Nebelfilter für APM 82mm SD

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watcher_68

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Hallo ihr Lieben,

seit ein paar Monaten begleitet mich das APM 82er SD und ich bin wirklich begeistert. Nun möchte ich mir einen Satz Nebelfilter zulegen, bin mir jedoch unsicher was für das Glas am geeignesten ist. UHC-S, UHC-E, OIII, oder ein Mischung bzw. Kompination aus zwei unterschiedlichen Filter? Welche Filter bzw. Kombis decken die größte Bandbreite ab?

Viele Grüße
Ralf
 
Habe das gleiche Glas in 90° und einen einzelnen UHC-Filter von Omegon damit getestet, weil ich die Wirkung gegen Lichtverschmutzung sehen wollte. Die Umstände hier und meine persönliche Wahrnehmung scheinen aber nicht ideal zu sein. Letztlich blieb ich dabei lieber ohne Filter unterwegs zu sein. In Sachen Beobachtungsberichte und wahrnehmbare Unterschiede können die anderen Teilnehmer gewiss etwas fundiertes beitragen. Klaren Himmel dir!
 
Servus Ralf,
habe das 82mm SA mit 90° Einblick. Letztes Wochenende konnte ich die Omegon UHC-Filter ausgiebig am Almberg testen. Damit ging der Nordamerikanebel, Cirrus-Nebel, Hantel, alles sehr schön. Was mir gefiel, der "natürliche" Eindruck bei Sternen blieb erhalten. Davor hatte ich mal die TS OIII Filter, die teilweise für die Binos empfohlen werden, weil der Durchlass nicht ganz so eng ist. Die gefielen mir weniger, weil der Nebelkontrast nur mäßig besser war, als ohne Filter, dafür gab es immer wieder rote Höfe um die Sterne.
Die UHCs gefallen mir gut, werden in meinem Koffer fürs Bino bleiben.
CS
Gottfried
 
damals in Vergleichen empfand ich die Astronomik Filter am besten bei der Kontraststeigerung. Je nach Objekt und Grad der Lichtverschmutzung nutze ich seit Jahren den OIII und den UHC, ich möchte keinen der Beiden mehr missen.
Egal an welchem meiner Geräte, diese beiden Filter sind für mich absolute Must Have und immer dabei.

LG
Olli
 
Guten Morgen, ich nutze an einem 80mm Binoptic einen (alten) Lumicon UHC, jedoch nur einäugig. Die Kontraststeigerung ist enorm und erst so werden beiden Bögen des Cirrus sichtbar. Insbesondere an M27 entsteht durch die einäugige Verwendung ein regelrechter 3D Effekt der wirklich beeindruckend für mich ist. So werden auch die Äußeren Schalen des PN sichtbar. Einen OIII würde ich bei der kleinen Öffnung vielleicht nicht unbedingt empfehlen. Durch die einäugige Nutzung bleiben aber auch hier natürlich alle Sterne sichtbar. Im Gehirn werden dann beide Bilder übereinander gelegt und fertig ist ein unvergleichbar schönes Bild, welches Mono so nie entstehen könnte.

Gruß Holger
 
Danke für eure Erfahrungen! Ein neuer Aspekt der sich auftut: Welcher Filter funktioniert auch hinsichtlich der kleineren Öffnung noch gut. Aus diesem Grund hatte ich zunächst einen UHC-S in Betracht gezogen, aber schön zu lesen, dass „normale“ UHC‘s auch gut funktionieren.
Auch spannend zu lesen dass vielleicht nur ein Filter genügt, da -wie beschreiben- die Bilder beider Augen zu einem Bild verschmelzen. Da könnte man doch UHC und OIII miteinander kombinieren, oder vielleicht noch spannendere Kombis schaffen…
Wer dazu noch Erfahrungen hat, gerne teilen…
 
Wo kommt eigentlich dieser Urban Myth her, OIII Filter wären für kleine Öffnungen nicht geeignet?
Ein 80mm Teleskop hat bei 5mm AP die selbe Bildhelligkeit wie ein 240mm Teleskop bei 5mm AP, nur halt geringer Vergrößert.
Kommt sicherlich aus Zeiten, wo die Filter noch nicht so gut waren, als die engeren Filter weniger Transmission hatten.
Der Astronomik OIII hat 95% Transmission. Ich benutze den auch bei 80mm Öffnung. Andere nutzen die sogar als Frontfilter an Ferngläsern.

LG
Olli
 
Wo kommt eigentlich dieser Urban Myth her, OIII Filter wären für kleine Öffnungen nicht geeignet?
Ein 80mm Teleskop hat bei 5mm AP die selbe Bildhelligkeit wie ein 240mm Teleskop bei 5mm AP, nur halt geringer Vergrößert.
Kommt sicherlich aus Zeiten, wo die Filter noch nicht so gut waren, als die engeren Filter weniger Transmission hatten.
Der Astronomik OIII hat 95% Transmission. Ich benutze den auch bei 80mm Öffnung. Andere nutzen die sogar als Frontfilter an Ferngläsern.

LG
Olli
Vllt. kommen sie (wie aale Mythen) aus der Vergangenheit. Die UHC warenm wie schon erwähnt vor zwanzig Jahren auch nicht so der Hit - mein 100er Miyauchi von 2005 hab ich damals mal mit Baader UHC (vor die Okulare geklebt) versucht, und hab das dann wieder sein lassen. Später hab ich die astronomik aufgeschraubt, und die Gläser ebenso montiert, das war schon besser (UHC). Ich denke auch, dass die Vergütungstechnologie in den letzten fünfzehn Jahren noch die größten Fortschritte gemacht hat, merkt man auch bei Tagferngläsern. Nur sollte man darauf achten, dass es da dennoch verschiedene Bandbreiten gibt - Baader gelten als merklich enger (dunkler) als Astronomik oder z.B. die neueren Lumicon. Es gibt Seiten/Hersteller, da werden die Filterkurven angegeben oder gar verglichen. Da die Öffnung ja nicht so groß ist, sollte man das beachten. (Am 100er funktionieren die astronomik-UHC sehr gut mit den 24mm PanO, OIII hab ich nur für 2" .)

Öffnungsbedingt ist auch die Sache mit der genannten AP von 5mm - die ist ja mit dem 82er nicht unbedingt leicht zu erreichen, soll auch noch ein vernünftiges Feld heraus kommen. Mit den gängigen 24mm ist kurz nach 4mm Schluss, und längere Brennweiten schaffen dann nicht mehr die erforderlichen Feldblendendurchmesser. Ein 32mm TV kommt auf 5,5mm AP, hat aber auch nicht mehr so dolle Feld. Und mein 40mm TV (Plössl) ist völlig dafür unbrauchbar (43° sGF), das nutze ich nur für's AP-Pimpen beim DiaScope-Spektiv für die Uhu-Beobachtung.

csm
 
Vllt. kommen sie (wie aale Mythen) aus der Vergangenheit. Die UHC warenm wie schon erwähnt vor zwanzig Jahren auch nicht so der Hit - mein 100er Miyauchi von 2005 hab ich damals mal mit Baader UHC (vor die Okulare geklebt) versucht, und hab das dann wieder sein lassen. Später hab ich die astronomik aufgeschraubt, und die Gläser ebenso montiert, das war schon besser (UHC). Ich denke auch, dass die Vergütungstechnologie in den letzten fünfzehn Jahren noch die größten Fortschritte gemacht hat, merkt man auch bei Tagferngläsern. Nur sollte man darauf achten, dass es da dennoch verschiedene Bandbreiten gibt - Baader gelten als merklich enger (dunkler) als Astronomik oder z.B. die neueren Lumicon. Es gibt Seiten/Hersteller, da werden die Filterkurven angegeben oder gar verglichen. Da die Öffnung ja nicht so groß ist, sollte man das beachten. (Am 100er funktionieren die astronomik-UHC sehr gut mit den 24mm PanO, OIII hab ich nur für 2" .)

Öffnungsbedingt ist auch die Sache mit der genannten AP von 5mm - die ist ja mit dem 82er nicht unbedingt leicht zu erreichen, soll auch noch ein vernünftiges Feld heraus kommen. Mit den gängigen 24mm ist kurz nach 4mm Schluss, und längere Brennweiten schaffen dann nicht mehr die erforderlichen Feldblendendurchmesser. Ein 32mm TV kommt auf 5,5mm AP, hat aber auch nicht mehr so dolle Feld. Und mein 40mm TV (Plössl) ist völlig dafür unbrauchbar (43° sGF), das nutze ich nur für's AP-Pimpen beim DiaScope-Spektiv für die Uhu-Beobachtung.

csm
Die Bandbreite entscheidet im Prinzip nur darüber wieviel Off Band durchgeht, also wieviel Sternenlicht und wieviel Rest-Lichtverschmutzung.
Am wichtigsten sind sind die Transmissionsprozente In Band, allein diese entscheiden über die Helligkeit der Nebel.
Wenn du auf 1,25" limitiert bist und auf Feld kommen möchtest bei ordentlicher AP, und der Prismendurchlass nicht doch noch enger als 1,25" ist, könntest du mal die Hyperion Aspheric 31mm probieren, die nutzen effektiv 30mm Feldblende im 1,25" Betrieb statt der 27mm Feldblende vom 24er Pano und 32er Plössl.
 
Vllt. kommen sie (wie aale Mythen) aus der Vergangenheit.
Ja, und waren damals sogar halbwegs berechtigt. Wenn du dich daran erinnerst, dass vor ein paar Jahren ein kleines (und gerade noch halbwegs bezahlbares) Linsenfernrohr mit 80/90mm kaum unter f/10 hatte oder eher noch langsamer war, waren damals mit den "Tablettenröhrchen" keine großen Austrittspupillen möglich. Schnelle f/6 gab es eher mal bei Newtons. Heute sehe ich im Vereins-C14 wie auch im aufgesattelten ED80/600 bei selber Austrittspupille, dass das Bild zu dunkel wird (ich glaube, bei irgendwas um 1-2mm AP ist für mich die Grenze bei unserem alten Baader OIII). Was in beiden Teleskopen natürlich ganz andere Vergrößerungen sind, und bedeutet, dass der OIII am ED80 mehr Spaß an ausgedehnten Objekten macht als im größeren C14.

Beste Grüße,
Alex
 
Guten Morgen, wie immer bei solchen Fragen/Themen gibt es viele Meinungen und Antworten. Letztendlich ist vieles müßig, da jeder andere Vorlieben, Bedingen und eben auch Produkte nutzt. Oftmals bleibt da nur es selbst zu probieren. Ob nun UHC oder OIII der richtige Filter für ein 80mm Bino ist, hängt auch vom Hersteller dieser Filter ab. Der Vorteil mit zwei Augen zu gucken ist eben die große Flexibilität. Man kann viel Probieren und für sich, vor allem für die verschiedenen Objekte und Bedingen die für sich beste Variante nutzen.
Viel Spaß mit dem Bino! Ein Filter, welcher auch immer, wird dir neue Möglichkeiten und Eindrücke vermitteln.

Gruß Holger
 
Wenn du auf 1,25" limitiert bist und auf Feld kommen möchtest bei ordentlicher AP, und der Prismendurchlass nicht doch noch enger als 1,25" ist, könntest du mal die Hyperion Aspheric 31mm probieren, die nutzen effektiv 30mm Feldblende im 1,25" Betrieb statt der 27mm Feldblende vom 24er Pano und 32er Plössl.
Das mit dem Baader kenn' ich, auch wenn's am Rand dann schon nicht mehr die Feldblende sichtbar ist. Nur - hier geht's um das Bino, und ich glaube kaum dass die dann erreichbare Interpupillardistanz noch brauchbar ist, da der Linsenkörper des 2" das limitiert, auch wenn die Steckhülsen dann passen.
 
Hi!

Die Hyperion 36 funktionieren am Binoansatz wunderbar, die sind nicht zu dick.

Die Frage ist eher, ob genug Backfokus vorhanden ist. Am 100mm Omegon Großfernglas kann ich nur die Morpheus einsetzen, 36 Hyperion kommen leider nicht in den Fokus.

Und welcher Filter korrekt ist, kommt nicht zuletzt auf das Objekt an.
gibt einen guten Einstieg.

Beste Grüße,
Alex

Edit: Hab ich Foto gefunden, wobei mir die normalen Augenmuscheln sogar lieber sind als die geflügelten, die den Okularen auch beiliegen. H-alpha-Sonne damit ist ein Traum ;)
Bino-P1270905.jpg
 
Das mit dem Baader kenn' ich, auch wenn's am Rand dann schon nicht mehr die Feldblende sichtbar ist. Nur - hier geht's um das Bino, und ich glaube kaum dass die dann erreichbare Interpupillardistanz noch brauchbar ist, da der Linsenkörper des 2" das limitiert, auch wenn die Steckhülsen dann passen.
Also wenn dein Interpupillarabstand nicht kleiner als 57,5mm ist, dann passt das.
Aber wie Alex schon schrieb, das eigentliche Problem könnte der Fokus sein, im 1,25" Betrieb liegt der Fokus 15mm über der Auflagefläcge der 1,25" Aufnahme.

LG
Olli
 
Hallo zusammen,

Ich nutze ebenfalls das 82er Grossfernglas. Dazu nutze ich den UHC-E sowie den OIII Filter von Astronomik, beide mit guten Erfahrungen. Der jeweilige Filter richtet sich dann nach dem Objekt. Im UHC-E können leider kleinere rote Höfe um die Sterne auftreten.

Liebe Grüße,

Stephan
 
Hallo zusammen,

Ich nutze ebenfalls das 82er Grossfernglas. Dazu nutze ich den UHC-E sowie den OIII Filter von Astronomik, beide mit guten Erfahrungen. Der jeweilige Filter richtet sich dann nach dem Objekt. Im UHC-E können leider kleinere rote Höfe um die Sterne auftreten.

Liebe Grüße,

Stephan
Welche Objekte eignen sich für den UHC-E am besten und was bringt dieser dann mehr hervor als ein UHC?
LG Ralf
 
Welche Objekte eignen sich für den UHC-E am besten und was bringt dieser dann mehr hervor als ein UHC?
LG Ralf

Hallo Ralf,

Ich besitze derzeit nur den UHC-E für mein 82mm Grossfernglas und kann daher keinen Vergleich zum normalen UHC durchführen. Ich besitze die Filter (UHC-E und OIII) auch erst seit kurzem. Ich habe meine Entscheidung für den Filterkauf auf die Herstellerinformationen von Astronomik gestützt. Insbesondere die etwas größere Halbwertsbreite im Vergleich zum normalen UHC empfand ich als sinnvoll für Geräte mit kleineren Öffnungen wie meinem Fernglas. Für meinen großen Dobson werde ich mir sicherlich in Zukunft einen normalen UHC von Astronomik zulegen. Ich habe bislang planetarische Nebel (z.B. Ringnebel, Hantelnebel) mit dem UHC-E beobachtet und dabei eine Kontraststeigerung wahrgenommen. Mit dem OIII Filter und einem 32mm Okular konnte ich kürzlich erstmals den Cirrusnebel aus dem Ruhrgebiet heraus beobachten (sehr schwach aber erkennbar).

CS,

Stephan
 
Zuletzt bearbeitet:
Lieber Ralf,

ein UHC-E zeigt ein helleres Bild als ein UHC und lässt etwas mehr die Sterne durch, und die Einfärbung der Sterne ist etwas anders. Ein Baader UHC-S ist wieder heller, mehr Sterne und weniger Einfärbung. Es hängt sehr von Deinen Beobachtungsbedingungen und Deinen ästhetischen Vorlieben ab, welcher im Vorteil ist. Eine pauschale Empfehlung ist nicht sinnvoll.

Vor allem ist es nicht sinnvoll, bestimmte Filter auszuschliessen. Denn ihre Verwendbarkeit, auch der engsten OIII und H-Beta Filter, hängt nicht im Geringsten von der Öffnung Deines Fernglas ab. Ich berichte in meinem Thread auf Cloudy Nights zur Filternutzung an Handferngläsern (auf Englisch) über die erfolgreiche Nutzung von OIII an kleinsten Ferngläsern bis 24mm Öffnung herunter.

In der Rubrik Filterexperimente - Blaufilter - bei Freunde der Nacht (auf Deutsch! - ans Ende der Seite scrollen) habe ich die Transmissionskurven verschiedener UHC-Typen zusammengestellt und besprochen.

Gruss, Christopher
 
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