Neuer OAZ

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Schedar

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Hmmm, ich kannte das Prinzip bis eben nicht.

Würde mich interessieren wie die Seite gegenüber die Schiene gelagert ist. Was da für Bauteile verwendet werden um den Druck aufzunehmen.

So ganz habe ich es moch nicht durchschaut. Die Argumentation hört sich jedenfalls schlüssig an. Dennoch sehe ich nicht den Unterschied zu einer verstärkten Lauffläche. Ausser die seitliche Fixierung. Aber irgendwie muss ja auch verhindert werden, dass das Rohr gegenüber andrückt.

Muss mal die Tage Google befragen, ob dies wirklich das neue revolutionäre Crayford Prinzip ist. Wäre ja der Hammer wenn ein 189 Euro Gerät mit den Feather Touchs Ligen mithalten könnte.

Ich hoffe ich finde mehr Infos zu diesem Konstruktionsprinzip. Würde gerne mal einen zerlegt sehen.

Edit nach googlen:

Kann es sein, dass dieses Prinzip den Reverse Crayfords ähnlich ist?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Christoph,

das hängt dann frei Im OAZ und wird wenn überhaupt, nur mit ganz kleinen Kugellagern oder Kunstoffstifften geführt, die fasst nichts mehr tragen müssen.
-->\_Auszugsrohr_/
so-----o)___(o <Tragschiene mit seitlichen Lagern - Kugeln
()=====(===)====() < Antriebswelle

Wo dabei noch Nachteile sind, wird sich in der Praxis noch zeigen.

Gruß Günter
 
Danke für die Skizze.
Es ist schon recht aufschlussreich. Aber der eigentlich interssante Teil ist ja genau gegenüber. Wodurch würd verhindert, dass das Auszugsrohr nicht auf der gleichen länge oben schleift.

Ich finde das Konzept schon interessant, aber für mich hat es dennoch Ähnlichkeit zu den Reverse Crayfords von JMI. Und diese liegen halt zwischen Plastik und normalen Crayford.

Hätte einfach Angst hier die Katze im Sack zu kaufen.
Hoffe dass ich irgendwann man die Gelegenheit habe so ein Teil in die Hand zu nehmen.
Muss mal bei Markus Ludes anrufen, ob der sowas vorrätig hat. Der ist bei mir in der Nähe.

 
Hallo Christoph,

Aber der eigentlich interssante Teil ist ja genau gegenüber. Wodurch würd verhindert, dass das Auszugsrohr nicht auf der gleichen länge oben schleift.

Nein! Drehe in Gedanken den ganzen OAZ nach Oben, dann hängt das Auszugsrohr wie eine Schwebebahn an der Tragschiene.
Es braucht keine Abstützung! Siehe Skizze, die ( o )´s in der Tragschiene tragen alles (Linearführung).
Nur bei wie viel Gewicht versagt das Ganze und driftet je nach Verschleiß wie entlang einer Bohne in der winzigen Führung.
Erst einmal ist sowas billiger herzustellen als richtige Crayford Auszüge, wenn Die aber richtig ausgeführt würden haben die halt ihren Preis,, also sinnt man nach einfacheren Lösungen.

Es gibt ja aber 2 oder auch fasst 4 Hersteller, die gute Stahlführungen haben und Jahrzehnte lang halten, wie kommt man jetzt an deren Marktanteile, das ist die Frage?


Gruß Günter


 
Hallo Günter,

in der Beschreibung von TS heißt es aber:

(Zitat) Die einzige Aufgabe dieser Lager ist die seitliche Zentrierung und Führung, sie müssen keine Belastung mehr aufnehmen (Zitat Ende)

Wenn das stimmt, wer nimmt dann die Anpresskraft der Antriebswelle auf? Laut Beschreibung sind es nicht die Kugeln seitlich der Schiene. Kannst Du Dir das erklären?

Gruß

Kurt
 
Hallo Kurt,

bau ihn auseinander, wenn Du dort Kugellager findest, anstatt nur 5-7 Kugeln je 2,5-3,5 mm(die Menge hängt von der Größe ab) die rechts und links in einer Kerbe laufen, hast Du recht!
Wenn dort Kugellager wären vielleicht 3-4mm groß, wie groß wären darin die Kugeln und wie stark deren Achsen, die alles tragen müssten?

Ein Refraktorauszug mit längerem Fokussierweg wird es mit diesen Führungsdimensionen garnicht geben, dafür wird der Hebel zu groß.


Gruß Günter
 
Hallo Günter,

offensichtlich habe ich mich mißverständlich ausgedrückt. Von Kugellagern spricht hier niemand. Es geht wohl um Linearlager. Wenn ich den OAZ hätte und nachschauen würde, fände ich sicherlich mehrere Kugeln, die rechts und links der Schiene in deren Längsnuten laufen. Wenn diese aber, wie in der Beschreibung angegeben, nur der seitlichen Zentrierung dienen und sonst keine Belastung aufnehmen müssen, dann frage ich mich immer noch, welches Element die Anpresskraft der Antriebswelle aufnimmt.

Gruß

Kurt
 
Hallo Kurt,

a) Userträume aus der Werbung:
Zitat> So arbeitet der TS Monorail Auszug:

Die Funktion der Kugellager übernimmt eine massive Edelstahlschiene, die fix mit dem Auszugsrohr verbunden ist. Da kann sich nichts mehr verwinden. Die seitliche Führung der Schiene übernehmen Kugellager. Die einzige Aufgabe dieser Lager ist die seitliche Zentrierung und Führung, sie müssen keine Belastung mehr aufnehmen - siehe Abbildung links oben.

Dabei erfolgt die Führung und Zentrierung der Edelstahlschiene auf einer Länge von ca. 40mm gleichmäßig. Das verhindert auch ein Verkanten des Auszugsrohres. <Zitat
b) Alles tragen die Kugeln in der Nut.
Wir Beide haben kein Missverständnis bei der Funktionsweise, Die Werbung aber schon, vergleiche Text mit der Abbildung links oben!

Gruß Günter
 
Hallo Harrie,

da es die Ältere Definition ist, ein rundes Lager > Kugellager zu nennen, müsste der Werbetexter für die richtige unmissverständliche Bezeichnung sorgen, wenn Er sie dann verstanden hätte. ;)

Gruß Günter

 
Hallo,
dann ist dieser Monorail eher mit einem Zahn-Trieb-OAZ zu vergleichen?Da wird allerdings die Kraft durch das Anpressen der Fokussierwelle durch Gleitlager aufgenommen.
Also das OAZ-Innenrohr wird an das äußere Rohr gedrückt,und gleitet dann an diesem entlang.
Das,gute Fertigung vorrausgesetzt,ist sicher langlebiger als ein paar kleine Kugeln...und funktioniert auch bei langen Refraktorauszügen.

Grüße Rainer
 
Hallo,

jetzt frag ich mich, warum man nicht gleich wieder die bewährten Zahn-Trieb-OAZ verwendet.

Da braucht man auch keine so hohen Anpreßdrücke, wie sie bei den Crayfords notwendig sind.

Grüße aus Graz,

Johann
 
Hallo Reiner,

nein! Mono-rail hat nur eine Trag,- und Führungsstelle.
so wie hier http://images.mercateo.com/images/products/Maedler/gr_auszugschienen-0201.gif die Kugeln werden durch einen gelochtes Teflonstreifen auf auf Abstand gehalten so wie TS schreibt auf 40mm und gleiten hin und her, wie bei der Auszugsschienen in dem Link und nicht Umlaufend wie in einer "Stadionrunde" wie bei den Linear-Kugellager
http://www.schaeffler.com/remotemed...linear_ball_bearings/202007_aaa_rgb_COL_2.jpg das gibt es auch in Flacher Ausführung http://images.mercateo.com/images/products/RS_Components/gr_r311174_01.jpg
Sie laufen mit minimalstem Spiel.
Nur Starlight verwendet ein sehr stabiles überdimensioniertes Laurollen - System bei seinen Newton Auszügen.

Sonst ist nur mit dem Crayford Prinzip, dass Spiel durch den Anpressdruck aus allen Lagern gegen Null zu drücken, was den dafür bemessenen Rund-Kugellagern bei den zum Betrieb benötigten Drehbewegungen nichts anhaben kann. Damit das aber auch so wie gewollt funktioniert, muss alles auf ausreichend dimensionierten gehärteten Bahnen laufen um lange zu halten.
Andere Ausführungen laufen an den Laufbahnen der Kugellager zu schnell ein und greifen an den Endanschlägen der Antriebswelle nicht mehr und rutschen immer mehr durch.

Hallo Johann, Zahntriebe brauchen sehr wohl einen gewissen Anpressdruck um Spielfrei zu sein z.B. mit Filz,- und Teflonstreifen oder auch Kuststoffstopfen/Schrauben waren dort im Einsatz, nur waren früher und bei den Einsteigergeräten selten bei jedem so hohen Gewichte im OAZ zu bewegen.

Gruß Günter
 
Hallo Günter,

also jetzt mal in hochdeutsch für jemanden der sich mit diesen
OAZ nicht auskennt :D Taugt dieses Prinzip oder sollte man
lieber, als Interessent an einem Teleskop an welchem ein
Monorail von Haus aus geliefert wird, lieber gleich einen
hochwertigen Crayford (Baader, Starlight?) ordern?

CS,
Peter
 
Halllo Günter,
Danke für die Bilder :)
Ich fürchte fast genau da liegt der wunde Punkt bei den günstigen Teilen...jedefalls wenn der OAZ Kamera/OAG/Korrektor und eine Guidecam sicher Tragen soll ;)
Käme natürlich auf einen Versuch an.Schade,daß der so hochbauend ist...wäre vielleicht ein guter Vergleichskandidat zu einem Moonlite gewesen.

Grüße Rainer
 
Hallo Reiner,

vielleicht könnte der Lieferant ja mal die von Peter genannten OAZ Modelle mal an die Tester in den Foren schicken, Die könnten dann mit einem Justierlaser auf einer langen Distanz, diese Test mit schwerer Beladung vornehmen und die Abweichungen auf einer Zielscheibe in Fotos festhalten.

Es ist nicht einzusehen, warum der von dieser Werbung geblendete Käufer, zahlend die Tests für die Händler leisten soll, die behauten was technisch Unsinn ist.

Gruß Günter
 
Ich habe mir jedenfalls jetzt den Baader Steeltrack für Crayfords gegönnt. Das ist schon ein recht robustes Teil.
Hoffe es war die richtige Entscheidung. Aber leider seit 4 Wochen kein wolkenfreier Himmel.
 
Hallo Christoph,

das erste was mein 3" Baader Steeltrack gemacht hat is, dass sich ein Kugellager ins Nirvana verabschiedet hat. Das zweite war dann dass der Federring in der 1:10 Untersetzung gerissen ist und wir das ganze Ding auseinandernehmen mussten weil sich garnix mehr bewegen lies. Dieser Auszug verbaut wirklich billigste Materialien dass der Kaufpreis schon fast eine Frechheit wär wenn ich ihn net schon mit dem Gerät mitgeliefert bekommen hätte. Von der Gewichtsangabe stimmen ca. 3kg, die kann er senkrecht verstellen, bei mehr ist aber Schluss (meine CCD wiegt 1,8kg, das geht sicher).

Ohne die Hilfe von Johann_M hätte ich das wahrscheinlich garnet hinbekommen, danke hier nochmal an ihn!


Viele Grüße

Daniel
 
Ich werde gespannt sein.
Es gibt ja Garantie. Er sieht jedenfalls robust aus. Wie gesagt, die Erfahrung muss erst kommen...
Wenn er nicht hält was er verspricht muss ich reklamieren.
 
Hallo Daniel,

Ich habe ebenfalls einen 3" Steeltrack, ohne Umbau hatte ich hier eine ordentliche Verkippung. Habe allerdings auch eine STL dran hängen. Das Auszugsrohr wurde gekürzt und die Kugellager habe ich durch Teflongleitbahnen ersetzt. Nun geht es einigermaßen da die Auflage nun viel breiter ist.
Grundsätzlich sind es aber keine schlechten Auszüge.
An meinem Eigenbaurefraktor habe ich einen 3" Auszug von Starlight. Hier kann der Steeltrack natürlich nicht annähernd mithalten.
Optisch und vorallem technisch. Kostet zwar doppelt so viel, ist aber auch doppelt so gut.
Ist halt wie überall, "You get what you pay for".

clear skies
Michael

 
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