Neuling aus dem Saarland ohne Ausrüstung

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jochend

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Seid gegrüsst!

In Ergänzung zu meinem Post im Mitgliederforum mache ich mich nun hier mal auf die Suche nach Tipps für eine vernüftige Einsteigerlösung.

Man erhält unzählige Hinweise über Bücher Webseiten und Foren, natürlich auch von Händlern, mit der Zeit haben sich folgende Punkte herauskristallisiert:

1. Primärmotivation ist der Venustransit, jedoch möchte ich mich nicht darauf festlegen weil das nun mal Glücksache mit Wetter und so ist
2. Ergibt sich aus Punkt 1, das ist grundsätzlich die Transportfähigkeit am ehesten sogar Handgepäcktauglichkeit
3. Ist das Budget, hier möchte ich eher klein als gross anfangen falls "das Ding" nachher wider Erwarten in der Ecke landet, das heisst lieber 3stellig als 4stellig
4. Ist "was will ich gucken", anfänglich am ehesten Sonnensystem und nähere Umgebung jedoch wäre eine gewisse Flexibilität nicht schlecht, ich habe jedoch das Gefühl das man irgendwann sowieso bei mehreren Geräten landet wenn man es dann mal ernst meint
5. Ausgeschlossen habe ich für mich ganz einfach von Anfang an Refraktoren, ist reine Geschmacksache und möchte ich einfach nicht und die Auswahl wird sofort um einiges kleiner und einfacher, Ausnahme: Speziallösung Sonnenteleskop???
6. Nicht in Frage kommt wohl anfänglich eine motorisierte Steuerung bzw. GOTOund Astrofotografie, das scheint mir ein zu "weites Feld" zu sein

Zusammenfassung:
Kleines (günstiges) Travelmak + EQ 1 (3?). ??????
(Teureres) transportfähiges Dobson ??????
Oder doch ein kurzbauendes alternatives System ??????

Erfreulicherweise scheint ja nächste Woche eine Astrobörse in Essen stattzufinden, da werde ich sicher hinfahren...........

Grüsse und CS!
Jochen
 
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PS: da ich noch nicht einmal ein Fernglas habe könnte selbst das eine Einstiegslösung sein.............
 
Hallo Jochen,
Zitat von jochend:
PS: da ich noch nicht einmal ein Fernglas habe könnte selbst das eine Einstiegslösung sein.............

für den Venustransit, so dieser wetterbedingt bei uns sichtbar ist, kaufst Dir eine Sonnen-Schutzfolie, z. B: http://www.baader-planetarium.de/sektion/s46/s46.htm#folie

und ein gutes, preiswertes Fernglas, z:B: http://www.intercon-spacetec.de/produkte/kategorie/produktkategorie/natur_reise/produkt/bv_10x42_br/

Die Folie schneidest du mit einer Schere so groß aus, dass diese über die Fernglas-Objektive(also Vorne drauf) passen und fixierst diese mit je einem Gummiband.



Dann kannst Du immer noch, wenn dir die Beobachtung Spass macht, an die Anschaffung eines Teleskopes denken.

 

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Hallo Jochen,

schön das du nun auch mit der Beobachtung von Himmelsobjekten beginnen willst!

Zum besseren Verständnis hätte ich vorerst noch ein paar Fragen, ich denke das wird helfen dir noch bessere Ratschläge geben zu können.

1. Also du hast noch überhaupt keine astronomischen Vorerfahrungen und bist nun durch den Venustransit auf dieses Hobby aufmerksam geworden, richtig?

2. Du hast (lese ich aus deiner Frage nach Handgepächtauglichkeit) eine Flugreise zu diesem Ereignis gebucht und damit deutlich bessere Sichtbedingungen als wir hier in Deutschland?

3. Warum bist du abgeneigt gegenüber Refraktoren? Das Preis-Leistungsverhältnis ist bei ihnen sicherlich schlechter, aber für einen Anfänger ist (ausser im Vergleich zum Dobson) das Handling dieser oft sogar einfacher. Will dich hier nicht überzeugen, lediglich aus Interesse gefragt.

Allgemein würde ich sagen, das es auf jeden Fall eine sehr gute Idee ist nach Essen zu fahren, dort kannst du viele Geräte anschauen und dir ein Bild über die Größe machen. Vielleicht kannst du auch mal bei einem anderen Sternfreund (oder auf einem Treffen) durch ein Teleskop schauen und dir über deine Präferenzen noch klarer werden.
Nun steht der Venustransit jedoch bald an und du musst natürlich schon irgendwann demnächst dein Equipment zusammen haben. Dabei würde ich auch sagen es ist besser du hast alles früher als später zusammen, denn gerade bei so einem aufregenden Event solltest du vorallem eines mitbringen: etwas Erfahrung. Sonst kämpfst du unter umständen mehr mit der Montierung etc. als das du Zeit bekommst das Ereigbnis zu genießen.

Und ich würde auch nicht meine ganze Aufmerksamkeit auf den Venustransit lenken, denn der ist halt nur einmal in diesem Jahrhundert ;) Wird sicherlich super, aber wenn du dir ein Teleskop kaufst das auch bei der Beobachtung des heimischen Nachthimmels Spass macht wirst du auf lange Sicht sicherlich viel mehr davon haben. Und die Chancen dabei zu bleiben steigt auch massiv an.

Viele Grüße aus dem Saarland,

Jan
 
Hi Jan,

3. Warum bist du abgeneigt gegenüber Refraktoren? Das Preis-Leistungsverhältnis ist bei ihnen sicherlich schlechter, aber für einen Anfänger ist (ausser im Vergleich zum Dobson) das Handling dieser oft sogar einfacher. Will dich hier nicht überzeugen, lediglich aus Interesse gefragt.

Warum ist das Preis-Leistungsverhältniss schlechter und gegen was? Es ist doch die Frage wie man einen Himmel erkunden will und eben sehen will. Ein Fh hat keine Spikes wie ein Newton. Dafür einen Farbfehler. Kann man also so nicht am Preis ausmachen was einem mehr liegt oder missfällt. Ein Apfel kann man eben nicht mit einer Birne vergleichen. Auch wenn beide schmecken.

Ein Preis-Leistungs-Verhältniss kann man nur an Geräten gleicher Bauart messen.

LG Silvio
 
Hi

Da du so eine Streuung bei den möglichen Geräten festgestellt hast ist es am einfachsten sie alle aus zu probieren.
Das geht zb auf der Sternwarte Peterberg in deiner Nähe.
In der Praxis sind so die Unterschiede am besten zu bewerten.
Preis/Leistungssieger ist wohl immer der Dobson. Da bekommst du viel Öffnung für Deep Sky und das für wenig Geld. Natürlich zieht ein Teleskop Folgekosten nach sich die durch Okulare, Filter und anderes Equipment anfallen. Dürfte klar sein aber eine "Grundausstattung" sollte doch vorhanden sein damit man direkt starten kann.

Normal will ich keine Shops empfehlen, da ich diesbezüglich eher neutral bin, aber "APM Teleskopes" dürfte der nächste in deiner Nähe sein, wo du dir die Teleskope schon mal anschauen kannst. Einige sehen auf Fotos so schön handlich aus...

Grüße Michael
 
Hallo Silvio,

obwohl ich bezweifele das es sinnvoll ist im Rahmen einer Anfänger-Erstberatung eine Diskussion über das Preis-Leistungsverhältnis der verschiedenen optischen Systeme zu führen, will ich doch kurz auf deine Frage eingehen.

Spreche ich vom Preis-Leistungsverhältnis, so meine ich damit die (subjektiv) gefühlte Relation der beiden Faktoren Preis und Leistung. Am Preis gibt es nichts zu rütteln, das ist einfach die Menge an Geldeinheiten die man für den Erwerb eines Gutes aufgeben muss.
Bei der Leistung sieht das ganz anders aus: diese setzt sich aus einer Vielzahl von Eigenschaften, die ein Gut mit sich bringt, zusammen und wird dabei maßgeblich von den individuellen Präferenzen des Käufers bestimmt.

Somit ist es schon aus dieser Grundüberlegung heraus unmöglich, von DER Leistung zu sprechen, da diese in der Gesamtheit der sie bestimmenden Faktoren eben für jeden eine individuell andere ist. Man gewichtet halt unterschiedlich.

Deshalb ist dieser Vergleich sehr wohl Bauartübergreifend möglich, wenn man die Präferenzen des Käufers kennt.

Nichtsdesto trotz denke ich, das es bei der Beobachtung der meisten Deepsky-Objekte vorallem auf die Lichtsammelleistung (und natürlich dunklen Himmel etc.) ankommt. Und eben diese (objektiv bestimmbare) Lichtsammelleistung ist beim Refraktor - verglichen mit nahezu jedem Reflektor - im Verhältnis zum Preis eben um ein vielfaches geringer.
Klar, vielleicht ist Jochen ein neuer Planetenfuchs oder ein Doppelsternfan, dann hätte auch ein Refraktor seinen Reiz. Oder der Venustransit hat absolute Priorität, auch dann wäre das eventuell sinnvoll.
Wahrscheinlicher ist jedoch das er das selbst noch gar nicht weiß, und dann ist er mit einem Allroundgerät besser beraten. Je mehr Objekte man sehen kann, und desto lohnender es ist diese anzuschauen, desto größer ist in meinen Augen einfach die Chance das er längerfristig Gefallen daran findet.

P.s: Jochen, wo genau im Saarland wohnst du denn? Kannst und möchtest du mit dem Auto rausfahren um dunkleren Himmel zu bekommen? Dann kann man schon mal die Lichtverschmutzung einschätzen und hat noch einen Anhaltspunkt mehr dich zu beraten.

Grüße,
Jan
 
Puuh erstmal sortieren :)

Zunächst einmal vielen Dank für die vielen Antworten und Reaktionen, hat mich sehr gefreut.

Ich fang einfach oben an *grins*
Praktische astronomische Erfahrung keine, das heisst eine einfache Einsteigerlösung scheint mir sinnvoller zu sein.
Flugreise oder jedenfalls irgendwie wohin wo man es besser sehen kann ja.
Das mit den Refraktoren.....da ist die Antwort schon gegeben, ist quasi ne reine Geschmacksache auch wegen fraglicher Farbfehler und so keine echte Abneigung.
Ich war am Astronomietag auf dem Peterberg und werde da sicher noch öfter sein, leider ist an dem Tag die Zeit etwas knapp gewesen, eine Vereinsmitgliedschaft habe ich mir hier ebenfalls überlegt.
APM war ich schon 3 mal gewesen und wurde natürlich kompetent beraten jedoch eine Kaufentscheidung konnte und wollte ich hier noch nicht treffen.

Ich habe gute Gelegenheiten mit dem Auto Beobachtungsplätze aufzusuchen, die Lichtverschutzung ist im östlichen Landkreis Saarlouis mittlel bis hoch denke ich.

Gestern war ich bei einem schönen Ausflug an die Mosel bei Astro Optik Martini in Zeltingen-Rachtig, da muss ich sagen das es einmalig ist was Herr Martini da auf die Beine stellt und anzubieten hat. Wir durften auch einen Blick durch eins seiner Teleskope werfen, vielen Dank hierfür.
Die Reisdobsons haben mich jedenfalls schwer beeindruckt. Da kann man schon schwach werden.

Sicher ist es das ich mir ein brauchbares Fernglas zulegen werde, das gehört wohl zweifellos zur Grundausstattung.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,
dann mal willkommen :-))
Bin zwar Luxemburger, wohne aber trotzdem im schoenen Saarland :-))
Bin auch erst seit neustem dabei

LG und CS
Claude
 
Hi

Wenn du schon bei Dieter Martini warst, dann hast du ja schon die etwas besseren ;-) Dobsons gesehen.
Ich sag mal so, richtig sinnvoll werden solche Konstruktionen ab 10", die passen auch so noch ins Auto und sind noch zu transportieren. Alles was größer ist wird schon mal ungern getragen. 12" geht aber auch da noch.
Schade, ich wollte am Astronomietag noch kommen aber die annahenden Wolken hatten mich gestört.
Beim Hänlder hast du dann sicherlich die weißen normalen Dobson gesehen. Der Unterschied liegt wohl auf der Hand.

Die Frage ist jetzt, ob du dich mit den Dobsons anfreunden kannst, oder was deine speziellen interessen sind.

Die Lichtverschmutzung ist hier natürlich sehr krass. Aber aus Vorrorten geht da schon einiges, was man sich so nicht vorstellen würde. Leider konnte ich noch nie unter gutem Himmle (für mich kommt da nur der Peterberg in betracht) beobachten, sodass ich da keinen Vergleich habe. Aber ich habe jetzt schon alles Objekte gefunden, die ich gesucht habe, die hellsten eben. Mein Teleskop ist ein 8" Dobson.

Natürlich ist es aus SLS heraus sicherlich schlimmer, erade direktes Licht ist ein Deep-Sky-Killer, da deine Augen sich an die Dunkelheit gewöhnen müssen und dann empfindlich auf das schwächste Licht werden, sprich Galaxien werden besser oder überhaupt erst erkannt.

Wie waren deine Erfahrungen auf der Sternwarte, was hast du gesehen? Himmelsobjekte, Teleskope...
Hast dich ja schon gut informiert, echt super, kommt selten vor.
Kennst du die Vor und Nachteile der Teleskoptypen oder bist du jetzt für den allgemeinen Himmel offen (DS und Planeten)?

Grüße Michael
 
Ich habe auf dem Peterberg bei Tageslicht relativ viel sehen können, da waren die Telekope gerade so im Aufbau....

Was gabs da.....Dobsons, Meade ACF, Sonnenteleskope, parallaktisch montierte Newtons, jedenfalls gut um einen Überblick über die Systeme zu bekommen.
(Reise-)Dobsons sind mir jedenfalls sehr "sympatisch".

Die Entscheidung ist insofern gefallen das ich mir zunächst ein Fernglas kaufen werde.

Was das Thema angeht werde ich mal in das Fernglasforum wechseln denke ich.
 
Zitat von werner48:
Hallo Jochen,
Zitat von jochend:
PS: da ich noch nicht einmal ein Fernglas habe könnte selbst das eine Einstiegslösung sein.............

für den Venustransit, so dieser wetterbedingt bei uns sichtbar ist, kaufst Dir eine Sonnen-Schutzfolie, z. B: http://www.baader-planetarium.de/sektion/s46/s46.htm#folie

und ein gutes, preiswertes Fernglas, z:B: http://www.intercon-spacetec.de/produkte/kategorie/produktkategorie/natur_reise/produkt/bv_10x42_br/

Die Folie schneidest du mit einer Schere so groß aus, dass diese über die Fernglas-Objektive(also Vorne drauf) passen und fixierst diese mit je einem Gummiband.


Dann kannst Du immer noch, wenn dir die Beobachtung Spass macht, an die Anschaffung eines Teleskopes denken.

In diesem Zusammenhang nochmal danke für diesen Ersttipp zu Ferngläsern.
Erwähnenswert erscheint mir noch, ehrlich gesagt habe ich das die ganze Zeit nicht beachtet bzw. erwähnt, das ich Brillenträger mit einem nicht geringen Astigmatismus bin. Das muss ich nochmal in meine Überlegungen mit einbeziehen.
alles weitere im Fernglasforum.
 
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