Neptunmond Triton, visuell im 7-Zöller ?

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horsthartmann

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Astronomische Sport-Disziplin: wie weit kann ich sehen?
Meine Ausrüstung: 180mm Starfire EDT, Zeiss Binokular, Zeiss-Okularsatz (Abbe) 6 - 34 mm.
Ich tu es nie wieder, weil sich meine Stielaugen unbedingt zurückbilden sollten. In bisher 6 Nächten (2006/2007) wollte ich unbedingt den Triton visuell identifizieren. Selbst bei besten Bedingungen unter dunklem Himmel, gutem Seeing, klarer Durchsicht und sogar Enthaltsamkeit von Bier und Schnaps vor der Beobachtung hab ich den Kerl nicht erwischt. Dabei müsste es doch möglich sein, weil ich mit meinen alten Matschaugen (ich bin 71) Sterne 14mag und bisweilen sogar 15mag einwandfrei sehen konnte, nur diesen Triton 13,5mag nicht.
Meine Erklärung: indirektes Sehen funktioniert bei nahe benachbarten Objekten nicht, wenn eine Komponente zu hell ist, in diesem Fall Neptun, dessen graugrünes Scheibchen mit 2,3 Bogensekunden Durchmesser gestochen scharf war.
Hat jemand eine bessere Erklärung?
 
Hallo,

Dein Equipment sollte locker für Trion und auch ev. Titania & Oberon beim Uranus langen.

indirektes Sehen funktioniert auch bei nahen helleren Objekten.
Wie steht es denn so mit Deinen Augen?
Liegt ev. Bildung von grauem Star vor ?
Der Star erzeugt leider Streulicht gerade an helleren Lichtquellen merkbar aufgrund der Augenlinsentrübung.
Siehst Du zB. Höfe um helle Sterne?
Wenn ja denke ich wird Triton durch den Kontrastverlust "überstrahlt".

Viele Grüße
Christian
 
Hallo Heidescoper,

Vielen Dank für den Hinweis, aber an ev. Augenfehlern liegt es nicht. Grauer Star (bisher) auch nicht ansatzweise. Kein Lichthof um Sterne 1. Größe.
Der Effekt scheint optisch/psychisch begründet. Vermutlich wegen mangelnder Konzentrationsfähigkeit rutscht der Blick beim indirekten Sehen immer zum Neptun. Dessen Leuchtdichte reicht nämlich nicht aus, einen Blendungseffekt zu erzeugen.

Gruß, Horst Hartmann
 
Moin Horst,

kein Gr. Star, dann bin ich beruhigt!

Sag mal welche max. Vergrößerung benutzt Du ?

Ich habe immer sehr hoch vergrößert bei den Mondbeobachtungen. Am 10" Newton so ab 250x aufwärts. Ich habe auch mit Abblendung auf 8" die Monde gesehen. Dein 7"er sollte das auch bringen...

Gruß
Christian
 
Hallo Christian,

Bei gutem Seeing und Objekten geringer Helligkeit gehe ich nie unter 200-fache Vergrößerung. Je nach Luftunruhe probiere ich es bis zu 330-fach (6mm-Okulare) am Bino. Die Primärbrennweite meines Starfire liegt bei 1620mm und wird durch den Glaswegkorrektor des Bino auf 2012mm verlängert.

So nebenbei wundere ich mich, daß über die visuelle Sichtung des Triton innerhalb der Foren nirgendwo was gesagt wird. Vielleicht versuchts mal jemand. Das Ergebnis bei vergleichbaren Fernrohrgrößen würde mich interessieren.
Zur Zeit ist Neptun (Transit um 19:15 bei 25° über dem Horizont noch ganz gut zu erwischen.

Gruß, Horst Hartmann
 
Hallo Horst,

Triton und Oberon konnte ich letztes Jahr im Herbst noch in meinem "alten" 8" GSO bewundern. Bei Ariel bin ich mir nicht sicher, ob es der Mond oder ein Hintergrundstern war.

Zu den Daten:
- 8" GSO Dobson
- 5mm Baader Ortho (240x im GSO, schön viel schubsen bei dem kleinem Gesichtsfeld ;))
- ~5m über dem Meeresspiegel
- fst war etwas mehr als 5.0 (viel mehr bekomme ich hier selten :()

Gruß,
Oliver

P.S. mein nächste Ziel zum Thema "Monde gucken" ist garnicht so weit weg... die Marsmonde will ich im November/Dezember versuchen
 
Hallo Oliver,

danke für die Beschreibung. Dann werde ich auch mal zu gegebener Zeit mit meinem 8-Zöller Neptun anvisieren. Und berichte doch bitte, wie die Suche nach den Marsmonden ausgegangen ist.

Gruß - Nico
 
Hallo Nico!
Wenn ich mich dran erinnere, dann werde ich berichten ;)
Die Marsmonde werden wohl recht schwierig... ich muß den Tubus so drehen, das die Monde sich nicht in den Spikes vom Mars verstecken.

Ich muß meine vorherigen Post korrigieren: es waren Titania, Oberon und evtl. Ariel bei Uranus.
Titania/Triton verwechsle ich des öffteren, sorry.

Naja, Titania und Triton haben eine sehr ähnliche Helligkeit.

Gruß,
Oliver
 
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