Neues Vertikal-Interferometer in Betrieb genommen

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ESEurope

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Hallo Alle,

Explore Scientific hat sich zum Ziel gesetzt nur beste Qualität auszuliefern. Damit auch sichergestellt ist, daß die Optiken uns - und damit den Kunden in optimalem Zustand erreichen, nutzen wir einen klimatisierten Testraum. Dort wurde jetzt ein neues Vertikal-Interferometer in Betrieb genommen, mit dem die Überprüfung unserer Apos schnell, einfach und genau durchgeführt werden kann. Ebenso ist ein einfaches Zentrieren und Kollimieren der Linsen möglich, falls sich während eines Transports etwas verstellt haben sollte.

Clear skies
Tassilo
 

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Hallo Tassilo,

Ich habe da wenig Ahnung, also ein paar Fragen:
Die Vertikalanordnung soll wohl Lagerungsasti der Optik vermeiden?
Kann bei euch nun jede Art/Größe von Fernrohroptik getestet werden oder gibt es Einschränkungen bei Durchmesser oder ggf. Brennweite?
Und warum sehe ich da zwei justierbare Tische aber nur eine vertikale Anordnung? Werden da die Tische umgesetzt?

Grüße, Martin
 
Hallo Martin,

die Vertikalanordung hat den Charme, daß man das Objektiv mit Fassung einfach nur in die Aufnahme einlegt, und auch einen komletten Tubus einfach nur auf die Aufnahme aufstellt. Dadurch kann man von allen Seiten an die Justageschrauben, ohne daß sich durch die Schwerkraft etwas verkippt. In der Praxis erheblich einfacher als beim (schon länger vorhandenen) Horizontal-Aufbau.
Das Vertikalinterferometer ist für Linsenfernrohre gedacht - deswegen hier die Begrenzung auf die 210mm Durchmesser des unten liegenden Referenzflats. Für die Spiegelfernrohre muß man ja vorne an die Fangspiegeljustageschrauben - das geht beim Vertikalinterferometer nicht. Unser Horizontalaufbau ist durch den Durchmesser des großen Referenzflats mit 500mm begrenzt.
Zwei Kreuztische stehen da, weil jetzt eine zweite Vertikalinterferometereinheit aufgebaut und getestet wird. Die läuft dann nach Fernost in die Fertigung. Und eine dritte Einheit geht nach USA zu den dortigen Kollegen.
Technisch ist das eine Fizeau-Interferometereinheit zum Test in Autokollimation.

Clear skies

Tassilo
 
Hallo Jadran,

ich denke nicht, daß es Sinn macht das für andere Produkte anzubieten. Wir werden ausschließlich unsere eigenen Produkte messen und justieren. Das hat zwei Gründe:

1) Jeder, der sich mit sowas schon intensiver über einen längeren Zeitraum beschäftigt hat weiß, daß es einen Riesenunterschied zwischen Linsenfassungen gibt. Ein sehr hoher Prozentsatz der Teleskope, die wir dann zur Justage bekommen würden (immerhin ein Aufwand von 2-3 Stunden= ca. 200€) würde die Linsenzentrierung auf dem Versandweg zum Kunden wieder verlieren. Der Kunde wäre enttäuscht, und plötzlich wären wir schuld, weil wir den Mist nicht vergolden konnten. Das funktioniert nicht. Wir haben kein Problem viel Arbeit darauf zu verwenden, Kunden glücklich zu machen. Aber viel Arbeit ohne Kundenzufriedenheit - ohne mich.
2) Man braucht einen Adapter, um die Linsenfassung sicher im Interferometer handhaben zu können. Die müsste man dann für diese markenfremden Geräte jedesmal extra herstellen - zusammen mit Transport und dem Arbeitsaufwand sind wir dann schnell bei 500€ - und damit in der Preisklasse vieler der "Patienten", die wir bekommen würden. Das macht dann niemand, auch wegen Punkt 1.

Clear skies

Tassilo
 
Hallo,

ich hoffe wir bekommen auch einen Bereicht, wenn ein neuer Stuhl für den Techniker angeschafft worden ist. Die Vorsatellung, dass der die ganze Zeit stehen muss, ist einfach zu schlimm.

CS
Christian
 
Hallo Christian,

Mist - die Sache mit dem Stuhl hatte ich glatt vergessen. Kommt später noch. Ich muß noch rausfinden, in welcher Form das einen Mehrwert für den Kunden bringt - der ja beim Interferometer eindeutig gegeben ist. Aber dann kommt der Stuhlthread - ganz bestimmt! Oder vieleicht lieber doch per Twitter? Schon schlimm wenn man was selber macht - es kommt immer noch mehr Arbeit nach. Kann schon verstehen, warum Du Dir das mit dem "selber was machen" nicht antust (wenn ich mir Deine Posts so ansehe...). Aber ich gebe nicht auf! Versprochen!

Clear skies

Tassilo
 
Hallo,

bei den Preisen eurer Produkte hatte ich die Existenz eines solchen Geräts einfach mal vorausgesetzt. Ob die Qualität stimmt, wird die Zeit zeigen.


CS
Christian
 
Hallo Christian,

dann frag doch mal bei den anderen Firmen nach dem Testequipment - auch bei denen, wo der 127mm ED-Apo nicht 1500-2400€ kostet, sondern ein Vielfaches. Und lass Dich nicht mit Phrasen wie "unsere hochwertigen Produkte haben das nicht nötig" oder "wir arbeiten mit hochqualifizierten externen Prüfinstituten zusammen, die das GAAAAAANNNZZZ genau messen können" abspeisen.

Clear skies

Tassilo
 
Hallo Tassilo

Es ist schön das Ihr jetzt auch vor dem Versand eine qualitative Aussage zu Euren gelieferten Apos treffen könnt, die Frage stellt sich aber nach dem Dannach!?

Werden die Geräte mit Seriennummern ausgestattet oder sind schon welche im Zuge der Produktion angebracht worden?
Wird das Messprotokoll mitgeliefert?
Wird JEDER Apo bei Euch vermessen oder begnügt man sich mit Stichproben...?
Wenn Ihr schon welche vermessen habt, wie schaut es mit der Serienstreung aus, wohin geht der Trend?

Ich weis, Fragen über Fragen, aber dazu ist nun mal auch das Forum hier :-), und schließlich bin ich zur Zeit auf der Suche nach einem sehr guten Gerät in der 80mm Klasse welches visuell als "Grab´n go" dienen soll und mit Flattener/Reducer auch fotografisch was hermachen soll - welches Label da drauf pickt ist mit Wurscht.

Und bevor ich es vergesse, bitte keinen Fred über den Stuhl ;-)

CS Martin

 
Hallo Martin,

"Werden die Geräte mit Seriennummern ausgestattet oder sind schon welche im Zuge der Produktion angebracht worden?"- Alle Explore Scientific Produkte sind mit Seriennummern ausgestattet - das gilt nicht nur für die Teleskope, sondern auch für die Okulare, und zwar eit Jahren.
"Wird das Messprotokoll mitgeliefert?" - Nein
"Wird JEDER Apo bei Euch vermessen oder begnügt man sich mit Stichproben...?" - Bei Explore Scientific alle.
"Wenn Ihr schon welche vermessen habt, wie schaut es mit der Serienstreung aus, wohin geht der Trend?" - Diese Info bleibt vertraulich - sorry. Ich werde dem Mitbewerb keine Steilvorlage liefern, auf dem dann hintenrum beim Kunden rumgehackt werden kann. Ich habe auch keinerlei Bedürfnis beim Verkauf jedes zweiten Gerätes eine Einführung in optische Messtechnik zu geben - tut mir leid, reiner Selbstschutz. Wenn ich eine Serienstreuung veröffentlichen würde, würde ich kein einziges reguläres Gerät mehr verkaufen können, weil alle - natürlich ohne Aufpreis - ein Gerät im oberen 2-sigma-Bereich wollen.

Clear Skies

Tassilo
 
hallo Tassilo,

hat das der Wolfgang Grzybowski gebaut, er baut gern Interferomter in Meade Klappspiegel ein. Ein paar Fragen stellen sich mir sofort bei deiner Ankündigung:

Es ist ja zu begrüssen wenn ein Hersteller sich um die Qualität kümmert - aber undokumentiert ist es eben nicht nachgewiesen dass man sich kümmert bzw. wie sehr man sich kümmert. Da macht ihr euch serienmässig pro Rohr nen Haufen Arbeit mit Interferometrie und Justieren und optimieren, und dann garantiert ihr nicht mal nachweislich irgendwelche Werte? Das wäre doch ein enormes Verkaufsargument für euch, das auch von anderen Herstellern problemlos genutzt wird? Hallo?

Wie wäre es zumindest mit einem garantierten Strehlbereich bei einer Wellenlänge, wenn ihr schon kein Protokoll rausrücken wollt? Ich weiss wieviel Arbeit es ist ein Triplett zu optimieren, das geht nicht in zehn Minuten oder einer Stunde, und ich frage mich einfach wieviel Arbeit ihr da wirklich pro Stück reinsteckt wenn ihr ohne Nachweis nur sagt "kontrollierte Qualität". Welche Qualität ist das dann bitte?

Viele Apos aus Fernost haben z.B. was gerne positiv eine "Passfassung" genannt wird, d.h. die Linsenzelle ist nur wenige hunterstel mm grösser als die Linsen. Dadurch können die zwar weniger in Unordnung geraten, aber justieren kann man sie auch nicht mehr wirklich (die Justageschrauben sind vorhanden aber bewirken wenig), oft nützt auch Drehen der Einzellinsen nichts, und bei Kälte gibt es keine Temperaturkompensation. Wie sieht das bei den Explore aus?

Und natürlich haben wir es auch mit Fehlern wie sphärischer Aberration diverser Ordnungen zu tun, die durch Justieren gar nicht zu beeinflussen sind. Das wäre doch sehr interssant wie ihr damit umgeht. Aussortieren? Zurück an den Hersteller? Mit Abstandsringen verschiedener Dicke rumprobieren?

Fühl dich bitte nicht auf den Schlips getreten, ich optimiere selber ab und an mal ein Triplett und wundere mich da nur einfach sehr, vielleicht magst du ja was dazu sagen.

lg Tommy
 
Hallo Tassilo

Danke für die Antwort, schade nur das wie schon Tommy geschrieben hat, die Arbeit der Qualitätskontrolle, dem Kunden nicht dokumentiert wird.
Dein Argument mit dem "Will haben Faktor - niedrige Strehlwerte verkaufen sich schlechter - verstehe ich, letztendlich ist und bleibt die Werksangabe wieder den Premiumanbietern wie z.B. Lomo und LZOS vorbehalten.

Lg Martin
 
Hallo Tommy,

"hat das der Wolfgang Grzybowski gebaut" - Teils, teils. Die Säule mit dem Interferometer ist von ihm, die Kreuztische von mir.
"Es ist ja zu begrüssen wenn ein Hersteller sich um die Qualität kümmert - aber undokumentiert ist es eben nicht nachgewiesen dass man sich kümmert bzw. wie sehr man sich kümmert. Da macht ihr euch serienmässig pro Rohr nen Haufen Arbeit mit Interferometrie und Justieren und optimieren, und dann garantiert ihr nicht mal nachweislich irgendwelche Werte? Das wäre doch ein enormes Verkaufsargument für euch, das auch von anderen Herstellern problemlos genutzt wird? Hallo?" - Wir garantieren doch Beugungsbegrenztheit. Und zur Garantie anderer Hersteller sag ich nix - weil ich bei vielen der Händler, die diese Produkte im "Generalvertrieb" haben den Messaufbau kenne. Und da reden wir nicht von irgendwelchen fertig aufgebauten Interferometern - von einem klimatisierten Optiktestraum ganz zu schweigen.
"Wie wäre es zumindest mit einem garantierten Strehlbereich bei einer Wellenlänge, wenn ihr schon kein Protokoll rausrücken wollt? Ich weiss wieviel Arbeit es ist ein Triplett zu optimieren, das geht nicht in zehn Minuten oder einer Stunde, und ich frage mich einfach wieviel Arbeit ihr da wirklich pro Stück reinsteckt" - Soviel wie nötig.
"Welche Qualität ist das dann bitte?" - Das merkst Du, wenn Du durchguckst.
"Viele Apos aus Fernost haben z.B. was gerne positiv eine "Passfassung" genannt wird, d.h. die Linsenzelle ist nur wenige hunterstel mm grösser als die Linsen. Dadurch können die zwar weniger in Unordnung geraten, aber justieren kann man sie auch nicht mehr wirklich (die Justageschrauben sind vorhanden aber bewirken wenig), oft nützt auch Drehen der Einzellinsen nichts, und bei Kälte gibt es keine Temperaturkompensation. Wie sieht das bei den Explore aus?" - Die Fassungskonstruktion hat primär mit dem Interferometer nix zu tun, und wird auch nicht verraten. Wir haben ziemlich aufwendige Fassungen, deren Details ich aber dem Generalimporteur von Skywatcher sicher nicht verraten werde - da müßt ihr euch schon einen unserer Apos leisten. Nix für ungut, aber die Info gibt es nicht kostenlos.
"Und natürlich haben wir es auch mit Fehlern wie sphärischer Aberration diverser Ordnungen zu tun, die durch Justieren gar nicht zu beeinflussen sind. Das wäre doch sehr interssant wie ihr damit umgeht. Aussortieren? Zurück an den Hersteller? Mit Abstandsringen verschiedener Dicke rumprobieren?" - Tja - da könnte ich jetzt ein paar böse Kommentare loslassen. Fakt ist, daß wir die Werksinterferogramme bekommen, bevor die Ware ins Schiff geht. Und bei sphärischer Abberation geht die dann eben nicht ins Schiff.

Clear skies

Tassilo

 
Hallo Tassilo

Da kann ich mich Tommy nur anschließen. Ohne ein Zertifikat klingt das nur nach hohlem Marketing.

Explore Scientific hat sich zum Ziel gesetzt nur beste Qualität auszuliefern.

Da reicht es auch nicht, "Beugungsbegrenzt" als Mindestqualität zu garantieren, das verstehe ich nicht als "beste Qualität" sondern eben nur als "Mindestqualität".

Preislich ist Explore Scientific gerade auch nicht das Schnäppchen, den ED 127 bekommt man mit dem gleichen Objektiv für 1000 Euro und mit dem ED 152 kommt man schon in das Preisniveau eines APM/LZOS wo man jedoch ein Zertifikat dazu erhält. Und 6299 Euro für vielleicht nur Beugungsbegrenzt, wäre mir persönlich zu viel Geld.

Gruß Uwe
 
Hi Uwe und Tommy

nun Vixen und Takahashi garantieren auch nur Beugungsbegrentzt und niemand stört sich daran, oder ?
 
Hallo Uwe,
"Ohne ein Zertifikat klingt das nur nach hohlem Marketing." - Marketing kann man erheblich billiger haben. Und andere geben auch kein Zertifikat - siehe Markus Post.

"den ED 127 bekommt man mit dem gleichen Objektiv für 1000 Euro" - Nein. Es waren mal ein paar Exemplare des Vorgängermodells im Umlauf. Die haben aber z.B. die einfache Linsenfassung.

"ED 152 kommt man schon in das Preisniveau eines APM/LZOS"
Das stimmt schlicht nicht:
http://www.apm-telescopes.de/de/Tel...eskop-Refraktor-152-mm-f/1200-mm-2.5-ZTA.html

Clear skies

Tassilo
 
hallo Tassilo,

danke für deine Antwort!

Ihr verwendet das Interferometer also zur Kontrolle um Beugungsbegrenztheit zu garantieren, das finde ich voll ok. Anfangs hattest du aber von "optimalen Zustand" gesprochen, und unter Optimieren verstehe ich "es so gut hinzubekommen wie nur irgend möglich", das ist ja was anderes. Das hatte ich also missverstanden.

Keine Sorge, ich habe keinerlei Spionageauftrag für Synta ;-) und wenn ich mal einen eurer Apos zum Testen bekommen sollte, werde ich gerne einen wie immer in den Fakten nachvollziehbaren Bericht im Blog machen. Ich freue mich wenn er gut sbschneidet, auch bei der Farbkorrektur. Zerlegt werden Fassungen nämlich nur wenn es wirklich nötig ist, wie hier:
http://interferometrie.blogspot.com/2012/10/sternformproblem-bei-apos-i.html

Der war übrigens auch beugungsbegrenzt, und machte trotzdem Spikes um die Sterne.

lg Tommy
 
Hallo Tommy,

wir garantieren Beugungsbegrenztheit. Wir erhalten aber Ware, die in der Regel erheblich über dieser Schwelle liegt. Und wir justieren die Geräte - falls das nötig ist - bis sie die optimale Leistung erbringen. Das hast Du schon richtig verstanden. Ich halte ganz viel davon, den Kunden positiv zu überraschen. Also versprechen wir das, was die anderen versprechen. Wir bemühen uns aber, erheblich über diesem Minimum zu bleiben - das schaffen wir in der Regel auch.

Clear skies

Tassilo
 
Hallo Tassilo,
kannst Du bitte die Kommentarfunktion verwenden:
Man kann das sonst so schlecht lesen :schwitz:

Ich kann mich an eine Diskussion erinnern, wo es unter anderem darum ging was, man alles mit Zahlen machen kann und was nicht.
----> hier
Ich zitiere mich selbst:
...konsequent zu Ende gedacht bedeutet das Mitliefern eines ehrlichen Messprotokolls, dass man für verschiedene Exemplare des gleichen Typs unterschiedliche Preise verlangen müsste.
Ich fände das sogar in Ordnung!
Das finde ich immer mehr in Ordnung, je länger ich darüber nachdenke. ;)
Ich habe ein entspanntes Verhältnis zu optischen Toleranzen und ein Teil der Kunden würde echte Strehl 0.80 nicht von 0.98 unterscheiden können. Das sagt ja gerade das Wörtchen beugungsbegrenzt: Die Unschärfe durch Beugung ist vor den optischen Restfehlern zu sehen! Schlimmstenfalls beides gleichzeitig.

Aber bei so Mini-Optiken wie 4" APO's ist Strehl 0.80 wirklich lächerlich!
(Vixen und Takahashi in einem Satz zu nennen ebenfalls...)

Dazu wäre teures ED-Glas reine Verschwendung, ein 4" f/11 FH schafft exakt diesen Strehl als Polystrehl.
Und hat bei Höchstvergrößerung die Nase vorn!

Also, tut Euch einen Gefallen und stellt die vermessenen Geräte nebeneinander unter sehr(!) guten Bedingungen auf.
Dann wird sofort folgendes klar:
- die Toleranzen sind bei kritischer Betrachtung selbst bis 8" Öffnung sehr klein und
- hängen stark von der Öffnung ab!

Vermessen und nach dieser Toleranz-Liste klassifiziert darf man sein Produkt gern in den höchsten Tönen loben.

Ich habe so eine Liste für ausgewählte Einzelfälle, die bleibt aber bei mir ;)

Viele Grüße
Kai
 
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Hallo Kai,

wir hatten das ja schon mehrmals ausführlich diskutiert, und ich denke wir liegen da auch nicht weit auseinander. Wir versprechen das, was andere auch garantieren - bei denen scheint das ja akzeptiert zu sein, und dann kann ich das nicht wirklich ernst nehmen daß das bei uns plözlich ein Problem sein soll. Es gibt kein Messprototkoll, weil
1) wir keine Diskussion bei jedem Gerät haben wollen
2) wir der Hersteller sind, und man unseren Protokollen sowieso nicht traut

Clear skies

Tassilo
 
Hallo Tassilo,
Wir versprechen das, was andere auch garantieren
Ich kann auf der Takahashi Seite nichts dergleichen entdecken.
Keine Ahnung wo das Markus aufgeschnappt hat?

...bei denen scheint das ja akzeptiert zu sein
Nein, ganz und gar nicht! Bei Vixen könnten sie garantieren was sie wollen. Bei Takahashi wären solche mitleiderregenden Untergrenzen für alles und jedes kein Kaufgrund.
Werbung sollte immer positiv sein, und Strehl 0.80 für einen Mini-APO zählt nach jahrelanger, allgemeiner Kundenkonditionierung auf dreistellige Neuner nicht dazu :schwitz:

Weil...
2) ...wir der Hersteller sind, und man unseren Protokollen sowieso nicht traut
Die löbliche Anschaffung eines Interferometers und Vorstellung desselben ist doch auch eine vertrauensbildende Maßnahme, oder?
Ansonsten könnte man im stillen Kämmerlein genauso messen.

Viele Grüße
Kai
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von Quanten:
Da kann ich mich Tommy nur anschließen. Ohne ein Zertifikat klingt das nur nach hohlem Marketing.

Ich finde es eigentlich vernünftig, dass ein Hersteller oder Händler lediglich eine sinnvolle Mindestqualität zusichert, aber diese auch verbindlich garantiert. Sobald einzelne Optiken eines Herstellers oder Händlers als "ausgesucht" bezeichnet werden, sind nämlich alle Optiken "ausgesucht" - diejenigen, die nicht extra als "ausgesucht gut" beworben werden, sind dann eben innerhalb der Serienstreuung "ausgesucht schlecht".

Interessant wäre auch zu erfahren, ob ein Händler, der gegen Aufpreis Prüfprotokolle seiner Optiken anbietet, diejenigen Optiken, die im Test unterdurchschnittlich abschneiden, dann eben ins Regal zurücklegt und ohne Protokoll verkauft - das wäre vermutlich nicht einmal unlauter. Zu diesem Thema sind mir keine Aussagen von Händlern oder Herstellern bekannt, aber es würde mich wundern, wenn es anders wäre. Eine gewisse Streuung vorausgesetzt, sollte man einen Händler oder Hersteller meiner Meinung nach lieber an der zugesicherten Mindestqualität beurteilen.

Eine faire Alternative wäre, jede einzelne produzierte Optik mit Protokoll zu verkaufen, gegebenfalls zu unterschiedlichen Preisen - das bedeutet aber ungleich mehr Aufwand, bei dem am Ende keine besseren Optiken stehen. Es würde zwar dazu führen, dass niemandem unwissend eine Gurke angedreht wird - aber genau das wird von Tassilo ja jetzt auch garantiert.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
hallo Tassilo,

Und wir justieren die Geräte - falls das nötig ist - bis sie die optimale Leistung erbringen.

nein, ich habe es doch missverstanden. Da müsstest du bei JEDEM Teleskop erst mal rumjustieren ob sich da noch was optimieren lässt. Erst dann kannst du wissen ob es schon optimal ist, oder ob noch was drin ist. Auch wenn es 90 Strehlchen hat, es könnten doch auch 97 drin sein. Das wäre dann wirklich optimiert, und das werdet ihr sicher nicht serienmässig machen.

...ich frage mich einfach wieviel Arbeit ihr da wirklich pro Stück reinsteckt" - Soviel wie nötig.

Das erscheint realistischer, "nötig" heisst also besser als beugungsbegrenzt, ansonsten unbestimmt. Da ich weiss wieviel Arbeit für eine echte Triplett Optimierung leider oft nötig ist, kann ich mir da was dazu denken. Viel Erfolg sei gewünscht!

Hab übrigens schon durch einen 127er Explore im Karbongewand durchgeschaut, war gut zentriert. Lassen wir's dabei bewenden.

lg Tommy
 
Hallo Tassilo

Selbstverständlich gibt es Premiumanbieter die nicht mit Strehlwerten um sich werfen.
Takahashi , Astrophysics eventuell Vixen - wobei ich die nicht mehr unbedingt zu den Primes zählen möchte - geben keinen Strehl an, die haben es aber auch nicht unbedingt nötig.

Diese Hersteller verkaufen mit Ihrem guten Ruf und setzen Preise am Markt durch, wo es einem manchmal flau im Magen wird.

Wenn ich einen Tak, AP oder TMB kaufe, erwarte ich mir aber nicht > beugungsbegrenzt < sondern doch deutlich bessere Abbildung/Werte, bis 5"/6" sind 0,80 Strehl doch eher ein schlechter Faschingsscherz....

Warum nicht z.B. besonders gute Teile, vermessen und optimieren tut ihr ja eh alle, zu höheren Preisen MIT PROTOKOLL verkaufen und die mindestens Beugungsbegrenzten OHNE PROTOKOLL zum Normalpreis?

Wo ist da ein Mehraufwand? - Ich sehe keinen...

lg Martin
 
Hallo Kai,

ich denke Du verstehst meine Motivation nicht. Wir garantieren einen Mindestwert - Beugungsbegrenzt. Weil wir eben die Messprotokolldiskussion gar nicht anfangen wollen. Wenn wir eine Zahl angeben, dann müssen wir "gerichtsfest" messen können. Und da hängt dann nochmal eine Null an der Rechnung für den Messaufbau. Ich denke Michael Koch ist der einzige hier in der Community, der das könnte.
Und das wir gute Optiken liefern ist ganz einfach herauszufinden - durchgucken.

Clear skies
Tassilo
 
Hallo Tommy,

jetzt ist aber gut. Du versuchst krampfhaft mich misszuverstehen. Wenn Du einen Messaufbau hast, bei dem die Zentrierung eines Apos Stunden dauert, dann mag das bei Dir so sein. War bei uns ja auch so - genau deswegen haben wir ja jetzt das neue Interferometer. Da geht das wie das Brezelbacken. Und den optimalen Zustand müssen wir nicht durch probieren herausfinden - es liegen ja Messprotokolle ab Werk bei. Wir wissen also, wie das Optimum aussieht.

Clear skies

Tassilo
 
Hallo Martin,

"Diese Hersteller verkaufen mit Ihrem guten Ruf und setzen Preise am Markt durch, wo es einem manchmal flau im Magen wird." - Das mit dem guten Ruf aufbauen machen wir gerade - oder hast Du schon mal durch ein schlechtes Explore-Gerät geguckt? Das mit den Preisen wollen wir eben nicht machen, trotz des Aufwandes, den wir treiben.
"Warum nicht z.B. besonders gute Teile, vermessen und optimieren tut ihr ja eh alle, zu höheren Preisen MIT PROTOKOLL verkaufen und die mindestens Beugungsbegrenzten OHNE PROTOKOLL zum Normalpreis?" - Weil wir eben die Messprotokolldiskussion gar nicht anfangen wollen. Du wirst beim genauen Durchlesen dieses Threads bemerken, daß ich garnicht mit der Beugungsbegrenztheitsdiskussion angefangen habe. Erst Tommys post "Ihr verwendet das Interferometer also zur Kontrolle um Beugungsbegrenztheit zu garantieren," unterstellt quasi durch die Hintertür, daß der optimale Zustand nur Beugungsbegrenzt ist - und daran beißen sich dann alle fest. Tommy ist Mitarbeiter beim Skywatcher-Generalimporteur von Österreich - ein Schelm wer böses dabei denkt.


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Tassilo
 
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