Nebelfilter?

RaBaeh

Aktives Mitglied
Hallo,
da ich so richtig gefallen an der Beobachtung mit meinem Bino ( 82 semi APO 90Grad) gefunden habe, möchte ich mir noch 2 Filter für Nebel zulegen.
Früher hatte ein einen Basder OIII in 2“ der die Objekte sehr gut zeigte, aber naturgemäß wenig Sterne. Ich hatte auch mal einen OIII Filter von Lumicon (alte Serie) nutzen können. Der hat mir im Gesamtbild sehr gut gefallen, mehr Sterne, zwar weniger Kontrast, dafür aber auch mehr Nebelanteile anderer Wellenlänge als OIII.
Lange Rede wenig Sinn…welcher aktuelle Filter würde dem am ehesten entsprechen?
Astronomik mit 12nm? Oder doch eher UHC?
Die Filter würden hauptsächlich mit den 33mm Tak TPL mit ca 5,7mm AP zum Einsatz kommen.
Freue mich über Meinungen und Erfahrungen :)

Grüße Rainer
 
Hallo Rainer, wenn dir 11nm Bandbreite beim Lumicon gereicht habe, sollte 12nm wie beim Astronomik doch auch gehen. Warum nicht mal einen Duo-Narrowband versuchen wie z.B den Idas NB12 ?, da hat man gleich 12nm Ha und 12nm Oiii. Allerdings hab ich keine Ahnung von optischen Beobachtungen und weiß nicht inwiefern das Auge die Farben noch trennen kann...
 
Hallo,
Danke für deine Idee.
Welche Durchlassbreite der alte Lumiconfilter hatte (wird schon länger nicht mehr hergestellt) weiß ich nicht…
Diese Dualbandfilter sind wohl nur fotografisch interessant, bei h-Alpha sieht man praktisch nichts.

Grüße Rainer
 
Duoband bringt visuell nichts da die dunkeladaptierten Augen im H alpha nichts sehen. Im Zweifelsfall, falls reine Wasserstoffemission gefragt ist wie California nutzt man H beta oder UHC das sowohl H beta als auch O III durchlässt. H beta liegt bei 486 nm im Blauen.
Felix
 
Hallo Rainer.

Am APM 100er Ed Apo verwende ich hauptsächlich die Astronomik UHC.

Die ebenfalls in der Tasche vorhandenen OIII probiere ich zwar immer wieder einmal aus, aber wohler fühle ich mich bei den UHC.
Mir fehlen bei OIII ein wenig die Sterne im Umfeld, einfach vom visuellen Eindruck her, aber auch das Gefühl beim händischen nachführen / suchen ist ohne Sterne anders.

Beim nachgeführten 5" Refraktor fehlt mir das weniger ...

VG Hermann
 
Visuell dürfe von den Emissionen nur noch H Beta interessant sein. Ein UHC inkludiert diese nebst OIII.
Das visuelle Filterset umfasst bei mir Astronomik OIII, UHC und HBeta ... Mehr braucht es für meinen Geschmack nicht. UHC und HBeta sind eh selten genutzt.


CS, Ralf
 
Hallo Hermann, Hallo Ralf,
vielen Dank für euren Input. Meine rein visuelle Zeit ist ja schon ein paar Jahre her und damals am 12“ Dobson hatte ich UHC und OIII von Baader. Den UHC hatte ich relativ schnell wieder abgegeben, Mir ging es damals nur um die Performance und da lag der OIII klar vorn.
Mittlerweile will bin ich zum „Genußspechtler“ mutiert und denke da würde ein UHC besser passen? Ich möchte auch nur ein Filterpaar mir zulegen…
Die Entscheidung kann mir keiner abnehmen, aber eure Gedanken und Erfahrungen dazu helfen bei der Findung :y: :)

Grüße Rainer
 
Müsste ich einen Filter mit auf eine Insel nehmen: OIII, 12 nm Astronomik. Ich mag den Filter einfach gern. Hab erst die Tage zur Ergänzung die 1,25" Variante nachgekauf.

CS, Ralf
 
Hallo Ralf.

Hast du deine 2 Zoll OIII Filter auch an einem 82mm (oder 100mm) Fernglas verwendet?

Rainer bezieht sich auf sein 82mm SA Fernglas und eher niedrige Vergrößerung (33mm Okular).

Die reinen OIII Objekte sind ja eher die flächenmäßig Kleineren...(die höhere Vergrößerungen brauchen).
Für die weiteren Felder (die man mit so einem Fernglas vorwiegend beobachtet), und die größeren Nebel, die oft auch stärkere Wasserstoff Anteile haben, erlebe ich den UHC als passender, der OIII Filter schluckt diese Spektren ja.

Bei meinem Okularsatz fürs 100er Bino hab ich je 2 UHC, OIII, und H-Beta in 1 1/4 Zoll.
Wenn das Objekt einen Wasserstoffanteil hat
lag für mich eigentlich immer der UHC vorne, und ich hab da anfangs oft alle Filter durchprobiert.

Manchmal liest man der OIII würde den aufgehellten Himmel besser abdunkeln / einen besseren Kontrast zeigen (was m.Mng. nur für Sauerstoff Nebel zutrifft),
das lässt halt andere Emissionsanteile des jeweiligen Objektes unberücksichtigt....

Ich richte mich bei der Filterwahl nur mehr nach der im Objekt vorhandenen Emission.

Aber da hat vermutlich jeder seinen eigenen Zugang.

VG Hermann
 
Hallo Allerseits,
Ich verwende am Miyauchi 100 zwei UHC Filter von Lumicon, die OIII hatte ich auch mal
diese wurden aber bald wieder abgegeben da sie mir eindeutig zu dunkel waren (fast keine Sterne mehr zu sehen)
Mit den UHC kann man zum Beispiel den Nordamerikanebel und den Zirrusnebel gut sehen und bei richtig gutem Himmel
sind auch Pferdekopfnebel und Californianebel kein Problem. Ansonsten halt die üblichen wie M78, M42, NGC281...

Liebe Grüße Christian
 
Hallo zusammen,
ich tendiere immer stärker zu UHC. Wenn ich mir in Erinnerung rufe mit welcher AP ich mit dem 12“ Dob und OIII Filter beobachtet habe, komme ich auf 4,5 - 6mm AP.
Mit den 33mm Okularen komme ich auf etwa 5,6mm und mit den 19mm auf ca 3,27mm AP. um auch eine 25 fache Vergrößerung nutzen zu können, wäre der UHC wohl die bessere Wahl.
Planetarische Nebel sind eher nicht in Reichweite des Fernglases…
Wir hatten beim HTT zwar mal die 5mm Nagler eines Freundes drin, aber schön ist anders…es zeigte sich aber immerhin, dass das Glas gut kollimiert ist… ;)
Grüße Rainer
 
Zurück
Oben