Neue Skywatcher F/4 Fotonewtons mit Schrottauszug?

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Ries
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Ries

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Hallo,

diese kleine Geschichte ist vielleicht für einige (auch die Händler, die die auch verteiben) ganz interessant:

Ein Astrostammtischkollege hat sich vor kurzem einen oben genannten Fotonewton samt den Skywatcher Komakorrektor geholt. Zuhause hatte er den Baader MPCC, mit dem er zuerst vielversprechende Tests machte.

Dann wollte er den SW-Komakorrektor verwenden und staunte nicht schlecht, als sich der nicht vollständig in den Okularauszug schieben lies. Nach ein paar cm verdickt sich nämlich der Skywatcher-OAZ um einiges. So halb reingeschoben ist eine Verkippung natürlich vorprogramiert.

Ist schon interresant, wie die angeblich ach so gut optimierten und getestetten Fotonewtons wieder mal an den grundlegenden Sachen die Lust an der Astrofotografie in Frust umwandeln, wenn nicht mal Zubehör der selben Firma drann passt.

Vielleicht hat wer ähnliche Erfahrungen gemacht oder wenn sein Exemplar einen falschen OAZ drann hat, dann wären auch Rückmeldungen wünschenswert.

CS
Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,

diese fertigen Newtons aus Fernost (egal ob Foto oder nicht) sind halt immer ein Kompromiss aber ein Auszug wo der MPCC nicht reingeschoben werden kann - das ist hart.

Ich höre allerdings das erste Mal davon.

Ich werde heute bei mir (ich habe ja 8" und 10" da) Stichproben machen nicht nur mit dem MPCC sondern auch mit anderen Korrektoren - der RCC z.B. von Baader, der ist noch länger, arbeitet aber an f/4 noch besser.

Über das Ergebnis werde ich hier kurz berichten.

Viele Grüße

Wolfi
 
Hallo Wolfi,

Wolfgang schrieb, das der Skywatcher-KK nicht in den Auszug passt, nicht der MPCC.

Viele Grüße
Matthias
 
Hallo Wolfgang,

ich habe soeben die Quattro 8S und 10S, die wir reinbekommen haben überprüft und bei allen passt jede 2" Hülse die wir haben bis Anschlag rein.

Der Skywatcher Koma Korrektor passt ebenfalls bis auf Anschlag rein.

Der Baader RCC Korrektor (der bei diesen Newtons unsere Empfehlung ist) kann sogar komplett in den Auszug versenkt werden, was auch nötig ist.

Also von unserer Seite her - grünes Licht.

Wolfgang, bitte nimm Kontakt mit dem Händler auf, von dem Du den Newton hast, der soll Dir den Auszug austauschen, ev. ist das ein Fehler in einem Einzelstück. Wir haben (bin gerade noch außer Atem) unseren kompletten Lagerbestand gecheckt - alle funktionieren erstklassig.

Viele Grüße

Wolfi
 
hallo,

ich hatte das in meinem Bericht ganz am Anfang erwähnt, hatte das allerdings auch mit dem MPCC ausprobiert, was noch ging. Ivan Eder hats dann auch mit dem Paracorr getestet, das ging nicht. Wir haben dazu sofort Rückmeldung an Synta gegeben, und bekommen OAZ Rohre mit innen 2" zum Einbau nachgeliefert - wie mit allen unseren Kunden besprochen werden die dann gratis ausgetauscht.

Synta wird neue Chargen automatisch mit den erweiterten OAZ-Rohren ausliefern, Wolfi wird uns berichten ob er schon eine verbesserte Charge hat. Auch das Blendensystem im 10" wird von Synta verändert werden nach unserer Rückmeldung.

Das ist ein Fauxpax, aber wir sind froh mit Synta einen Hersteller zu haben der schnell reagiert und nachbessert wo es nötig ist.

Von wegen Zubehör derselben Firma - da kann ich einige Gschichterln erzählen, und durchaus auch von europäischen Herstellern ;-)

lg Tommy
 
Hallo Tommy,

ich habe die Quattro vor 2 Tagen bekommen, es ist offensichtlich die neue Charge denn bei jedem Quattro, den ich am Lager habe, funktioniert es.

Viele Grüße

Wolfi
 
hallo Wolfi und alle,

es freut mich dass ich was zur Qualität der Neuen Fotonewtons beitragen konnte, und jetzt alle Sternfreunde was davon haben :-)

Könntest du bitte auch im 10" nachsehen, ob Synta auch schon die neuen Blenden integriert hat, die ich nach Harrie Ruttens Vorgabe berechnet habe? Dann dürfen sie nicht alle den gleichen, sondern die oberen einen grösseren freien Durchmesser haben.

Wir erhalten die neuen OAZ Rohre in etwa zwei Wochen.

danke und lg,
Tommy

 
Hallo Tommy,

nicht ganz, die haben aber die vorderen Blenden weggelassen, was auch schon ein Schritt in die richtige Richtung ist.

Smile ... habs schon verstanden ... gut gemacht !!!!

Wolfi
 
hallo Wolfi,

die Blenden fangen sowieso erst hinterm FS an, die erste Blende sollte 470mm vom Frontende kommen und einen lichten Durchmesser von 263mm haben - das wären dann die neuen.

Die Auszugrohre wurden aber schneller ersetzt, und von Synta dann sofort nur noch solche verschifft.

lg Tommy
 
Hallo Wolfi,

das gleiche Problem mit dem Okularauszug besteht auch bei den Equinox Refraktoren. Nach wenigen Zentimetern verengt sich der Okularauszug innen und es ist nicht möglich einen Flattner (z.B. Euren TSFlat2, der ja einiges an Verlängerungshülsen braucht) weiter in den OAZ zu versenken (und damit auch verkippungssicherer zu klemmen). So schaut der ziemlich lange Anbau doch ekelhaft weit hinten raus. Mit einer schweren SBIG CCD plus Filterrad hinten dran kein besonders gutes Gefühl.
Selbst der TS 2" Adapter für den Skywatcher 0,85x Reducer geht nicht vollständig rein (fehlt ca. ein halber Zentimeter) und hängt ausgerechnet mit dieser blöden Nut (noch so ein Unding) am Ende des OAZ. Manchmal fragt man sich, ob die Konstrukteure solcher Auszüge vor der Arbeit ihr Gehirn abschalten.

Schönes Wochenende
Andreas
 
hallo Andreas,

ja, wir haben uns auch da unsere Gedanken gemacht, und einen Adapter entwickelt der den 0,85x Reducer an alle 2" Refraktorauszüge andocken lässt. Er ist kurz genug, um auch mit angeschraubten 2" Filter im OAZ nicht anzustossen und hat ganz absichtlich keine Nut:

0,85x Flatt an 2" OAZ Adapter, mit Filtergewinde

mit herzlichem Dank an Reinhard Wallner, der einen Equinox kaufte und uns solange gelöchert hat bis der Adapter fertig war ("jetzt kauf ich das teurere Gerät und der Flattener passt nicht mal dran") - was wären wir ohne unsere Kunden!

lg Tommy
 
Hallo Sternfreunde,

ist schon interessant zu hören, wie etwas als Foto-Newton verkauft wird, jedoch zuätzlich einen Komakorrektor gekauft werden muß (der müsste da eigentlich schon im Lieferumpfang sein, wenn es sich wirklich um eine Fotomaschine handeln würde)...jetzt muß auch noch der Okularauszug getauscht werden - na großartig...die Dinger scheinen ja wirklich von sehr guter Qualität zu sein... Sind diese Teleskope wirklich echte Fotonewtons?

Gruß
Torsten
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Torsten,

tja, da klaffen wieder einmal Welten zwischen Werbebotschaften und den tatsächlichen Gegebenheiten. Das ist ähnlich wie bei den Schwabbeltuben und der miesen Mechanik bei Orion Optics UK. Erst einmal pushen bis zum "geht nicht mehr" und dann nach berechtigten Kundenprotesten die Fehler beheben. Der Taler ist jedoch längst im Klingelbeutel. Verengte und nicht richtig passende Auszüge, Wabbeltuben, nachlässig gearbeitete Mechanik - das alles ist Ramschware, und so sollte man es auch bezeichnen. Da können die Händler jetzt noch so kulant sein und Nachbesserung versprechen, dass solche Dinger auf den Markt kommen, das ist der eigentliche Skandal. Wird denn nicht mehr geprüft und den Massenbastelstuben in Fernost auf die Finger geschaut?

clear skies

Ralf
 
hallo Leute,

jetzt lasst mal die Kirche im Dorf, ihr könnt euch gern eine "Fotomaschine" um den zehnfachen Preis kaufen, dann geht die Bastelei eben auf diesem Preisniveau weiter. Und der Korrektor ist ebenfalls nicht inklusive, denn erstens gibt es verschiedene zur Auswahl, und zweitens haben die Leute sowas des öfteren schon im Fundus, und wollen nicht nochmal dafür zahlen. Oder glaubt ihr, den gibts gratis als Dreingabe? Was ist denn das für ein Argument?

Es ist euch offenbar nicht aufgefallen, aber ich habe keine Jubelwerbung veranstaltet, sondern Infos auch über Schwachpunkte gegeben, wenn das nicht gewünscht wird und nur missbraucht wird um sich darüber aufzuregen, dann lass ich es in Zukunft eben bleiben.

Die allermeisten Astrofreunde die ich kenne sind sehr realistisch eingestellt, die wollen was Sache ist und wie man am besten damit umgeht. Da kann ich mit Beratung und Support gut helfen und das macht Freude. Zu unrealistischen Träumereien wie grenzenlos billig und dennoch perfekt die Welt sein sollte fällt mir leider nichts ein. Sorry.

lg Tommy
 
Hi Zusammen,

man muss leider sagen, dass erfahrene Fotografen das schon wissen und berücksichtigen. Ein Vereinskamerad hat vor gut 2 Jahren den GSO Fotonewton in 6" gekauft und am Ende doch viel mehr umgebaut, als er vor dem Kauf sowieso schon in Erwägung gezogen hat.

Im Prinzip könnte man sagen, dass man den Bastelbogen kauft, weil ein paar Teile drin sind, die man selbst nicht anders bekommt.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Tommy,

das Klappern zum Handwerk gehört ist schon OK, aber es stimmt schon, dass man einen Newton nicht einfach Fotonewton nennen kann, weil das Öffnungsverhältnis passt und ein 2" Auszug verbaut ist.

Du weißt ja selbst: Mein erster Kritikpunkt ist die Bewerbung - weil die Händlerkreise selbst nicht wissen (wollen) wofür die Geräte taugen.

Die Kritik bezüglich des Komakorrektors ist wirklich wahr: Ein Fotonewton sollte den an Bord haben. So ist ja das R200SS zu Vehrenbergs Zeiten verkauft worden: Mit Komakorrektor und T2-Anschluss. Das ist sozusagen das Minimum, was einen Fotonewton ausmacht, die Anschlussmöglichkeit für die Kamera und eben bei entsprechend schnellen Newtons der Komakorrektor.

Was der Sternfreund dann noch ggf. umbaut, ausbaut und an sonstigen Erwartungen hat, ist wirklich Extra und optional. Wer möchte kann ja den Tubus durch Pertinax ersetzen oder auch durch Carbon.

Clear Skies
Sven
 
hallo Sven,

Einspruch euer Ehren, geharnischt: Wenn ich den Komakorr zwangsweise mitverkaufe, bekomme ich von 80% der Leute eine Kopfwäsche was das jetzt soll: Denn sie wollen den Paracorr verwenden, oder den RCC, oder den MPCC den sie eh schon haben, und nicht das was der Hersteller dann eventuell dazugäbe.

Die meisten Leute die so ein Gerät kaufen, wissen was f/4 bedeutet und warum sie ausgerechnet so einen haben wollen. Visuelle Beobachter gehören in der Regel nicht dazu, sondern fast ausschliesslich Fotografen. "Wide photo reflector" haisst das Ding beim Hersteller. So what?

Wie der Vixen R200SS zu Vehrenbergs Zeiten verkauft wurde, ist doch nicht das Mass aller Dinge bittgarschön. Was ist dann mit Montierung und Kamera, die gehören dann doch auch zu einem Fotonewton. Wo zieht man die Grenze? Dass man einem Fotoeinsteiger einen Komakorrektor dazu anbietet, ist selbstverständlich Teil der Beratung.

Vor einem Jahr kam tatsächlich ein Einsteiger in den Laden, sah sich meine Astrofotos an und tat den schicksalsschweren Spruch: "Genau so was möchte ich auch fabrizieren, was brauch ich dazu?" So direkt und zielgerichtet gefragt wird selten, heute ist er nun tatsächlich so weit dass er (fast :-) bessere Fotos macht als ich.

Zur Ehrenrettung des Synta f/4 - der FS ist mit offset aufgeklebt, nicht in jedem "kompromisslosen Fotonewton" enthalten, den man heute so beworben findet. Und die Justageschrauben paarweise angeordnet, was bei f/4 die heikle Justage wesentlich erleichtert.

lg Tommy
 
Tommy

Sven hat aber dennoch recht.

Du kannst ja das gleiche Teleskop 2 x anbieten

1 x als schnellen Newton sowie er kommt

und

1 x Fotonewton, also mit standart Korrektor und dann dazu schreiben : empfohlenes Zubehör mit Paketvorschlägen.

Ich habe mir sowas beeits bei meinen kleinen Apos angefangen, dort gibt es diesen als normalen Apo OTA und dann in 2 . Variante als Foto eben incl. Flattener.

Das Problem womit der Handel kämpft ist die Vergleichbarkeit, die bei Ehrlichkeit und richtiger Information leidet.

Skywatcher bringt das Teil raus und schreibt Fotonewton obwohl es noch gar keiner ist. Jeder Händler setzt es so auf die Webseite, damit die Kundschaft die davon gehört hat und diesen nach diesem Stichwort sucht findet.

Bist du nun ein Händler der eine eigenständige richtige Beschreibung von sich gibt, findet die Kundschaft dich nicht und gerät an einen anderen Händler. Du hast damit nicht mal die Möglicjkeit per Tel. oder Email diesen Kunden richtig zu Beraten da er gar nicht erst bei dir ankommt.

Bietest du jedoch beide Varianten an , ist dein Fotonewton teurer als jener der anderen Händler mit weniger Lieferumfang.
Google oder die Preismaschienen wissen das aber nicht , sodaß der Suchende 2,3,4 Angebote sieht und erst mal die Webseite oder den Schop des günstigsten Besucht, somit bist du schon wieder im Nachteil

Also egal wie du es machst, du bist im Nachteil.

Das einzige was dir Bleibt, ist den gleichen Falschen Begriff zu nehmen den auch alle anderen Bennutzen und in der Produktbeschreibung deutlich zu erwähnen :

Dieser Fotonewton ist in seinem Lieferumfang noch kein Fotonewtn, erst wenn Sie dies und das notwendige Zubehör kaufen, haben Sie einen Fotonewton.

Hier liegt das eigentliche Problem also

a, beim Hersteller der eine Falsche Grundbeschreibung erlässt

und

b, am Internet das korrekte beschreibungen abstraft indem es die Kundschaft zu anderen schickt

Sven, auf die Produktbeschreibung des Herstellers hat kein Händler, auch die größten , keinen Einfluss

Wie stellst du dir das vor zu korregieren, ohne den Händler abzustrafen der die Beschreibung richtig stellt ?

Mach mal einen sinnvollen, wirkungsvollen Vorschlag
 
Hallo Markus, Hallo Tommy,

OK, also 1. ja, bin ich auch davon ausgegangen, dass man je nachdem mit unterschiedlichen Korrektoren und ggf. dazu passend weiteren (sinnvollen) Features kombiniert. Wer einen Paracorr will, bei dem kommt der Verdacht auf, dass einer der besseren Auszüge dran muss, ggf. mit einem Zusatzblech als Verstärkung des Tubus im OAZ-Bereich, Lüftung, usw. Zumindest die Kombi Paracorr und OAZ sehe ich als geläufig an.

Markus, das Problem mit Herstellerbeschreibungen und den Werbesprüchen sehe ich ähnlich, aber: Ich bin nicht bereit, es einfach hinzunehmen, dass es einen Zwang zu ungeschickter und falscher Bewerbung gibt.

Es ist natürlich so, dass es der Bauernfänger auch leicht hat. Ich denke man kann da nur aus Kundensicht mahnen und anprangern. Mag sein, dass Zeitungsartikel noch ihren Einfluss haben, wenn sie denn derartige Inhalte "enthalten dürfen".

Ich sehe das ganze auch bei weitem nicht als so unbeweglich, wie Du (Markus) es schilderst. Es ist zwar nicht falsch, aber beispielsweise hat sich doch das Bewerben absurder Vergrößerungen deutlich reduziert. Es ist gut, dass die absurde Vergrößerung quasi als Makel für Anbieter (und Produkte) der Ramsch-Schiene gilt.

Wie ich so gern umformuliere: "Stetes Klopfen nervt das [zensiert]!" Das ist zugleich das Rezept.

Clear Skies
Sven
 
Sven

Vergrößerungen gehören zur Beschreibung, hier bedarf es der Mühe jedes einzelnes Händlers nicht die Daten blind vom Importeuer oder Hersteller zu übernehmen da stimm ich dir voll zu. In heutiger Zeit, ändert sich aber Täglich sovieles das kaum ein Händler die Zeit hat alle Fehler zu korregieren, sonst hast du als Firma 1 Verkäufer und 10 Leute zur Korrektur und das ist nicht bezahlbar, daher wird man immer den einen oder anderen Bolzen finden, bei allen.

Hinweisse sind stets willkommen, wirklich
 
hallo,

nun, ich denke von den Spezifikationen her ist es ganz eindeutig nicht für visuellen Einsatz gedacht, im Gegensatz zu Markus' Apos die visuell eine gute Figur machen und - mit passendem Flattener - auch für Fotos sehr gut sind.

Es ist IMHO ein bisserl eine semantische Spitzfindigkeit, ausgerechnet den Korrektor als Hauptmerkmal eines Fotogerätes herzunehmen, und zu sagen der Hersteller macht eine falsche Grundbeschreibung. Die haben sehr wohl "Foto" dabei gedacht.

Mit denselbem Argument könnt ich auch sagen ohne Autoguiding oder entsprechendes System ist das kein Fotonewton, weil das braucht man um gscheite Fotos zu machen.

Zu den Beschreibungen: Jeder Händler hat die Kontrolle was er auf seine Webseite schreibt. Niemand und nichts ist vollkommen, Fauxpax passieren. Ich bin jedoch sehr glücklich, dass man in unserem shop keinen 114mm f/4 Kugelspiegel Newton mit 4mm Okular und 2x Barlow um 219.- im Angebot findet, so weit geht die Kontrolle schon, und die Ehre ;-)

lg Tommy

 
Hallo Tommy, Hallo Markus,

ich merk' schon, es zwickt. Soll es auch!

Also wir reden nicht über den gelegentlichen Unsinn der hier und da mal auftaucht, was Beschreibungen angeht. Natürlich hatte ich beim Schreiben der Zeilen auch im Kopf, dass mancher Hersteller bei großen/teuren Teleskopen vernünftige Angaben macht und nur beim Ramsch eben zur Utopie greift. Ich hätte auch ein Problem, einem Webdesigner zu erklären, welche Beschreibungen er jetzt übernehmen kann und welche nicht.

Was den Foto-Newton angeht: Doch Tommy, ich meine man sollte es an solchen Spitzfindigkeiten festmachen. Bzw. man muss eben die Geräte geschickt beschreiben. Ich finde es würde ausreichen, wenn man in der Gerätebeschreibung eindeutig drauf hinweist, dass man sich für die Langzeitbelichtung dringend einen Komakorrektor nebst T2-Adaption aussuchen muss. Es wäre meiner Meinung nach sinnvoll, dann gleich auf mehrere passende Pakete zu verweisen. Also bietet man funktionierende Kombinationen aus Komakorrektor und T2-Adaption, ggf. mit benötigten Verlängerungsstücken an. Ein Traum wären natürlich Angaben zum Backfokus je nach Korrektor, ob also mit DSLR oder mit einer astronomischen CCD-Kamera (mit deren flacherem Auflagemaß) noch z.B. ein Filterrad passt.
In dem Rahmen würde es auch Sinn machen,darauf hinzuweisen, welche Komakorrektoren (mit welchem Verlängerungsfaktor) auch visuell einsetzbar sind. So käme die Verwendbarkeit (und Vielseitigkeit) des f/4-Gerätes in der Disziplin Widefield auch zur Geltung. Auf das Thema Okularauszug habe ich ja auch schon hingewiesen.

Wenn man außerdem die Bewerbung eher auf den Preis des Pakets mit dem günstigsten Komakorrektor abstellt und den OTA-Preis dann halt in klein daneben stellt oder eine Zeile tiefer, kann man zumindest meiner Kritik an dem Begriff "Fotonewton" aus dem Weg gehen.

Eins noch: Ich mache das gar nicht an einer konkreten aktuellen Produktbeschreibung von irgendwem fest. Nur - ich würde es halt begrüßen wenn der Kunde die Sache mit dem Komakorrektor gleich um die Ohren bekäme. Bei f/5 sehe ich es noch nicht als zwingend an...

Clear Skies
Sven
 
Sven

mit den Angaben des Backfokus, BF, hast du absolut recht, hier mangelt es jeodch an Informationen seitens des Herstellers.

Wir haben für unseren neuen Reducer für die Apos alles vorbereitet, heisst für jeden Apo gibt es eine mechanische Zeichnung des Reducers mit BF angaben sowie 3 Vorschlagspakete für die Fotografie. Aber da wir den gerechnet haben und das Linsendesign haben können wir solche Angaben machen.
Das gleiche tun wir einen neuen noch verheimlichten Fotokorrektor, denn hier muss je nach Öffnung und Öffnungsverhältniss die Angabe des BF stets minimal verändert werden. Ist gar kein Problem für uns, dauert ein paar Minuten

Hast du jedoch keine Rechendaten eines Korrektors, bleibt dir nix anderes überig als rumzuprobieren, mit welchem BF passt es am besten. Und genau dieser Fall liegt bei allen günstigen Korrektoren vor.

Kannst ja mal Baader sagen, lieber Thomas, ich habe einen 250 mm F/4.3 Newton, wie ist der BF deines Comakorrektors für mein Teleskop ?

Bei Korrektoren für Refraktoren ist es viel schlimmer, denn dazu brauchst du noch das Linsendesign des Refraktors und das hat niemand, also was bleibt > probieren,

daher sind genaue Angaben für den Handel gar nicht machbar, leider

 
Hallo,

auch wenn es Off Topic ist:

Bei Korrektoren für Refraktoren ist es viel schlimmer, denn dazu brauchst du noch das Linsendesign des Refraktors und das hat niemand, also was bleibt > probieren,

daher sind genaue Angaben für den Handel gar nicht machbar, leider

Mit Verlaub aber das ist doch Sch..... Ich rate daher jedem wirklich nur solche Geräte zu kaufen für die es einen speziell gerechneten Reducer/Flattener gibt oder die bereits so konstruiert sind das sie ein ebenes Feld haben. Leider lassen sich die Kunden immer wieder vom Preis beeinflussen. Ich sage das aus schmerzlicher eigenen Erfahrung (will sagen ich war nicht besser).

Als ich mal für einen TAK FC100 einen passenden Flattener gesucht habe ist mir erstmal aufgegangen das hier wirklich die Katze im Sack verkauft wird. Keiner der Händler (und leider am wenigsten der, der das Gerät ursprünglich verkauft hat) hatte auch nur ansatzweise Ahnung von dem Thema, geschweige denn einen guten Rat. Stattdessen großzügiges Rückgaberecht, was ich dann leider auch mehrfach in Anspruch nehmen musste.

Das soll kein Händlerbashing sein, nur zum nachdenken anregen.Die Teile werden meistens ohne Beipackzettel versendet und die Händler übernehmen schlicht die Angaben des Herstellers. Das beim alten Tele Vue der Backfokus für DSLRs nicht stimmt wusste zum Beispiel einfach niemand. Dabei konnte man sich das an zehn Fingern abzählen (ja jetzt im nachhinein ist das leicht gesagt).

CS Frank
 
Ein f/4 Fotonewton braucht einen Komakorrektor

Hallo Sven,

ich bin ebenfalls deiner Ansicht.
Ein lichtstarker Newton ohne Komakorrektor ist kein Photonewton.
Er ist lediglich ein lichtstarker Newton. Sein Bildfeld weist
schon nahe der Achse so viel Koma auf daß man es an den Sternen
auf der Aufnahme sehen wird. Erst durch den Komakorrektor wird
an einem solchen Newton ein großes Feld nutzbar. Das ist nun
mal die Seite der Optik...

Dazu kommt dann noch die Seite der Mechanik.
Natürlich gehört da ein ausreichend tragfähiger Auszug dran.
Und ein Tubus der sich unter der einseitigen Last nicht verbiegt.

Dann hat man auch noch die Seite der Nachfürhung, aber das
ist ein eigenes Kapitel und muß nicht beim OTA abgehandelt werden.

Noch einmal Komakorrektor:
Zum Glück ist eine Parabel eine Parabel. Anders als beim Refraktor
kann an deshalb einen für einen 300/1200mm Newton gerechneten
Komakorrktor auch ean einem 250/1200, 200/1200 oder 150/1200mm
Newton ohne irgendwelche Probleme verwenden.

Refraktoren:
Ich erzähle schon seit langer Zeit jedem der es hören will
(und auch denen die es nicht hören wollen) daß sie einen
speziell zu ihrer Optik gerechneten Bildfeldebner brauchen.
Aber die meisten Leute wissen es besser...

Für Optimal halte ich es wenn der Photo-Refraktor gleich
mit einer werksseitig eingebauten Bildfeldebnung kommt.

Gruß, Karsten
 
Re: Ein f/4 Fotonewton braucht einen Komakorrektor

Prinzipiell gibts nichts zu widersprechen, jedoch gibt es auch Legendäre Firmen die machen was mann nicht machen soll und manchmal fukntionierst, vielleich wegen Glück ??

Ich bringe hier ein bsp

bilder.apm-telescopes.de/images/lagerliste/2310_4.jpg

TOA ist ein 3 Linser mit großem Luftspalt, ED
FS ist ein 2 Linser mit Fluorite
der Hersteller bietet hierfür den gleichen Korrektor an

Die Fa. TEC empfiehlt für Ihre Apos unter anderem den AP Korrektor an.

Für diese Möglichkeiten, die wohl durch Zufall funktionierne, müsste aber auch ein ganeuer Abstand Korrektor-CCD ermittelt werden und der Kundschaft mitgeteilt werden.

Wird bei beiden nicht getan.

Das wiederum heisst nicht nur bei den billigen Korrektoren gibt es dieses Versäumniss, sondern auch bei den teuersten
 
Hallo Markus,

Das wiederum heisst nicht nur bei den billigen Korrektoren gibt es dieses Versäumniss, sondern auch bei den teuersten

das macht es aber nicht besser oder?:-) Im Gegenteil! Zufällig passt der "billig" Skywatcher Reducer ja auch auf den kleinen TMB 80/600. Also hängt doch letztendlich das "funktionieren" der Reducer nur von der Brennweite und dem Öffnungsverhältnis ab. Dazu konnte mir aber bisher niemand, weder ein Händler noch einer der selbsternannten Optik Experten eine 100%ige Aussage liefern.

Und wenn es so ist, ist es traurig das z.Bsp. Tak solch teure Teile verkauft. Dann braucht man hier noch ne Hülse und da nen Adapter und ist mal eben 700€ los.

Very Off Topic: Aber was ist eigentlich so teuer am Petzval?

CS Frank
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Frank

nein deine Aussage ist nicht Richtig. Es gibt auch bsp wo es zufällig nicht gut funktioniert, ob das Öffnungsverhältniss und die Brennweite stimmt, aber die möglichkeit das es passen könnte ist auf jedenfall vorhanden. Dies gilt aber nur für kleinere Chips. Wenn du Richtung vollformat gehts, kommt es sofort zu deutlichen Problemen
 
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