Neues Telekop! Aber welches?

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas nebin
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nebin

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Guten abend,
bereits 1999 habe ich mich Intensiv mit Astronomie beschäftigt. nach 2003 hatte ich (aus Beruflichen gründen) kaum noch Zeit für mein Hobby. Leider :-(
ich bin also nicht mehr so ganz auf dem neuesten Stand.
Ich habe immernoch mein erstes Teleskop:

Meade Explorer 4500
Super Plössel Okulare ect.

Das habe ich mir Vorgestellt
Zur Zeit in der ich mich noch intensiv mit A. beschäftigt habe, war Vixen eines DER Marken (was die Qualität Betrifft) überhaupt.
Daher dachte ich evtl. an folgende Modelle:

VMC200L-SXW
VMC200L-GP2

Oder ist vielleicht das Meade DS-2130 ATS LNT
eine günstige Alternative?

Achja Ich möchte Planeten schön sehen und evtl. auch Fotografieren können, aber auch kugelsternhaufen, Deep Sky Foto ...

Könnt Ihr mich Da beraten?

Vielen Dank schon mal

Gruß
nebin
 
Hallo!

Kannst Du Beobachtungsschwerpunkte angeben? Kannst Du evtl. auf Fotografie verzichten?

Eine Teleskop, das in allen Disziplinen optimal ist, gibt es nämlich nicht.

Wieviel darf es (ohne Okulare etc) kosten?


Gruß Harald
 
Hallo nebin,

tja, es hat sich in den Jahren sehr viel am Markt verändert, und im Prinzip müsstest Du Dich völlig neu umschauen.
Fotografie ist sicherlich eine Anforderung, die wesentlichen Einfluß haben wird. Durch die digitale Fotografie hat sich ja so einiges verändert und es ist bei weitem nicht alles einfacher geworden dadurch, zum Beispiel ist die Nachführung deutlich schwieriger geworden, es sei denn man greift zum Autoguider. Bei Planetenfotos ist das wiederum egal, aber deshalb ist es ganz richtig, dass Harald fragt, wie weit Fotografie ins Konzept eingehen soll.
Hast Du damit schonmal Erfahrungen gesammelt? Vielleicht kannst Du mal jemanden, der digital Deepsky-Fotos macht, über die Schulter schauen?

Ansonsten fragt sich, ob die geplante Ausrüstung sofort für Fotografie (welche Disziplin?) geeignet sein soll, oder ob die Sachen nur irgendwann mal zur Fotografie verwendbar sein sollen...

Clear Skies
Sven
 
Hi Nebin,

grundsätzlich solltest Du Dich fragen ob Du rein visuell oder fotografisch zu Werke gehen möchtest. Das wird sich entscheidend auf Dein zukünftiges Equipment auswirken. Dann widerum solltest Du Dich fragen ob Planeten- oder Deepskyfotografie.

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen das ich der visuellen Astronomie schnell müde geworden bin. So viel gibt es visuell nicht zu sehen, Sonne, Mond, Mars, Jupiter und Saturn und ein paar helle Deepsky-Objekte. Letzlich hat es mich doch zur digitalen Astrofotografie hingezogen.

Wenn Du Planeten beobachten willst brauchst Du viel Brennweite, wenn Du Deepsky-Fotografie machen willst brauchst Du mehr Öffnung und weniger Brennweite, also ein sogenanntes schnelles System welches viel Licht in kurzer Zeit sammelt.

Grundsätzlich solltest Du Dir über oben genannte Faktoren klar sein bevor Du Dich für ein Gerät/Kombination entscheidest.

Ideal wäre wenn Du mal die Gelegenheit bekommen kannst jemanden oder mehrern bei einem Spechteltreffen über die Schulter zu schauen.
 
Moin Jürgen!

> So viel gibt es visuell nicht zu sehen, Sonne, Mond, Mars, Jupiter und Saturn und ein paar helle Deepsky-Objekte.

Hört, hört! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/augenruppel.gif" alt="" />
Ich frage mich, warum ich nach gut 30 Jahren Hobby immer noch neue Dinge da oben sehe...?! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />
Mehr zu fotografieren gibt's übrigens auch nicht: Sonne, Mond, Mars, Jupiter und Saturn und ein paar helle Deepsky-Objekte vielleicht. Lohnt im Grunde gar nicht... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
 
Danke Schon mal,
Also ich bin hauptsächlich aufs Beobachten aus,
Ich würde zb. gerne Jupiter und Saturn "Detailreicher" sehen (Größer als mit meinem jetzigen 114 mm Teleskop).
Desweiteren sollte das neue Teleskop zb. Kugelsternhaufen gut auflösen können. - Meines kann das nämlich leider auch nicht).
...
Eine Nachführung sollte es haben.
Fotografie Steht bei mir nicht so im Vordergrund, möchte ich aber schon gerne mal "ausprobieren" ;-)
Und ich spare Lieber noch eine weile und kaufe Spitzenqualität, befor ich beim erstbesten Angebot zuschlage und es später bereuhe.
Bin gespannt auf eure weiteren Tips!

Gruß
nebin
 
Hallo Micha,

dem geschriebenen von Dir stimme ich voll und ganz zu! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

Seltsame Aussagen finden sich hier!


Gruß,
Stefan
 
Hi nebin,

ich habe seit einigen Jahren ein VMC200L auf GP/DX.
Ist ein echt guter Allrounder, oder anders gesagt
es kann nichts so wirklich gut <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Im Ernst, visuell unter dunklem Himmel sind 8" schon
richtig gut. Damit sind auch mehr als nur "ein paar
helle" Deep-Sky Objekte zu sehen und Kugelsternhaufen
werden reihenweise (ansatzweise) aufgelößt. Und trotz
der relativ großen Obstuktion ist das VMC auch an
Mond/Planeten kein Versager, aber halt auch kein Spezialist.

Von deinen ehemals 4,x" auf 8" ist das ein gewaltiger
Sprung. Eine einfache GP trägt den OTA schon recht gut.
Fotografie durch das VMC200L ist möglich, auch ein
Fokal-Reducer ist mittlerweile erhältlich, habe ich
pers. aber keine Erfahrung mit. Ich benutze den OTA nur
visuell und zur Nachführung bei Fotografie mit anderen
Optiken. Knapp 2 Meter Brennweite bei Fokalfotografie
sind schon recht anspruchsvoll und erfordern einige
Erfahrung (!)

Grüße
Heiko
 
Also wenn du mehr so ein Gelegenheits-Beobachter bist (oder werden willst) ist es für das Erfolgserlebnis bestimmt empfehlenswert, über eine GoTo oder ähnlliche Einrichtung nachzudenken. Die kosten natürlich etwas mehr Geld, man sieht aber in einer schönen Nacht nicht nur 5 mühsam gesuchte Kugelsternhaufen, sondern auch mal etwas "seltenere" Galaxien, Nebel, etc. an die man nicht gleich denkt, und die schwierig aufzusuchen sind. Un davon gleich richtig viele, auch in kurzer Zeit!!
Die Meinungen sind geteilt, aber der Klassiker Meade LX200 (mit oder ohne GPS) mit 8" oder 10" bringt sicher Freude, sowohl visuell, als auch mal am Anfang mit einer ToUCam, DSI, oder sowas in der fotografischen Richtung.
Das GoTo-System am Meade funktioniert echt gut, wenn man von behebaren Macken wie dem Tastenanschlag,etc. mal absieht. Das Teil hat sich jedenfalls bewährt, und es gibt tausende Zubehörartikel. Nur überlege auch das so ein 8-10 Zöller nicht grad handlich und kompakt ist...
...oder natürlich du wirst Dobsonanier...
Gruss,
Moritz
 
hallo nebin,

"Oder ist vielleicht das Meade DS-2130 ATS LNT
eine günstige Alternative?"

Die Montierung ist sehr wackelig.
wenn Du damit fotografierst bist Du schnell am Ende.
Mond ,Saturn , Jupiter OK, aber mehr?

Der vorhandene OAZ aus Plastik ist grausam.


Es gibt aber auch Vorteile:
z.B. wenn Du visuell beobachtest und dir die Batterien mal aus gehn kannst du die Montierung entriegeln und das Rohr wie einen dobsen schwenken.
 
Hallo Nebin!

Für visuelle Beobachtung ist ein Dobson ideal.
High End gibts z.b. von ICS oder mit größerer Öffnung auch von anderen namhaften Herstellern (z.b. Obsession, Starmaster, JMI, Traveldob etc).
Auch werden öfter hier im Forum scheinbar recht gute Selbstbau-Dobsons angeboten.

Wenn Du nicht gerne den Dobson "rumschubst":
Unter den Dobson eine Equatorial-Plattform setzen und er wird automatisch nachgeführt. Gibt es fertig zu kaufen (z.b. Dieter Martini) oder kann selber gebaut werden.

Wieviel darf das Teleskop denn nun kosten???

Für rund 4500,- Euro bekommst Du einen ICS 10" f/5 Dobson inklusive automatischer Nachführung (EQ-Plattform).
Versuche mal, diese Qualität mit dieser Öffnung und mit Montierung und mit Nachführung mit einem anderen System für diesen Kaufpreis zu realisieren.

Achtung: Bei ICS ist die Lieferzeit recht lang.


Gruß Harald
 
Hi Nebin,
ist alles ok mit dem Newton? Ich meine richtig justiert, streulich optimiert etc und sind die Bedingungen ok?
Mit 114 sollten die große KS schon einige Einzelsterne zeigen, wenngleich ne Zentrumsauflösung nicht geht.
Da kommst mit 82 bei den großen KS schon hin, aber auch hier sind es nicht viele KS. Dazu brauchts dann noch mehr Öffnung.
Die dann aber noch paralltkisch montieren zu wollen, damit Foto auch geht...? Nene, laß mal lieber. Das wird sehr teuer und alles nur nicht mehr transportabel. Ganz davon abgesehen ist mit solchen Brennweiten ein Fotoeinstieg kaum wirklich realistisch machbar.
So Du dabei bleibst, wirst Du um ein 2. Gerät nicht unhin kommen.
CS
 
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen das ich der visuellen Astronomie schnell müde geworden bin. So viel gibt es visuell nicht zu sehen, Sonne, Mond, Mars, Jupiter und Saturn und ein paar helle Deepsky-Objekte. Letzlich hat es mich doch zur digitalen Astrofotografie hingezogen.

hallo jürgen,

hier mal zwei seiten, was visuell deep sky alles so geht:

http://www.serifone.de/messier.htm

http://www.serifone.de/ngc_alt.htm

allein die messiers, die mathias juchert beobachtet hatte, sind schon mehr als 100 objekte. beobachtet hatte er zum großen teil mit eher kleineren öffnungen. vielleicht solltest du deine aussage nochmal überdenken. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

viele grüße

dieter
 
Hallo Nebin,

wenn Du eine Nachführung willst, dann fliegt der Dobson normalerweise raus. Ein Dobson mit DobDrive wird wohl recht teuer, dann wird das unattraktiv, auch mit dem Foto-Hintergrund.

Du nennst Kugelsternhaufen und willst eine bessere Planetenleistung. Ich denke ein Paket, was dies alles visuell leistet, wäre ein Newton ab 8" Öffnung mit am liebsten f/5 bis f/6 montiert auf einer tragfähigen Montierung. Kompakt ist so ein Newton aber nicht mehr. Als kompakte Systeme kommen natürlich die diversen Cassegrain-Varianten in Frage, wobei aber der Preis auch seine Rolle spielt, wenn mehr als 8" Öffnung gefragt sind. Nun, immerhin, die von Dir zunächst betrachteten Kombination zeigen ja einen gewissen Spielraum auf.

Die Wahl der Montierung wird entscheidend für die Fotografie-Gedanken sein. Mit einer EQ-6 oder HEQ-5 wäre Planetenfotografie möglich und Deepsky-Fotos mit kurzen Brennweiten. Für längere Brennweiten steht bei der EQ-6 ein Umbau an, damit die Nachführgenauigkeit stimmt. Die HEQ-5 ist bei längeren Brennweiten und größerem Teleskop bald an der Belastungsgrenze angekommen. Diese konkreten Montierungen nur, um mal den Minimalbereich aufzuzeigen.

Die Frage ist ganz einfach "quo vadis", und zwar bezüglich der Optik, die Du Dir aussuchst.
Kugelsternhaufen: Im 6-Zöller sind bei den größeren schon ordentlich Randsterne zu sehen. Um im Zentrum mehr zu sehen, müssen schon 8" an den Start, aber erst ab 12" werden richtig viele Kugelsternhaufen zu einer wirklichen Offenbarung. Dann werden auch unter mittleren Himmelsbedingungen schwache Funzeln wie M56 (und ganz schwache mit NGC-Nummer) oder problematisch dicht stehende wie M71 schön aufgelöst und gut beobachtbar. Die sehr dicht stehenden KSth wie M3 oder M15 sind aber auch damit noch "gemein konzentriert" zum Zentrum hin. Da kann man den Öffnungswahn beliebig fortführen.

Was die Planetenbeobachtung angeht, da kann man mit einem 8" f/6 Newton schon ungeheuer weit kommen, und wird damit die typischen "ca. 8" f/10" Cassegrain-Systeme hinter sich lassen, wenn man den Newton gut beherrscht und im Idealfall mit sauber arbeitendem Belüftungssystems und anderen "Tunings" aufwertet. Von der Stange sind die Vorteile eines Newtons kleiner, subtiler und bei schlechter Justage ist jedes Teleskop dieser Größenordnung grottig...
Der eventuelle Wunsch nach mehr Öffnung für Kugelsternhaufen kollidiert dann schnell mit den Ideen für die Planetenbeobachtung. Gründe:
- geschlossene Systeme wie SCs von der Stange haben unpraktikable Auskühlzeiten und werden kaum vom Hersteller mit einem Belüftungskonzept geliefert.
- Nur wenige Cassegrains gibt es als offene Systeme, auch hier ist aber eine aktive Belüftung wünschenswert.
- Newtons kommen langsam auf unangenehme Öffnungsverhältnisse für die Planetenbeobachtung zu. Bei f/5 wollen die Okulare gut ausgewählt sein, f/4 würde ich mit dem Ziel visueller Planetenbeobachtung überhaupt nicht auswählen. Von der Öffnung her ist ein Teleskop mit 8" praktisch an 363 Nächten im Jahr dazu in der Lage, alles überhaupt mögliche zu zeigen. Ein guter 10-Zöller zeigt zwar nicht weniger (entgegen manchen Unkenrufen), aber kann nur bei sehr wenigen, extrem guten Seeingbedingungen mehr zeigen.

Sollte man sich dann in der Summe der Eigenschaften für einen Newton entscheiden, dann wäre ein gut zu den beobachtungszielen passender 12" f/5 Newton kaum noch parallaktisch montierbar, der bringt auch in der Leichtbau-Version eine EQ-6 an ihre Grenzen, ist schwer zu transportieren, passt nicht mehr quer ins Auto...
12" f/4 sind gerade noch handhabbar, aber f/4 ist ja in meinen Augen nicht empfehlenswert.
10" f/5 (zur Not f/4,8) wären ein guter Mittelweg, gehen noch quer auf die Autorückbank und sind auf diversen Montierungen unterzubringen. Als Leichtbau-Newton kann man selbst eine GP-DX ins Auge fassen, sollte aber dann auf das Originalstativ verzichten und eher auf eines der robusten Berlebach-Stative oder wirklich vergleichbare Produkte zurückgreifen.

Was ein offenes Cassegrain angeht, um ein kompakteres Teleskop zu nutzen, findet man ja recht wenige Vertreter am Markt. Mit einem VMC260L, was dazu passen würde, wird wohl der Preisrahmen gesprengt sein...

Von daher mache Dir mal drüber Gedanken und teile sie uns mit. Es könnte auch das beste sein, wenn Du Dir mal bei jemandem Aufbau und Transport solcher Geräte anschaust. Und bei der Gelegenheit sollte man dann natürlich auch gleich mal durchschauen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Harald,
Für rund 4500,- Euro bekommst Du einen ICS 10" f/5 Dobson inklusive automatischer Nachführung (EQ-Plattform).
Versuche mal, diese Qualität mit dieser Öffnung und mit Montierung und mit Nachführung mit einem anderen System für diesen Kaufpreis zu realisieren.
Für ca. 4500 Euro bekommt man auch sowas:
http://www.meade.de/produkte/teleskope/product.html?act=pdis&actid=0125250
Hat vielleicht ein etwas langsames Öffnungsverhältnis, sorgt aber für eine unkritische Okularwahl.
Ist zwar schwer, aber auch sehr kompakt (Tubus lässt sich in die Gabeln einschwenken).
Hat eine große Objektdatenbank (mit Sicherheit größer als der ICS auf EQ-Plattform), ist einfach zu bedienen und produziert fast kein Koma. Für Kugelsternhaufen ist die lange Brennweite ideal, da man auch ohne Barlowelement bzw. Tele-Xtender höhere Vergrößerungen erreichen kann und dies sogar mit Okularen größerer Brennweite, was für einen entspannteren Einblick mit in der Regel größerem Augenabstand sorgt.
Da guckst du, was?? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/ooo.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/ooo.gif" alt="" />

Schöne Grüße
Daniel Martins
 
Hallo Daniel!

Dein Beispiel hat nur einen Haken:
Die Qualität des Meade ist schlechter als die des ICS-Dobsons. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

@Sven:
Nicht Dob-Drive, EQ-Plattform wurde vorgeschlagen.


Gruß Harald
 
ICS-Dobsons sind für ihre hervorragenden Optiken bekannt.
Von Meade SCs kann man das nicht gerade behaupten. Die Meade RCs sind noch zu neu auf dem Markt, da gibt es keine Erfahrungswerte ausser denen der Händler. Willst Du eine Aussage zu deren Optikgüte treffen?

Auch sollte man den Obstruktionsunterschied von 21% (ICS) zu ca. 40% (Meade SC/RC) beachten. Stichwort: Kontrastdurchmesser.

Beim Meade kann man zwar den HS klemmen (warum wohl? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />), doch das verhindert keine Dekollimation durch Spiegelkippen beim Grobfokussieren.
Solche Probleme gibt es bei Dobsons generell nicht.

Hat das Meade 10" RC eigentlich Lüfter? Falls nein, dann kühlt das Gerät nachts unter freiem Himmel praktisch nie aus und es kann seine Leistung gar nicht voll ausfahren, weil es dann massiv unter Tubus-Seeing leidet (da geschlossener Tubus). Dieses Problem gibt es ja bekannterweise bei den SCs, die auch einen geschlossenen Tubus haben.

Goto-System:
Naja, wers braucht oder unbedingt haben will, der soll sich so etwas kaufen. Ich halte nicht viel davon.


Gruß Harald
 
Hallo Harald,
Die Meade RCs sind noch zu neu auf dem Markt, da gibt es keine Erfahrungswerte ausser denen der Händler
Ich würde mich nicht trauen sowas ohne weiteres zu behaupten, denn das ist nicht ganz richtig. Ich bitte dich sie ARCs zu nennen, denn echte RCs sind sie ja bekanntlicherweise nicht.
Siehe hierzu auch den Testbericht des RCX400 in der Februar Ausgabe des Jahres 2006 von Sky&Telescope. Hier kommt die ARC-Optik sehr gut weg.
Willst Du eine Aussage zu deren Optikgüte treffen?
Irgendwann, in ferber, ferner, ferner Zukunft werde ich es vielleicht in Erwägung ziehen.
Auch sollte man den Obstruktionsunterschied von 21% (ICS) zu ca. 40% (Meade SC/RC) beachten
Ich gehe davon aus, dass du die Obstruktion auf den Durchmesser beziehst.
Um sich einmal nur auf die Obstruktion zu beziehen:
Geräte von RCOS und Co haben auch eine beachtliche Obstruktion (wenn diese in erster Linie auch nur zu Fotographie verwendet werden) und sind auf ihrem Gebiet keineswegs schlecht (ich weiß, der Vergleich hinkt etwas).
Du weißt, dass es keinen hat, aber das RCX hat einen.
Goto-System:
Naja, wers braucht oder unbedingt haben will, der soll sich so etwas kaufen. Ich halte nicht viel davon
Ist eine tolle Sache. Man kann sich nur aufs Beobachten konzentrieren.
Dass ein Newton nur 2 optische Flächen hat ist natürlich ein sehr großer Vorteil welcher Lichtverluste verringert.
Ich möchte die ICS-Dobsons nicht in Frage stellen. Es geht mir nur um die paar angesprochenen Aspekte.

Schöne Grüße
Daniel Martins
 
Ich gehe davon aus, dass du die Obstruktion auf den Durchmesser beziehst.
Obstruktion sollte man immer auf den Durchmesser beziehen, alles andere macht äußerst wenig Sinn.
Bezieht man Obstruktion auf die Fläche, dann hat man entweder die Wirkung einer Obstruktion nicht verstanden oder will eine besonders große Obstruktion hinter schöngeredeten technischen Daten verbergen (wird von dem einen oder anderen Händler so praktiziert).

Ob nun "ARC" oder "RC" ist in diesem Zusammenhang ja wohl völlig unwichtig.
Ich beziehe mich in meinem obigen Posting auf das Meade-Gerät aus Deinem Link und ich meine, dass das auch alle so verstanden haben. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Alles was ich dort schrieb gilt sowohl für ein RC wie auch für ein sogenanntes ARC.


Hat das Meade 10" RC eigentlich Lüfter?


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Du weißt, dass es keinen hat, aber das RCX hat einen.
Das 10" RCX kostet aber auch "schlappe" 6800,- Euro, "kleiner" Unterschied zu 4500,- Euro.



Wie dem auch sei, jedes Teleskop hat seinen Himmel und jeder kann ja das Teleskop empfehlen, was er für besser hält.

Ich gebe klar die Empfehlung, dass für visuelle Beobachtung ein ICS Dobson mit EQ-Plattform einem gleich großen SC/RC/ARC vorzuziehen ist.


Gruß Harald
 
Hallo Harald,
oder will eine besonders große Obstruktion hinter schöngeredeten technischen Daten verbergen (wird von dem einen oder anderen Händler so praktiziert).
Dies habe ich damit gemeint.
Wie dem auch sei, jedes Teleskop hat seinen Himmel und jeder kann ja das Teleskop empfehlen, was er für besser hält
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" /> Vollste Zustimmung.
Ich gebe klar die Empfehlung, dass für visuelle Beobachtung ein ICS Dobson mit EQ-Plattform einem gleich großen SC/RC/ARC vorzuziehen ist.
Deine Empfehlung, deine Meinung, daran gibt es nichts zu rütteln.
Nur die Einblickposition ist bei SCs, RCs und ARCs etwas komfortabler. Dennoch würde ich ein echtes RC-System (mal abgesehen von der Obstruktion) einen reinen Newton System (ohne Komakorrektor) immer vorziehen (Stichwort Koma). Dies ist meine Auffassung welche nicht darauf abziehlt in Konkurenz zu deiner zu stehen oder sie anzugreifen.
Hiermit ist diese Thematik (sofern keine weiteren Einwände bestehen) für mich erledigt.

Mit freundliche Grüßen
Daniel Martins
 
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