NEQ5 neu fetten Frage

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Pauldd

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Hallo

Meine 6 Jahre alte NEQ5 Montierung liegt nun seziert und entfettet auf dem Tisch. LM47 und Graphitpulver sind auch eingetroffen.

Bevor ich nun wieder alles einsaue hätte ich aber noch eine Frage, evtl kann mir ja hier jemand weiterhelfen.

Die PE-Ringe... Als ich die entnommen habe war da teils dunkles, teils helles Fett drauf. Zur Gleitfähigkeit Plaste/Metall habe ich schon die abenteuerlichsten Sachen gelesen... Spühlmittel,Graphit,Silikonfett,Balistol...

Soll ich die wieder mit LM47 einfetten oder löst es die nach 2 Jahren auf?

Jetzt hat mir ein Freund erzählt er hat für Plastik/Metall Sachen immer PTFE-Spray aus der Dose genommen, gibts auch von Balistol, nennt sich Teflon Spray, hatter noch da, kanner mir geben. Jetzt frage ich mich reicht das aus ein paar Schichten auf die PE-Ringe anstatt irgendwelches Fett und dann wieder einbauen? Oder reibt das Zeug nach 4 Monaten ab und dann knechten die Ringe auf purem Metall?

 
Hallo,

ich habe keine guten Erfahrungen bezüglich der Abriebfestigkeit von Teflonspray gemacht. Das gibt´s sogar für Motorradketten als Trockenschmiermittel. Ich hab´s mal auf meine Fahrradkette gemacht und da ist die Belastung ja wahrlich geringer als am Motorrad. Nach einer Fahrt im Regen war das Zeug ab.

Ich habe zum fetten meiner EQ5 das Fett genommen, das ich auch für meine Kugellager am Rad nehme. Außerdem habe ich nach dem Entfetten alle Teile, auch die PE-Ringe, mit Polierpaste auf Hochglanz poliert und erst dann neu gefettet.

Noch besser wäre, die PE-Ringe durch Teflonringe zu ersetzen.

Gruß Uwe
 
Ah ok, und angenommen ich würde Teflonringe nehmen, würden die dann trocken eingebaut oder werden die dann auch geschmiert?
 
Bei dem DEC-Schneckenrad bin ich mir auch etwas unsicher.
Wenn ich mir so die beiden Räder anschaue dann würde an dem RA-Schneckenrad überhaupt nichts schleifen/polieren. Das fühlt sich absolut glatt an.
Das DEC-Schneckenrad hat dagegen Unebenhheiten, die kann ich mit den Fingernagel gerade so spühren wenn ich über die Breite drüberfahre. Aber ist das nicht ganz normaler Verschleiß?

Link zur Grafik: https://pauledd.files.wordpress.com/2017/10/neq5_dec_ra_schneckenrad.jpg

Ich habe irgendwie leichte Hemmungen da jetzt irgendwas rummzuschleifen und am Ende mehr Unebenheit drinn als vorher.
Also es sind ja keine GROBEN SCHNITZER drinn.

 
Ich weiß zwar nicht, ob dir das hilft, aber folgendes wurde schon mal auf meine Fragen hin bzgl. meiner NEQ-5 hier gepostet:

http://keno-media.de/files/guides/NEQ-5Tuning.pdf

Vielleicht hilft dir das. Vor allem an deiner Vorgehensweise, falls abweichend zu dieser Anleitung, würde mich interessieren, da ich ggfs. auch noch so ein Tuning durchführen würde.

Wie sieht es eigentlich mit der Temparaturbeständigkeit der eingesetzten Fette usw. aus? Ich möchte meine NEQ-5 demnächst dauerhaft draußen lassen.
 
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Danke für die Anleitung! Genau so hab ich auch bisher alles gemacht. Ich denke die Teflonringe lass ich erstmal und fette alles neu mit den Originalteilen. Dann wird sich zeigen ob die Montierung wieder gleichmäßig läuft. Die PE-Ringe werde ich einfach mit einfetten (ohne Graphit). Wäre noch interessant zu wissen aus welchem PE die Ringe eigentlich sind. PE-LD sollen von Fetten,Ölen nur wenig angequellt werden, PE-HD garnicht.
(https://www.kunststoffe.de/themen/b...enbestaendigkeit-von-polyethylen-1378794.html)

 
Hallo Freunde

Nur die Schnecke und die Verzahnung werden mit einem druckbeständigen und schwach fließfähigen Fett gefettet.
Die großflächigen Lagerflächen (z.B. Innenfläche des Zylinders) werden mit einem 0/30er oder 0/40er Leichtlauföl geschmiert. Wenn alle Flächen gefettet werden wird die ganze Sache sonst bei Minustemperaturen zu schwergängig weil das Fett für die engen Passungen bei Kälte zu steif wird. Leichtlauföl bleibt auch bei -20° noch ausreichend geschmeidig. Die vom Hersteller verbauten Kunststoffringe sind zumindest bei der Celestron advanced GT (baugleich) fett- und ölbeständig.

Gruß Peter
 
Hi Peter. Hm, okay. Und wo gibts dieses Leichtlauföl (Mensch ohne Auto! :))? KFZ Werkstatt?
 
Hallo Pauldd

Hast Du auch einen richtigen Namen ?

Du gehst noch zu Fuß? Gibt es sowas heute noch ?

Leichtlaufmotoröl ist hier am besten. Man bekommt es leider nur ab 1 Liter Mindestmenge im Baumarkt / Tankstelle und dann ist es meist [zensiert] teuer. Man braucht davon allerdings doch nur sehr wenig nicht einmal einen viertel Teelöffel voll. Kennst Du niemanden der noch irgend wo ein paar Tropfen Restmange in einer fast leeren Ölbüchse hat? Nimm aber kein Nähmaschinenöl, Knochenöl, Fahrradöl oder sonst welche dünnflüssiges Zeug denn das Öl muß hier unter Druck seine Schmiefähigkeit beweisen. Man kann auch Bettbahnöl / Gleitöl für Dreh- und Frasmaschinen verwenden wie z.B. Tellus 68.

Gruß Peter
 
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Moin!
Ich bin zufällig aus der Kfz-Branche, ich würde dir vorschlagen dir ein ganz kleines Gefäß (altes Marmeladenglas oder noch kleiner, die müssen es ja nicht voll machen ;) ) zu schnappen und zur nächsten Kfz-Werkstatt (am besten eine freie Werkstatt und nicht zum Vertragshändler) zu gehen und zu fragen ob die dir ein bisschen Motoröl geben können.
Wobei es fast egal sein dürfte was die dir da geben weil in den Autos heute eigentlich diese alten mineralischen Öle nicht mehr verwendet werden und alles einschließlich 10W40 eigentlich Leichtlauföl sein sollte. Ich denke mit 10W40 machst du nix falsch.

Ich würde da nichtmal was für nehmen wollen bei 1-2 Teelöffeln.

Oder einfach mal nen netten Nachbarn fragen der ein Auto hat ob er irgendwo einen Tropfen für dich hat.

CS
Tobi
 
Zitat von TunnelBias:
Oder einfach mal nen netten Nachbarn fragen der ein Auto hat ob er irgendwo einen Tropfen für dich hat.

Oder, falls Du Dir dafür nicht zu schade bist, an der nächsten Tankstelle eine leere Öldose (sind in wirklichkeit schon lange keine Dosen mehr, sondern Plastikflaschen mit Schraubverschluß) aus dem Mülleimer fischen... da ist noch genug Öl für 10 Montierungen drin. An jeder Zapfsäule sind normalerweise zwei Mülleimer, einer für Öldosen und einer für Restmüll.
Und auch mit dem Fahrrad kann man ja ab und zu an der Tankstelle seinen Reifendruck kontrollieren!
 
Zitat von arago:
Äm, ja. Steht links oben in jedem Beitrag. Bitte entschuldige falls dich das *dd hinter meinem Namen irritiert, aber um den Wiedererkennungswert im Internet zu steigern habe ich den selben Nick benützt wie ich ihn auch anderswo zur Registrierung verwendet habe. Oder meinst du ich soll mich hier mit amtlichem Vor- und Zunamen registrieren? Das halte ich nicht für angebrachte oder sinnvolle Praxis im Netz und sollte es die Administratoren hier stören würde ich mich selbsterverständlich leisen Fußes aus diesen Gefilden zurückziehen.
Zitat von arago:
Du gehst noch zu Fuß? Gibt es sowas heute noch ?
Ich kenne viele Leute die noch zu Fuß gehen :). Sogar längere Strecken wie die 200 Meter bis zum Bäcker.
Ich habe leider nie das Bedürfnis gehabt mich für motorisierte Vehikel zu interessieren (genauso wie Fußball), hinzu kommt noch das ich ein kleines Handicap habe (htx) aber das wird schon viel zu offtopic, du kannst mich aber gerne privat anschrieben wenn du noch mehr Details haben willst :)

So und danke euch erstmal für die Vorschläge zum Öl, ich denke ich werde nun einen Weg finden da rann zu kommen ohne gleich 5 Liter zu kaufen.

Meiner Wankelmütigkeit ist es zu schulden das ich womöglich doch noch ein Set neuer Teflonringe bestelle.

Mir wurden gleich noch ein Set neuer Schneckenwellenlager angeboten.. sind die originalen den so schlecht?
 
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Hallo Paul,

wenn die Montierung einmal zerlegt ist, würde ich die Teflonringe gleich mit einbauen. Ich habe das bei meiner auch so gemacht. Ob das jetzt so furchtbar viel bringt kann ich nicht sagen, aber geschadet hat es bestimmt nicht. Die Ringe sind auch nicht so teuer. Die Quelle kennst Du ja vermutlich schon ;-)

Wenn die alten Lager noch sauber laufen würde ich sie erstmal drin lassen. Andererseits ist der Satz ja auch nicht teuer, wäre zu Überlegen je nach den wie alt die Montierung ist.

Viele Grüße
Michael
 
Kann mir jemand evtl. sagen ob es normal ist das die DEC Achse schwergängiger geht als die RA Achse? Also ich meine im nicht festgestellten Zusand, ohne irgendwelche Aufbauten.

Ich habe nun das ganze Programm durch, alles poliert, neu gefettet und zusammengebaut, 3 verschiedene Fette + Teflon Ringe. Die RA-Achse läuft Butterweich, gluggst nicht rum und hat nur ganz minimal Spiel nach der Schneckenjustage, eigentlich so wie ich mir das vorstelle.

Aber die DEC-Achse geht schon ziemlich schwer selbst ohne Schnecke. Ich kann zwar eigenlich keinerlei schleifen hören wenn ich die drehe. Ist das normal oder sollte die auch so leicht gehen wie die RA-Achse, ich kann mich leider nicht genau errinnern wie das vorher war.

Ich fürchte ich muss die nochmal aufmachen.
 
Eigentlich sollte die Deklinationsachse nicht viel schwerer gehen als die Rektaszensionsachse, etwas schwerer ist aber in Ordnung.

Grüße

fquadrat
 
Eigentlich nicht, ich habe die Konterschraube lediglich mit 2 Zahnstochern angezogen und dann die Madenschrauben angezogen.

Ich nehme die nochmal auseinander, vieleicht ist ja etwas von dem LM47 Fett auf die großen Metal-Metallaufflächen gekommen und macht das ganze schwergängig. Aber eigentlich sollte da nur das 05/30 Leichtlauföl drauf sein.
 
Achso, falls du das Schneckenlager meinst.. nein, ich meinte das ganze komplett ohne Schneckenlager.
 
Ich glaube ich komme der Sache näher. Möglicherweise ist das Problem doch die Kontermutter mit den zwei Madenschrauben.
Mir ist aufgefallen dass wenn ich die Mutter soweit anziehe dass kein glucksen mehr auf der Achse zu spüren ist und ich dann die zwei Madenschrauben anziehe, diese sich möglicherweise in das Gewinde der Achse so blöde einbohren das die Achse nach innen gezogen wird und viel zu fest wird.

Also habe ich die Kontermutter stückweise gelockert (ca. 1/8 Drehung) und dann erst die Madenschrauben angezogen. Jetzt lässt sich die Achse schon merklich leichter drehen. Nun baue ich noch das Schneckenteil an und werde das ganze mal mit Last testen.

Gibt es eigentlich irgend eine subjektive Methode herauszufinden wie stark die Motoren der Nachführung belastet werden? Könnte man das nicht mit dem Amperemeter versuchen zu messen? [Edit] gerade gelesen,bödsinn.. geht bei einem Schrittmotor nicht so einfach...
 
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Ich wollte nur noch mal einen kleinen Bericht abgeben.
Ich habe nun alles wieder mit voller Last aufgebaut und es lässt sich nun wunderbar leicht in jede Richtung schwenken.

Der eigentliche Grund warum ich meine Montierung neu gefettet habe war dass beide Achsen an bestimmten Positionen leicht schwergängiger zu drehen gingen. Außerdem konnte ich den "Anstubbstest" mit dem kleinen Finger schon gar nicht mehr machen weil das ganze zu schwer ging.
Das geht wieder einwandfrei! Ich würde meinen so leichtgängig ging die Montierung noch nie.

Außerdem läuft nach der Schneckenjustage auch die DEC-Achse mit weniger Backlash als zuvor und mein erster Guiding Test lief so gut wie noch nie. (arbeite mich gerade erst in das Thema Guiding ein). Ich bin während des viertelstündigen Tests in EKOS immer unter 1,3" Gesamtabweichung für beide Achsen geblieben und hatte keine Entgleißungen in DEC mehr. Das war vorher ein Grauen mit Abweichungen zwischen 2,4 und ∞" . Ich bin sicher da kann noch mehr optimiert werden. Allerdings hatte ich damals auch nur ne blöde Webcam als Guiding Kamera, meine neue ASI174Mini hat da sicher nochmal Qualität in den Guidingvorgang gebracht.

Also es hat sich auf jeden Fall gelohnt.
 
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