NEQ-5 Mängel oder nur Justieren erforderlich?

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Hallo Jürgen,
habe mir die von Dir verlinkte Methode angesehen. Habe den gleichen Polsucher wie Eichi: Das Zielkreuz der Uhr fluchtet nicht mit der Gegengewichtsstange, nachdem ich den Polsucher in die EQ5 eingedreht habe.
Schraube ich den Polsucher nicht fest, dann wackelt er... Es gibt keine Möglichkeit ihn zu drehen.
Vor diesem Hintergrund sehe ich als einzige Lösung, die Gegengewichtsstange einigermaßen senkrecht nach unten auszurichten, mir ein Ziffernblatt geistig vorzustellen und Polaris auf die Uhrzeit einzustellen, wie sie eine polarfinder App anzeigt, egal wie schief das reale Zielkreuz anzusehen ist.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Peter,
schön wieder was von Dir zu hören.Es freut mich,daß Du dich beruhigt hast.Ich wollte Dir eine PM senden, um die Sache gerade zu biegen,kam aber leider nicht durch.Hier ist alles in Ordnung.Sicher!

Gruß Wilfried
 
Hi!
Zitat von 47Tau:
Vergiß WD40 - das ist KEIN Schmiermittel, sondern besteht zuvorderst aus Waschbenzin. Das ist eher Rostlöser als Schutz oder gar Schmierung!
Wird aber im kommerziellen Bereich als Schmiermittel verwendet, z.B. bei der Instandsetzung von Lüftermotoren in leistungsfähigen Luftentfeuchtern. Die Dinger halten damit trotz defekten Lagers recht gut.

Grüße

fquadrat
 
Zitat von Nasus:
Hi Eichi,

schau dir zur Kochabmethode mal das an: http://www.heiko-schaut-ins-all.de/hsia/index.php?option=com_content&view=article&id=68&Itemid=86

Einfacher lässt sich das wohl kaum erklären, geschweige denn bebildern.
Bei der Justage des Polsuchers für die Methode musst Du 'nur' darauf achten, dass das kleine Kreuz in der Mitte auch beim Drehen der Montierung immer auf dem selben Punkt bleibt, sowie dass eine dieser beiden Achsen so fluchtet, wie deine Gegengewichtsstange. Den rest - also das allnächtliche Einnorden - erklärt ja schon das Bild.

Bzgl. Polaris/Kochab: Polaris hebt sich nicht extrem von anderen Sternen im Polsucher ab, wenn man erstmal grob in die Richtung peilt - ist aber definitiv der Hellste. Dafür hab ich so eine winzige Schlüsselanhänger-Taschenlampe mit fiesem weiss-gelblichem Licht als zusätzliche Polsucherbeleuchtung: Wenn ich die einschalte, bleibt nur Polaris übrig, der Rest verschwindet. Bei ungedimmter Rotbeleuchtung gibt es den selben Effekt, wenn auch nicht ganz so ausgeprägt.
Kochab dagegen sieht man im Polsucher nie. Der ist weit außerhalb des Gesichtsfelds. Man peilt den ja auch nur über die Gegengewichtsstange an - für das unbewaffnete Auge ist der in der Gegend eh das hellste Objekt, heller als die anderen der Konstellation abgesehen von Polaris. Und man erkennt ja schon an der Konstellation, ob man da wirklich Kochab zum Peilen verwendet, oderdoch einen der anderen.

cs
Jürgen

Hallo Jürgen,

nachdem ich mich einige Zeit aus privaten Gründen nicht mehr darum kümmern, wollte ich jetzt mal wieder einsteigen.

Die Erklärung in dem Link ist super! Danke dafür!! Eine Frage zu deiner Methode der Polsucherbeleuchtung, vor allem weil ich viel darüber lese und man Geld dafür ausgeben kann: Wie funktioniert diese Methode eigentlich? Wohin leuchtest Du damit? Wo schaust Du rein? Geht das auch mit der Handybeleuchtung? Wahrscheinlich eine richtige Anfängerfrage...

Gruß
Eichi

 
Zitat von Der_Peter:
Hallo Jürgen,
habe mir die von Dir verlinkte Methode angesehen. Habe den gleichen Polsucher wie Eichi: Das Zielkreuz der Uhr fluchtet nicht mit der Gegengewichtsstange, nachdem ich den Polsucher in die EQ5 eingedreht habe.
Schraube ich den Polsucher nicht fest, dann wackelt er... Es gibt keine Möglichkeit ihn zu drehen.
Vor diesem Hintergrund sehe ich als einzige Lösung, die Gegengewichtsstange einigermaßen senkrecht nach unten auszurichten, mir ein Ziffernblatt geistig vorzustellen und Polaris auf die Uhrzeit einzustellen, wie sie eine polarfinder App anzeigt, egal wie schief das reale Zielkreuz anzusehen ist.

Ja dieses Problem habe ich auch. Die Gegengewichtsstange ist nicht auf einer Linie mit einer der Linien vom Polsucher. Ich verstehe nur nicht, wie Du den Polsucher einstellst.

Ich hätte zB "einfach" den Polsucher so eingestellt, dass "0" nach oben zeigt und schau dann einfach im PolarFinder App nach, wo Polaris sein müsste. Dann wäre ich ja fertig, oder ist das zu ungenau? Wobei mir vom Gefühl her die genannten Methoden auch nicht viel genauer sind. Würde diese Vorgehensweise bzgl. Genauigkeit ausreichen?

Eichi
 
Hallo Eichi,

mit "einfach einstellen" kannst Du nur meinen "soweit reinschrauben, dass man quasi beim letzten Gewindegang dann aufhört, wenn die 0 oben ist". Anders einstellen geht nämlich nicht:

Hatte das Okular des Polsuchers schon mal aufgeschraubt. Da findet man das Glasplättchen mit dem Kreuz-Absehen. Es wird nach meiner Erinnerung nur durch einen "Schmierfettbatzen" davon abgehalten, herauszufallen. Die Justage-Madenschrauben verschieben nur eine Art Schwalbenschwanz und damit das Glasplättchen, um den Drehpunkt des Suchers mittig einzustellen.
Um das Absehen an das Gewinde der Montierung / des Polsucher so anzupassen, dass nach vollständigem Reinschrauben das Kreuz waagrecht/senkrecht ausgerichtet ist, müsste man ewig rumfummeln.
Das habe ich mir geschenkt und stelle mir einfach vor, dass da ein sauber ausgerichtetes Uhr-Ziffernblatt existiert.

Wenn Du oder ein anderer Anwender eine bessere Lösung hat, nur her damit...
 
Hallo Peter,

also mit "einfach einstellen" meinte ich, dass ich die RA-Achse so drehe, dass "0" nach oben zeigt. Also nicht den Polsucher an sich verstelle, das traue ich mir dann doch nicht zu. Dann Polaris dahin schieben, wie es in der App angezeigt wird. Und dann eben mit Feineinstellung und hin- und herdrehen der Achse dafür sorgen, dass Polaris auf dem Kreis bleibt. Also das muss doch die eigentliche "Basis"-Methode sein.

Wie dem auch sei, üben üben üben sowie die genannten Methoden ausprobieren!

Nochmal vielen Dank für die Hilfe!
Eichi
 
Hallo nochmals,

ich wollte meinen erstellten Thread nochmal aufwärmen, weil ich in diesen Tagen nun endlich dazu kommen werde, mit der Montierung raus auf das Feld (Terasse ist zu stark beleuchtet) zu gehen und meine ersten Versuche mit Einnorden und Nachführen durchführen möchte, falls das Wetter endlich mal mitspielt.

Also meine Vorgehensweise wäre:
1. Montierung mit dem Handy-Kompass grob Richtung Norden ausrichten
2. Da der Breitengrad schon eingestellt ist, sollte ich doch dann Polaris bereits im Polsucher finden, oder?! Das ist eigentlich meine wichtigste Frage.
3. RA-Achse so drehen, dass "0" nach oben zeigt
4. In der Polar-App nachschauen, wo Polaris um die Uhrzeit steht, und den in 2. gefundenen Polaris dahin manövrieren. Mit der Montierung habe ich geübt, ich weiß also mit welcher Schraube ich um welche Achse drehe.
5. Zum Testen RA-Achse drehen. Polaris sollte sich stets auf dem im Polarsucher eingezeichneten Kreis entlang bewegen.

Das wären meine Schritte oder habe ich etwas übersehen?

Danach ein Objekt mit der Kamera anvisieren, Motor an und abwarten.

Wie macht ihr das eigentlich mit dem Transport? Das Feld ist 15 Gehminuten entfernt und ich dachte mir ich lege das Ding zusammengebaut in einen Rollwagen. Ich glaub der Transport wird die nervenaufreibendste Sache an dem Hobby. Da muss ich mir noch was einfallen lassen..
 
Hallo nochmals,

mich beschäftigt weiterhin meine beschriebene Methode. Ich habe mal einfach eben um viertel nach 4 mir mit meinem Sternatlas- und Polarfinder-App angeschaut, wo aktuell Polaris stehen müsste und sie mit der Kochab-Methode verglichen. Wenn es nach der Polarfinder-App müsste die Methode eigentlich nach Pherkad benannt werden. Beide Bilder sind direkt nacheinander aufgenommen worden, beide nutzen GPS.

Wo ist der Fehler?
 

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Hallo Eichi,

scheinbar passt was in den Einstellungen deiner Astrosoftware nicht. Skysafari 5 zeigt bei mir Kochab genau an der richtigen Stelle, wie deine PolarAlign-App auch.
 
Der Versuch mit Skysafari 5. Ich verstehe es nicht. Leichter Unterschied im Breitengrad. Der vom Polar Sign Align App ist der richtige(re). Aber solch ein Unterschied?!

 

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Ich habe die Polarfinder App gelöscht und wieder installiert. Jetzt passt es. Keinen blassen Schimmer wieso...
 
Zitat von winnie:
Nochmal zur Klarstellung:
Die Deklinationsskala (Gradeinteilung) sollte eigentlich fest sein, denn die +90°-Marke zeigt auf den Himmelsnordpol (nicht den Polarstern!) - und um die Achse rotiert nunmal die restliche Himmelskugel.

Hallo Zusammen,

da es wieder um einen möglichen Mangel an meiner von einem großen bekannten Händler gebraucht gekauften NEQ-5 geht, habe ich folgende Frage:

Wie im Zitat geschrieben, ist ja die DEC-Achse fest, wie auch bei meiner NEQ-5. Wenn ich die 0°-Stelle auf die Markierung setze, entsteht aber ein kleiner Winkel, so dass die Montageschiene (und damit ein angebrachter Teleskop) nicht auf die 0°-Stelle zeigt. Ist das ein Mangel oder hat es einen anderen Sinn? Da die Skala fest ist, kann ich auch nicht an ihr drehen.

Gruß
Eichi
 

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Hallo Eichi,

wenn es dich beruhigt, dass ist bei meiner EXOS-2 (oder war´s die alte LXD-75...???) auch so und wirklich sinnvoll erscheint mir die Konstruktion nicht, aber wenn du unbedingt mit RA und DEC-Skalen zum Auffinden von Objekten arbeiten willst, müsstest du eh schauen, ob die beiden "Nullen" übereinander stehen, wenn das Teleskop genau richtung Norden ausgerichtet ist.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Naja beruhigt bin zwar schon, aber warum dann die Achse fest anbringen, wenn sie keinen Sinn macht?
Mein Punkt ist da ich nur mit Sucher und Kamera+Objektiv (also ohne Teleskop) unterwegs bin:

1. Einen beliebigen Stern anvisieren und Parallelität von Sucher und Kamera sicherstellen
2. Wenn die 0°-Stellung der DEC-Achse mit der Montageachse zusammenfallen würde, wäre ich ja schon zumindest diese Achse kalibriert.
3. Danach die RA-Achse entsprechend des anvisierten Stern einstellen (diese ist nicht fest)
4. Jetzt sollten alle Objekte anhand der Skalen zu finden sein

Schade, dass das so nicht klappt...
 
Was für ein Quatsch: geleitet durch die Info dass die Skala der DEC Achse fest ist, was übrigens auch in der mitgelieferten Anleitung steht, stelle ich gerade fest, dass man den Ring doch drehen kann. -> Problem gelöst :D
 
Meine Fragen häufen sich, da ich mich wieder intensiver damit beschäftige.

Also ich habe mir gedacht dass ich mein Equipment doch mal auf der Terrasse aufstelle und ich von hier aus knipse. Hier kann ich wenigstens üben und leichter dem Hobby nachgehen trotz Stadt und Lampen. Der CLS-Filter hilft hoffentlich ein bisschen.

Aber folgendes Problem: ich sehe Polaris nicht (Südrichtung). Jetzt habe ich bisschen geforscht und man kann hierfür das Schneinern ausprobieren. Scheint kompliziert zu sein aber anscheinend braucht man hierfür sowieso ein Teleskop mit Okular, dass einem mind. 125-fache Vergrößerung liefert. Ich habe nur 13 mit meinem Sucher (162mm) und Plössl (12,5mm). Also viel zu wenig.

Andererseits fotografiere ich ja nur mit einem 250mm Tele. Reicht es wenn ich ungefähr die Montierung Richtung Norden stelle sowie den Breitengrad an der Montierung? Gibt es vielleicht Tricks, die ich mir geben könnt? Das muss man doch auch rechnerisch und mit Kreide und Lineal tagsüber mit paar Apps hinkriegen können, oder nicht?
 
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Ok noch eine doofe Frage: sollte ich die Montierung anhand der Blase in der Libelle einstellen oder anhand der per Wasserwaage justierten stativbeine? Wenn ich die Montierung dann draufstelle, ist die Blase nie mittig im Kreis.
 
Zitat von Xylophon:
Ok noch eine doofe Frage: sollte ich die Montierung anhand der Blase in der Libelle einstellen oder anhand der per Wasserwaage justierten stativbeine? Wenn ich die Montierung dann draufstelle, ist die Blase nie mittig im Kreis.
Das ist keine doofe Frage, aber angesichts der nächsten Schritte beim Einnorden irrelevant. Ich nehme der Einfachheit halber die Dosenlibelle in der Montierung, weil dann eine eventuell schräge Aufsatzplatte der Montierung keine Auswirkungen hat.

Aber danach wird mittels Polsucher eingenordet, und sofern man dabei wirklich Polaris erwischt, ist die genaue Ausrichtung der Montierungsbasis egal.

Grüße

fquadrat
 
Nimm die Wasserwaage, die Libelle ist nur Deko :)

VG
Wolfgang
 
Übrigens beide Methoden stehen so auch in der Anleitung zum Aufbau der Montierung. Beine mit Wasserwaage, später Montierung mit der Libelle. Und dann ist die Blase trotzdem nicht mittig im Kreis. Also ist entweder die aufliegende Fläche der Montierung nicht eben oder der Kreis der Libelle ist falsch gekennzeichnet.

Kann mir halt vorstellen dass dann das einscheinern erschwert wird, wenn es nicht genau waagrecht justiert ist.

Langsam mache ich mir auch Gedanken ob die Polhöhen richtig gekennzeichnet sind. Letztens zu Polaris ausgerichtet hatte ich eine Abweichung von 1-2° zu meinem Standort.

Das alles macht es einem Anfänger schwer...
 
Hallo ???.

Das gleiche Problem hatte ich bei meiner EQ5. Die Libelle war einfach in die Fassung gesteckt und mit irgendwelchem Wachs verkittet. Nach Ausrichtung mit der Wasserwaage war die Libelle nicht mittig. Bei näherer Betrachtung stellte ich fest, dass die Libelle nicht am oberen Anschlag saß, sondern irgendwo schief in der Bohrung stand. Ich habe sie dann einfach hochgedrückt und neu verkittet, und siehe da, die Libelle ist nun deckungsgleich mit der Wasserwaage.

Gruß
Wilfried
 
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