Neue Okulare - Muss ich mit einer verkippung des OAZ rechnen ?

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Sterno3000

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Hallo,

ich suche für meinen F4,7 Newton neue Okulare, da ich nach wie vor mit einer Anfängerausstattung beobachte. In den Fokus kamen dabei die Extremweitwinkel von TS und Lunt (sollen ja Baugleich sein).

Jetzt habe ich da aber noch unklarheiten:

1. Die Teile sind ja recht schwer und vorallem ziemlich lang (langer Hebel). Ich habe an meinem Sykwatcher Felxtube das standard OAZ. Jetzt habe ich die Sorge, dass man OAZ bei den Okularen verkippen könnte. Sollte ich mir zunächst einen neuen OAZ zulegen ?. Zumal ich mir irgentwann auch ein Binokular zulegen möchte.

2. Sind 100° Gesichtfeld am F4,7 überhaupt sinvoll, Stichwort Koma ?.

3. Wie macht ihr das eig. mit dem Augenabstand. Ich bin Brillenträger und habe zwischen -1 bis -2 Dioptrien. Eigentlich habe ich bisher immer ohne Brille beobachtet, damit ich sehr nah mit dem Augen ans Okular komme um so richtig schön ''einzutauchen''. Allerdings habe ich denn Eindruck, dass ich mit Brille mehr details erkennen kann.

Wenn ich ein Okular mit 25mm Augenabstand habe, kann ich dann trozdem noch näher mit meinem Auge ran ?
 
Hallo Balub,

1. Die Teile sind ja recht schwer und vorallem ziemlich lang (langer Hebel). Ich habe an meinem Sykwatcher Felxtube das standard OAZ. Jetzt habe ich die Sorge, dass man OAZ bei den Okularen verkippen könnte. Sollte ich mir zunächst einen neuen OAZ zulegen ?. Zumal ich mir irgentwann auch ein Binokular zulegen möchte.

Die Verwendung der Okulare am OAZ des Skywatcher-Dobsons sollte gewichtsmäßig kein Problem darstellen. Ich verwende am 200/1200 Skywatcher Okulare von ES, die noch deutlich schwerer als die von dir bevorzugten XWA sind, und ich habe nicht den Eindruck, dass der OAZ verkippt.

Sicherheitshalber könntest du die Schrauben am OAZ vor der Verwendung der neuen Okulare vorsichtig noch ein wenig anziehen.

2. Sind 100° Gesichtfeld am F4,7 überhaupt sinvoll, Stichwort Koma ?.

Ich habe keine Erfahrung hiermit, weil mein Teleskop ein Öffnungsverhältnis von f/6 hat. Wie ich gehört habe, wird Koma bei einem Öffnungsverhältnis von unter f/5 zum Thema. Wenn dein Teleskop f/4,7 hat, wäre ein Komakorrektur wie der Televue Paracorr vielleicht eine Option, wenn du auf eine bestmögliche Abbildung Wert legst. Es sollte bei der Verwendung möglichst randscharfer Okulare aber auch ohne gehen. Die XWA dürften dazuzählen.

3. Wie macht ihr das eig. mit dem Augenabstand. Ich bin Brillenträger und habe zwischen -1 bis -2 Dioptrien. Eigentlich habe ich bisher immer ohne Brille beobachtet, damit ich sehr nah mit dem Augen ans Okular komme um so richtig schön ''einzutauchen''. Allerdings habe ich denn Eindruck, dass ich mit Brille mehr details erkennen kann.

Der Einblick mit Brille ist an den XWA nicht sinnvoll, da du mit Brille aufgrund des Augenabstands nicht das gesamte Sehfeld überblicken kannst. Die Beobachtung ohne Brille führt meiner Erfahrung nach zu einem leichten Schärfeverlust - ich habe ähnliche Werte wie du. Die brillenlose Beobachtung ist bei Astigmatismus nicht empfehlenswert. Dann helfen nur Televue Dioptrx (Astigmatismus-Korrektur) für Televue-Okulare (z. B. Ethos).

Kauf dir am besten ein Brillenband. Es erleichtert den Wechsel zwischen Brille und brillenlosem Einblick beim Beobachten sehr.

Wenn ich ein Okular mit 25mm Augenabstand habe, kann ich dann trozdem noch näher mit meinem Auge ran ?

Für den komfortablen Einblick mit Brille sind 15-20 mm Augenabstand erforderlich. Mir sind keine Okulare bekannt, die 25 mm Augenabstand besitzen.

Viele Grüße

Claus
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Balub,

zu 1+2 aus eigener Erfahrung : der Standard-OAZ beim 10"-Flextube ist sehr einfach und Verkippungen sind da möglich; mit Ethos 13 mm und dem APM 20 mm 100° und erst recht mit Nagler 31 mm. Alle diese Okulare arbeiten gut an F4,7, ein stabilerer OAZ steht bei mir aber auf dem Plan. Und ja, (Ultra)weitwinkel macht Sinn und Spaß, trotzdem überlege ich immer mal wieder auf kleinere Okulare zu gehen (Gewicht, Kosten). Weiß nicht, ob ich das über mich bringe.
Rat an dich: Probiere es an deinem Teleskop aus, möglicherweise bist du gar kein Fan von Ultraweitwinkelokularen. Falls doch, kannst du dich immer noch mit einem stabilerem OAZ beschäftigen.
VG DThomas
 
Allerdings habe ich denn Eindruck, dass ich mit Brille mehr details erkennen kann.
Hallo Balub,
da es mir genauso erging, aber eine teure Gleitsichtbrille aufhabe, lies ich mir bei einem Internet-Brillengeschäft einfach eine Sportbrille mit meiner
Fernstärke machen. Hat ca. 90.- Euro gekostet. Jetzt ist es mir auch nicht zu schade, die Brille dicht ans Okular zu pressen. Da die Brille gerade Bügel
hat, kann man sie wunderbar unter die Mütze schieben und eingestellt werden muss sie auch nicht auf meine schiefen Ohren :cool:
 
Hallo Thomas,

zu 1+2 aus eigener Erfahrung : der Standard-OAZ beim 10"-Flextube ist sehr einfach und Verkippungen sind da möglich; mit Ethos 13 mm und dem APM 20 mm 100° und erst recht mit Nagler 31 mm.

Hast du wirklich Schwierigkeiten mit Verkippung? Am OAZ des 200/1200 Skywatcher Skyliner Dobson verwende ich ohne Probleme das ES 12mm LER, das laut Hersteller 2,4 Pfund - deutlich mehr als das 31er Nagler - wiegt. Schon eher kann ich mir vorstellen, dass es am Flextube aufgrund des Gewichts mit dem Schiebegestänge Probleme gibt.

Viele Grüße

Claus
 
Hi,
vielleicht sollte erstmal bestimmt werden, was überhaupt gemeint ist.
1. Das Okular ist so schwer, dass es den ganzen Auszug bzw. den Tubus respektive das Gestänge verzieht.
2. Das Okular zieht nur am beweglichen Auszugsrohr nach unten und sorgt damit dafür, dass es leicht aus der Zentrierung läuft.
Letzteres hab ich mit den schweren ES erlebt, war aber tatsächlich für die visuelle Beobachtung unrelevant, da nicht sichtbar.

Daher würde ich mir erstmal keine Gedanken machen und einfach probieren.
Gruß
Thorsten
 
Hallo,
was der der TO meint, kann ich natürlich nicht sagen.
Die großen Flextuben sind allerdings sehr solide, da reicht das Okulargewicht sicher nicht für das Verziehen des Gestänges aus.
[Bei den kleinen Zweistängern (ich hatte auch mal den 130/650) sieht das anders aus, hier sind von vorn herein nur leichte Okulare geeignet.]
Was Thorsten schreibt, passt bei mir schon eher: Es scheint mir auch am beweglichen Auszugrohr zu liegen, allerdings würde ich den mechanischen Effekt inkl. kippeln bei mir nicht als leicht bezeichnen und ich möchte es auch nicht dauerhaft haben. Visuell scheint das wenig Auswirkung zu haben, die fotografisch Tätigen sind da wohl deutlich empfindlicher.
VG, DThomas
 
Im grunde meine ich die Verkippung des rohres im OAZ. Aber scheinbar muss ich mir bei den Okularen keine gedanken drüber machen. Allerdings ist der Augenabstand das große Problem, ich habe selbs bei meinem 8mm Hyperion (20mm Augenabstand) probleme mit dem Auge nah genug ans Okular zukommen.
 
Wie gesagt, die XWA sind aufgrund des Augenabstands nicht brillentauglich.

Wenn du unbedingt mit Brille beobachten willst, empfehle ich für einen komfortablen Einblick Baader Morpheus oder Pentax XW. Letzere sind die Referenz in Bezug auf das Einblickverhalten.

Viele Grüße

Claus
 
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