Neuling braucht Hilfe

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Helix72

Mitglied
Hallo Astronomiefreunde.

Habe mir nun endlich ein Teleskop zugelegt.Da mich besonders Nebel und Galaxien interessieren habe ich mich für dieses entschieden:Bresser Teleskop N 203/1000 Messier MON-2

Doch leider komme ich mit dem Teil nicht wirklich zurecht.
Hätte ich ein "einfacheres" wählen sollen?
Gestern habe ich nach langem Suchen endlich Saturn gesichtet,und war total happy:-)
Doch komme ich mit der parallaktischen Steuerung nicht klar.
Bitte nicht Lachen... Teleskop umschlagen???
Gibt es hier im Forum eventuell Leute die aus meiner Gegend kommen und mir einige Sachen am Teleskop erklären können?

Ich komme aus Rödental im Landkreis Coburg.

Vielen Dank und noch Frohe Ostern.

Heiko





 
Hallo Heiko,

nein direkt aus Deiner Gegend komme ich nicht (Lkr. Schweinfurt) aber so weit entfernt ist es auch wieder nicht. Zunächst mal willkommen hier im Forum und viel Spaß mit Deinem neuen Teleskop.

Bei einem parallaktisch montiertem Teleskop ist die richtige Aufstellung wichtig. Zunächst solltest Du dein Stativ mit dem Zapfen auf dem Montierungskopf grob in Richtung Norden aufstellen. Danach richtest Du es waagerecht aus. Hierzu empfiehlt es sich eine Wasserwaage zu benutzen, die man auf den Stativkopf legt. Nun wird das Achsenkreuz auf das Stativ gesetzt und mit dem Polsucher (falls vorhanden) Polaris eingestellt. Zur Vertiefung bringt Dich das hier vielleicht weiter.

Am kommenden Wochenende findet bei gutem Wetter das Volkacher Teleskoptreffen VTT statt. Falls Du Zeit hast und den Weg nicht scheust, werden wir Dir dort helfen können. Die Veranstalter, darunter auch ich selbst, bauen ab 18:00 Uhr Teleskope auf. Weitere Infos dazu hier.

Noch ein Schlusssatz: Sicherlich gibt es einfacher bedienbare Teleskope wie die Dobsons-Teleskope, aufstellen und loslegen, aber nicht jeder Nutzer kommt mit denen klar. Es ist eben alles Übungssache!
 
Hi Heiko

Das Einfachste wäre sicherlich ds vorgeschlagene Teleskoptreffen oder allgemein das gemeinsame Spechteln - weiter unten gibts auch ein Board namens "Treffpunkt", das genau dafür da ist.

Aber auch Trockenschwimmen kann hilfreich sein, wie z.B. die verlinkte Bedienungsanleitung.
Die 2 wichtigsten Dinge in Kürze:

1.
Deine Montierung hat 4 Achsen: die untersten beiden sind nur dafür da, die Montierung einzunorden - ganz unten lässt sie sich ein wenig nach links und rechts auf dem Stativteller verdrehen und die nächst höhere Achse ist für die Polhöhe - in deinem Fall wird sie etwa auf 50° gestellt.
Dadurch kannst Du das lange Loch, das für den Polsucher gedacht ist, parallel zur Erdachse ausrichten--> wenn Du durchschaust, kannst Du den Polarstern sehen.

Damit steht dein Teleskop schonmal "richtig". die beiden Achsen, die weiter oben bzw. näher am Tubus sind, sind dann die einzigen, die bei der Beobachtung benutzt werden.

2.
Sucher und Teleskop aufeinander ausrichten.
Das geht auch tagsüber, nur keinesfalls in Richtung Sonne probieren.
--> richte dein Teleskop auf ein einige 100m entferntes Objekt wie z.B. Kirchturm aus. wenn Du ihn in der Mitte des Okulars hast, stell das Teleskop fest (nachführung ist die ganze zeit aus, falls Du eine hast). Dann drehst Du an den Justierschräubchen des Sucherfernrohrs, bis der Kirchturm dort ebenfalls in der Mitte ist.

CS
Jürgen
 
Hallo Heiko,

Florian beschreibt hier ein Maß an Genauigkeit, was man für visuelle Beobachtung gar nicht braucht. Den Zapfen nach Norden, das ist richtig, aber Wasserwage - heidenaufwand für nix! Fotografisch kann man anfangen so zu arbeiten!
Ich habe hier das ganze beschrieben: http://www.svenwienstein.de/HTML/montierungen.html
In der Einsteigerecke meiner Homepage findest Du sowieso noch mehr.

Dein Hauptproblem ist das Finden - leider werden die meisten Teleskope mit einem Sucher geliefert, der kein Finder ist!

Schau Dich mal um nach dem Stichwort "Leuchtpunktsucher". Das Ding ist ein Finder. Gibt's auch was auf meiner Homepage.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Heiko,

das aufstellen einer Montierung habe ich hier mal kurz beschrieben.

Ansonsten kann ich dir auch nur den Rat geben wende dich an gleichgesinnte ZB. bei unserem Teleskoptreffen.

@Swen: ein einrichten mit der Wasserwaage halte ich schon für nötig, gerade bei unebenen oder schrägen Untergrund.
 
Hallo Leute.

Erstmal vielen vielen Dank für die Antworten.

Werd mir das alles reinziehen!

Hoffe das Wetter wird nächstes Wochenende gut und das Treffen in Volkach findet statt.Hab nur 100 km:-)
Dort werde ich ja erfahrene Leute kennenlernen die mir einige Tipp's geben können.

Schönen Sonntag noch.

CS
Heiko


 
Hallo Ulf,

mag mich nicht mit der Streiten (außer über die Schreibweise meines Namens), aber ich möchte doch mal einwerfen, dass eine parallaktische Montierung die dem Auge nach einigermaßen gerade auf dem Stativ sitzt und auch nur einigermaßen nach Norden zeigt die Objekte schon einige Minuten im Bild hält (bei Motorisierung und mit üblichen Vergrößerungen).
Wenn ich visuell beobachte, mache ich es nicht anders, als so: Ich stelle mich vor die Montierung, schaue zum Polarstern, drehe die Montierung zurecht (bei mir zeigt ein Stativbein nach Norden) und mache dann gar nichts mehr, weniger an +/- 6° Azimut-Feinjustage, die "irgendwie" stehen, noch an der waagerechten Ausrichtung verschwende ich Zeit. Wenn ich ein Übersichtsokular drin habe, kann ich dann 10 Minuten vom Teleskop weg sein und mein Objekt ist trotzdem noch da - ich muss dann halt korrigierne. Bei hoher Vergrößerung läuft mir je nach Tagesform das Objekt halt schneller aus dem Feld, aber es war noch nie so, dass es die Konzentration gestört hätte.

Ich halte es für nicht gerechtfertigt, immer den Horror von der komplexen und hochgenauen Aufstellung der parallaktischen Montierung zu verbreiten.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

erstmal Sorry wegen dem Namen.

Zum Thema, ich will mich natürlich auch nicht mit dir streiten und fasse es auch nicht als solchen auf, aber das einnorden ist kein großer Akt (ca. 5min.) und auch keine Hexerei so das ich es immer mit Wasserwaage und Kompass machen und empfehlen würde. Danach kann ich auch mal 60min oder länger vom Teleskop wegbleiben ohne das das Objekt raus ist und ein nachstellen während der Beobachtung, auch bei höheren Vergrößerungen entfällt natürlich auch.
Der Umgang mit der Technik gehört für mich zum Beobachten dazu und hinterher hab ichs halt Komfortabler.
 
Hallo,

ich sehe das wie Ulf, aber wozu wasserwaage und kompass(Polaris sieht man ja leicht..)? Wennman durch den Polsucher schaut wird eh alles eingestellt was nötig ist, da kannich auch 3 Stunden weg sein und der Planet geht bei 240x nicht aus der Gesichtsfeldmitte vom Ortho. Fotografisch brauch ich auch nicht genauer aufstellen, wozu gibts autoguider?

Grüße

Daniel
 
Hallo Daniel,

die Wasserwaage ist dass das Stativ gerade steht und der Kompass zum einnorden, reicht Visuell völlig. Will man es noch genauer habe dann mit dem Polsucher auf Polaris einstellen.

Mit Goto könnte man theoretisch auf alles verzichten, denn nach einem 3 Sterne Alingment würde die Steuerung den Fehler herausrechnen (dazu müsste dann halt auch der Deklinationsmotor zum nachführen von der Steuerung benutzt werden).
 
Hi Zusammen,

:) Sicher eine Frage des Anspruchs. Mir ist wichtig, einen Einsteiger nicht durch unnötige Komplexität zu verschrecken.

Ich würde vorschlagen, dass man darauf hinweist, dass es mit waagerecht aufgestelltem Stativ genauer ist und das Objekt dann "unendlich" im Bild bleibt (manche haben dazu eine Dosenlibelle, meine Losmandy hat edler Weise zwei 90° versetzte Libellen), dass aber die Grobe Aufstellung und sei's per Kompass erstmal völlig ausreichend ist. Also kann man auch ohne Polaris klar kommen! Selbst fotografisch, wenn man scheinern kann.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Heiko,

willkommen im Forum. Du hast ja bereits einige Tipps bekommen, welche dir sicherlich weiterhelfen.
Zur Aufstellung möchte ich nichts mehr beitragen - ich richte für eine visuelle Beobachtung die Achse (Breitengrad nur einmalig beim allerersten Zusammenbauen auf 49° eingestellt) auf den Polarstern aus. Das reicht meistens.
Der 50mm-Sucher an deinem Teleskop ist vermutlich okay, aber nachdem du auch im Teleskop den Stern gefunden hast (mit niedrigster Vergrößerung!), so kontrolliere nochmals die Stellung im Sucher. So kannst du diesen nochmals mit den vorhandenen Justiermöglichkeiten einstellen.
Bei nächsten Suchen geht's es dann vielleicht besser.

Clear skies,
Stefan
 
Hallo Freunde der Nacht

Am Wochenende hatte ich endlich wieder Gelegenheit mein Teleskop aufzustellen.Das Teleskoptreffen in Volkach hat mich ganz klar weitergebracht.Ich hatte echt Probleme mit dem Auffinden von Objekten,doch nachdem mir gezeigt wurde wie das mit einem Telrad funktioniert,hab ich mir sofort so ein Teil bestellt.Und siehe da,sofort M 13,M 51,Leo Triplett gefunden.Wow ich war begeistert....
Danke an die Volkacher!!! Das Fieber hat mich gepackt:-)
Auch Danke allen die mir Tips hier im Forum gegeben haben.
Die Seiten von Sven und Armin kann man nur jeden Neuling wärmstens empfehlen!
Im diesen Sinne,CS

Gruß Heiko
 
Hallo Heiko,

freut mich zu hören! Sowohl das Erfolgserlebnis, als auch die Einschätzung zur Homepage. Es steckt viel Zeit drin, und bei Armin und anderen auch.

Clear Skies
Sven
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben