Nebelfilter

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Frollein_D

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Hallo Forumsgemeinde,

ich hätte mal eine Frage zu Nebelfiltern.

Am besten fange ich erst mal von vorne an: Ich beobachte mit einem 102mm Mak von Skywatcher, meistens vom Balkon, und fange an, mich am Himmel ein bisschen zurechtzufinden. Ich habe, glaube ich, die Position z.B. vom Konusnebel und Rosettennebel gefunden, nur sehe ich nicht wirklich einen Nebel, (nicht so wie beim Orionnebel) sondern eher nur einen Sternenhaufen. Bringen Nebelfilter was? Die sind ja nicht gerade billig, und ich dachte ich frage lieber erstmal nach, bevor ich mein Geld zum Fenster rauswerfe
 
Hi "Namenlos"

wichtig wäre auch von wo du spechtelst. Also Stadt, Dorf, Kuhweide.
Ein Makes hat schmakes aber nicht in der richtung Nebel.
Wichtiger als ein Filter, wäre das indirekte sehen.
Leicht am Objekt vorbei zu schauen und aus dem Augenwinkel das Objekt zu sehen.
Mit einem Mak hat man eine hohe Brennweite und dies verschmälert das Sichtfeld. Du siehst einen matschigen Fleck und wirst durch diese Öffnung nicht erkennen was du wirklich siehst. Details werden nicht sichtbar bei dieser geringen Öffnung.
Am Planeten ist er ein günstiger Traum, aber für DS nicht gebaut.
Ein Filter wird nicht die Welt bringen.
Ich würde dir vorschlagen mal die Seite von Sven Wienstein aufzusuchen und dich da mal durch zu lesen.
Auch denke ich das du bei deiner Teleskop-Auswahl einen kleinen Fehlgriff gemacht hast. Das soll nicht heissen das dein Mak schlecht sei, eher das er für eine andere Sache steht als du es brauchst.
Ein Mak ist wirklich kein Scope für Nebel.
Aber jeder nimmt verschiedene Wege und hat plötzlich mehrere Scopes im Keller für spezielle Dinge.
Ein bisschen DS geht auch mit deinem Mak.

Aber wie gesagt, schreib erstmal unter welchen Umständen du spechtelst, damit man dir weiterhelfen kann.

LG Silvio
 
@ Silvio

Sorry, habe vergessen zu unterschreiben. Vielen Dank für Deine Antwort.

Ich weiss, dass der Mak nicht gerade für DS gebaut ist. Da ich mir aber aus Platzgründen nichts größeres zulegen kann, bin ich damit ersteinmal ganz zufrieden. Zumal ich durchaus auch Spaß an Mond und Planeten habe. :-)
Ich hatte nur gehofft, dass die größeren Nebel schon zu erkennen wären.

Ich wohne in der Stadt (oh Gott, oh Gott, auch das noch...)

Viele Grüße
Heike

 
Hallo Heike,

ich hab auch deinen Mak und beobachte aus der Stadt. Beim Rosettennebel sehe ich auch keinen Nebel, nur den Sternhaufen (trotzdem ein herrlicher Anblick, allerdings hatte ich den noch nicht unter wirklich dunklem Himmel). Ich habe mal einen UHC-Filter ausprobiert, ohne Wirkung. Ich muss aber generell sagen, dass der UHC nicht die Welt bringt in der Stadt und an dem Gerät, das wäre eine Ausgabe die du dir sparen kannst (vlt. kannst dir ja mal einen leihen, dann is nicht so viel Geld futsch und du siehst, ob er dir was bringt). Bei den hellen Nebeln, wie z.B. Hantelnebel, macht er den Hintergrund dunkler und das Objekt kommt besser zur Geltung. Einen nicht sichtbaren Nebel sichtbar machen... das wird nicht laufen. Zumindest nicht bei meinem verseuchten Stadthimmel, da habe ich schon Probleme, M78 zu sehen (und bei dem hilft ja nicht mal ein Filter). Der OIII-Filter hätte zwar die größte Filterwirkung, aber ob das an einem f/13-Gerät so sinnvoll ist? Das können die Profis hier besser beantworten.

Sonst kann ich hier nur den Uwe zitieren, der dunkle Himmel bringts. Da habe ich filterlos Strukturen im Orionnebel gesehen, von denen ich gar nicht wußte, dass sie da sind ;) Es gibt ja genügend Stadtobjekte -die gehen einem ja kaum aus- für den faulen Spechtelabend auf dem Balkon. Und für das Nebelzeugs kannst dir ja mal einen Tag auf dem Feld vornehmen. Das Filtergeld kannst ja dann in Benzin für die Fahrt anlegen. Ich denke, da ist es besser aufgehoben. Einen OIII-Filter werde ich mir sicher auch noch zulegen, aber mehr zum experimentieren als im Glauben auf ein besseres Bild.

Mein Fazit: Spar dir das Geld. Oder probiere so ein Teil vor dem Kauf erstmal aus.

Viele Grüße
Markus
 
Hallo Heike,

zum Thema Filter eine recht interessante und erklärende Seite (ich sehe gerade, die hatte Silvion schon erwähnt):

http://www.svenwienstein.de/HTML/nebelfilter.html

Dort bissl rumstöbern lohnt sich. Ansonsten scheint mir der 102er MAK zu klein und zu langsam für DeepSky (mal abgesehen von Andromeda, Orion etc.). Vielleicht hast Du ja mal Gelegenheit bei einem Teleskoptreffen Deine Wunschobjekte mit einer "Lichtkanone" anzuschauen und den Unterschied zu sehen. Wie schon vorher in den Beiträgen erwähnt: Es dauert nicht lange, da hat man plötzlich 2, 3 Geräte dastehen - jedes für einen ganz speziellen Einsatzzweck. Und beim MAK ist das halt Mond, Planeten und auch (MIT FILTER!!!) Sonne.

Viele Grüße!
Jörg
 
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Hallo Heike,

Rosettennebel und Konusnebel sind nicht gerade einfache Objekte, abgesehen vom Sternhaufen im Rosettennebel. Da wirst Du mit Standort und Equipment nicht weiter kommen. Suche Dir andere Objekte. Im Moment ist wenig Los mit Nebeln, aber schön hoch steht der Eulennebel M97, der mit dem Mak auch mit UHC gehen sollte - aber erwarte keinen Scheinwerfer! Bei zuviel Stadtlicht ist auch der tot.
Hell genug ist jedenfalls der Eskimo-Nebel NGC 2392. Den gilt es zu finden, im Aufsuch-Okular ist er sternförmig klein, mit 80x sieht man ihn direkt, nur ist dann der Bildausschnitt so klein dass man immer drum herum sucht.
Dann gibt es "an der Nasenspitze" des Löwens noch eine helle Galaxie, die witzigerweise nur einen NGC-Eintrag hat. Die habe ich schonmal in Stadtnähe packen können - geht aber nur ohne Filter, stattdessen muss man sich mit der Vergrößerung hochtasten um dadurch den Himmelshintergrund abzudunkeln, sonst säuft sie ab.
Je nach Blickwinkel suche mal M3, schwer aufzulösen, aber ein Vorbote der Frühsommer-Kugelsternhaufen. Im Sommer wirst Du ein paar mehr Objekte probieren können.

Clear Skies
Sven
 
Der Mak ist eben eher ein Planeten-Spezialist bzw. tagsüber ein kompaktes Teleobjektiv, ich habe auch so ein Teil und von der Stadt aus sieht man wirklich nur die hellsten Objekte. Für Fotografie habe ich mal spaßeshalber einen einfachen Focal-Reducer daran ausprobiert bzw. auch einmal visuell benutzt, man kommt damit von f/13 auf vielleicht ~f/8, aber es gehen sehr viele Details verloren, das Bild "zermatscht". Ein Filter kann Dir auch kein Licht herbeizaubern.

Stadtgeschädigte Grüße,
Jürgen
 
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