aller) Okulare
http://www.astro-okulare.de/
Angaben finden sich bei den Testergebnissen und weichen teilweise recht deutlich von Hertstellerangaben ab.

CS
*entfernt*
 
Hi Günther,

ich kenne den Zusammenhang zwischen Feldblende, Brennweite und AP... Klar KÖNNTE ein 32er Okular den gleichen Himmelsausschnitt liefern - es müsste halt - wie Du schreibst - ein größeres Eigengesichtsfeld haben. Hört sich einfach an... Bedeutet aber in der Regel, dass man ein erheblich teureres Okular kaufen müsste. Ich habe jetzt das TS SW 38 mm gebraucht für 50,- € gekauft. Das TS WA 32 wäre eine Alternative, hat aber eine kleinere Blende und ist mit weniger Gesichtsfeld angegeben... Alles andere, was ähnlich viel zeigt wäre sicherlich erheblich teurer, oder?
Das 32er hätte auch noch für unseren Himmel zu viel AP...
Wie auch immer: Mit dem 38er bin ich äußerst zufrieden, zumal bei dem Preis. Luft nach oben wird sicherlich immer sein...

Ciao, Udo
 
Hallo Udo,

das 38er WA habe ich ja auch, ein feines Okular. Ähnliches Feld bietet mein 30er BW mit 80° Feldangabe.
Das 38er kann ich an F/5 randschärfemäßig noch akzeptieren, das 30er BW allerdings nicht mehr.
Stimmt schon, es würde also erheblich teurer werden.
Das 32er WA bietet zwar weniger Feld als das 30er BW, zumindest an meinem F/6 ist aber das scharfe Feld sehr vergleichbar. Der Feldgewinn ist also mit Unschärfe bezahlt, trotzdem habe ich es dem 32er WA vorgezogen.
F/5 steht mir nur als Refraktor zur Verfügung, ist also nicht vergleichbar.
Von der AP her ist das 38WA an F/5 grenzwertig, aber mit und ohne Filter verwendbar.
Anette liegt aber mit dem 42er m.E. echt zu weit drüber.

Nur aus Neugier....welche Feldblendenangaben hast Du zum 32er und zum 38er WA?

CS
*entfernt*
 
Hi Günther,

die Angaben habe ich von der TS Homepage. Also 42 mm beim 32er und 46 mm beim 38er. Aber egal...

Ich habe das Okular in erster Linie als Aufsuchokular. Ich kenne mich halt noch nicht wirklich gut am Himmel aus und da ist für mich das größte sichtbare Feld (was bezahlbar bleibt...) das Hauptkriterium. Das 38er ist natürlich am Bildrand alles andere als scharf. Stört mich halt nicht, weil ich es in erster Linie zum "suchen" nutze. Bei den Objekten die ich derzeit im Visier habe, wechsele ich dann recht schnell zum SW-Zoom. Bzw. ab nächster Woche hoffentlich zu 20 mm oder 15 mm, wenn es um Nebel & Co geht.

Was ich aber immer noch nicht weiß: Wie bekomme ich heraus, wie weit sich meine Pupille überhaupt öffnet. Kann man das irgendwo testen lassen? Was kostet sowas?

Ciao, Udo
 
Hi Udo,

das kostet Dich einen Satz Bohrer zwischen 4 mm und 8mm Stärke. 0,5er Schritte sollten reichen.
Die nimmst Du mit zum Beobachtungsplatz, hälst Dir den Schaft vor das Auge und schaust einen Stern an.
Der Bohrer welcher den Stern komplett stellt die Größe Deiner AP dar.

Ich hatte zwei Beiträge vorher einen Thread verlinkt da wird noch eine Methode (Foto schießen vor dem dunklen Badezimmerspiegel und nachmessen) erwähnt. Da steckt im Thread noch ein Link zur genauen Beschreibung der Methode.
Das wäre dann die absolut mögliche Pupillenöffnung.

Interessanter für die Astronomie ist aber m.E. die erste Variante.

CS
*entfernt*
 
Zitat von *entfernt*GMS:
Der Bohrer welcher den Stern komplett stellt die Größe Deiner AP dar.
?????
Ich hatte zwei Beiträge vorher einen Thread verlinkt da wird noch eine Methode (Foto schießen vor dem dunklen Badezimmerspiegel und nachmessen) erwähnt. Da steckt im Thread noch ein Link zur genauen Beschreibung der Methode.
Das wäre dann die absolut mögliche Pupillenöffnung.
Ups - glatt übersehen.... Die erste Variante verstehe ich aber irgendwie nicht. Bist Du da über irgendein Wort gestolpert? Meinst Du den Bohrer, bei dem ich den Stern überhaupt nicht mehr sehe?
Ist das dann wirklich die maximale Pupillengröße? Oder kann ich da noch optimieren, z.B. mit einem dunklen Beobachtungstuch über Kopf und Okular?

Und weil es in dem verlinkten Beitrag erwähnt wurde: Könnte man mit solchen Augentropfen vielleicht die Pupillengröße "tunen"?

Ciao, Udo
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Udo,
auch von mir einen herzlichen Glückwunsch für das gelungene First light sowie den Beobachungsbericht.

Pupillengröße, Augentropfen etc.:
Udo, für die praktische Beobachtung wird nicht die maximal mögliche Pupillenerweiterung bzw. deren Ausmaß von entscheidender Bedeutung sein, wenn man hoffentlich davon ausgehen kann, dass mit Deinen Augen im großen und ganzen alles in Ordnung ist.

Zwar kann man mit solchen Augentropfen die Pupillen erweitern. Ob dabei eine wesentliche Erweiterung über das physiologische Maß hinaus zu erzielen ist, kann ich im Moment nicht sagen. Wenn, dann wird's nur geringfügig sein.

Der Zweck dieser Tropfen ist gar nicht, dass die Pupillen maximal erweitert werden, sondern dass sie trotz Lichteinstrahlung erweitert bleiben, so dass der Augenarzt einem ins Augeninnere hineinschauen kann, und dazu braucht er natürlich Licht.

Der Vorgang an sich ist nicht schädlich, wenn keine Bereitschaft für den grünen Star - Glaukom - vorliegt (in diesem Fall kann es akut zu sehr unangenehmen Schmerzen kommen und unbehandelt zur Erblindung führen). Wie sich aber eine regelmäßige Anwendung auswirken würde, kann ich auch nicht sagen.

Wichtiger ist jedoch, dass Deine Augen für ein paar Stunden die Fähigkeit verlieren, auf kurzfristige Helligkeitsveränderungen schnell zu reagieren. Sprich: Du kannst unangenehm geblendet werden. Wenn Du da mit dem Auto unterwegs bist, kann das möglicherweise zu katastrophalen Folgen führen.

Für die Beobachtungspraxis wichtiger ist einmal der dunkle Himmel und dann die ungestörte Dunkeladaption, die NICHT über die Pupillenreaktion abläuft.

Auch wenn sich Deine Pupillen maximal auf 8 mm öffnen können sollten, wird es nicht besonders sinnvoll sein, die AP bis zu dieser Grenze hin auszureizen. Denn auch in der Dunkelheit sind die Iris aktiv; allein beim Hineinschauen ins Okular wird sie zumindest kurzfristig reagieren. Auch beim Rotlicht wird sie reagieren, so denn sie so hell ist, dass man z.B. eine Sternkarte lesen kann.

Daher würde ich auch empfehlen, Günthers Rat zu beherzigen.

Allerdings hast Du auch vollkommen recht, dass für die orientierende Übersichtsbeobachtung eine kleine Beschneidung der AP durch eine etwas kleinere Pupille nicht von großer Bedeutung ist.

Gruß
Je
 
Hallo Udo,

auch von meiner Seite herzlichen Glückwunsch zum First Light. War wohl ein gelungener Abend.

Mars: ist recht schwierig, da etwas zu erkennen benötigt etwas Erfahrung. Die wird kommen, je öfter man ihn betrachtet. Vor allem, man sollte ihn nicht so kurz mal, sondern gut eine halbe Stunde immer wieder betrachten. Von mal zu mal kommen dann mehr Details zum Vorschein.

Weiterhin einen offenen Himmel wünscht Dir

Winfried
 
Moin!

> Zwar kann man mit solchen Augentropfen die Pupillen erweitern.

Tja, der Nachteil ist außerdem, daß man nach der Anwendung (die nur dem Augenarzt überlassen werden sollte) auch unscharf sieht, weil kurzfristig die gesamte Augenmuskulatur betäubt wird.
Haut euch lieber 'ne Stulle Blaubeermarmelade rein, das hilft mehr. :/
 
Blaubeermarmelade hilft nicht. Es müssen - im Ernst!, frag Uwe Pilz - Wildpreiselbeeren sein.

Thomas
 
Noch mal ne Frage der Auskleidung mit Velour wegen:

Was geschieht damit in einer immer feuchter werdenden Nacht? Irgendwann muß sich das Velour doch lösen oder zumindest wellig werden.
Zudem sind "unsere" Dobsons aus Wickelblech. Bei Feuchtigkeit, die sich auf dem Tuch niederschlägt, müsste der Tubus doch irgendwann einmal anfangen zu rosten, oder liege ich da ganz falsch?

Diese Frage interessiert mich schon länger.

CS
Winfried
 
Moin Winfried!

Du meinst die selbstklebende Velours-Folie (d-c-fix, alkor)?
Die löst sich nicht und saftet auch nicht voll bei Feuchtigkeit in der Nacht. Ich hab damit bestimmt schon ein halbes Dutzend Tuben ausgekleidet und diese lange Zeit (5-6 Jahre mindestens) ständig im Gebrauch. Da passiert nix.

BTW: Frage ist off-topic.
 
Hallo Winfried,

wenn man diese selbstklebende Folie bein Einkleben anfeuchtet (am Rücken) bekommt man sie schön blasenfrei rein und kann sie auch in Grenzen schieben und zurechtrücken.
Ich habe schon Nächte erlebt (auf dem ATB, IV ist sehr vergleichbar/früher wie heute) da lief das Wasser außen an Taukappe und Tubus runter, auch das Velours im Tubus war feucht bis nass. In meinem saugend belüfteter Isotubus bleiben die Spiegel übrigens dabei viel länger taufrei als umstehende Linsen/Spiegel(Gitterrohr) ohne solche Maßnahmen.
Wenn man die Sache danach ordentlich trocknen lässt und nicht gleich einen Plastiksack drüberstülpt damit das auch noch ordentlich schwitzt, passiert da gar nichts (schon über vier Jahre nichts).

CS
*entfernt*
 
Danke Günther,

dann werde ich die Sache doch wohl man angehen müssen. Ich hatte nur Angst, daß der Tubus dann irgendwann mal das Rosten anfängt.

CS
Winfried
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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