Neuling sucht gutes Fernglas zum Beobachten!

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Lichtjahr

Neues Mitglied
Hallo!

Zunächst mal: Ich bin neu hier :huhu:

Mit der Astronomie kenne ich mich schon ein wenig aus, weiß welche Gerätetypen es gibt, und daß man einen möglichst dunklen Himmel zum Beobachten haben soll.

Eine Zeit lang habe ich mit einem Billigfernglas von meinem Bruder den Himmel beobachtet, es ist ein klappriges Noname mit, ich glaube 10x50.

Nun will ich aufrüsten: Ein neues Fernglas soll her, was richtig gutes, das ich aber auch tagsüber für Tiere und Natür verwenden kann!

Möglichst nicht zu schwer, freihändig zu halten, robust und wasserfest...

Meine Preisvorstellung liegt so zwischen 600 und 800 Euro, das wäre ich schon bereit, dafür auszugeben. Und neu sollte es sein, ich mag keine Gebrauchtartikel ;)

Achja, ich trage zwar meist eine Brille, beim Beobachten ziehe ich sie aber ab. Daher wäre die Brillentauglichkeit nicht so wichtig.

So, und jetzt: Habt ihr ein paar gute Tipps für mich?
 
Hallo Lichtjahr,

hier haengt es davon ab, wo Du die Schwerpunkte setzen willst.

Nicht zu schwer bedeutet wohl: Maximal 42mm; beste Optik in Deinem Preisbereich waere hier das Nikon SE 10x42, das ist aber nur spritzwasserfest (sollte fuer den Alltag aber reichen). Ansonsten vielleicht das Docter 10x42 B/CF, das ist wasserdicht, aber optisch etwas schwaecher.

Ideal fuer Astro waere wohl: 50mm; beste Optik hier: Fujinon 10x50 FMT-SX, das ist auch wasserdicht, aber leider sehr schwer und mit Einzelfokussierung, also nix fuer Vogelbeobachter!

Es haengt also davon ab, in welchem Anwendungsbereich Du Kompromisse eingehen willst. Ein Fernglas, das ideal fuer Astro waere, und gleichzeitig leicht und kompakt, ist logischerweise nicht machbar.

Viele Gruesse,
Holger
 
Hallo Lichtjahr,
willkommen im Forum und viel Spaß hier.

Schade, daß gebrauchte Gläser außen vor sind.
Wenn das nicht so wäre, könnte ich Dir ein Leica Trinovid 7x42 BA (oder das 8x42 BA) empfehlen.
Es glänzt am Tage mit sehr guter Farbtreue und Brillianz sowie in der Nacht mit sehr guter Sternabbildung - für mich ein super "Alles-in-einem-Glas".
Manchmal bekommt man die auch noch neu...
 
Hallo Holger,

vielen Dank für deine Infos!

Zu schwer soll es wirklich nicht sein, und Einzelfokussierung ist für die Tagbeobachtung für mich unbrauchbar.

Ich habe verschiedenes über dieses Nikon im Internet gelesen, die Meinungen gehen auseinander.

Verglichen wurde es u.a. mit einem Swarovski 10x40, was ist davon zu halten? Hier hat Sternengucker ja gefragt wegen dem Einblick, aber nichts zur Qualität gesagt.

Wenn man Nikon, Docter und Swarovski vergleicht, was kommt dabei raus?

Grundsätzlich fände ich es besser, in ein Porro zu investieren, da ich der Meinung bin, daß ein großer Anteil des Kaufpreises in der aufwändigere Technik eines Dachkantglases aufgeht, und für den Rest weniger übrig bleibt.

Wenn ich Unrecht habe, bitte sagen, ich lerne gerne dazu!

Zur Vergößerung noch: Der Unterschied zwischen 10 und 8 fach, wie groß ist der wirklich? Man wird das hauptsächlich bei tagbeobachtung merken, nehme ich an.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

der Unterschied zwischen 8x und 10x ist grösser als die Zahlen vermuten lassen.
ich habe schon etliche Ferngläser besessen, unter verschiedenen Bedingungen getestet und wieder abgegeben..
mein Tipp: Zeiss Victory 10x42 FL, teuer zwar, aber unübertroffen.
 
Hallo Lichtjahr,

das von Holger Merlitz erwähnte Nikon 10x42 SE habe ich - Brillenträger, kurzsichtig - eine Zeitlang als Astro/Orniglas genutzt.

Es ist optisch sehr gut; ich konnte keinen wesentlichen Unterschied zu einem Spitzendachkantglas ( Leica Trinovid 10x50 BA ) feststellen, öffnungsbedingte Unterschiede ausgenommen.

Allerdings war der Einblick für mich nicht ganz unproblematisch, manchmal traten störende Abschattungen auf. Außerdem ist der Mitteltrieb recht schwergängig, was das in der Vogelkunde wichtige schnelle Fokussieren nicht gerade erleichtert. Der letztgenannte Nachteil gilt übrigens noch verstärkt für das Swarovski Habicht. Da es wasserdicht ist, muss die Fokussiermechanik schwergängig gebaut werden.

Das Nikon SE habe ich wegen dieser Nachteile schließlich verkauft und nutze für die Vogelkunde nur noch Dachkantgläser, die wasserdicht sind und einen leichtgängigen Mitteltrieb haben.

Auf jeden Fall gilt: Vor dem Kauf ausprobieren, jeder hat andere Augen und andere Hände, insofern ist ein allgemeingültiges Urteil unmöglich.

Beste Grüße

Manfred

 
Hallo Lichtjahr,

ich habe mir vor kurzem ein Kowa Prominar 8,5 x 44 gekauft und bin davon begeistert ! Sehr gute Randschärfe, sehr neutrale Farbwiedergabe, ein helles Bild, und es zeigt nachts auch für nur 8,5 fach sehr viel, da die Transmission klasse ist. Ist auch selbst für mich noch freihändig gut zu halten. Du findest auch einige Testberichte im Internet über das Glas.

Gruß,
Thomas
 
>>>Wenn man Nikon, Docter und Swarovski vergleicht, was kommt dabei raus?

Das Swaro 10x40 Habicht kenne ich leider nicht, nur das 7x42, das sehr gut ist, aber ein kleines Sehfeld hat.

Das Nikon HGL ist sehr gut, etwas besser als das Docter B/CF, aber auch teurer. Das Nikon SE ist genauso gut wie das HGL, und billiger, aber mit den oben erwaehnten Nachteilen (ein Problem mit dem Einblick hatte ich allerdings nicht). Ein Meopta Meostar ist auch auf diesem Level, und das erwaehnte Kowa Prominar sogar noch etwas besser.

Wie gesagt, Du solltest Dich entscheiden, welcher Anwendungsbereich fuer Dich wichtiger ist. In der Astronomie reicht eine sehr gute Optik, waehrend Fokussierung, Einblick und Wasserdichte zweitrangig sind. Ein hardcore-Vogelbeobachter hat hoehere Ansprueche an Haptik und Mechanik (und bezahlt auch entsprechend mehr), braucht aber weniger Oeffnung als ein Astronom. Ein Zeiss Victory ist ein Overkill fuer die Astronomie, weil ein Nikon SE oder Fujinon eine genauso gute (oder bessere!) Sternabbildung hat und dabei viel weniger kostet. Es gibt wohl kein Fernglas, das beide Anwendungsbereiche optimal bedient.

Viele Gruesse,
Holger
 
Hallo!

Eine Frage hätte ich noch im Moment:

Kann man mit einer Austrittspupille von 4mm, 5 und 6mm genauso gut auch tagsüber beobachten, oder ist das im Prinzip egal?

 
Ein große Austrittspupille bringt bei der Benutzung am Tage sogar Vorteile: Die Position der Augenpupille muss nicht sooo exakt stimmen, als wenn die AP vielleicht nur 2,5 oder 3 mm wäre und damit mi der Pupillengröße ~ übereinstimmen würde. Dann muss sich alles genau decken für ein helles Bild.

Oder kurz: Der Einblick wird angenehmer.

Das ist auch der Grund dafür, dass manche Marinegläser 10 mm AP haben. Auf einem schwankenden Schiff ist ja alles noch viel schwieriger.
 
http://www.optical-systems.com/fujinon-lb150-40x150-edsx-fernglas-p-3221.html

Hier hast du sicher ein gutes Fernglas. Das wird sicher nicht freihändig zu nutzen sein, aber das erwartet man bei astronomischen Beobachtungen eigentlich auch nicht.
Ein Stativ dazu bekommt man gegen Aufpreis.

Dass man bei astronomischen Beobachtungen mit 10facher Vergrößerung nichts beobachten kann außer ein paar großen Mondkratern, dürfte einleuchtend sein.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
"Dass man bei astronomischen Beobachtungen mit 10facher Vergrößerung nichts beobachten kann außer ein paar großen Mondkratern, dürfte einleuchtend sein."

Das leuchtet mir nicht ein: Ein Grossteil der Messierobjekte, Milchstrasse, Kometen, Kleinplaneten, veraenderliche Sterne, Polarlichter, Satelliten/Raumstation etc ...



 
Zitat von Orion12 Dass man bei astronomischen Beobachtungen mit 10facher Vergrößerung nichts beobachten kann außer ein paar großen Mondkratern:
Ferngläser sind die am meisten unterschätzten astronomischen Instrumente. Ich bemühe mich immer, die Objekte der Saison (Interstellarum) im Fernglas zu sehen; meist erkenne ich sogar Details. Du kannst das nachlesen und später auch mal am Himmel nachvollziehen.

Allerdings braucht man Beobachtungserfahrung. Ich sehe heute im Fernglas ~ so viel wie früher in einem kleinen Fernrohr.
 
Zitat von Orion12:
http://www.optical-systems.com/fujinon-lb150-40x150-edsx-fernglas-p-3221.html

Hier hast du sicher ein gutes Fernglas. Das wird sicher nicht freihändig zu nutzen sein, aber das erwartet man bei astronomischen Beobachtungen eigentlich auch nicht.
Ein Stativ dazu bekommt man gegen Aufpreis.

Was soll denn der Schwachsinn? Ließ mal mein Ausgangspost, und denke nochmal nach!

So nebenbei, bekommt man für dieses Geld bereits ein fettes Teleskop mit Riesenöffnung und Bino...
 
Merkwürdigerweise sind Ferngläser immer um ein Vielfaches teurer als Teleskope ohne nur annähernd deren Leistungsfähigkeit zu erreichen.

Dafür kann man sie überallhin mitnehmen.

Ein Fernrohr mit 500facher Vergrößerung bekommt man schon für unter 100 €, ein gutes Fernglas mit 20 facher Vergrößerung kostet schon deutlich 3 stellige Preise.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Orion,
auch wenn es hier OT ist, aber an an welches Gerät denkst Du da - 500fach für unter 100,-?
Und was ist mit Okularen etc.?

Sooo merkwürdig finde ich den Unterschied im Preis garnicht, wenn ich mir die Bauteile ansehe: preiswerte Spiegel mit Blech drumrum vs. aufwändige Prismen, sauber vergütet und justiert in einem Präzisionsgehäuse.

Wie definierst Du denn Leistungsfähigkeit? Nur über die Vergrößerung?
Hast Du schon mal mit einem z.B. 10x50 Fernglas unter einem z.B. 6,5mag Himmel gesessen? Es erschlägt einen glatt, was da alles zu sehen ist! Und das mit wesentlich weniger Aufwand als mit einem Teleskop...

Oder hast Du nur die Ironie-Tags vergessen in Deinem Beitrag?
 
http://www1.de.shopping.com/xPO-Meade-Galaxia

Hier etwa ein Fernrohr mit fast 700facher Vergrößerung ab 160 €. Das ist natürlich im Preis nicht mehr zweistellig, ab
mit etwas suchen findet man vielleicht eine etwas kleinere Ausgabe, aber 160 € ist für so ein Gerät doch ein sehr fairer Preis.

Mit einem 10*40-Fernglas (habe so eins) sehe ich hier eben außer Mondkratern (und da nur die großen) gar nichts astronomisches, auch nicht die Jupitermonde oder Saturnringe.
Das wird aber vielleicht zum Teil auch an den widrigen Sichtbedingungen hier liegen.

Auch wenn es dem Thema hier nicht entspricht, würde ich für astronomische Beobachtungen vom Fernglas abraten - eben weil man für weniger Geld doch schon ordentliche Teleskope bekommt.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Da gibt´s ja nichts mehr zu sagen, oder?

:Trost:

Mal im Ernst, Orion12, alleine theoretisch ist mit dem genannten Spiegelteleskop nicht möglich, 700x zu nutzen.

Wenn du in deinem 10x40 nicht mal die 4 hellsten Jupitermonde siehst, dann ist entweder dein 10x40 absoluter Schrott, du schaust durch eine 5 Zentimeter dicke Milchglasscheibe, oder du hast was an den Augen.

Wie würdest du es nennen, wenn du zum Himmel blickst, und die Sterne siehst? Anti-Astronomisch? Hmm.......

:mauer:

Naja, hoffentlich nimmt Lichtjahr deine Aussagen nicht so sehr zu Herzen.
 
...oder du wohnst mitten in einer größeren Stadt, über der immer einer scheinbare orange-gelbe Licht-Kuppel liegt.

Deshalb habe ich auch auf die Anschaffung eines größeren Gerätes verzichtet, ich müsste immer in die Umgebung fahren.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,
also sei mir nicht böse, aber ich denke Du hast die Grundbegriffe der hobbymässigen astronomischen Beobachtung nicht verstanden.

Alle Spatzen pfeiffen es inzwischen vom Dach, daß die maximal sinnvolle Vergrößerung mit einem Teleskop etwa 2x Öffnung ist (bei durchschnittlichen Spiegeln eher 1,5x).
Bei dem von Dir verlinkten also ca. 170fach.
Alles andere ist Wunschdenken in der Werbung und unseriös. :mauer:

Vergrößerung ist eben nicht alles, der Himmel muß stimmen und Du musst Dich am Himmel orientieren können - dann ist das Gerät fast egal, es gibt mit jedem Fernglas/Teleskop was zu sehen.

Wer aber dann wie Du in der Großstadt wohnt, keine Lust hat rauszufahren und sich trotzdem wundert/ärgert, daß er nix "astronomisch interessantes" sieht, sollte sich ein anderes Hobby suchen oder nochmal bei Null anfangen... :augenrubbel:

Und bitte mach deswegen den anderen nicht das Fernglas madig!
Sowohl Saturnringe als auch Jupitermonde sind bei 10fach sehr wohl zu sehen, auch aus der Stadt heraus (wenn man nicht grad direkt unter einer Laterne hockt).

Nimm mal Dein 10x40 (ist ja nicht so groß und schwer) und fahr ca. 10km raus aus der Stadt und dann berichte noch mal bitte...

?)
 
Dann hättest du dir das Fernglas auch sparen können...

-Das Fernglas kann man auch anderweitig benutzen und es war auch nicht primär für astronomische Beobachtungen gedacht.

-Auch 170fach ist eine Vergrößerung, die man mit einem Fernglas nicht annähernd erreicht - auch dafür ist der Preis absolut OK.
Außerdem ist es bei einem Fernrohr wie bei jedem anderen Produkt: Die Eigenschaften, die zugesichert werden (hier 675fache Vergößerung), müssen auch erfüllt werden, sonst besteht ein Grund, das Produkt wieder zum Händler zu bringen.
(§ 459 BGB).

Wer aber unbedingt ein Fernglas sucht, für den habe ich weiter oben auch einen Link gesetzt. Es ist bestimmt ein sehr gutes Gerät.

Übrigens: Astronomie hat doch noch viele andere Facetten als visuelle Beobachtung.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Orion12,

deine Beiträge in allen Ehren, aber sie beziehen sich in keinster Weise auf die Frage des Lichtjahres.

Sie zielen an seiner Frage vorbei, und bringen ihn sicherlich nicht weiter.

Wie er schreibt, sucht er ein Glas, mit dem er, wie du auch, andere Beobachtungen machen kann.

Dein verlinktes Glas mag toll sein, aber es wird ihn nicht sonderlich beeindrucken und interessieren, weil es preislich und größenmäßig ein wenig an seinen Vorstellungen vorbei geht.

Und was die anderen Facetten anbelangt: Da stimme ich dir zu, aber was hat das mit der Auswahl eines Fernglases zu tun? Soll er sich ein Radioteleskop, oder ein Astrobuch kaufen?
 
Hallo mal wieder,

jetzt bin ich noch nicht so richtig weiter gekommen hier, die Antworten sind noch nicht sehr eindeutig.

@Orion12: Falsche Empfehlung würde ich sagen. Trifft nicht ganz meinen Geschmack.

@Sterngucker: Ich lese mir mal deinen Testbericht durch, vielleicht hilft mir das ja weiter.

Beste Grüsse an alle!
 
Da nun keiner einen konkreten Ratschlag gab, möchte ich es tun. Martin Birkmeier hat einmal versucht, mir mein Dekarem "schlecht zu reden" und so seinen Umsstzplan zu erfüllen. Obwohl ich am Dekarem hänge, habe ich als höflicher Mensch das Fujinon 10x50 FMT ausprobiert:
http://www.intercon-spacetec.de/pro...tkategorie/astronomie/produkt/10x50_fmt_sx_2/
Leider hatte ich mein Glas nicht dabei und konnte nicht vergleichen.

Mein Eindruck:
- Ein sehr gutes Glas mit wirklich angenehmem Einblick, in dieser Hinsicht besser als das Dekarem.
- Einen scheinbaren Bildwinkel von 65° haben die einfachen Gläser alle nicht, wohl aber das Dekarem und auch das Fujinon.
- Martin sagte, die Transmission sei höher. Das habe ich nicht sehen könne, wird aber wohl stimmen.
- Ich hatte den Vergleich nicht, aber es schien mir am Rand des Bildfeldes weniger unscharf zu sein als mein Dekarem. (WW-Okulare sind immer ien Kompromiss in dieser Preislage)

Ich denke nicht, dass man mit diesem Glas etwas falsch macht. Sicherlich sind Dachkantgläser "modern", ich sehe aber keinen Nachteil bei Porro-Gläsern.

Mein Rat: Kaufen und vorsichtig ausprobieren, damit man notfalls vom Rücktrittsrecht lt. Fernabsatzgesetz Gebrauch machen kann.
 
Hallo Uwe,

Du hast leider übersehen, dass der Threadstarter das Glas auch für die Naturbeobachtung tagsüber verwenden möchte. Das Fujinon 10x50 mit Einzelokularverstellung und 1,4 kg Gewicht ist dafür denkbar ungeeignet.
Als reines Astroglas ist es sicherlich sehr empfehlenswert, da wird man, wenn man mit dem Gewicht klarkommt, kaum etwas besseres finden.

Beste Grüße

Manfred

 
Hi Lichtjahr,

die Docter Nobilems sind glaube ich noch nicht erwähnt worden.
Das 10x50 B/GA für ca. 630€ liegt (bis auf das Gewicht) in Deinem Anforderungsprofil und scheint nicht schlecht zu sein.
Ich kenne es aber nicht.

An Deiner Stelle würde ich mir ohnehin überlegen, tagsüber ein schweres Allround-Glas mit mir herumzutragen.
Dazu kommt, dass 5 mm Austrittpupille tagsüber ja gar nicht notwendig ist.
Mein Rat ist daher: Denke langfristig und investiere in zwei Ferngläser.
Ein kleines leichtes 8x32, das man tatsächlich oft dabei haben kann.
Später kommt dann ein Spezialist für Astro mit großer Öffnung und Vergrößerung fürs Stativ hinzu.

Ich selber besitze seit Jahren das 8x32 aus der Nikon SE-Reihe, die oben bereits erwähnt wurde und bin absolut zufrieden.
Allerdings: So schön die Beobachtungen am Nachthimmel damit sind, gegen einen richtigen Photonensauger wie meinen 16x70 Fujinon hat es keine Chance.
Ein solches Großfernglas leistet übrigens auch im Urlaub unter dunklem Südhimmel neben dem "Kleinen" hervorragende Dienste und ist dabei immer handgepäcktauglich.
Die Fujinons bekommt man häufig gebraucht aber leider ist das ja nicht Dein Fall. Eine Alternative zum Fujinon sind z.B. die billigeren China-Clones.


Gruß
Bernhard
 
Hallo Bernhard,

welche China-Clones kommen da als
Alternative in Frage?

Ich würde gerne mal Grossferngläser
am Sternenhimmel benutzen, kann mir
aber derzeit nicht mal ein gebrauchtes
16x70 Fujinon erlauben.

Gruß Dirk
 
Hallo Dirk,

z.B. dies (wenn der Link klappt): http://www.teleskop-express.de/shop...tdoor---Weitwinkel---Stickstoff-gefuellt.html

Das sind abgekupferte Fujinons. Billig, weil im sozialistischen "Arbeiterparadies" China keine Entwicklungskosten notwendig waren
und die Herstellung zu Hungerlöhnen ohne soziale Absicherung erfolgt.

(Obwohl ich Billigprodukte aus China eigentlich meiden will, besitze ich bestimmt auch einige, ohne es genau zu wissen.)


cs
Bernhard
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Kaufen wir nichts in China. Haben die Chinesen hunger... Dabei: ist China am moment ein sozialistischen "Arbeiterparadies"? (2009)... USW

Besser nur Optik besprechen in dieses Forum.
Bitte nur Optik besprechen in dieses Forum.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben