Neues APM 6" Maksutov Cassegrain Bino

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Re: 8" ist doch besser - nicht für Deep Sky

Hallo nochmal!


Welchen Verlängerungsfaktor?

Das 8" hat Hauptspiegelfokussierung.
Da brauchst Du keinen Glaswegkorrektor, der die Brennweite verlängert.

Es bleibt also bei den 2000mm Brennweite.

Den Glaswegkorrektor sollte man beim 8" eh nur bei hohen Vergrößerungen einsetzen, und dann sind die 4000mm Brennweite sogar schon wieder ein Vorteil !


Wie Du es auch drehst und wendest, der 8" ist -für astronomische Beobachtungen- das bessere Gerät.
Wieso meinst Du eigentlich, dass es das 6" Doppelmak nicht mit 90° Einblick gibt?
Vielleicht wissen die Konstrukteure ja, dass so ein Gerät sinnvollerweise nur für Landbeobachtung eingesetzt werden sollte. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Es wäre natürlich etwas anderes, wenn das 6" Doppelmak wesentlich billiger wäre als das 8" Mak mit Binoansatz.
Das lässt sich aber wohl nicht realisieren, weil der Aufwand für das Doppelmak einfach zu gross ist.



Gruß Harald
 
Ein paar Fragen

Hallo Harald,

da habe ich doch mal ein paar Fragen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />:

> Es bleibt also bei den 2000mm Brennweite.

Woher nimmst Du eigentlich die Gewissheit, daß am 8" Mak mit Binoansatz die Brennweite 2000mm beträgt? Den optischen Weg des Binoansatzes kannst Du per Hauptspiegelfokussierung bestimmt locker ausgleichen, nur verändert sich damit der Abstand HS-FS und so auch die Effektivbrennweite des Systems. Also, woher weisst Du, daß Du mit Bino 2000mm Brennweite hast?

> Vielleicht wissen die Konstrukteure ja, dass so ein Gerät sinnvollerweise nur für Landbeobachtung eingesetzt werden sollte.

Wieso? Meinst Du, so ein Doppelmak wird in erster Linie für Naturbobachter entwickelt? Wozu? Der normale Ornithologe hängt sich das Teil bestimmt nicht um den Hals, ein Jäger oder Förster wohl auch nicht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />. Als Aussichtsspektiv mit fester Aufstellung könnte ich mir das Teil in Geradsichtausführung vorstellen. Wann kann man denn am Tag wirklich hohe Vergrößerungen nutzen, so daß man den Doppelmak auch ausreizen kann? Hast Du Dich schon mal gefragt, warum Spektivhersteller in der Regel bei 60-fach in ihrer Okularpalette Schluß machen? Mehr kann man nur in Ausnahmefällen nutzen, selbst 60-fach ist meist zu viel.

Ich glaube daher weniger, daß man bei der Konstruktion des Doppelmak zuerst an "Landbeobachtung" gedacht hat. Die Zusammenarbeit mit APM legt den Verdacht nahe, daß ein Einsatz für astronomische Beobachtungen nicht abwegig ist. Allerdings dürfte die Geradsichtvariante nicht gerade das Optimum sein. Aber an einen Winkeleinblick war ja gedacht ...

Für den echten Binofreak ist natürlich der Doppelmak die erste Wahl. Ist doch klar <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> ...

Frank.
 
Re: Ein paar Fragen

Hallo Frank!


Woher nimmst Du eigentlich die Gewissheit, daß am 8" Mak mit Binoansatz die Brennweite 2000mm beträgt?
Weil der Baader Binoansatz millimetergenau parfokal mit einem 2" Televue Everbright Zenitspiegel ist!
Wenn die Brennweite mit ZS also 2000mm beträgt, dann beträgt sich mit Baader Binoansatz (ohne GWK) auch 2000mm.


Wann kann man denn am Tag wirklich hohe Vergrößerungen nutzen, so daß man den Doppelmak auch ausreizen kann?
Also ich kann tagsüber mein Mak mit Binoansatz praktisch immer bis 150x sinnvoll nutzen.
Das Bild ist im Bino ja ruhiger als monokular.
Das Doppelmak mit 1500mm Brennweite und 25mm Okus hat gerade mal 60x. Das ist selbst bei Sonnenschein und weite Entfernung nicht zuviel. Bei Bedarf kann dann weiter vergrößert werden.


Die Zusammenarbeit mit APM legt den Verdacht nahe, daß ein Einsatz für astronomische Beobachtungen nicht abwegig ist.
MLudes ist ein Händler. Er verkauft alles, wofür sich Käufer finden.


Aber an einen Winkeleinblick war ja gedacht ...
Naja, 45°. Warum nicht 90° ??????? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />


Für den echten Binofreak ist natürlich der Doppelmak die erste Wahl. Ist doch klar
Das Doppelmak ist ja nicht schlecht, es ist wahrscheinlich eine tolle Sache.
Es ist nur für die erbrachte Leistung viel zu teuer!
Es muss deutlich billiger sein als ein gleich gutes 8" Mak mit Binoansatz.
Wer sich das Doppelmak kauft, kann damit sicher tolle Beobachtungen machen.
Ich behaupte aber, dass er für das gleiche Geld mit dem 8" und Binoansatz noch viel tollere Beobachtungen hätte machen können.


Gruß Harald
 
Re: Ein paar Fragen

> Wenn die Brennweite mit ZS also 2000mm beträgt, dann beträgt sich mit Baader Binoansatz (ohne GWK) auch 2000mm.

Also ist der 8" Mak so konstruiert, daß mit einem 2" Zenitspiegel die Brennweite bei 2000mm liegt? So richtig klar ist das laut Herstellerangaben nämlich nicht. In der Regel geben die eine Brennweite an, ohne zu sagen, für welche Konfiguration das gilt. Kamera im Fokus oder Okular mit Zenitspiegel? Das Problem kennen wird doch von der Russentonne. Nominell sind's 1000mm, mit Adapter und Zenitspiegel kommen schnell mal 20% dazu.

Hast Du die 2000mm mit Deinem Zenitspiegel selbst gemessen? Dann wäre alles klar.

> Also ich kann tagsüber mein Mak mit Binoansatz praktisch immer bis 150x sinnvoll nutzen.

Dann hast Du immer ruhige Luft und man kann Dir dazu nur gratulieren! Wenn ich mit meinem Spektiv (schlappe 76mm Öffnung) unterwegs bin, dann habe ich mitunter schon bei 40-fach keine Chance auf ein annehmbares Bild. Bei mir in der Gegend ist es nämlich so, daß durch aufsteigende Warmluft (besonders bei Sonnenschein im Sommer) das Seeing eher bescheiden ist. Da ist mitunter schon bei 30-fach Feierabend. Oder liegt das vielleicht daran, daß ich tagsüber nicht nach oben gucke sondern vorwiegend Objekte in Horizontnähe betrachte? Bei uns fliegen die Rehe immer so tief <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ... Oder wir haben unterschiedliche Vorstellungen, was "sinnvoll nutzen" bedeutet. Das wäre ja kein Problem und jeder hat am Ende recht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ...

> MLudes ist ein Händler. Er verkauft alles, wofür sich Käufer finden.

Das ist ja nun nichts APM spezifisches, das gilt nach meinem Kenntnisstand für nahezu alle Astrohändler <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />.

> Naja, 45°. Warum nicht 90° ???????

Die Frage kannst Du praktisch jedem Hersteller von Spektiven und Big-Binokularen stellen. Mal abgesehen vom 100-er Miyauchi und Borg, wer bietet noch Doppelröhren mit 90 Grad an? Da ist die 45 Grad und Geradsicht-Fraktion noch immer deutlich in der Überzahl. Ist ja auch klar, der Markt wird deutlich breiter, wenn man nicht nur auf Sterngucker sondern auch auf Naturliebhaber im allgemeinen als Käuferschicht schielt.

> Ich behaupte aber, dass er für das gleiche Geld mit dem 8" und Binoansatz noch viel tollere Beobachtungen hätte machen können.

Na ja, behaupten kann ich auch viel, wenn der Tag lang ist ... Für mich zählt nur der persönliche Eindruck beim Durchgucken. Und da bin ich schon immer ein Fan der echten Doppelröhren gewesen. Daher wird der nächste Großeinkauf auch ein Exemplar dieser Gattung beinhalten. Nur braucht das noch viel Zeit, denn ein Vixen 125mm Bino ist nicht zum Schnäppchenpreis zu haben und den Miyauchi Nachbauten traue ich noch nicht so recht über den Weg ...

Ob nun echte 2 x 6" oder 1 x 8" mit Binoersatz <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />, darüber hat bestimmt jeder eine andere Meinung. Darüber zu streiten ist nun wirklich Blödsinn. Mit beiden kann man was sinnvolles anfangen und Spaß macht's sicher auch.

Frank.
 
Re: Ein paar Fragen

Hallo Frank!


Wie ruhig das Bild ist, hängt ja auch davon ab, wie weit man mit dem Gerät beobachtet.
Ich beobachte meist nicht weiter als ca 500m, 200-300m beobachte ich am meisten.

Auf diese Entfernung sind dann 150x mit Binoansatz kein Problem. Das Bild ist dann so scharf und deutlich wie bei allerbestem Seeing. Es wabert dann womöglich etwas, es ist aber superscharf.

Nur gestern mußte ich auf 60x runter. Es war mittagszeit bei 30°C im Schatten und ich hatte ein Hausdach beobachtet, auf das die Sonne schien. Da wären evtl sogar nur 40x angebracht gewesen.
Aber das ist wohl die extreme Ausnahmesituation.

Monokular kann ich auch nicht so hoch vergrößern.
Mit Binoansatz ist das aber möglich, die Luftverwaberungen stören dann nicht so sehr.


Gruß Harald
 
Re: Ein paar Fragen

Hallo Harald,

> Das Bild ist dann so scharf und deutlich wie bei allerbestem Seeing. Es wabert dann womöglich etwas, es ist aber superscharf.

Sagte ich doch! "Sinnvoll nutzen" kann man wahrscheinlich genauso unterschiedlich definieren, wie "scharf", "kontrastreich", "hohe Transmission" u.s.w. ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Wenn ich meine tieffliegenden Rehe beobachte und es wabert womöglich, dann ist's mit der Schärfe und der Erkennbarkeit von Details nicht immer zum besten bestellt. Zudem ist 150-fach dann wirklich zuviel des guten. Ich stelle mir gerade unseren Jäger vor, wenn er mit 150-fach aus seinem Versteck das liebe Vieh im Wald anvisiert und am Ende den betrunken aus der Kneipe kommenden Nachbarn abschiesst, weil er nur die Augen gesehen hat <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ... Ein Glück, daß die Spektiv-Hersteller meist bei 60-fach aufhören, Okulare zu bauen! Bei Zeiss wird man schon wissen, warum man die Diascope Spektive nicht mit so hoher Vergrößerung anbietet <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ...

Frank.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Ein paar Fragen

Dabei sollte man aber dann auch bemerken, dass Spektive selten mit 150mm Öffnung gebaut werden.

Mein Mak hat 150mmm Öffnung.

Es ist so, dass ich mit 150x Vergrößerung mehr Details sehe als mit 50x.
Fliegen sind haarfein "aufgelöst", die Beine und Flügel sind kristallklar und detailliert zu sehen. Mücken sind im Fluge klar erkennbar. Spinnenfäden sind deutlich und ohne Doppelbilder zu sehen. Reflektionen auf einer Kugel erzeugen saubere Beugungsbilder. Kleinste Löcher in Blättern sind scharf zu erkennen.

Wenn Du das nicht so siehst, dann solltest Du Dir vielleicht anderes Gerät zulegen.
Es kann natürlich auch sein, dass die Beobachtungsbedingungen bei Dir tatsächlich schlechter sind (Dunst etc).

Benutzt Du Dein Spektiv mit Binoansatz?
Wie groß ist die Öffnung Deines Spektives?
Hat es einen Farbfehler?

Das alles kann die Maximalvergrößerung entscheidend beeinflussen. Aber das weisst Du ja selber.


Gruß Harald
 
Re: Ein paar Fragen

Hallo Harald,

also Mücken im Flug (bei 150-fach?) muß ich unbedingt mal probieren, da fehlt mir echt die Erfahrung ... Ansonsten gehe ich mit dem Spektiv nicht höher als 60-fach. Weniger kann manchmal auch mehr sein und das ist bei mir meist 40-fach. Am Dunst liegt es nicht, es ist einfach die Luftunruhe in bodennahen Schichten. Auf ein paar 100 Meter Entfernung ist mit 60-fach nicht mehr allzuviel los.

> Benutzt Du Dein Spektiv mit Binoansatz?
> Wie groß ist die Öffnung Deines Spektives?
> Hat es einen Farbfehler?

Ist ein TV76, da stört am Tag bestimmt kein Farbfehler. Und beobachten tue ich monokular.

Aber wie gesagt, jeder sieht das anders und wo der eine halt 150-fach vergrößert da tut's der nächste mit 50-fach.

Was ist nun eigentlich mit der Brennweite von 2000mm? Auf meine Frage:

> Hast Du die 2000mm mit Deinem Zenitspiegel selbst gemessen? Dann wäre alles klar.

kam keine Antwort <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> ...

Frank.
 
Re: Ein paar Fragen

Ne, vermessen habe ich das nicht.

Ich gehe davon aus, dass sich die Brennweitenangabe auf den zu 99% genutzten Anwendungszweck bezieht und das ist nunmal ein 2" ZS.

Ob das nun 10% mehr oder weniger sind ändert an den grundsätzlichen Sachverhalten auch nichts.


Wenn Du ein 76mm Spektiv verwendest ist ja klar, dass 150x zu viel sind.
Bei meinem Mak mit 150mm Öffnung habe ich bei 150x ja gerade mal ne AP von 1.0mm.
Selbst wenn da die Luft etwas wabert, macht das der Schärfe gar nichts.
Bei Deinem TV76 arbeitest Du bei 150x ja schon am theoretischen Limit. Wenn dann noch Luftwabern dazukommt , dann siehts natürlich nicht mehr schön aus.

Ich beobachte zudem mit Binoansatz, was das Luftwabern weiter reduziert.

Ich behaupte ja auch nicht, dass ich immer mit 150x Landbeobachtung machen kann. Aber es geht bis 300m Entfernung meistens.

Ist natürlich die Frage, ob das bei Hirschbeobachtung Sinn macht. Dann braucht man ja schon ein Superweitwinkelokular, um das Tier komplett zu sehen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />


Gruß Harald
 
Re: Ein paar Fragen

Bei Zeiss wird man schon wissen, warum man die Diascope Spektive nicht mit so hoher Vergrößerung anbietet ...
Dazu habe ich eine plausible Erklärung.
In den allermeisten Fällen sind im Jagdbetrieb 60x genug.

Das Wild bewegt sich ja schliesslich und ein bisschen Bildhelligkeit kann im dunklen Wald -erst recht bei Dämmerung- auch nicht schaden.

Wäre der Einsatzzweck der Zeiss-Spektive nicht die Jagd, sondern die Beobachtung von Bergpanoramen, dann würde IMO Zeiss auch höhere Vergrößerungen anbieten.

Desweiteren würde Zeiss dann aber auch den Spektiven größere Öffnungen "verpassen", evtl würde Zeiss dann Maks anbieten. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Das ist aber nur eine Vermutung. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />


Gruß Harald
 
Re: Ein paar Fragen

> Ich behaupte ja auch nicht, dass ich immer mit 150x Landbeobachtung machen kann.

Nö. Habe ich das behauptet? Wenn Du weiter oben schreibst:

"Also ich kann tagsüber mein Mak mit Binoansatz praktisch immer bis 150x sinnvoll nutzen."

dann ist mir schon klar, daß Du es theoretisch nicht immer machen kannst <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ...

> Bei Deinem TV76 arbeitest Du bei 150x ja schon am theoretischen Limit. Wenn dann noch Luftwabern dazukommt , dann siehts natürlich nicht mehr schön aus.

Du, das sieht mit Luftwabern auch bei 60-fach nicht mehr schön aus. Aber wie ich schon mehrmals schrieb, jeder sieht das anders. Und natürlich hat jeder damit auch recht! Du mußt Dich also nicht rechtfertigen ... Ich glaube Dir, daß 150-fach kein Problem ist. Ok?

Frank.
 
Kein Mak ...

Wäre der Einsatzzweck der Zeiss-Spektive nicht die Jagd, sondern die Beobachtung von Bergpanoramen, dann würde IMO Zeiss auch höhere Vergrößerungen anbieten.
Früher war das alles kein Problem. Das 130mm Aussichtsfernrohr ist doch da genau richtig (siehe hier)! Nur dürfte man das bei Zeiss längst aus dem Katalog gestrichen haben ...

Und ob Zeiss heute dafür einen Mak nehmen würde? Der sieht doch nach nix aus. So ein richtiges Zeiss Fernrohr macht dagegen richtig was her!

Frank.
 
Re: Kein Mak ...

Also ich finde die Maks richtig schön knuffelig und schnuckelig! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />


Gruß Harald
 
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