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Lucius_Apuleius

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Hallo,

ich bin neu hier. Schuld ist ein Kollege, der mich beim Mittagessen auf die Frage hin was er so in seiner Freizet machen würde nur durch schildern seiner Technik etc. sofort infiziert hat :-) (Hallo Achim)

Dennoch habe ich ein paar Fragen bzw. an sich nur eine für den Anfang:

Ich habe mein Teleskop justiert sprich ich habe das Stativ mit der Wasserwaage eingemessen und meinen Breitengrad eingestellt und ziele nun mehr oder weniger genau auf Polaris. Die ra Skala steht auf 12, die DEC steht auf 90 mit dieser Einstellung liegt das Teleskop genau in der Achse der Polachse.

Frage 1:

Warum 12:00 und 90°? ist das ok so?


Frage 2:

Wenn es nun mal dunkel ist habe ich ein Problem, ich kann die Skalen nicht mehr lesen, wenn ich eine Taschenlampe nehme, sehe ich danach nix mehr von wegen Pupillenerweiterung etc., Motorenhab ich nicht. Gibts da so spezielle (vermtl. rote?) Lampen?

Frage 3:

Ich habe ein Astromaster 90 EQ mit den beiliegenden okularen 10mm, 20mm (Das Bild ist damit finde ich sehr gut). Bei den 1000 mm Brennweite, welches Okular kann man ergänzend für stärkere Vergrößerung als die 100x mit dem 10mm nehmen ?

Ach ja die Öffnung vorne ist 90mm.

So das wars erstmal, danke für die vielen Beiträge, aus denen ich schon jede menge gelernt habe !

Gruß, Jens
 
Hallo Jens,

vergiss mal die Skalen.
Lerne, dich am Himmel zurecht zu finden.
Hast Du eine drehbare Sternkarte?
Fang mit den einfachen Sternbildern an - Polaris hast Du ja schon gefunden.
Besorg dir ein Planetariumsprogramm - z.B. Stellarium

Meine Erfahrung ist: Wenn Du dich ohne Skalen nicht zurecht findest, wirst Du es mit Skalen auch nicht.

Viel Spaß beim "Süchtigwerden" ;)
Chris
 
Hi Jens,

rote Lampen gibts en masse... entweder für teures Geld bei den Astrohändlern oder einfach Taschenlampen umfunktionieren:

roter Nagellack
rote Folie
LEDs gegen rote LEDs austauschen (vor allem auch gut bei Stirnlampen, die es sogar bei amazon und Co. für ein paar Euro schon mit rotem Licht gibt)...

Kleiner Tipp: Du kennst sicher diese Armee Winkellampen die es für max. 5 Euro in entsprechenden Shops oder auf Wühltischen gibt, die haben unterm Batteriefach bereits Farbfilter drin - auch einen roten :)

Grüße Benny
 
Hallo Jens,

willkommen im Forum. Hast du eine bewusste Geistesverwandtschaft mit Lucius Apuleius?

Ich schliesse mich dem an, was Chris gesagt hat. Zusätzlich haben die meisten Leute hier den "Karkoschka" als Sternatlas im freien Feld am Teleskop.

Weiter haben viele einen Leuchtpunkt-Sucher zum Auffinden von Objekten, sonst kann das Suchen am Himmel zur Qual werden. Der ist nicht so teuer und man kann ihn an jedem Teleskop gebrauchen. Es ist halt gut, wenn du so was mal mit Gleichgesinnten bei aktiven Beobachtern in Natura siehst, dann kannst du dir deine eigene Meinung bilden.

Die Einsteiger-Seiten kennst du?
http://www.svenwienstein.de
http://www.deepsky-brothers.de
http://www.taunus-astronomie.de

Zitat von Lucius_Apuleius:
Ich habe ein Astromaster 90 EQ mit den beiliegenden okularen 10mm, 20mm
welches Okular ...für stärkere Vergrößerung als die 100x ?

Ich kenne das Gerät zwar dem Namen nach nicht, es ist aber vermutlich ein Refraktor (der hat eine Linse vorne). Wenn dieser Refraktor bei 100-fach noch einen guten Kontrast hat, dann ist das schon viel. Irgendein gebrauchtes Okular mit 7mm könnte man versuchen. Wenn du nicht eine gute Montierung hast, dann wette ich: Schon jetzt bei 100-fach schwingt dein Teleskop und das Fokussieren ist schwerer als beim 20mm. Also keine grossen Erwartungen an die hohen Vergrösserungen bei diesem Gerät!

Am andern Ende hast du aber mit 20mm schon eine Vergrösserung von 50-fach. Bei Standard-Okularen hast du dann nur ein Gesichtsfeld von einem Grad am Himmel. Das ist für ein Übersichtsokular zu wenig. Wenn du ein
40mm (gibts auch für 1.25") hättest, dann hast du etwa ein Gesichtsfeld von 2 Grad am Himmel. Das ist ein Qualitätssprung. Dann könntest du dich auch besser am Himmel orientieren. Das gilt es zu überlegen!

Ein paar Sachen braucht man, damit der Spassfaktor stimmt!

Einen klaren Himmel wünscht
Joachim

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

danke für die Antworten. Ich hab das Stellarium und seit ich das Teleskop habe noch die SW TheSky vom Hersteller des Teleskops. Da ich im Garten aufbauen kann, habe ich die Möglichkeit den Laptop neben das Teleskop zu stellen und die SW laufen zu lassen.

Ich habe mir vorgenommen neben ein wenig Mondbeobachtung (wenn er mal wieder früher kommt und auf der anderen Seite) erstmal um den kleinen Wagen alles abzugrasen und dann meine Kreise größer werden zu lassen, damit ich mich dran gewöhne und meine "interne Himmelskarte" sich entwickelt. Dennoch will ich schon auch in der Lage sein bei gut eingestelltem Teleskop auch per Skala zumindest nahe an mein Zielobjekt ranzukommen, umso wichtiger, wenn man sich ned auskennt.

Wackeln tut es nicht so sehr, bin ziemlich zufrieden, ist ganz gut gemacht. (habe aber auch keine Ahnung) Die Idee mit dem 40 mm Okular finde ich sehr gut, die werde ich demnächst umsetzen.

Habt Ihr denn noch so selbstleuchtende Sternkarten dabei? Oder auch den Laptop?

Gruß, Jens
 
Hallo,
vieles wurde ja schon gesagt, deswegen möchte ich nun auch nicht ins Detail gehen, sondern nur noch einige Anmerkungen machen:
Ich würde vorschlagen, du lässt das mit dem Laptop. Der steht nur im Weg, lenkt von der Beobachtung ab und was das wichtigste ist, er versaut dir andauernd deine Dunkeladaptation. Selbst auf geringster Helligkeitsstufe ist der Laptop im Vergleich zu den Objekten, die du anschauen willst, immer noch verdammt hell. Selbst diverse im Handel erhältliche Folien zur Abdunkelung kosten meistens nur viel Geld und bringen wenig.
Hol dir eine rote Lampe und eine ordentliche Sternkarte, dann kannst du auf den Laptop getrost verzichten. Wie oben schon erwähnt bietet sich für den anfang der Karkoschka an, etwas fortgeschrittener ist dann schon der Deep Sky Reiseatlas (in Kombination mit dem Deep Sky Reiseführer) von Ronald Stoyan, wirklich hervorragend, damit solltest du erstmal ausreichend versorgt sein.

Wenn du wirklich die Teilkreise benutzen willst, dann musst du deine Montierung aber schon sehr gut ausrichten, da bräuchtest du eigentlich einen Polsucher oder noch genauer wäre das Einscheinern (was allerdings zeitaufwendiger ist).
Am ehesten würde sich dann für dich wohl anbieten, ein Objekt, dessen RA und DEC dir bekannt ist, im Teleskop einzustellen und dann die (hoffentlich beweglichen) Teilkreise auf diese Koordinaten einzustellen. Von da aus kannst du dann zum nächsten Objekt weiter, indem du das Teleskop auf die entsprechenden Koordinaten stellst, im Grunde ist das nichts anderes als die "Koordinatensubstraktionsmethode".
Du kannst natürlich auch jeweils den Studenwinkel ausrechnen und ein Objekt dann direkt anfahren, dazu musst du dich aber mal genau mit der Materie auseinandersetzen.
Aber meine ehrliche Meinung wurde oben auch schon Kund getan: was soll der Aufwand?
Es gibt keinen ersichtlichen Grund, warum du die Teilkreise nutzen müsstest, außer den, daß sie eben da sind.
Mit einem Sucher und einer Karte findest du dich ziemlich bald viel schneller zurecht.
Schau dir mal die ganzen Dobsonauten hier im Forum an, die haben sowas wie einen Teilkreis nichtmal. Die stellen noch nichtmal eine Montierung ein, die schleppen einfach ihren Dob in die Pampa, pflanzen das Teleskop irgendwohin, stellen ein Objekt ein und schauen.
Da bist du noch mit dem Einordnen deiner Montierung beschäftigt und pfriemelst an den Teilkreisen rum, da haben die schon den Messiermarathon halb durch!
Nicht falsch verstehen, ich will dir nur demonstrieren, warum man sich auf die Teilkreise nicht so versteifen sollte. :)

Grüße,
Sebastian

Noch zu deiner Frage: ich habe immer eine von den runden Sternkarten dabei für den Überblick und den Deep Sky Reiseatlast (oder gedrucktes Kartenmaterial) für das Auffinden der Objekte. Dazu einen Leuchpunktsucher und ich bin schneller als jeder Teilkreis und jedes GoTo. :)
 
Hallo Jens,
Zitat von Lucius_Apuleius:
Ich habe mir vorgenommen neben ein wenig Mondbeobachtung (wenn er mal wieder früher kommt und auf der anderen Seite)...

Die Stärken deines Teleskops liegen eher im mittleren V-Bereich, ca. 80-fach. Ich habe gebraucht schon sogenannte "orthoskopische" Okulare für 15.-Euro gesehen. Also 12.5mm z.B. wäre etwas für dich. Die haben ein kleines Gesichtsfeld, bieten aber eine knackscharfe Abbildung. Also gut für den Mond. Ich prophezeie dir aber, der Mond wird dich blenden. Ein Dämpfungsfilter 1.25" wäre angebracht. Dann hast du mehr Kontrast und erkennst mehr Einzelheiten.

Zitat von Lucius_Apuleius:
Habt Ihr denn noch so selbstleuchtende Sternkarten dabei? Oder auch den Laptop?

Nein, einfache drehbare Sternkarten tun es, auch nach Jahren oder Jahrzehnten astronomischer Praxis. Dazu eben eine Rotlicht-Lampe. Wenn es irgendwie geht bleibt der Schlepptop zu Hause. Aber mindestens ein Fernglas habe ich immer dabei, wie fast alle aktiven Beobachter!

Mit Gruss, Joachim
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hier mein Senf: Rote Lampen sind wichtig zum Ablesen von Skalen und Sternatlanten. Man bekommt die sehr günstig in Form von batteriebetriebenen Fahrradrücklichtern. Die Batterien halten ewig.

Soo schwer ist das Arbeiten mit Skalen garnicht. Man muss das Teleskop nur grob nach Norden ausrichten (die Polhöhe hat man ja vorher schon eingestellt). Um jetzt ein Objekt zu finden visierst du zuerst einen hellen Stern in der Nähe an. Das ist mit einem einigermaßen guten Sucher nicht allzu schwer. Aus dem Sternenkatalog (z.B. Karkoschka) stellst du jetzt die Koordinaten des Sterns an den Skalen ein - die sind ja beweglich. Jetzt drehst du den Tubus und stellst ihn auf die Koordinaten des gewünschten Objekts, dann sollte dieses im Blickfeld erscheinen. Es reicht auch einfach nur die Deklination einzustellen und dann mit der Welle um die RA-Achse zu drehen - natürlich in Richtung des gewünschten Objekts. Dann fährt das quasi in das Bildfeld rein. Sehr hübsch!

So habe ich als Anfänger damals an meinem Skylux Refraktor die Sternhaufen M10 und M12 gefunden. Ich konnte die in dem ziemlich großen und leeren Schlangenträger damals partout nicht direkt finden. ;)

Thomas

 
Zitat von Lucius_Apuleius:
Ich habe mir vorgenommen neben ein wenig Mondbeobachtung (wenn er mal wieder früher kommt und auf der anderen Seite) erstmal um den kleinen Wagen alles abzugrasen und dann meine Kreise größer werden zu lassen, damit ich mich dran gewöhne und meine "interne Himmelskarte" sich entwickelt.

Hallo,

beim kleinen Wagen anzufangen ist vielleicht nicht der beste Weg, da es in der Umgegebung des Wagens nichts soo viel für einen Anfänger zu sehen gibt. Eine Fülle an Objekten findet man im Moment - gerade für den Anfänger - im Sternbild Schwan, Leier und Adler, deren hellste Sterne das Sommerdreick bilden und sehr leicht am Himmel zu finden sind. Ich würde in der Gegend anfangen mit meiner Beobachtung.

Wie schon geschrieben, ein Übersichtokular so zwischen 30 und 40mm wäre sinnvoll. Bei den höheren Vergrößerungen würde ich erst mal so bei 7mm (142fach) Schluss machen. In diesem Bereich würde ich auch nicht auf Plössl-Okulare setzen, da der Augenabstand schon sehr niedrig ist und man in das Okular fast reinkriechen muss. 7mm geht da zwar fast noch, aber es ist schon unangenehm. Lieber ein Okular mit größerem Augenabstand und vielleicht noch mit etwas Weitwinkel. ABer das kommt wie immer auch aufs Geld an, das man zur Verfügung hat.

Übrigens, das Arbeiten mit Skalen und Koordinaten halte ich persönlich auch für überflüssig. Man muss nicht - wie es in vielen Astro-Einsteigerbüchern den Anschein hat - das Koordinatensytsem beherschen um sich am Himmel zurecht zufinden. Mich hat das am Anfang nur verwirrt und ich habe es dann sein lassen. Andrerseits, wenn du so anfangen willst, schadet das Wissen von Skalen und Koordinaten später natürlich auch nicht.

Gruß Oliver
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
So ich fasse mal zusammen:

- Den Laptop zu Hause lassen
- Rotlichlampe kaufen
- Sternkarte besorgen (wo gibts die?)
- nicht so "verbissen" auf Skalen bestehen

Einen Sucher (so ein Zielfernrohr mit roter LED)hat das Teil, hier mal der Link ist dann der 90EQ etwas weiter unten:

http://www.celestron-nexstar.de/serie_astromaster/astromaster.htm

Was mir wichtig ist, ist das ich auch sicher sein kann, das ich das ansehe, was ich zu sehen glaube :-)

Noch eine Frage zu dem Filter gegen eventuelle Blendung, wo kommt der dran? Am Okular oder vorne? (wie nennt man das vorne eigentlich im Fachjargon ?)

Gruß, Jens

 
Hallo Jens,
Sternkarten gibt es in aller Regel in gut sortierten Buchhandlungen, bei diversen Astrohändlern oder einfach bei Amazon, wenn du da nach dem Karkoschka suchst oder nach dem Deep Sky Reiseatlas, dann wirst du schnell fündig.
Daß du auch wirklich das siehst, was du zu sehen glaubst, kannst du sehr leicht überprüfen, wenn du dich vor der Beobachtung über das Objekt informierst, die Beschreibungen und vor allem Zeichnungen davon ansiehst. Die bunten Hubble-Photos und Bildbände sind zwar schön anzuschauen, stellen aber in aller Regel das visuell Wahrnehmbare im Teleskop nicht akkurat dar - dies führt dann eher zu Enttäuschungen.

Was den Filter angeht: normalerweise haben die Okulare und die Reduzierhülsen für den Okularauszug Filtergewinde, in die du den Filter einschrauben kannst. Bisweilen gibt es da Kompatibilitätsprobleme, in aller Regel jedoch nicht.
Der Filter kommt also entweder direkt ans Okular oder aber an die Reduzierhülse des Okularauszugs, so du denn einen 2" OAZ hast.
Dies gilt für Linienfilter oder Streulichtfilter, ein SONNENFILTER gehört sich IMMER an die Vorderseite des Teleskops, also direkt auf die Teleskopöffnung, noch bevor das Licht auf eine Linse oder einen Spiegel trifft.
Sogenannte "Sonnenfilter", die man ins Okular einschrauben kann sind unseriös, gefährlich und gehören in den Müll.

Grüße,
Sebastian
 
Hi Jens,

jau, Sternenkarte, Karkoschka, rotes Licht, dass ist auch meine Ausrüstung nebst Teleskop und Okularkoffer (und kleineres Zubehör - welches hier und da erweitert wird, wenn's Geld es zulässt :-))

als Anfängerin kenne ich das Problem mit den Skalen und den 'sehe ich nun das, was ich gesucht habe'-Verwirrungen. Mein Teleskop ist so genau, wie es mir möglich ist, gehn Himmelsnordpol ausgerichtet, dann peile ich nen hellen Stern in der Nähe meines Zielobjekts an und anhand diverser Sternenkarten (meistens Karkoschka) hoppe ich dann von Stern zu Stern dort hin wo ich dann hoffentlich mein gewünschtes Deep-Sky Objekt finde.

Vor ein paar Monaten habe ich mich so im Virgohaufen verlaufen. Hatte letztlich 2 Objekte gefunden und beobachtet, aber welche Objekte es nun waren, konnte ich nicht bestimmen. War schon sehr frustrierend. Aber Bernd (Kursmaster vom Einsteigerkurs hier) hat mich dann getröstet - es verlaufen sich wohl auch fortgeschrittenere Amateure in diesem Wirrwar aus 'Nebelchen'. Also verzweifle nicht!!!

Oder anderes Beispiel: Am letzen Wochenende hat alles super geklappt, gesucht gefunden, aber es klappt nicht immer, wie am Schnürchen.

Andromedagalaxie gefunden, aber die umliegenden Sternchen konnte ich anhand der Atlanten gar nicht zuordenen ?! Also kamen wieder Zweifel auf 'war ich denn nun wirklich richtig -aber so war Eindeutiges konnte ich nun wohl auch als Laie nicht verwechseln, oder?!
- h & chi im Perseus war auch ganz eindeutig (und schön anzusehen, bei sehr schwacher Vergrößerung 35 mm Plössel nadelscharf), da habe ich wieder an mein Teleskop geglaubt (Celestron Omni XLT 120 Refraktor).

Dann kommen wieder Objekte, bei denen ich am Liebsten nen Experten hätte der mir versichert, dass es nicht an der Qualität des Teleskops liegt, dass z.B. Kugelsternhaufen alles andere als auch nur schwächlich aufgelöst zu sehen sind, sondern immer nur schwach nebelige Kleckse, die vielleicht noch beim indirekten Sehen etwas aufgelöster erscheinen (Paradebeispiel im Pfeil M71 - ich war mir noch nicht mal sicher, dass ich mir das Kleckschen nicht nur herbei wünsche, statt es tatsächlich zu sehen)
dafür dann haber M27 - der Hantelnebel wieder ganz eindeutig, aber von wegen deutliche Strukturen im Teleskop und Farbe auch mit Filter nicht. Konnte gerade so eben die bekannte Form des PN erkennen, war aber trotzdem schön anzuschaun. Der Ringnebel in der Leier war meine erste Deep-Sky-Suche am Teleskop- ne harte Nuss, aber nun finde ich diesen immer auf Anhieb - auch hier weiß ich genau ich weiß, was ich gefunden habe :D. Also, du siehst mal klappts, dann wieder nicht so gut.

Und da kommt dann der schöne Garten ins Spiel (glaube ich zumindest) denn je nach dem wo sich dein Garten befindet, könnte es sein, dass dich dieser Standort irgendwann nicht mehr befriedigen wird.

Ich bin nun nach 9 Monaten an einem Punkt, wo ich Sack und Pack ins Auto lege und fahre, der Wunsch nach mehr ist größer geworden, als die Angst vor dem alleine-im-Feld- sein. Ich z.B. wohne sehr ländlich (viele Sternchen im kleinen Bär leuchten über mir - gute dunkle Nächte dirket vor der Haustür haben mich am Anfrang sehr über schlecht Wetterphasen hinweggetröstet und trotzdem die vor ca. 2 Monaten neuinstallierten Straßenlampen am Dorfausgang (vielen Dank an unsere Bürgeninitiative nochmal :mauer: ) stören, aber richtig und unser Nachbar, braucht neuerdings ganznachts Flutbeleuchtung um glücklich zu sein!!!

Aber auf freiem Feld (mit minimalst möglicher Lichtverseuchung) erkennt man viele schöne Objekte schon mit freiem Auge, da findet mal schon mit Sternenkarte bewaffnet einiges schnell und du weißt dann, dass du Dein Objekt gefunden hast und im Teleskop oder auch nur im Fernglas 'schwärm'kommt dann die endgültige Sicherheit 'Zielobjekt erfasst!' , dafür lohnt sich jedes Zusammenzucken bei unidentifizierbarem Geräusch :biggrin:
(Als Mädel alleine im Feld, mir sei meine Angst verziehen!)

Aber sicherlich nimmt dich dein Kollege mal mit und wenn er erfahren ist, lernst du sich viel von ihm! Ich hoffe auf der HTT Anschluss zu finden und so richtige Amateurastronomen beobachten zu können bzw. mir Tipps zu holen zu können - natürlich erhoffe ich mir auch Blicke durch andere Teleskope (Bauarten,) um endlich mal eigene Vergleiche ziehen zu können.

Das hat mir Anfangs sehr geholfen. (Sternenkarte und Karkoschka habe ich schon längere Zeit - aber mit frei Auge und sehr altem Fernglas vom Opa meinen Einstieg in die Astronomie gefunden)
- Buch: Teleskopführerschein
- die schon o.g. HP's
- Einsteigerkurs bei Bernd
(und Ruhe bewahren, geduldig sein - der Lohn folgt, wenn man zum ersten mal, das Objekt findet, welches man gesucht hat - da war ich zumindest, sehr stolz auch mich :D - ich lag halb unter meinem Refraktor inklusive langer Arme,:schwitz: aber da war er tatsächlich - der o.g. Ringnebel) / (Davor habe ich auch mehr den Mond oder Saturn bzw. Mars beobachtet - mache ich natürlich auch weiterhin :D, also nun Mond und Jupi - an die Sonne wage ich mich, wegen all der Warnungen gar nicht ran, trotz Sonnenfilterfolie, dass lasse ich mir lieber vorher noch mal von nem erfahreneren Beobachter zeigen ;-))!

Vielleicht erkennst du dich ja in meinen Schilderungen wieder, ich suche immer Leute die mir sagen, dass sie anfangs auch solche Erfahrungen gemacht haben, dann weiß ich es kann nur besser werden - und es ist auch immer besser in den letzten Monaten geworden - also Jens nicht frusten lassen.

Schreib mal zwischendurch, wie du dich so machst!

Gruß, Steffi
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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