nebelfilter billig (!!!) selbst bauen

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AstronomieFreak

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hi, könntet ihr mir sagen wie ich mir einen nebelfilter billig (!!!) selbst bauen kann???
 
Naja, ist so ne sache für sich. Ich würd sagen, kauf dir lieber einen! Ich will mich jetzt nicht festlegen, aber ich glaube mal irge´ndwo gelesen zu haben, das die aus bis zu 40 (oder mehr? oder weniger?) hauchdünnen glasplättchen bestehen, die auch noch mit irgendwas beschichtet (vergütet?) oder was auch immer sind. wie willst du das herstellen? dann kommts ja noch drauf an, was du haben willst, UHC, OIII, Hbeta... naja, ist imho nicht machbar.
du siehst, viele fragezeichen, aber das das nicht geht, da bin ich fest überzeugt... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />
 
Hallo,
Na ja, es ist nur eine Glasplatte, aber die ist mit vielen Schichten einer definierten Dicke beschichtet. Schon das einfache Bedampfen eines Spiegels ist ziemlich aufwändig! Das ist High Tec und mit einfachen Mitteln nicht machbar.
Ich könnte mir vorstellen daß man mit eingefärbter Gealtine Farbfilter und Neutralgraufilter hinbekommt.
Grüße Martin
 
Hi Zusammen,

ist völlig unmöglich. Die Nebelfilter arbeiten alle mit sehr steilen Kanten in der Transmissionskurve, das bekommt man mit normalen Farbstoffen nicht hin. Ausserdem, oder auch deshalb, ist bei Filtern mit Farbstoffen die Transmission der wichtigen Nebel-Spektrallinien wesentlich schlechter.
Einzig fotografisch zeigen bestimmte Violett-Filter, die man auch als Gelatine-Filter herstellen kann, Wirkung. Der Baader-Skyglow gehört auch dazu, allerdings mit einer recht schwachen Wirkung.

Mehr darüber, wie Nebelfilter wirken, erschliesst sich aus dem Bereich Astronomische Anwendungsgebiete der Spektroskopie meiner Homepage. Der Artikel gehört zum Themenbereich Spektroskopie, der zum Verständnis der Nebelfilterwirkung sehr viel beiträgt.

Clear Skies
Sven
 
ist völlig unmöglich. Die Nebelfilter arbeiten alle mit sehr steilen Kanten in der Transmissionskurve, das bekommt man mit normalen Farbstoffen nicht hin.

Hallo,
Deshalb hab ich ja auch geschrieben Farbfilter! nicht Deep Sky oder UHC oder so. Ich meine auch Farbfilter, gelb grün und orange und so zum Beispiel um Planeten kontrastreicher abzubilden. Und Neutralgrau könnte ich mir auch noch vorstellen, danach ist Schicht.
Grüße Martin
 
Hi,

hab ich mich auch schon gefragt.

Vieleicht geht´s als Flüssigfilter??

In Küvetten wir eine chem. Lsg. eingefüllt (z.B. KCL, Holmiumperchlorat..) an den Peaks werden Spektrometer kalibriert.


Jetzt müßte man nur die richtige Lsg. finden um im interessanten Spektralbereich Transmission oder Absorbtion zu erhalten.

Ohne Physikalisch-chemischen Hintergrund und einem gut eingerichtetem Labor wird das aber wahrscheinlich nichts
(Diplomarbeit).

Grüße
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> RoRo

alternativ könntest Du noch bei Balzers eine billige ( <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> )Sputteranlage bestellen und deine Filter damit selber machen

 
Hallo,
so richtige steilkantige Filter ist nix mit selbermachen (ausser du hast eine Bedampfungsanlage im Keller stehen, mit der du diese dichroidischen Filter präzise herstellen kannst - für die meisten Zwecke reichen auch schon 20 Schichten, nur die Berechnung ist nicht ganz trivial).
Wenn's aber simple Farbfilter sein dürfen, habe ich brauchbare Erfahrungen mit Lee Filterfolien gemacht. Die sind zwar nicht lambda/100, aber an den übicherweise verwendeten Positionen am Okular völlig ausreichend (das Auge ist ja auch nicht gerade lambda/100).
Das schöne dran ist, dass es dafür Transmissionskurven gibt:
http://www.netzmarkt.de/thomann/herst-1576.html?sn=81e8cda067f373dd3cdefc5cbb2ec18e.
Der Preis für eine Folie liegt bei 5.- Euro, damit kannst du eine Sternwarte lebenslang versorgen...
Ich habe mal irgendwoher (?) ein Musterheftchen mit einigen Dutzend Farben bekommen, damit kann man prima experimentieren (z.B. am Mars mit allen Arten von hellorange bis dunkelrot).
Weiß vielleicht jemand, wo man so was wieder herbekommen könnte?

Bunte Grüße
Karl-Heinz

 
>hi, könntet ihr mir sagen wie ich mir einen nebelfilter
>billig (!!!) selbst bauen kann???

Einen Vorschlag hätte ich: Du könntest eine dünne Scheibe eines doppelbrechenden Materials (z.B. Glimmerscheiben) zwischen gekreuzte Polarisationsfilterfolien (optische Achse unter 45° zur Polarisationsrichtung legen). Bei einer entsprechenden Dicke lässt so ein Filter dann einen bestimmten Spektralbereich um eine bestimmte Wellenlänge durch. Mit weiteren Lagen doppelbrechenden Materials jeweils verdoppelter Dicke und Polfiltern wird dann der durchgelassene Spektralbereich immer enger.

Das ganze nennt sich Lyot-Filter und ist u.a. als
H-Alpha-Filter zur Protuberanzenbeobachtung mit Quarz als Material in Amateur Telescope Making Band 3 beschrieben.

Du bräuchtest dann vorzugsweise ein Spektroskop, um
die Wellenlänge zu justieren.
 
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