Neuling benötige Hilfe bei Kauf von Erstgerät

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Hesse1902

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Hallo liebes Forum,

ich bin neu hier und benötige eure Hilfe, da ich mir nun endlich ein Teleskop zulegen möchte. Zu meiner Person, ich bin 37 Jahre alt, wohnhaft in Hessen. Mein Anfangsbudget liegt bei ca. 4000€.
Ich wohne auf knapp 450 m. In wenigen Minuten bin ich auf ca.650m Höhe. Die Wasserkuppe ist 40 Fahrminuten entfernt.
Vogelsberg und Spessart sind auch um die Ecke.
Beobachtung von Balkon und Garten ist leider nicht so gut.
Deswegen muss ich dann schon etas mobil sein, um die SAchen in das Auto und wieder raus zu räumen, um hier zu einem guten Beobachtungspunkt zu fahren. Ein großer Newton oder Dobson scheidet da für mich eiglentlich aus.
Da ich in Uelzen (Lündeburger Heide) arbeite, suche ich etwas relativ kompaktes, was ich auch mal mitnehem möchte. Lichtverschmutzung ist dort ja auch sehr gering.

In meiner Jugend hatte ich von Bresser ein kleines Newton Teleskop, mit wackliger Montierung.
Nach langer Zeit, soll nun endlich das Hobby neu aufleben.
Da ich mobil sein möchte, tendiere ich zu einem APO.
Ich möchte visuell beobachten inkl. Naturbeobachtung, aber auch mich in das Thema Astrofotografie einarebiten. Zuerst Mond + Planeten später Deep Sky. Möchte mich da langsam rantasten.

Meine Vorauswahl:

http://www.astroshop.de/skywatcher-apochromatischer-refraktor-ap-120-900-equinox-ed-ota/p,11666

oder:
http://www.astroshop.de/explore-sci...cd-1-alu-hexafoc-ota/p,52200#tab_bar_1_select

lohnt der Aufpreis zu einem solchen Gerät?
http://www.astroshop.de/primalucela...-120-900-ed-airy-ota/p,46218#tab_bar_1_select

http://www.astroshop.de/skywatcher-...0ed-professional-ota/p,22944#tab_bar_1_select

http://www.astroshop.de/skywatcher-apochromatischer-refraktor-ap-120-900-equinox-ed-ota/p,11666

Monti würde ich mit eine NEQ5 Pro Scan zulegen wollen.
Kamera folgende:
http://www.astroshop.de/kameras/zwo-kamera-asi-178-mc-color/p,48568

Was würdest ihr mir empfehlen? Sind die Abstriche gegenüber einem 8 oder 10 Zoll doch so erheblich, was Mond und Planeten angeht? (Details)
Kann mich irgendwie nicht entscheiden, reizen würde mich auch dieses Teleskop.
http://www.astroshop.de/skywatcher-apochromatischer-refraktor-ap-120-900-equinox-ed-ota/p,11666

Irgendwie reizen mich doch diese Geräte,
was mir die Entscheidung im Moment sehr schwer macht inkl.C9,25

http://www.teleskop-express.de/shop...F-auf-Skywatcher-EQ6-pro-GoTo-Montierung.html

http://www.teleskop-express.de/shop...-VMC-200L---200-1950mm---Tubus-mit-Optik.html

Ich weiß nicht, wie ich mich entscheiden soll.
8 oder gar 10 Zoll zum visuellen beobachten, und Mond/ Planeten Fotografie. Also dann doch eine größe Öffnung und Brennweite?
Ich möchte doch schon die meisten Details an Mond + Planeten
sehen und fotogafieren wollen.
Für die Deep Sky Fotografie dann einen kleinen APO holen?
Ist der Unterscheid (Details) zwischen einem 8/10 Zöller und die von mir aufgelisteten APO´s wirklich so gravierend?

Danke für eure Hilfe!
schönen Gruß aus dem Hessenland
 
Hallo namenloser Hesse... ;-)

Mit den von dir vorgeschlagenen Geräten auf einer NEQ5 wird das wieder wackelig, ich hatte vor Jahren eine und habe sie nach einem halben Jahr wieder verkauft, um mir eine NEQ 6 an zu schaffen.
Das ist meiner Meinug nach das Minimum.

Ich packe die öfter in den Kofferraum, der Aufbau geht nach ein paar mal wie im Schlaf und das Einnorden ist auch halb so wild, wenn man sich mal richtig damit beschäftigt hat. Dauert max. 15-20 min.

Planeten und DeepSky ist meist schwierig, Planeten oder DeepSky ist eher die Frage, sowohl was Kamera als auch Teleskop und Objekt angeht.
Ich mache beides, mit unterschiedlichen Kameras und Teleskopen.

Ob visuell oder fotografisch, das beste was man machen kann ist sich in seiner Umgebung mit Gleichgesinnten zu vernetzen, hier bekommt man immer geholfen.


Zu den APO`s: Deine Tendenz scheint eher zu ED`s zu gehen, das sind keine APO`s, da existiert schon ein Unterschied, sowohl optisch als auch im Preis....

8/10" IST ein gravierender Unterschied zu 120-150mm Öffnung...

Naturbeobachtung mit einem Astronomischen Teleskop passt aus meiner Sicht nicht so richtig, mein 72er ED liefert am Tag ein flaues Bild, Nachts am Himmel hingegen ein gutes Teil.

Zu dem 9,25 SC kann ich nicht viel sagen, aber von dem, was ich bei der einen oder anderen Gelegenheit (durch)gesehen habe gibts da einiges an Serienstreuung und mir ist das Feld bei so einem Gerät zu eng. An sonsten habe ich mich zu wenig mit den SC`s beschäftigt, da möge jemand anderes was sagen können.

Generell wird dem einen oder anderem Mitlesenden auffallen, das Newton scheinbar ausscheidet,
hier mal eine Mischung beider Welten, was mein Equipment angeht:

-NEQ 6 mit
- 8" Newton & 6" Newton, 100/900 ED und 72/435 ED (alle friedlich in einem Raum :smiley47: )
-Stabiles Stativ mit Alt-Az Kopf

Das ganze hat keine 4000,- € gekostet und ist eine breite Pallete von Planeten bis DeepSky,
mobil durch die Tatsache dass ich die Refraktoren mit der Alt-Az leicht mitnehmen kann,
für den 8er und 6er Newton habe ich mir eine kmbinierte Rockerbox gebaut um auch damit mobil zu sein.

Da ganze hat noch den Vorteil das ich gleichzeitig fotografieren und beobachten kann.

Wurde so alles über 4 Jahre erweitert, angefangen habe ich mit Newton auf Rockerbox, unbedingt zu empfehlen wenn
man sich am Himmel nicht auskennt, mit GoTo lernt man nicht so schnell dazu....meine Meinung.

Ich würde gemächlich anfangen, viel Geld für Technik und schweres Gerät wird es immer noch kosten wen man sich sicher ist, in welche Richtung das gehen soll.

Gruß,
Rolf


 
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Hallo,

Zitat von Hesse1902:
Ich weiß nicht, wie ich mich entscheiden soll.
Würde Dir eine Prioritätenliste weiterhelfen?

Es gibt im Grunde zwei Käufertypen. Typ 1 kauft auf Grund von Empfehlungen in Foren sofort drauf los. Typ 2 trifft sich erstmal mit Gleichgesinnten in der Umgebung, schaut sich die Sachen in der Praxis an und kauft dann.
Vor allem wenn viel Geld zur Verfügung steht, wird der Verstand durch das Belohnungszentrum gerne mal abgeschaltet.

Gruß
Ronald

 
Hallo Hesse,

habe auch mit einem Refraktor angefangen:

http://www.teleskop-express.de/shop...-ED---120-900mm-ED-APO-mit-viel-Zubehoer.html

Den fahre ich auf einer EQ5 mit nachgerüstetem GoTo Synscan.

Der geht visuell gut auf der EQ5 und ist m. E. ein Allrounder und brauchbarer Kompromiss.

Das Teure sind aber - bei bei DSLRs - gute Okulare; gerade an Mond und Planeten machen 100-110° Okulare für mich Sinn. Die Grenze für o.g. Refraktor und meine Augen ist aufgrund der dann kleinen Austrittspupille ein 4 mm Okular; das bringt rund 240fache Vergrößerung. Für viel Feld kommt ein 30 mm Okular mit 82° zum Einsatz. Dazwischen machen Okulare 5-6, 8-9, 13-14 und 20-21 mm Sinn.


Fotografisch werde ich zunächst eine DSLR direkt auf die EQ5 setzen und schauen was mit und ohne zusätzlichen MGEN Autoguider geht. Eine fotografische Steigerung wäre vermutlich ein echter 80mm APO.
Die Trennung visuell und (später) fotografisch macht hinsichtlich Lernkurve und Kosten Sinn.


Ich habe mich bewusst für einen 2linsigen "ED APO" Refraktor entschieden und freue mich immer über das rel. niedrige Gewicht, die kurze Aufbau- und Auskühlzeit und den hohen Kontrast.

Wenn ich visuell für Deep Sky noch einen schweren 10" oder 12" Newton wollte, bräuchte ich auch eine entsprechende Montierung wie z. B. eine Skywatcher AZ EQ6 GT, Losmandy GM8 oder gar GM11. Dann wird das Ganze aber richtig teuer und schwer.

http://www.teleskop-express.de/shop...nd-Azimutale-GoTo-Montierung---bis-20-kg.html

http://www.teleskop-express.de/shop...ierung-mit-Gemini-2-Steuerung-und-Stativ.html

Günstige Rockerbox kommt für mich persönlich nicht mehr in Frage, da bin ich inzwischen von GoTo und Nachführung zu verwöhnt.


Nachtrag: Zur Naturbeobachtung mit dem 120/900 ED gibt's hier einen guten Bericht:
http://www.photoinfos.com/astronomie/Skywatcher-ED120mm-Evostar.htm
 
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Moin Hesse,

es gibt definitiv jene Beobachter, die mit einem Apo oder auch einem ED-Apo alles richtig machen. Ich meine auch, dass ein hoch korrigierter Apo mit Bildfeldebnung für die Deepsky-Fotografie sehr sinnvoll ist. Aber der finanzielle Aufwand steht nun doch in keinem Verhältnis zu den Fähigkeiten von großen Spiegeloptiken, wenn es um Planetenfotografie und visuelle Deepsky-Beobachtung geht. Bei der visuellen Planetenbeobachtung würde ich sagen, liefert ein Apo die mit der Öffnung zu erwartende Leistung von der Stange, während bei Spiegeloptiken dies zumindest nicht auf Anhieb abrufbar ist.
Ist halt so eine Sache. Begegnet Dir mal so ein Newton-Freak, der mal eben 12" Öffnung aus dem Kofferraum wuchtet, auf eine Rockerbox setzt, den Lüfter anknipst und mal eben aus Gewohnheit die Feinjustage nachsieht, dann steht die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dessen Gerät an diesem Abend auch mit einem 8" Apo nicht zu knacken ist. Dagegen ist ein falsch belüfteter Lichteimer von der Stange eher Mau in dem, was rauskommt...

Ich empfinde das jedenfalls als gewagt, 4000 Euro so oder anders auf den Kopp zu hauen, ohne mal vorher praktische Erfahrungen gesammelt zu haben. Es gibt allerdings eine Ausnahme. Wenn man die Chance hat, das Budget für gebrauchte Geräte zu verwenden, dann kann man diese Geräte ja auch grob zu diesem Preis wieder abgeben, wenn Erwartung und Realität doch nicht zusammen passen.

Was nun die Montierungen angeht: Ich nutze einen 127/950 Triplett ED (auch so ein FCD-1 Trumm) auf meiner Losmandy Gm-8. Eine GP ist damit überfordert und damit auch diverse GP-Clone und da zähle ich die NEQ-5 hinzu. Eine HEQ-5 somit für Planetenfotografie und visuell das Minimum und doch eher eine EQ-6 mein Rat, wenn der ganze Deepsky-Foto-Kram da noch drauf muss. Und das Gesamtgewicht der Ausrüstung muss doch auch erstmal bewegt werden.

Somit komme ich mal zu zwei grundsätzlichen Überlegungen (nachrangig der praktischen Erfahrung wie schon gefordert):

1. Astrofotografie hat nachhaltig eine stabile Montierung als Grundlage. Die Wahl der Optik ist erstens Nebensache und sollte zweitens mit einer kleinen, schön abbildenden, leicht zu handhabenden beginnen. Also ein gut korrigierter Foto-Apo mit z.B. 70mm-80mm Öffnung. Mehr kann später gerne kommen, wenn die Montierung eine wirklich solide Foto-Plattform ist.

2. Es gibt ein paar Astrofotografen, die neben einer kleinen, feinen Foto-Optik auch so einen Dobson-Lichteimer auf die Wiese schleppen, um zu beobachten, während der Autoguider tickert...

Clear Skies
Sven
 
Hallo Mensch aus dem Hessenland!

Ich bin ganz Svens Meinung, ohne praktische Erfahrung am Teleskop oder mit der Astronomie/dem Nachthimmel allgemein, 4.000 € in Equipment zu versenken ist gewagt!

Wenn du mobil sein musst und Astrofotografie betreiben willst, dann wirst du dir über kurz oder lang vermutlich eh einen Dobson zulegen, da dir das Warten und Nichtstun während der Autoguider summt ziemlich auf die Nerven geht. daher wäre mein Tip, fang mit einem Reisedobson an (8" oder 10"). In den meisten Fällen kann man an so einen Dobson auch eine Webcam/Planetencam betreiben um erste Videografien von Mond/Planeten/ISS zu machen. Wenn du hier im Forum mal in der Galerie suchst, findest du verdammt gute Bilder die auf diese Art an einem Dobson entstanden sind.

Wenn du dich am Himmel auskennst und immer noch der Meinung bist DeepSky fotografieren zu wollen, dann würde ich entweder über eine sehr sehr leichte Montierung nachdenken oder aber du kannst abschätzen was es für dich bedeutet 50-80kg Geraffel durch die Gegend zu tossen, wenn dich das nicht abhält gilt der Satz, eine Montierung kann nicht zu stabil oder zu schwer sein, denn die Montierung ist die Grundlage des Erfolgs.

Eventuell hilft dir das auch weiter: Einsteiger-Guide
 
Moin,
schliesse mich weitestgehend den Vorrednern an..

Da ich selber Anfang des Jahres wieder in das Hobby eingestiegen bin und sogar mehr Geld in die Hand genommen habe als Du, hier ein paar "Lehren" ;)

Ich wollte Astrofotografie machen; Beobachten reizt mich nicht. Folgende Eckdaten funktionieren für mich sehr gut und sollten auch auf längere Zeit "reichen":

Montierung: NEQ6 Pro (trägt 10kg Nutzlast ohne Murren, auch bei Wind, und ist noch einigermassen transportal mit 17kg für das Achsenkreuz). Gibt es oft gebraucht in gutem Zustand für << 1000€.

Optik: Fang mit einer "kleinen" Brennweite an, am Besten einen Refraktor. Sind einfacher zu handhaben, weniger Anfällig, einfacher nachzuführen. Astrofotografie ist recht komplex, daher hilft es, nicht zu viele Baustellen auf einmal zu haben.

Vorschlag: 80mm Skywatcher ED mit Korrektor, oder eventuell 100mm Triplet mit Reducer/Korrektor. Ersteres ist eine sehr populäre Einsteiger-Option, glaube ich.

Kamera: Ne astromodifizierte Canon findet man öfter hier im Forum für 200€

Autoguiding: Mgen... idealerweise mit off-axis guider, aber das hängt von der Optik ab (Arbeitsabstand am Okkularauzug bzw Korrektor)

Und nicht vergessen, dass da dann noch ne Menge Klimbim kommt: Blei Akku mit Verteiler, Kabelage, Bathinovmaske, Heizmanschette usw.

/edit: ich weiss natürlich, dass Du gerne Planeten beobachten willst. Das C9 ist da sicher keine schlechte Wahl. Aber an einer EQ6 (oder gleichwertig) kommt man da auch nicht dran vorbei. Fotografie mit einer so langen Brennweite, selbst mit Reducer, ist kein Kinderspiel - da wirst Du einige graue Haare bei bekommen (daher der Refraktor als Vorschlag ganz konkret hinsichtlich Deep Sky Fotografie).
 
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Hiho,

bei 4k€ würde ich mein Vorgehen von der Eile abhängig machen, d.h.:

a) sehr eilig, wollte eigentlich vorgestern schon meine Bestellung abgeben...
--> 10-15% vom Budget investieren bzw. als Lehrgeld abschreiben. Damit wär dann sogar schon etwas ordentliches wie ein einfacher 8" Dobson mit Planetenkamera drin, oder ähnliches. Oder falls eine ordentliche Kameraausrüstung vorhanden ist, eine kleine Montierung für selbige. Eben etwas, mit dem man jetzt gleich Erfahrungen sammeln kann, ohne die 10-15% direkt in den Sand zu setzen. Der Kram sollte daher gebraucht gut weiterzuverkaufen sein bzw. auch gebraucht gekauft oder später als Beobachtungsgerät/Reiseausrüstung nutzbar sein. Idealerweise ein simples Teil, das man auch bei schlechtem Wetter im Garten nutzt, wenn man nicht anderthalb Stunden das große Gerödel durch die Gegend fahren will, und kurz nach dem Aufbau schon wieder abbauen muss.

b) Zeit hab ich durchaus, ich möchte mir nur grob schonmal eine Vorstellung entwickeln...
Geh zu Teleskoptreffen und schließ dich einer Beobachtergruppe an. Welche AusrüstungEN (man braucht nunmal mindestens 2 Systeme, wenn man im Feld fotografiert und nicht stundenlang gelangweilt unter besten Himmel rumdümpeln möchte) für dich am geeignetsten sind kannst Du nur beurteilen, wenn Du die selbst kennenlernst.

c) naja, so ein bisschen a und ein bisschen b...
Dann durch Forenberatung ein 10-15% vom Budget-Teil kaufen, oder 1-2x Mitbeobachten, denen ein billiges, aber brauchbares Gebrauchtgerät abkaufen oder eben das ansprechenste von den Günstigen hier oder in der Bucht gebraucht erwerben. Und weiter Mitbeobachten.


Die Crux ist halt, dass jeder vollkommen unterschiedliche Ansichten hat. Gerade in den Bereichen "Steifigkeit" und "Bequemlichkeit". Ferner gibt es Konzepte, mit denen manche hervorragend umgehen können, andere dagegen nur sehr eingeschränkt. Insofern könnte jeder seine LieblingsausrüstungEN in der Preisklasse nennen und auch begründen - aber wirklich helfen wird dir das nicht unbedingt. Deine eigenen Anforderungen an die Ausrüstung kennst Du ja noch gar nicht und die von uns anderen erst recht nicht.

cs
Jürgen
 
Hallo Zusammn,

sorry mein Name ist Tobias.
Erstmal möchte ich mich für eure Antworten bedanken.
Als Neuling läst man sich doch schon gerne von den Verkaufsprospekten blenden. Besonder bei Celestron kommt es so herüber, das mit diesen Geräten auch Deep Space Fotografie kein Problem ist.
Ich denke jetzt, das es sinnvoll ist, visuell und fotografieren trennen soll.
Ich tendiere jetzt mir für visuelle Zwecke + Planeten Fotografie mir ein Dobson zu zulegen.
Erstmal visuell die Objekte und den Himmel besser kennen lernen. Für die Deep Sky Fotografie werde ich mir dann eine stabile Montierung und einen kleinen APO zulegen.

Ich denke PReis LEistung ist es optimal. Ich denke mit dem Flex Tubus, kann man es auch noch ganz gut auf der Rückbank verstauen.
Ich ziehe dieses in Betracht.
http://www.teleskop-express.de/shop...-f-4-9-Truss-Dobson-mit-dig--Teilkreisen.html

ISt Orion ok? Besser als Skywachter?
Wie seht ihr das mit der Go To Steuerung?Für Planetenforografie, bei hohen Vergrößerungen benötigt das man schon? Anderseeits doch eher unnötigt? ISt ja auch die Herusforderung die Objekte selbst zu finden, und so den Himmel besser kennen zu lernen.
Ist schon ein gravierender Unterschied, mit einem 12 Zoll Dobson den Mond/ Planten zu fotografieren, als mit einem kleinen APO? ISt halt die Frage ob sich deswegen die Go To lohnt?
Ich bin einfach auf den Unterschied zwischen mein KAufhausteleskop von Bresser 76mm Spiegel ;) und einem 12 Zolll Dobson gespannt.
Denke visuell habe ich mit 12 Zoll dann schon ein gutes Gerät. Dann benötige ich speziell für die Fotografie nicht so ein APo über 1000€, wie von mir vorgeschlagen.

Denke dafür reicht mir ein "kleineres" Gerät
hhttp://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p4964_TS-Optics-ED-102mm-f-7-Refraktor-Teleskop-mit-2--Crayford-Auszug.html
dieser reicht eigentlich auch für den Anfang oder?
http://www.astroshop.de/omegon-apochromatischer-refraktor-photography-scope-72-432-ed-ota/p,33081

Monti würde ich mir dann eine NEQ6 anschaffen.
Wie ist es denn mit der Kamera, taugen diese was?
http://www.astroshop.de/kameras/zwo-kamera-asi-178-mc-color/p,48568

Nochmal danke, für eure wertwollen Tipps.

schönen Gruß aus Hessen
Tobias


 
Hallo Tobias,

Zitat von Hesse1902:
mir für visuelle Zwecke + Planeten Fotografie mir ein Dobson
Dobson und Fotografie geht nicht, jedenfalls nicht so ohne weiteres. Stichwort : Platform
http://www.teleskop-express.de/shop...orm---Nachfuehrung-fuer-Dobsons-bis-60kg.html
Planeten schon gar nicht, da bist Du im Bereich der Hochvergrößerung >200-fach, ob da die Plattform hält was sie verspricht, wage ich zu bezweifeln.

Gruß Uwe
 
Hallo Uwe,

genau anders herum! Schade, dass Du da einfach berätst, ohne wirklich mal mit einer EQ-Plattform geschaut zu haben!

Bei der Planetenfotografie macht man ja sehr kurze Einzelbelichtungen und die noch in sehr enger Folge. Für den Anfänger mag ein 3 Minuten Zeitfenster noch gehen, für die Top-Leute ist das noch viel zuviel! Da dreht sich Jupiter ja schon um 1" weiter! Und für diese Zeit reicht eine EQ-Plattform locker, den Planeten im Bild zu halten. Selbst eine leichte Drift ist kein Problem. Man kann ja laufend korrigieren.

Problematisch ist halt, die EQ-Plattform so auszurichten, dass sie für eine Langzeitbelichtung z.B. 5 Minuten den Stern exakt genug nachführt. Das geht mit der EQ-Plattform nur sehr schwer. Aber es gibt auch welche, die das können. Für unseren TK-18 haben wir eine EQ-Plattform, die einen ST-4-Anschluss und eine Motorisierung in zwei Achsen hat. Ein Sonderfall, der dann nach einer entsprechend genauen Aufstellung der Plattform verlangt.

@Tobias: Es gibt bei den Dobsons von der Stange in letzter Zeit einige wunderliche Konstruktionen. Einige sind brauchbar, andere weniger. Für die Planetenbeobachtung muss man fordern, dass die Stangenkonstruktion auch bei Schwenks die Optik in der Justage hält. Das heißt unter den geänderten Schwerpunktverhältnissen darf das nicht nachgeben, sonst musst Du quasi erst den Planeten einstellen und dann in der Position nochmal nachjustieren. Unpraktikabel. Du kannst natürlich auch Ansprüche zurückschrauben und schauen, was geht. Das ausgewählte Gerät hat, so wie ich es verstehe, einen Aufsuch-Computer. Ob das Modell wiederum mit einer EQ-Plattform klar kommt, habe ich nicht nachgeschaut. Motoren sind da nicht dran, sondern Encoder, die nachvollziehen, welche Schwenks Du machst. Die bemerken aber nicht den Lauf einer EQ-Plattform. Es gibt Computer, die das können. Argo Navis ist einer davon. Aber gut, die wichtigen Planeten findest Du auch ohne das Teil!
So ein Aufsuch-Computer ist eine feine Sache, spart Zeit beim Beobachten. Inzwischen sind die Dinger bezahlbar, denn der 12" kostet ja als Standard-Volltubus um 900 Euro.

Achso... plane mal ein, den Trottel-Lüfter an dem Gerät erstmal umbauen zu müssen, ehe der Sinn macht. Mit dem Lüfter so verbaut (da ist sogar egal wie herum) sollte man dem Konstrukteur die Nasenspitze einschleifen... So ein Lüfter gehört gegen eine abschließende Platte gesetzt (mit Justageschrauben-Durchführung), so dass er durch die Teleskopöffnung ansaugt und gen Boden ausbläst. Außerdem gehört da ein 120er oder gar 140er Lüfter rein, mit Regelung, so dass der langsam laufen kann und somit nicht zuviel vibriert (so Gumminippel zur Befestigung statt Schrauben) helfen zusätzlich auch.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

Du hast Recht, ich habe keine praktischen Erfahrungen mit EQ-Plattformen. Ich gelobe Besserung. Ich weis wohl, wie man Planetenfotografie macht. Ich wollte Tobias nur vor einer Enttäuschung bewahren wenn er einfach so loslegt.
Zitat von Sven_Wienstein:
Problematisch ist halt, die EQ-Plattform so auszurichten...
Wenn in einer Beschreibung steht: " ist möglich " dann liest mein Hirn automatisch : " kann man machen wenn´s unbedingt sein muß, aber gut ist anders ".

Gruß Uwe
 
Moin Günther,

das ist jetzt aber nicht ganz fair! Die Bilder die Holger aus seinem Dobson rauskitzelt sind meiner Meinung nach schon Referenzklasse (aber genau diese hatte ich auch im Kopf bei meinem Beitrag oben). Solche Details sind für viele selbst mit einem parallaktisch montierten 10-zöller schwer/nicht zu erreichen.
 
Hi Markus,

klar sind Holgers Aufnahmen Referenzklasse- meines Erachtes schon 'damals' mit 114mm + Kompaktkamera. Günther wollte mit den verlinkten Bildern wohl nur zeigen, was mit einer eigentlich simplen Ausüstung möglich ist, wenn man mit ihr und v.A. den gewonnenen Daten umgehen kann.
Und gerade zum Einstieg mit dem Zweck:
a) Beobachtungserfahrung sammeln/Himmel kennenlernen
b) Erfahrung in der Planeten"fotografie" sammeln
c) auch mal schnell im eigentlich nicht so guten Garten beobachten/Planeten fotografieren
d) später ein gutes Beobachtungsgerät zu haben, während das "große" und komplizerte Teleskop fotografiert
... finde ich den "Allerweltsdobson" mit 8" zzgl. motorisierter EQ-Platform und schneller Planetenkamera ideal - zumal man sich da auch Okulartechnisch nicht verkopfen muss. Auf so einen Luxus wie push-to würde ich verzichten - wenn, dann gleich goto und dadurch auf die eq-Platform verzichten.

cs
Jürgen
 
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