Neues Teleskop

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Cleriker

Neues Mitglied
Hallo alle miteinander <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/huhu.gif" alt="" />
Zuerstmal muss ich euch sagen, dass ich mich sehr freue ein Forum gefunden zu haben das über das wunderbare Hobby der Astronomie handelt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

Da ich noch kein so großer Profi in diesem Hobby bin (Ich bezeichne mich selbst als fortgeschrittenen Anfänger <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />), wundert euch nicht darüber wenn ich in nächster Zeit viele Fragen an euch habe.

Aber nun zum eigentlichen Thema meines Beitrages.
Wie der Titel schon sagt, möchte ich mir ein neues Teleskop zulegen. Seit mehreren Jahren habe ich den Nachthimmel mit meinem jetzigen Teleskop erkundet.
Es ist das Refraktor Teleskop Orion von Bresser, mit einer Brennweite von 500mm und einem Objektiv-Durchmesser von 50mm. Es hat mir immer treue Dienste geleistet doch nun möchte ich mich intensiver mit diesem Hobby beschäftigen und das heißt ich brauche ein besseres Teleskop. Da hier in diesm Forum viele Profis unterwegs sind könnt ihr mir sicherlich bei der Wahl eines neuen Teleskopes behilflich sein.
Ich zähl mal alles auf was ich von dem neuen Teleskop erwarte:
Es muss geeignet sein für Deep Sky Beobachtungen und auch für Planeten Beobachtungen.
Wenn möglich sollte auch Astrofotografie mit dem Teleskop machbar sein
Es muss leicht transportierbar sein und über ein Stativ verfügen.
Was sehr wünschenswert wäre ist ein kleiner Motor der das Teleskop in die richtige Position bringt
Es sollte auch über Go To/ Autostar oder ähnlichem verfügen.
Zuletzt wäre mir noch wichtig, dass das Teleskop an den PC angeschlossen werde könnte. Wenn das überhaupt machbar ist.

So das waren mal die Anforderungen. Es müssen nicht alle erfüllt werden wenn es preislich nicht hinhaut.
Als Budget stehen mir ca.500€ ohne Zubehör zur Verfügung.

Es würde mich sehr freuen wenn ihr mir helfen könntet. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/huhu.gif" alt="" />
 
Hallo Cleriker

willkommen im Forum. Wir hoffen, dass du in Zukunft viel Spass hier hast und dem Forum lange treu bleibst.
Du weißt nun nicht, welches optische System dir am besten zusagt? Die verschiedenen Systeme sind dir aber ein wenig bekannt, d.h. was ein Dobson, Newton, Refraktor, MC, SC, RC sind, welches für DeepSky, Planeten, Fotografie geeignet sind?
Ganz offen gesagt, je größer der Spiegel, desto größer das Lichtsammelvermögen und die Auflösung, d.h. ein 8" Newton hat eine 4fach höchere(bitte nicht so genau nehmen) Auflösung/Lichtsammelvermögen als ein 4" Newton!

Leider muss ich dir aber sagen, dass du mit einem Budget von 500Euro leider nicht das gewünschte Equipment (Planten, DeepSky, GoTo) bekommen wirst, denn eine vernünftige GoTo Montierung, als Nachrüstset fängt mit 600Euro an; eine GoTo Montierung ab 1000Euro.

Ich empfehle dir, dich mal ein wenig auf der Seite eines Teleskop-Händlers umzusehen www.teleskop-service.de und dich mal ein wenig nach den Preisen umzuschauen. Aber es gibt natürlich noch viel mehr Händler, evtl. auch in der Gegend.
 
Hi,
willkommen hier und gleich der erste Dämpfer:
Alles zu 500€ - das ist nicht drin.
Zu Deinen Anforderungen.
- Prinzipiell geht mit alles mit jedem Teleskop. Bei manchen Typen gibts aber halt Einschränkungen - sprich sie haben Stärken hier und demgemäß Schwächen dort. Das universellste preiswerte Teleskop im Einsteigerbereich ist wohl derzeit ein 8"f/6 Newton als Dobson.
- Astrofotografie sind viele verschiedene Bereiche: Großfeldaufnahmen, Deepsky, Planeten und Mond. Was strebst Du an?
- Leicht transportierbar! Das müßtest Du genauer definieren. Was für Dich leicht ist, muß für mich nicht leicht sein.
- Motore kein Thema, aber denk ans Budget.
- Goto - wozu? Für Foto nicht nötig. Im Rahmen des Budgets nur mit Kleinfernrohren zu realisieren. Das widerspricht Deinen Sehanforderungen.
- Teleskop an PC - Das gibts und geht auch, aber da sind wir wiederum in Preisregionen angekommen.....

Ich denke, es wäre gut Du würdest im Hinblick auf die Anforderungen was Du sehen willst, Dir einen LiveEindruck verschaffen. Sternfreunde etc helfen dabei und gemeinsam beobachten macht eh mehr Spaß.

So aus dem Bauch raus: Eine später ausbaufähige Kombination im Preisrahmen könnte z.B. eine Astro5DX und ein 150/750 Newton drauf sein. Mal als erste Idee.
CS
 
Hallo,
da Du mit einem kleinen Refraktor bislang Erfahrungen gesammelt hast und offenbar ganz glücklich warst, spricht vieles dafür, bei diesem Instrumenten-Typ zu bleiben.
Meine Empfehlung wäre z.B. der Orion 80mm ED, ein Refraktor mit einer erstklassigen Optik (sog. ED Apochromat), der hier in diesem Forum oftmals diskutiert wurde (mach mal Suchfukntion). Wenn Du Dich dann später noch einmal vergrößern solltest, kannst Du dieses Gerät als Leitrohr oder als ausgezeichnetes Reiseteleskp verwenden.
Als Montierung käme eine Orion Sky Pro in Frage, die hat Nachführung mit Schrittmotoren aber kein GoTo. Das ganze liegt weit unter EUR 1000 (für 500 Euro bekommst Du ohnehin nichts vernünftiges). Als GoTo Montierung käme eine Vixen GP (DX) in Frage, die kann man jedenfalls auf GoTo einrichten, ist aber auch noch teurer.
Teleskop-Service (link siehe Vorredner) biete das alles an.

Viele grüße
Chris
 
Hi,

ich unterstreiche auch nochmal, daß Dein Budget bei weitem nicht ausreicht, Deine Vorstellungen zu verwirklichen. Lege die Gedanken an Deepsky-Fotografie und Goto und Computersteuerung ad acta, dann stehen dir viele Möglichkeiten offen, unter anderem noch die Planeten-Fotografie mit der Webcam als "Zukunftsoption".

Ich denke, bevor wir weiter darauf eingehen, was mit dem Budget unter diesen Gesichtspunkten machbar ist, solltest Du nochmal Deine Gedanken ordnen, welche Punkte Dir unter den neuen Umständen wichtig sind.
Deine jetzigen Wünsche brächten Dich leicht auf eine Ausrüstung für über 2000 Euro, wenn eine gewisse Qualität gewahrt bleiben soll.
Übrigens: Quatsch, Profis, wir haben hier nur einen oder zwei richtige "Berufs-Astronomen", und ansonsten sind wir einfach Sternfreunde, die man allenfalls "versierte Amateure" oder so nennen darf.

Clear Skies
Sven
 
Danke für die zahlreichen hilfreichen Antworten.
Mir ist nun klar das ich für ein Budget von 500€ zu viel erwartet habe.
Deshalb hab ich euren Rat befolgt und meine Erwartungen eingeschränkt.
Den Gedanken Deepsky-Fotografie, GoTo und die Kopplung an den PC hebe ich mir für einen späteren Zeitpunkt auf, an dem ich ein größeres Budget zu verfügung haben um dann wirklich all meine Erwartungen zu erfüllen.

Das Teleskop soll nach langer Überlegung nur noch folgende Merkmale erfüllen:
-Es soll geeignet sein für Deep Sky und Planetenbeobachtungen. Also ein Allrounder.
-Das Teleskop soll leicht zu Transportieren sein. Damit meine ich, dass man das Teleskop ohne großen Aufwand in den Kofferaum packen kann um an geeignete Beobachtungspunkte zu fahren.
-Großen Wert lege ich auch auf eine gute Darstellung von Planeten, d.h hohe Vergrößerung und scharfes Bild.

Könnt ihr mir unter diesen Gesichtspunkten ein geeignetes Modell empfehlen?

Benjamin
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Benjamin,

also es gibt im Grunde zwei Optionen:

1. ein Dobson Teleskop
Hier steckst Du alles Geld in die Optik und es wäre ein 8" f/6 Dobson mit umfangreichen Zubehör locker im Budget drin. Das Gerät ist ein visueller Allrounder, wie es kaum einen besseren gibt (ausser dem APO, der aber nahezu um Faktor 10 teurer ist).
Der einzige Nachteil des Dobsons ist, das man ihn von Hand nachführen muß. Aber neuerdings gib es ja den "Dob Drive", einen Motorantrieb für Dobsons. Ich weiss aber nicht, ob der ins Budget passt. Vielleicht schreibt noch wer was dazu. Vielleich kannst Du den auch Nachrüsten.
2. Ein parallaktisch montiertes Teleskop
Das könnte ein 150/750 Newton mit einer parallaktischen Montierung sein. Ich empfehle eine Montierung der GP-Klasse (GP, Astro-5, EQ-5), das geht vom Preis her knapp. Je nachdem, ob es ein Komplettpaket mit einem oder zwei Okularen gibt, müsstest Du etwas Rabatt aushandeln, um vielleicht noch an ein drittes Okular zu kommen, denn um ein Teleskop richtig "auszuschöpfen" braucht man mindestens 3 Okulare.
Alternativ könntest Du einen 150/1200 Dobson auf eine solche Montierung setzen - geht auch gerade eben so ins Budget. Dieses Gerät wöre wesentlich besser für Planeten geeignet, als der 150/750 Newton. Es ist regelrecht ein Planetenspezialist.

Das sind so die Lösungen, die ich für empfehlenswert halte. optisch ist sicher der 200/1200 Dobson die beste Lösung. Aber auch der 150/1200 Newton auf parallaktischer Montierung hat seinen Reiz.

Clear Skies
Sven
 
Hi Benjamin,
wei Sven schon schreibt, läuft dies auf die Frage "parallaktisch oder nicht?" hinaus. Auch da kannst Du es drehen, wie Du willst: Das Geld das Du in die parallaktische Monti steckst, geht Dir an Seherlebnis verloren. Steckst Du das Geld in die Optik und deren Größe, so verzichtest Du auf Komfort und Foto.
Ich wiederhole mich daher nochmal. Schau Dir das live an und probiere es aus.
Dann wirst Du wissen was Dir mehr liegt oder ab gar eine Variante ausscheidet.
Und dann ist es nimmer weit bis Du Dein Scope ausgesucht hast.
CS
 
Hi Benjamin
nur damit du mal siehst, falls noch nicht, was ein Dobson ist.
Link zur Grafik: http://www.teleskop-service.de/gsseiten/GSVorschau/Dobsons/GSD200e/CLD8e.jpg
Wie du am Bild erkennst, besteht es aus dem Teleskop und einer "Rockerbox" die das Teleskop trägt und mit der Hand nachgeführt wird, was aber in Wirklichkeit überhaupt keine Schwierigkeit darstellt. Selbst Satelliten kann man damit jagen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
Der Tubus wiegt 9kg, die Box 11kg. Ein 8" Dobson kostet mit Zubehör 300Euro. Dein Budget hätte dann auch noch Reserven.

Zum anderem, wie von Sven der Vorschlag ein 6" Newton auf paralaktischer Montierung.
Link zur Grafik: http://www.teleskop-service.de/gsseiten/GSVorschau/Komplettgeraete/CLN1501/CLN1501Astro5.jpg
Preislich liegt er mit einer Montierung bei 550Euro

Die bessere DeepSky Variante ist aber auf jeden Fall der Dobson, da eben 8" mehr Licht sammeln können als 6" usw.

Nun fragst du dich vielleicht, sind 1200mm ausreichend für Planeten? Ich persönlich würde sagen, nicht ganz, aber das ist nur ein subjektiver Eindruck. Für sehr gute Planetenbeob. sollte es schon 2000mm sein, die mit Konfigurationen eines Maksutov/Schmidt-Cassegrain Teleskop erreicht werden können. Man kann aber auch die Brennweite mit sogenannten Barlows verdoppeln, die, wenn die Qualität stimmt, das Bild nicht verschlechtern.
Link zur Grafik: http://www.teleskop-service.de/Astro/Mak/DSMak150/DSMak150Astro5.jpg
Leider muss man hier auch etwas mehr auf Öffnung verzichten, mit seinem vorhandenem Budget, da so ein System ja auch mit einer Montierung gesteuert wird.
Preislich liegt ein 6" Maksutov bei 650Euro mit Montierung (oder mehr).

Ich hoffe, ich konnte wieder etwas mehr helfen. Wenn du noch mehr Fragen los werden willst, nur los.
Saluti
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Danke für eure vielen Vorschläge.
Ich habe mich nun für ein Dobson Teleskop entschieden. Es ist wie ihr sagt die egünstigste Lösung.
Auf eine parallaktische Montierung kann ich verzichten.
Ich möchte das Budget nun voll für die Optik einsetzen, die Montierung ist zweitrangig.
Würdet ihr mir nun das 8" f/6 Dobson empfehlen oder geht für das Budget noch mehr?
Was meint ihr soll ich mir für ca. 300€ das Dobson kaufen und die restlichen 200€ für Zubehör ausgeben?
Wenn ja welches Zubehör könnt ihr mir empfehlen?

Benjamin
 
Hi Benjamin,
rein auf das Teleskop bezogen ginge mehr wie der 8" , aber bedenke:
Das Bild welches Du im Okular siehst, ist immer nur die Summe aller Fehler.
Anders gesagt macht es keinen Sinn alles Geld in das Teleskop und nichts in die Okulare zu stecken.
Vor diesem Hintergurnd erscheint mir in der Tat der 8" f/6 und den Rest für Okulare etc. zu investieren die bessere Variante.
CS
 
Hallo Cleriker,
Ich finde das eine gute Montierung genauso wichtig ist als die Optik. Mit guter Optik auf einer wackeliken Montierung hat man nicht viel freude.
Melanie
 
Hallo Benjamin

Ich stimme Armin zu. Das Teleskop für ~300€ und ~200 € Rest für Okulare, das reicht gerade für
eine solide Grundausstattung mit der das Beobachten von Anfang an Freude macht.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es kein Problem ist, mit einem 8" f6 Dobson im Laufe
der Zeit die 1000 € Marke zu knacken, wenn man die sicher auftretenden Wünsche nach Nebelfiltern,
Telradsucher und guter, hochwertiger Okularabstufung usw von vorne herein einkalkuliert.
Hat man beim Zubehör von Anfang an nicht allzusehr gespart, vermeidet man teure Doppelkäufe
und ist für eine Weiterentwicklung immer offen. Der 8er zeigt genug, um Jahre damit zufrieden zu sein
und ist in alle Richtungen nachrüstbar.
CS
*entfernt*
 
Hallo Benjamin,

also beim 10" Dobson würde es knapp mit dem Zubehör, von daher meine ich, daß der 8" wohl der beste Griff ist. Der 10" würde auch ziemlich schwer, sowas wiegt als Dobs über 15 Kilo.

Was Okulare und Zubehör angeht, mache ich mal ein paar Vorschläge, ohne die anderen Antworten zuvor zu lesen.
Zunächst mal solltest Du ein "Übersichtsokular" anschaffen. Das sollte ein 2" Weitwinkel sein und zwar im Bereich 35 bis 42mm. Hier würde ich ein TS-WA 42 vorschlagen. Das Okular würdest Du zum Suchen benutzen und zur Beobachtung sehr großer Objekte, also zum Beispiel M33, H&Chi, Nordamerikanebel, Andromedagalaxie, Pejaden, usw. und je nachdem ob Dein Himmel dunkel genug ist. Aus der Stadt raus macht dieses Okular aber nur mit Nebelfilter sinn, weil das Bild sehr hell ist und daher das städtische Streulicht stark stört.
Das Okular schluckt dann schonmal die Hälfte des Budgets - ist es aber wert.
Beim Dobson dabei ist üblicherweise ein 25 oder 26mm Okular, nochmal "üblicherweise" ein Plössl. Das ist ganz OK als Abstufung für das Übersichtsokular.
Beim nächsten Okular gilt es, eine Entscheidung zu treffen: Es könnte nämlich einerseits ein Okular für 100x sein, was für Deepsky-Objekte meist eine Idealvergrößerung ist. Nur bei bestimmten Deepsky-Objekten ist mehr Vergrößerung sinnvoll. Das hiesse ein 12mm Okular.
Falls Du aber mehr auf Planetenbeobachtung stehst, würde Dir hier eher ein 8mm Okular gefallen, da es mit 150x so eine art "Schlechtwettervergrößerung" für die Planeten darstellt.
Das 12mm könnte gut ein Plössl sein, beim 8mm ist der Einblick in ein Plössl aber schon anstrengend, weil der Augenabstand so knapp ist. Hier könnte Dir ein ED Okular gute Dienste leisten: http://www.svenwienstein.de/HTML/ed_3_8mm.html
Die Dinger sind bei Ebay in letzter Zeit zwischen 25 und 35 Euro weggegangen.
Für richtig hohe Planetenvergrößerung wäre ein Okular um 5mm bis 6mm gut. Auch hier hätte ein Plössl Probleme mit dem Einblick. Ein 5,2mm ED wäre hier ganz gut.

Ausblick:
Je nach Beobachtungsvorlieben wirst Du Dir vielleicht in Zukunft gerne Weitwinkelokulare zulegen wollen (in der Regel für Deepsky). Hier wären die Orion Stratus ein guter Tip: http://www.svenwienstein.de/HTML/orion_stratus.html
Ebenfalls für Deepsky interessant ist ein Nebelfilter, also ein OIII oder ein UHC. Ich würde dazu raten, mit einem OIII einzusteigen, ausser Du kannst unter sehr dunklem Himmel beobachten. Dann wieder wäre ein UHC auch ein guter Griff. (Die meisten Deepsky-Freunde haben früher oder später eh beide...)

Clear Skies
Sven
 
Hallo Tobias,

sorry, aber ich sag's mal direkt: Was sollte denn der Unsinn, alles Geld in einen z.B. 10" Dobson zu stecken und dann für diesen nur ein einziges Okular (oder vielleicht ein zweites, dafür langt's grad noch) zur Verfügung zu haben?
Für den Start braucht man einfach mindestens 3 Okulare oder 2 Okulare und eine Barlow. Wenn man hier 200 Euro anlegen kann, so hat man wenigstens die Chance, die Okulare so zu kaufen, daß man nicht gleich im nächsten Jahr alles durch vernünftige Versionen ersetzen muß.

Clear Skies
Sven
 
Hi Sven,

ich finde die Formulierung "Unsinn" etwas hart. Warum sollte es nicht möglich u. sinnvoll sein, notwendiges Zubehör nach und nach dazuzukaufen ? ( Hab` ich auch so gemacht )
Die Anschaffung eines 10"-Dobson ist ja auch nicht zu verachten, sofern Baulänge und Gewicht kein Hindernis sind.
Mit 2 Okus,mit sinnvoller Brennweite, ist doch ein erster Einstieg in die DeepSky- Beobachtung möglich?! Beispiele hast Du genannt. Alles weitere kann folgen.
O.K. wahrscheinlich wird man später auch die Einstiegsokulare ersetzen. Ich finde aber, daß sich hier der finanzielle Verlust in Grenzen hält, wenn man die Gesamtkosten betrachtet. Der Vorteil des 10"-Dobson bleibt erhalten und alles auf einmal geht halt nicht.

@Cleriker: Damit kein Mißverständnis aufkommt: Die Kosten für weiteres Zubehör sollten aufjeden Fall einkalkuliert werden. 200-300 Eu. sind schnell "verbraten". Die Frage ist M.E. nur, ob man nicht das eine oder andere Teil nicht noch etwas schieben kann, zB. ein schönes Planetenokular bzw. Barlow-Linse bis Oktober (Mars), usw.
Für den Start möchte ich unbedingt einen Peilsucher empfehlen; er erleichtert das Auffinden von Objekten doch sehr.Auch wenn dies eine kleine Überschreitung Deines Budges bedeutet, solltest Du M.E. auf diese Anschaffung nicht verzichten.

Mit freundlichen Grüßen
cs
Shorty
 
Hallo Tobias,

doch, wenn man sich ein festes Budget setzt, dann ist es unsinn, das zu überschreiten. Mit einem oder zwei Okularen ist das Gerät so dünn ausgestattet, daß man das dritte Okular wohl gleich mitbestellen sollte, oder spätestens nach dem ersten Beobachtunsabend haben will.
Dann könnte man also gleich ein höheres Budget setzen - aber OH, dann ist doch vom Preis her auch ein 12-Zöller greifbar... uiii...

Nee <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/tongue.gif" alt="" /> Zu einem Einsteigerset gehört eine brauchbare Grundausstattung mit Okularen. BASTA!

Clear Skies
Sven
 
Hallo Shorty,

ich mein ich habe es dieser Tage schonmal gesagt: Was soll das eigentlich, immer den Leuten per se das Budget nochmal um 100% auszuleiern?
Dann könnte ich auch gleich empfehlen, 2000 Euro anzulegen, damit man gleich eine fertige Okularpalette von Nagler bis Mono dabei hat.
Ob hier einer für 250 Euro anfragt oder für 500, stets kommt "Ui, gib noch mehr Geld aus, dann hast Du gleich...!"

Ich finde das insofern respektlos, als ein 8" f/6 Dobson ein hervorragender visueller Allrounder und eine tolle Optik für den Einstieg ist. Der 10" bringt gleich noch einen haufen Gewicht, f/5-Okularwahlqual und drastische Budget-Überschreitung ein. Da formuliere ich dann auch gern mal hart.

Clear Skies
Sven
 
Hi,
das kommt drauf an, wei schnell man Geld für weiteres Zubehör zur Verfügung hat.
Kann ich jeden Monat 200,- € für Astro locker machen, bin ich bei Dir. Dann dauerts nur kurz bis eine vernünftige Palette Okus zusammen ist.
Muß sich der Kollege aber jeden Dollar mühsam zusammensparen, dauerts vielleicht ewig bis die Kohle für 1 gescheites Okular zusammen ist.
In diesem Fall, meine ich ist der Frust in der Zwischenzeit ob der mäßigen Okulare und der nicht zufriedenstellenden Beobachtungsergebnisse schlimmer, weil sowas mitunter sogar das ganze Hobby als solches vermiest.

Grade der 10" mit f/4,7 stellt schon erhebliche Anforderungen an die Okulare.

Daher meine ich per Saldo, das Teleskop und darauf abgestimmtes Zubehör ins Budget passen müssen/sollen.

CS
 
Hi Sven,
ich wollte nicht respektlos sein.
Ebensowenig wollte ich eine Überschreitung des Budges mit 100% anregen. Selbstverständlich ist es sinnvoll, sich eine max. Obergrenze zu setzen.
Aber: Benjamin hat geschrieben: "ca. 500 EU ohne Zubehör"
Ich verstehe das so, daß m i t Zubehör auch noch eine höhere Ausgabe möglich ist.
Auf den Umstand, daß ein 10"Gerät Gewichtsprobleme bereiten kann, habe ich hingewiesen u. dahingehend eingeschränkt:" ...sofern... kein Hindernis darstellt."
Habe ich die guten Allroundeigenschaften eines 8/f6-Newtons in Frage gestellt ? Eigentlich nicht.
Respektlos ? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/shocked.gif" alt="" />

Mit freundlichen Grüßen
cs
Shorty
 
Hi Sven,
kein Problem, klarer Fall von Mißverständnis. Bei einem Gesamtbudget von max. 500 EU incl. Zubehör würde ich auch nicht nach einem 10"-Dobson schielen. Da wäre ich schon froh,wenn´s für den 8"-Dobson + Zubehör reicht. 200 EU für Zubehör sind doch reichlich knapp bemessen? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Mit freundlichen Grüßen
Shorty
 
Hallo Shorty,

ja, 200 Euro sind knapp, ich musste wirklich grübeln. Aber ich meine, so wie ich das vorgeschlagen habe, kommt man klar. Sicher, wenn man sich unser Hobby vornimmt, dann scheinen wohl sämtliche "Feiertage" auf Jahre hin mit Anschaffungen belegt zu sein. Hm... was wünsch' ich mir eigentlich zum Hochzeitstag? Der ist ja bald... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Clear Skies
Sven
 
Hallo liebe Beobachter,
zu diesem Thread "neues Teleskop" noch einige Gedanken, will mich aber nicht wichtig tun !!! Beobachte seit 1962 den Sternhimmel. Angefangen von einem alten Dirkeweltatlas die Sternbilder mit bloßem Auge zu erkenne. Später kam ein Bino 7x50 dazu (mit Stativ, Selbstbau von meinem Vater). Am 21.12.1963 das Büchlein "Welcher Stern ist das" (Datum steht noch drin, Preis DM 6,80). 1977 bekam ich als Geschenk zum Geburtstag einen Bino 30x80. Dazu muß ich sagen, daß ich mich im Jahre 1969 den Veränderlichen Sternen verschrieben hatte ! Über die Kontakte zu anderen Sternfreunden: Darüber könnte ich ein ganzes Buch schreiben. 1992 legte ich mir einen Bibo 25x100 zu (Schnäppchen zu DM 1200,-- /Stativ "Holzdreibein-Selbstbau". Und 1998 erfüllte ich mir den Traum von einem Dobson / Sonotubus auf Rockerbox, gebraucht zu DM 3.000,--. Die Zeiten haben sich danach geändert. Dazu kamen die Plössl-Okus der Serie 3000, mit denen ich bis heute sehr zufrieden bin. Die Dobson-Röhre hat 12,5" bei einer Brennweite von 1524 mm. Steht in einem Schuppen auf einem Plastikkorb, 10 cm vom Erdboden entfernt. Das Gerät braucht keine Auskühlzeit. Trage ich ihn aus dem Schuppen in den Garten (20 Schritte), kann ich sofort mit dem Beobachten beginnen. Die Nachschubserei stört überhaupt nicht.
Zum Schluß: sah hier in Bockenem, 125 m ü.N.N., 10° 8' ö. L. +52° 1' n.Nr. am 4.8.d.J. im Kleinen Bären mit bloßem Auge Sterne von 6,9 bis 7,0mag und mit dem Dobson bei 304x Sterne in einem Feld von V 844 Her bis 15,0mag !!.

Gruß
Günther
 
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