Neueinsteiger sucht Beratung für Equipment

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Johannes2012

Neues Mitglied
Hallo,
bin neu hier im Forum. Mich haben Sterne schon immer fasziniert, habe das Thema aber immer nur am Rande mal mit aufgesogen. Jetzt hat es mich, auch aufgrund einiger Bilder im Internet gepackt.
Und ich bin mir ziemlich sicher, das ich dabei bleiben werde.

Also bin ich momentan etwas erschlagen von der Fülle der Bauarten, Größen und Modellvielfalt. Hab mich schon einbischen hier umgeschaut, und denke, das ein Reflektor genau das richtige für mich ist. Allerdings welcher?
Um es vorweg zu nehmen, DEEP SKY soll damit schon gehen. evtl. viel Später mal Fotographie, ist aber nich relevant.
Mein Budget ist auf absolut 300€ begrenzt. Gibts da im Moment was bei ebay, was ihr als gut bewerten würdet? (Bin heute haarscharf an nem Bresser VENUS vorbeigeschrappt...

viele Grüße aus dem Lichtverseuchten Hamburg!
Johannes
 
Hallo Johannes,
willkommen hier.
Das wär so ziemlich der schlechteste Einstieg gewesen, den man hätte machen können. Diese sog. katadioptrischen Newtons sind leider abbildungstechnisch nicht besonders und die Montierung ist sehr schwach.
Zu den technischen Hintergründen (katadioptrischer Newton) später mehr, wenn Du magst.

300 Taler für eine komplette Einsteigerausrüstung ist nicht viel. Mit dem Teleskop ist es ja nicht getan - dazu kommen Okulare, ein Sternatlas, ev. eine drehbare Sternkarte, eine Rotlichtlampe, ein Klappstuhl, warme Klamotten...

Ich würde daher zum Gebrauchtkauf hier im Forum raten und erstmal die Finger von ebay lassen, bis Du genau weißt, was Du da kaufst.

Die meiste DeepSky-Leistung fürs Geld bekommt man in der Tat mit einem Reflektor - konkret mit einem Dobson (Newton auf einfacher Alt/Az-Montierung aus Holz), siehe z.B. http://imageshack.us/photo/my-images/187/dscf4246nm3.jpg/

Ich schlage daher mal einen gebrauchten 150/1200er Dobson vor, mit viel Geduld/Glück ev. auch einen 200/1200er.
Dazu 3 passende Okulare und den Rest und es kann losgehen.
Damit ist man auch noch gut transportabel, Du schriebst was von lichtverseucht...

Fotografie ist übrigens ein komplett eigenes/anderes Thema und sollte dabei erstmal keine Rolle spielen.
 
Moin Johannes!

Mit Deiner strikten Budget-Begrenzung kann ich Dir nur folgende Tips geben:
- Besuche den Einsteiger-Workshop der GvA-Hamburg und laß Dich da beraten!
- Der Gebrauchtmarkt wäre schon ideal, denn für das Geld gibt es bestimmt schon einen brauchbaren 8"-Dobson, vielleicht ist sogar noch Luft für Zubehör - aber bitte: Ohne Ahnung von der Materie - Finger weg von eBay! ;)

8"-Dobsons (203/1200 mm) von Skywatcher und GSO sind eigentlich für Anfänger ideal, lassen sich noch gut transportieren und bieten das meiste Seh-Erlebnis fürs Geld. Lies mal ein bißchen quer hier im Forum, denn Anfragen wie Deine gibt's laufend. Man muß ja nun nicht ständig das Rad neu erfinden... ;)

Ansonsten helfen immer gern Angaben zum eigenen Standort, Lichtverhältnissen und Transportmöglichkeiten, um weiter einhaken zu können.
 
Zitat von Johannes2012:
Wenn schon 114 mm Öffnung (nicht mal schlecht), dann entweder als "Einsteigerstandardnewton" mit 900 mm Brennweite oder als "114/500 parabol" von Skywatcher. Letzterer ist für Anfänger aber kaum zu empfehlen, da justagekritisch und bezüglich verwendbarer Okulare sehr anspruchsvoll. Weitwinklig und leicht (Montierung!) ist das Teleskop dagegen schon.

Der 114/900er ist dagegen okular- und justageunkritisch, leicht zu bekommen, allerdings oft untermontiert.

Bei den 114/1000er Katadioptern kann man zwar Glück haben und ein Exemplar mit passendem Jones-Bird-Korrektor erwischen, der auch noch richtig, also nicht verkippt eingebaut wurde, aber wahrscheinlich ist dies leider nicht. Was mich wundert: Auf dem bei Ebay eingestellten Bild sieht man Teile, die auf eine Fangspiegelspinne hindeuten. Das ist bei Katadioptern nicht üblich. Andererseits sind 114/1000er in nicht katadioptrischer Bauweise auch nicht üblich.

Grüße

fquadrat
 
Danke schonmal für die Infos...da hab ich nochmal Glück gehabt..
Also mein Standort ist der Westen von Hamburg (rel. Lichtverseucht) Transportmöglichkeit ist ein Astra Caravan, oder am liebsten das Fahrrad demnächst mit Hänger.

Gruß, Johannes
 
Hi Johannes,

Fahrrad, Hänger, Newton? ;(

AUTSCH, oder viel Spass beim Justieren.

LG Silvio

P.s. nimm den Astra ;)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo fquadrat,

zufälligerweise habe ich mit exakt dem gleichen Teleskopversuch (!) wie dem Gerät aus der verlinkten ebay-Auktion angefangen. Das Gerät hat Fangspiegelstreben, ist aber dennoch ein Katadiopter: Es hat eine Korrekturlinse im Okular, die jedoch für heftige Geisterbilder sorgte: Rund um Jupiter waren stets ca. fünf Geisterbilder sichtbar!

Bei mir war das Bild bis ca. 50-fach gut 8und scharf, darüber wurde es eher mau.

CS und VG Christian
 
Ja Christian,

zu deiner Zeit :gutefrage: , also vor hundert Jahren :biggrin:

ne Spass :knuddel:

Als ich meinen Wiedereinstieg wagte sah ich allein durch die Beschreibung das dies nicht taugen kann und es nicht mein Einstiegsgerät sein kann.
Und heute sind bessere Geräte für sehr viel weniger Geld zu haben. Da sollten die Hersteller solcher Teleskope sich mal an der Nase fassen und diesen "Mist" in die Tonne kicken.
Ein Dobson ist einfach schick :super:

Lg und cs und vergebe mir meinen Anfangsspruch ;)

Silvio
 
Hallo Silvio,

kein Problem, ich weiss ja, wie es gemeint ist. ;)

Das Gerät bekam ich 1996 als gebrauchtes ins Haus, es war eine Austauschleistung des Herstellers, da das Teleskop, das ich nach kurzer Zeit im Gebrauch zur Reparatur sandte, nicht mehr lieferbar war. Damals als blutiger Anfänger und noch ohne Internet wusste ich natürlich nichts vom Cat-Newton-Problem.

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn es wirklich mit dem Fahrrad transportiert werden soll, dann scheidet ein größerer Dobson aus. Das ist aber da Universal-Einsteigergerät, was damit in die Kollekte fällt. Ich sehe drei Wege:
- Fahrt ins Dunkle eher selten (aber möglich), öfter Mond/Planetenbeobachtung aus der Stadt: Ein 4-5-Zoll Maksutov. Du opferst vor allem das große Bildfeld, welches bei ausgedehnten Nebelobjekten vorteilhaft ist
- Deep Sky steht deutlich im Vordergrund. Ein Kometensucher, also ein kurzbrennweitiger 10-12-cm Refraktor. Du opferst Bildschärfe an Mond und Planeten, welches nur z.Z. durch Einsatz von Farbfiltern ausgeglichen werden kann
- "Ich will aber alles!": Zum Jahr der Astronomie wurde ein kleiner 13-cm-Dobson entworfen, dessen Tubus sich zusammenschieben lässt. Wenn man die Rockerbox zerlegt, auf jeden Fall Fahrad- wenn nicht gar rucksacktauglich. Probleme: Möglicherweise muss man etwas basteln, um die optimale optische Leistung herauszuholen. Es sind aufwendigere Okulare zur Planetenbeobachtung nötig.
 
Zitat von Johannes2012:
Hallo,
Bin heute haarscharf an nem Bresser VENUS vorbeigeschrappt...
Hallo Johannes,
ich habe mit einem Bresser Venus angefangen. Es ist nicht gerade zu empfehlen, da das Stativ sehr wackelig ist. Kein Vergleich mit meinem Celestron Stativ (nur ein "paar" Kilo schwerer). Fokussieren ist somit unmöglich und die mitgelieferten Okulare sind miserabel. Das 4mm wird gar nicht erst scharf, durch das 12,5mm sieht man nichts und das 20mm ist am Rand unscharf. Durch den Leuchtpunktsucher sieht man absolut gar nichts(dunkelt zu stark ab). Investiere lieber in einen gebrauchten Dobson, an dem wirst du mehr Freude haben.

Grüße Timo
 
Hallo Johannes,
eins vorweg: die Bilder die du im Netz gesehen hast, sind durch Fotografie entstanden. Dies ist ein sehr großer unterschied zu visueller Beobachtung. Last dich ja nicht täuschen.
Wenn aber trotzdem ,dann erst mal ein 6 oder 8 Zoll Newton auf der Holzbox.( wie Ralf schon geschrieben hat).
CS Mirko
 
Hallo Timo,

also ich hab auch mit nem 76/700 Bresser-Newton angefangen und damit schöne Beobachtungen gehabt. Auch das Stativ war bauchbar. Sogar mit dem 4mm Okular war das Bild bei 175x gut (bei Planeten).
Wieso hast du durch das 12,5mm Okular nichts gesehen?

Gruß,
Stefan
 
Hallo Leutz,
es wird bei mir etwas konkreter. Also Astrofotogrqafie wäre schon interessant, aber da mein budget beschränkt ist...- jetzt aber etwa schon 500,-€. ("Ich-will-alles"-Vorgabe)

Als da hab ich im Auge:

- Celestron Parabol Newton 150/750mm auf parallaktischer Montierung OMNI CG4 für 325,-€

- was haltet ihr von diesem Okularsetkoffer mit Filtern?hier

Oder Dobsons:

- 8" Skywatcher Skyliner-200P klassischer Dobson - Öffnung 200mm / Brennweite 1200mm / f/6

- 8" GSO Dobson GSD 200C (oder vielleicht Deluxe)

- 10" GSO Dobson GSD 250C - Öffnung 250mm / Brennweite 1250mm

- 10" Skywatcher Skyliner FlexTube Dobson - Öffnung 254mm / Brennweite 1200mm für ca. 500,-€

Was ist besser? GSO oder Skywatcher? wie siehts mit euren Empfehlungen für Okulare dafür aus? Wie gesagt, Obergrenze 500€, wenns aber unbedingt empfohlen wird, spar ich noch.


Gruß, Johannes
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Johannes,

ich bin seit kurzem selber erst stolzer Besitzer eines GSO 8" Dobson Deluxe und SEHR zufrieden damit.

Bei den Okularen kann man sich auch ein individuelles Komplettangebot, mit den eigenen Wünschen anstatt des "Beipacks" geben lassen.
Ich habe z.B. ein Telrad Finder anstatt des 8x50 Sucher genommen und ein TSWA 32 und ein TSWA 20 Okular anstatt den Standards. Zusätzlich noch ein 2" Pol-Filter für Mondbeobachtungen.

Bei *entfernt* dann noch ein Planetary Zoom 8-3,8mm.

Ich nutze aber nur visuell ohne Fotografie...
500 Euro reichen dann allerdings für alles zusammen noch nicht ganz, sebst wenn Du statt des *entfernt* Set ein 8er Planetary in Festbrennweite nimmst...

Gruß,
Sascha
 
Hallo Johannes,

Zitat von Johannes2012:
- Celestron Parabol Newton 150/750mm auf parallaktischer Montierung OMNI CG4 für 325,-€

Bei Komplettangeboten würde ich getrennt nach Tubus (OTA) und Montierung recherchieren (zumindest mache ich es so). Dann kannst Du vergleichen, was die Montierung tragen soll und wie schwer der Tubus ist.
Montierung
Tubus

So wie ich das sehe, trägt eine Omni CG-4 wohl ähnlich viel wie eine NEQ-3.

Hier eine Seite über Tubus/Montierung-Kombinationen:
Kombi

Davon abgesehen würde ich das Geld lieber in einen Dobson investieren, wenn Du nur beobachten willst.

Zitat von Johannes2012:
wie siehts mit euren Empfehlungen für Okulare dafür aus?

Ich habe einen 200/1200er Dobson und hatte mich wegen der Okulare an den Empfehlungen von Sven Wienstein orientiert.
Okulare für Dobson 200/1200


Gruß

Ronald
 
Hi,
Danke für die Antworten.
Hab grad mal bischen gelesen- bin grad noch völlig überfordert... Das SEBEN zoom plössl, wär dat wat?

Gruß, Johannes
 
Hallo Johannes,

ein Ärgerniss hast du bei den meisten Zoomokularen.
Nehmen wir ein typisches 8-24mm Zoom-Okular egal welcher Marke.
Meistens hast du bei 8mm ein Sehfeld von bis zu 70°, gehst du dann in den Bereich der schön für Übersichtsbeobachtungen geeignet wäre, sprich gegen 24mm, so hast du ein Blickfeld von unter 50°. Ein Goldstück gab es auf dem Markt, das waren die Speers Waller Zooms. bei denen blieb das Blickfeld gleich.
Leider gibt es diese Zoomokulare nicht mehr.
Ich halte da einzelne passende Okulare für ein Teleskop sinnvoller als ein schlechtes Zoomokular für die gesammte Bandbreite nur weil es billig sein muss.
Man kauft diese nach und nach, je nachdem was und wie man Objekte betrachten will.

LG und CS

Silvio
 
Hi,
mal vom Okular abgesehen- wer macht (neben Orion) die Besten Optiken in welcher Reihenfolge?

Orion-GSO-Skywatcher? Frag nur, weil GSO so gepriesen wird.

Gruß, Johannes
 
Hallo Johannes,
kann man so nicht festlegen.
Bei allen gibts die Chance auf eine Niete - das muss man dann echt am Einzelexemplar austesten.
 
So, Paket ist angekommen...:

8" GSO GSD680, 2" Okular 35mm, Super plössl 9,6,4mm, Justierlaser, Mondfilter, 35mm distanzhalter alles zusammen von TS Nov.2011 für 251,-€ bei ebay... :-) :-) :-)

Gruß, Johannes
 
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