Neuling sucht Hilfe für Teleskopkauf

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Sturmy

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Hallo zusammen,

ich bin Neuling in der Astronomie. Ich habe beim Aufräumen mein altes TCM- Newton mit 76mm Öffnung und 700mm Brennweite entdeckt, welches ich schon länger besitze aber nie richtig genutzt habe. Nur mal durchs Fenster den Mond beobachtet.
Im Moment beobachte ich jedoch mit einem Eschenbach 10x50Ww Fernglas. Besonders hat es mir dabei die Deep Sky Beobachtung mit ihren Nebeln und Galaxien angetan. Aus diesem Grund habe ich mir den Deep Sky Reiseatlas von Oculum gekauft und mich auf die Jagd nach ein paar Nebeln gemacht.
Als ich das erste Mal den Andromeda-Nebel sah, war ich auf einen Schlag von der Faszination dieses Hobby gepackt. Auch gelang es mir den Eulen-Nebel im Sternzeichen des großen Bären zu beobachten. Allerdings war er nur extrem schwach.
Aus diesem Grund überlege ich mir ein lichtstärkeres Teleskop zu zulegen.
Deshalb habe ich im Internet nach einem passenden Gerät geschaut und bin auf eine große Auswahl an Herstellern gestoßen und habe schlicht weg den Überblick verloren. Auch haben mich die ganzen "Versprechen" der Hersteller etwas unsicher gemacht. Aus diesem Grund habe ich nach Testberichten gesucht, bin aber nicht richtig fündig geworden. Auch habe ich überlegt, welche Art von Teleskop ich mir zulegen sollte. Hier in diesem Forum bin ich dann durch einen Beitrag zu der Erkenntnis gekommen, dass ein Dobson eine gute Wahl für mich wäre, da ich im Moment und auch in der nächsten Zeit nicht über Astrofotografie nachdenke.

Beim lesen auf den Händlerseiten bin ich immer wieder über "garantiert Beugungsbegrenzt" gestolpert. Was ist darunter zu verstehen?

Ich hoffen Ihr könnt mir bei einer Kaufentscheidung, bezüglich Optik, Verarbeitung etc. helfen. Als Budget habe ich mir 700 Euro +- x gesetzt.

Über Eure Hilfe würde ich mich sehr freuen.
Gruß Christian
 
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Hallo!
Da sich grad keiner angesprochen fühlt, würd ich gern von dir wissen ob bei deinem Budget die Okulare inklusive sind.
Wenn ja würd ich dir beispielsweise ein 10" GSO empfehlen, und den Rest des Geldes in Okulare anlegen.

Gruß Deadlock
 
hi

ich würde dir mal raten die verschiedenen öffnungen zu vergleichen und zu schauen wann es dir ausreicht. denn es sind immer verschiedene details zu sehen. ich hab hier beim himmel von 5m (und seh im zenit die milchstraße, aktuell)
habve aber bei noch keiner galaxie spiralarme gesehen, leider. deswegen besser vorher vergleichen. evtl einfach noch bisschen sparen. hier mal ein grober größenvergleich zum transport (wenn es nicht dunkel im garten ist)
http://www.taunus-astronomie.de/art_scopes.html

bye michael
 
Hallo Christian,

ein paar Fragen habe ich an dich:
beobachtest du aus der Stadt heraus oder vom Lande? Was möchtest du als Schwerpunkt beobachten? Möchtest du später mal Fotos machen? Besitzt du schon Okulare und wenn nein, beobachtest du mit oder ohne Brille? Hast du ein Auto? Wie groß/klein ist es?

Finde es sehr gut, daß du mit einem Fernglas angefangen hast und die Objekte selber versuchst zu finden. Viele Neulinge kaufen sich ein Schrott-China-Goto-Teleskop, fahren alle Objekte ab und kennen sich am Himmel trotzdem nicht aus.
Noch etwas. Wenn möglich nicht durch ein Fenster beobachten. Das beeinträchtigt gewaltig die Bildqualität. Beobachtet wird nur an der frischen und klaren Luft!!!

Viele Grüße
Torsten
 
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Hallo Torsten,

zu Deinen Fragen:
ich wohne am Rande einer Kleinstadt (ca. 24.000 Einwohner). Zum beobachten würde ich aber raus auf das Land fahren. Vielleicht sagt Dir ja der Aschberg was?
Als Schwerpunkt hatte ich mir Deep Sky vorgestellt und da hauptsächlich Nebel (Emissions, Refelexions, Dunkel,...).
Okulare besitze ich keine, bis auf die Tchibo-Dinger aber die zählen nicht. Ich trage keine Brille und fahre einen Peugeot 206+. Habe auch schon mal gemessen, einen 10" Volltubus bekomme ich noch ohne Probleme auf die Rückbank.

Das mit dem Fenster war auch eher, weil ich das Teleskop vor einigen Jahren bekommen habe und da noch wesentlich jünger war und nicht so recht etwas damit anfangen konnte.
Wegen der Orientierung am Himmel, ich finde es für mich wichtig, sich nicht zu sehr von der Technik abhängig zu machen. Meines Erachtens geht nichts über eine gute alte Karte ;)

Gruß
Christian

p.s.: @ Deadlock: das genannte Budget ist exklusive Okulare
 
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Hallo,
Ich persönlich hab was transportabilität angeht bei 10" die Grenze gezogen. Bei mehr wird mir das Öffnungsverhältnis zu schnell oder es passt nicht mehr ins Auto.
ICh würde den Rest in Zusatzequipment stecken. Neben Leuchtpunktsucher, von Telrad mit dem entsprechendem Kartenmaterial hab ich noch folgende Okulare.

TsWA32 2" : das ist mein Übersichtsokular was ich gebraucht erstanden habe. Das angenehme Einblicksverhalten mag ich besonders an ihm

SpeersWaler 13,4mm: Für mittlere Vergrößerung wie bei DS. Auch gutes Einblickverhalten und 82° scheinbares Gesichtsfeld

Dann noch das Speerszoom 5-8mm: für hochvergrößerungen. Auch sehr schön aber ein ziemlicher Brummer.

Hab noch ein planetary 4mm für die Planeten allerdings hab ich da manchmal einen Schein um helle Objekte, was ziemlich nerven kann.
 
Hi,

bei den Voll-Tuben, habe ich auch nicht die Möglichkeit etwas größeres als 10" zu transportieren.
Ab welcher Größe lohnt es sich überhaupt einen zerlegbaren Tubus zu kaufen?
Bin beim Suchen im Netz über diese drei Dobson gestolpert, die ich ganz ansprechend fand:

Skywatcher Skyline

GSO 880 Deluxe

Galaxy D10

Was haltet Ihr davon? Oder hat jemand andere Vorschläge?

Gruß Christian
 
Hi Christian,

12" Volltubus ist kaum noch im Auto transportabel. Warum ich das schreibe? Weil ich einen habe und es nicht tun würde. Der Tubus passt nirgends mehr quer auf die Rücksitzbank und wenn du keinen T5 von VW hast, wir es sehr eng. Auch der Rocker ist nicht zu unterschätzen. Mit 10 Zoll Volltubus wird das noch gehen … am besten, und das ist eigentlich immer Tipp Nr. 1: sieh dir die Geräte live an! Man staunt sich sonst den Rücken krumm über die tatsächlichen Dimensionen. Hier ist der Tipp eigentlich beendet …

Bei meinen Beobachtungsplätzen ist der Transport kein Kriterium, ich habe Handstangen und Karrenräder dran gebaut und bekomme den Trum so ganz bequem aus der Astrokammer auf die Weide – alles ebene Erde, und früh genug planbar mit ausreichend Spielraum zum Auskühlen. (Deshalb reicht mir auch der BK7 Spiegel) Wenn du aber mit dem Auto losziehen möchtest, wär meine Empfehlung max zehn Zoll. Darüber zwingt sich m. E. etwas Zerlegbares auf, von den angebotenen Stangenlösungen war ich indes nicht bis gar nicht begeistert. Dann böte sich eher eine finale Lösung à la Martini & Co. an – aber das spielt in einer anderen Liga.

Aus genau dem Grund hab ich den GSO 980 gewählt: ausreichend gute Optik, recht stabiler Tubus, guter OAZ (kein Feathertouch, klar, aber für rein visuelles Beobachten mehr als ausreichend!) zudem sehr justierstabil. Die nötigen Umbauten seien aber auch nicht verschwiegen: Velours, Lüfter, stärkere Federn, andere Schrauben an FS und HS etc. Aber um diese Dinge kommst du bei den anderen Modellen auch nicht rum.

Nur so als Denkunterstützung,
Grüße, Olaf
 
Hi Olaf,

bin mal mit dem Zollstock los und fand auch sehr schnell heraus, dass 10" für mich die Obergrenze ist. Trotzdem danke für Deinen Tipp.
Was die Auskühlzeit anbelangt wie lange dauert es schätzungsweise bis ein 10" Spiegel ausgekühlt ist?

Was ist von dem Skywatcher Skyline 10" mit Pyrex-Spiegel zu halten?

Gruß Christian
 
Hallo Christian

Mein rat an dich ist der, am 19 Sebtember ist in Villingen-Schwenningen die AME Messe Internationale Astronomie Messe, da tut es sehr viel über Astronomie geben verschiedene anbieter von Teleskopen von Groß bis klein, Bücher Zeitschrieften und mehr.

Wenn du deine Eltern überreden kannst da hin zu gehen, wäre es für dich ein Wow so was hab Ich noch nie gesehen, da tut es auch für den Hunger und Durst geben.

Ich wünsche dir aufjedenfall viel erfolg.

Schau mal da www.astro-messe.de

Mit Freundlichen gruß Manfred
 
Hallo

Oha da bin Ich aber selber Dankbar jetzt wäre Ich am 19 Sebtember da hin gegangen.

Für das falsche Datum der AME angeben Entschuldige Ich mich.

Manfred
 
Hallo Christian,

ich selbst habe auch einen 10" Dobson mit ca 15 kg Lebendgewicht. Die Auskühlzeit ist von vielen Faktoren abhängig, man kann aber Pi x Daumen mit ca 1 Stunde rechnen. Das wirst Du aber selbst feststellen können, besonders gut an einem helleren, unscharfen Stern, ob der Spiegel/Tubus akklimatisiert ist oder nicht.

Der GSO und der Galaxy haben beide einen Lüfter verbaut, der unterstützt die Auskühlung. Der Skywatcher hat keinen Lüfter.

Da mein Dobson ein Eigenbau ist, kann ich aber zu den genannten Geräten nichts sagen, was die Qualität betrifft. Habe nur einen 6" F/6 GSO hier und einen neuen 6" F/5 Skaywatcher. Ich muss gestehen, dass mir persönlich der Skywatcher wegen der HS-Zelle, der FS-Halterung und des justierbaren OAZ besser gefällt. Und der FS ist mit dem notwendigen Offset eingebaut. Bei meinem GSO nicht.

Am besten wäre aber wirklich, wenn Du Dir mal ein paar Geräte selber ansehen kannst.

Viele Grüße
Matthias
 
Hallo Ihr Lieben,

ich bin neu hier und wahrscheinlich könnt Ihr die Frage schon nicht mehr hören ^^ ich hab auch schon diesen Beitrag hier durch gelsesen und habe schon ein paar infos mehr.

Ich interessiere mich schon sehr lange für die Astronomie, nur leider haben sich bisher nie die Vorraussetzungen für ein Teleskop ergeben. Nun sind sie da und ich möchte mir endlich meinen Traum erfüllen.

Ich habe mich jetzt durch verschiedene Foren und Verkaufsseiten druch geschlagen und habe bisher zwei Teleskope in aussicht.

1. Omegon N130/920 EQ3
2. das 150/1200 oder 200/1200

Ich möchte gleich ein teleskop haben wo ich die Planeten schon genaue ansehen kann, da ich mich definitiv mehr damit beschäftigen will als nur mal den Mond etwas genauer an zu sehen.

Ebenfalls habe ich gelesen das man sich noch zwei Okulare dazu holen soll, kann man die bei jedem teleskop anwenden oder nur spezielle für spezielle teleskope?
In Aussicht hatte ich das ED Okular 7,5 mm un das 5,2 mm.

Für Antworten wäre ich sehr dankbar!
Ich freue mich schon darauf.

Lieben Gruß

Sandy
 
Hi Sandy,

Muss es eine parallaktische Montierung sein? das 200er ist dafür schon recht groß und schwer. Entsprechend stabil muß dann auch die Monti sein.
Okus hängen von dem Öffnungsverhältnis ab. Nicht jedes Oku macht in jedem Teleskop Sinn. Außerdem hängt es von den zu beobachtenden Objekten ab.
Wie wärs für Planeten mit einem schönen langen Dobson (f/6 oder f/8)? Oder mit einem Mak?

CS, Tilo
 
Hallo Sandy,

das 130/920 sollte mit der EQ-3 ganz gut harmonieren, vorausgesetzt, das ist auch eine solche, und nicht etwa eine Astro-3.

Das 150/1200 braucht erfahrungsgemäß mindestens eine EQ-5, besser eine GP(-D2) oder HEQ-5. Bei einem Achtzöller ist wohl eine HEQ-5 das Minimum, wenn man nicht gerade eine kurze und leichte SC-Optik wählt.

Ein 150/1200er Newton ist meiner Meinung nach ein angenehmes Planeteninstrument: Er läßt sich mit einem Laser sehr genau justieren, nimmt eine Fehljustage aber weniger krumm als ein schnelleres Gerät. Die Toleranzen bei der Herstellung des Hauptspiegels sind größer, also stören Fabrikationsfehler weniger. Als OTA wird meist ein 1,25"-Auszug verbaut, und dann natürlich mit einem kleineren Fangspiegel kombiniert. Das ist schlecht für Weitfeldbeobachtungen, aber gut gegen zuviel kontrastmindernde Obstruktion. Letztendlich erreicht man mit einfachen und daher kontrastreichen sowie preiswerten Okularen hohe Vergrößerungen. Mein 150/1200 wird mit Orthos von 4 und 5 mm Brennweite an die höchsten Vergrößerungen getrieben, während die geringeren Vergrößerungen mit Plössl realisiert werden. Übrigens werden diese Okulare auch an schnelleren Teleskopen eingesetzt.

Die Okulare, die bei 1:8 gut arbeiten, tun dies nicht unbedingt auch bei 1:5, aber die von Dir vorgeschlagenen Teleskope sind ja nicht schneller als 1:6 und sollten mit den meisten Okularen ganz gut zusammenarbeiten. ED 7,5 und ED 5,2 mm müßten sogar an schnelleren Instrumenten funktionieren.

Die meisten Okulare lassen sich mit allen Teleskopen verwenden, die den passenden Steckdurchmesser aufweisen, sofern man weder über- noch untervergrößert. Es kann bei schnellen Teleskopen allerdings Randunschärfen geben, doch ob die stören, ist individuell unterschiedlich. Meine Plössl arbeiten bei 1:5 noch ganz gut.

Eine andere Sache ist das Einblickverhalten. Plössl und Orthos haben bei kurzen Brennweiten immer weniger Augenabstand, aber solche Probleme wie Kidneybeaning treten nicht auf.

Meine Teleskope sind praktisch alle parallaktisch montiert, denn bei höheren Vergrößerungen ist eine motorische Nachführung sehr angenehm, und beim Suchen hat man eine zum Koordinatensystem einer Sternkarte parallele Anlegekante.

Sternfreundliche Grüße

fquadrat
 
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Hallo Ihr Lieben,

vielen Dank für eure schnellen Antworten und detailreichen Infos!, es hat mich sehr gefreut hier so nett aufgenommen zu werden!

Eine parallaktische Montierung hört sich schon sehr gut an. Aber was gibt es denn für Vor- bzw. Nachteile bei einer parallaktischen Montierung im Gegensatz zu einer azimutalen Montierung?
Die meisten Kombi-Angebote die ich gefunden habe sind mit parallaktischer Montierung.

Dobson habe ich mir auch schon angesehen. Aber dann müsste man sich dazu extra ein Stativ kaufen oder? So gibt es das Dobson, wenn ich das richtig verstanden habe, um auf einem Tisch zu befestigen? Und das wäre eher nachteilig, da man ja nicht immer einen stabilen Tisch hat.
Über ein Maksutov habe ich noch nicht nach gedacht, was gäbe es hier für eine gute Einsteigermöglichkeit wo man jedoch schon genauer die Planenten ansehen kann?

Bzgl. des 150/1200: Ich habe mir ein paar im Astroshop angesehen und da gibt es die wohl nur Kombi-Angebote mit einem NEQ-3.
Ansonsten habe ich nur eines ohne Stativ gefunden:
Skywatcher Teleskop N 150/1200 Explorer BD OTA.
Wozu ich mir ja dann ein gutes NEQ-5 kaufen könnte? Was ist hier der Unterschied zum HEQ-5?
Habt Ihr eventuell noch einen anderen Tipp wo ich das Equipment kaufen kann?

Wie finde ich eigentlich heraus welche Orthos ich brauche um an die höchsten Vergrößerungs-Möglichkeit zu kommen? Das ist ja sehr wahrscheinlich vom Teleskop abhängig!

ED 7,5 und ED 5,2 mm halte ich mir also schon mal im Hinterkopf für meinen Einkauf bereit, oder wäre es besser wie fquadrat erwähnt hat, ein 4 und 5 mm zu holen?

Also momentan tendiere ich eher zu einem 150/1200.
fquadrat meinte ja das ein 130/920 auf einem EQ-3 gut harmoniert aber was bietet es noch? Wie schneidet denn das 130/920 im Vergleich zu dem 150/1200 ab, vor allem in Hinsicht auf die Beobachtung der Planeten?

Ich freu mich schon auf eure Antworten!

Ganz lieben Gruß

Sandy
 
Zitat von Redhead:
Dobson habe ich mir auch schon angesehen. Aber dann müsste man sich dazu extra ein Stativ kaufen oder? So gibt es das Dobson, wenn ich das richtig verstanden habe, um auf einem Tisch zu befestigen? Und das wäre eher nachteilig, da man ja nicht immer einen stabilen Tisch hat....
...
Habt Ihr eventuell noch einen anderen Tipp wo ich das Equipment kaufen kann?
...

Vielleicht wäre es am Besten, Du setzt Dich mal mit der prinzipiellen Funktionsweise der unterschiedlichen Teleskope auseinander, bevor Du über Equipment und Kauf nachdenkst.

So ein Blindkauf ohne irgendeine Ahnung von der Optik und den damit verbundenen Kompromissen geht zwangsläufig in die Hose, wenn man nicht wenigstens mal so ein Gerät in "echt" gesehen bzw. durchgesehen hat.
Klar kannst Du Dir hier Tips holen, aber die Grundlagen solltest Du Dir vorher schon etwas angeeignet haben.

Nur mal so nebenbei: Dobson hat seine Montierung bereits in Gestalt der Rockerbox sozusagen "an Bord".
I.d.R steht das Teil auf dem Boden.


CS, Tilo
 
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Hallo Tilo,

Danke für deine Meinung. Und ich denke mir das es schwierig ist immer den Anfängern was zu vermitteln. Aber deshalb bin ich ja auch in dieses Forum unter dem Thema "Neuling sucht Hilfe für Teleskopkauf" rein gegangen.

Ich habe ein Buch, das ich momentan studiere!
Und ich habe mich ja auch schon über Teleskope informiert und mir ja meine Favoriten heraus gesucht.
Ein Dobson war für mich nur bisher nicht interessant, da ich ein Teleskop mit Stativ wollte.
Hier wollte ich weitere Informationen erfahren und Tipps von Leuten bekommen die das schon länger machen. Da ich nun mal ein Anfänger bin.

Leider ist in meiner Nähe niemand der eines besitzt und das nächste Geschäft das welche verkauft, ist auch ziemlich weit weg! Daher muss ich auf das Internet zurück greifen.

Wäre schön wenn mir aquadrat vielleicht noch meine Fragen beantworten würde.

Vielen Dank,
Lieben Gruß
Sandy
 
Hallo Sandy,

erst mal ein "herzlich Willkommen" hier im Forum. Bin auch noch nicht so lange dabei und kann Dir deshalb keine Tipps mit allzu hohen Erfahrungswerten geben. Aber vielleicht ein paar grundsätzliche Sachen. Mit dem Thema Montierung (parallaktisch oder Dobson) kannst Du "Glaubenskriege" auslösen. Diese Entscheidung kann Dir je nach Anwendungsgebiet und Vorlieben niemand abnehmen. An einer parallaktischen Monti kommst Du nicht vorbei wenn Du ernsthaft auf dem Gebiet der Astrofotografie tätig werden willst. Für rein visuelle Beobachtung (vor allem für Anfänger) ist ein Dobson nach meiner Meinung wohl nicht die schlechteste Wahl. Du kannst das ganze Budget erst mal in die Optik stecken und sehen ob Du ernsthaft bei diesem Hobby bleibst. Das Nachkaufen einer par. Montierung ist dann ja immer noch eine Option. Den Dobson in seiner sog. Rockerbox (i. d. R. aus Holz) musst Du halt per Hand nachschubsen um Dein Beobachtungsobjekt im Gesichtsfeld zu behalten. Sicher ist da eine par. Montierung vor allem bei hoher Vergrößerung bequemer aber halt auch mit entsprechenden Kosten verbunden.

Wenn Du keinen Händler oder Astronomiebegeisterten in der Nähe hast um das ganze mal live zu sehen/auszuprobieren (weiß ja nicht woher Du kommst) guck doch mal ob es in der Nähe eine Sternwarte gibt. Ansonsten gibt es ja hier im Einstiegerforum reichlich Lesestoff und auch einige gute Webseiten mit Infos für Anfänger, z. B. die von den deepskybrothers. Dort findest du im Anfängerboard reichlich gute Hinweise, u.a. eine Übersicht welche Montierung welche Optik vernünftig trägt. Daran kannst Du Dich auf jeden Fall orientieren wenn es eine parallaktische Monti werden sollte, denn bei viele "Komplettangeboten" der Händler hapert es an der Tragfähigkeit der Montierung.
Bei youtube gibt es übrigens auch reichlich Videos, wo man sich einen Eindruck über die Funktionsweise einer Montierung machen kann, wenn man nicht die Möglichkeit hat, es sich live anzusehen.

In diesem Sinne - nicht verrückt machen lassen durch die Masse der Informationsflut, die auf einen Anfänger hereinprasselt - Augen auf und durch ;)

Viele Grüße, Peter
 
Hallo Sandy,

wie schon jemand anders geschrieben hat, solltest Du Dich erst einmal selber informieren. Dabei helfen Bücher und Websites. Letztere können auch kommerzielle sein, wenn es um prinzipielle Dinge wie den Unterschied zwischen parallaktischer und azimutaler Montierung geht.

Zitat von Redhead:
Eine parallaktische Montierung hört sich schon sehr gut an. Aber was gibt es denn für Vor- bzw. Nachteile bei einer parallaktischen Montierung im Gegensatz zu einer azimutalen Montierung?
Eine azimutale Montierung kann für weniger Geld tragfähiger und insbesondere steifer gebaut werden. Allerdings muß sie um beide Achsen bewegt werden, will man die Erddrehung ausgleichen. Astrofotografie ist auch nur mit kurzen Belichtungszeiten möglich, da selbst bei Zweiachsennachführung eine Bildfelddrehung auftritt.

Die parallaktische Montierung besitzt eine Achse, die parallel zur Erdachse ausgerichtet ist. Zur Nachführung wird nur um diese gedreht, was einfacher bewerkstelligt werden kann. Das Einstellen nach Koordinaten aus einem Atlas geht ebenfalls leichter. Allerdings sind parallaktische Montierungen meistens schwerer, insbesonders, wenn sie steif sein sollen, um nicht so leicht ins Schwingen zu geraten. Die Bauart "Deutsche Montierung" besitzt, wie auch Knicksäulenmontierung und englische Achsenmontierung, ein extra Ausgleichsgewicht, was das Gesamtgewicht nicht senkt ...

Die meisten Kombi-Angebote die ich gefunden habe sind mit parallaktischer Montierung.
Würde ich nicht sagen, nur hast Du viele azimutale Montierungen nicht als solche betrachtet - die Dobsonmontierungen.

So gibt es das Dobson, wenn ich das richtig verstanden habe, um auf einem Tisch zu befestigen?
Viel einfacher: Man stellt die Dobsonmontierung üblicherweise direkt auf den Boden. Nur sehr kleine Geräte sind für den Betrieb auf einem Tisch gedacht.

Über ein Maksutov habe ich noch nicht nach gedacht, was gäbe es hier für eine gute Einsteigermöglichkeit wo man jedoch schon genauer die Planenten ansehen kann?
Die meisten Maksutov-Cassegrains sind langsam ausgelegt, haben also eine lange Brennweite. Das ist bei der Planetenbeobachtung angenehm, aber schlecht, wenn es um ausgedehnte Objekte geht. Nimm für Planeten eine 102- oder 127-mm-Optik, sonst reicht die Auflösung oft nicht. 90 mm sind bei einem Hauptinstrument zu wenig, dann würde ich einen 114-mm-Newton vorziehen, trotz seiner größeren Abmessungen.

Ansonsten habe ich nur eines ohne Stativ gefunden:
Skywatcher Teleskop N 150/1200 Explorer BD OTA.
Wozu ich mir ja dann ein gutes NEQ-5 kaufen könnte?
Rate mal, wie ich zu meiner Kombination von Tubus und Montierung gekommen bin ...

Letzere ist praktisch eine verkleinerte EQ-6 und dadurch teurer und tragfähiger als die EQ-5.
Habt Ihr eventuell noch einen anderen Tipp wo ich das Equipment kaufen kann?

Wie finde ich eigentlich heraus welche Orthos ich brauche um an die höchsten Vergrößerungs-Möglichkeit zu kommen? Das ist ja sehr wahrscheinlich vom Teleskop abhängig!
Es müssen keine Orthos sein, man kann auch andere Okulare einsetzen. Zur Brennweite: Die höchste Vergrößerung einer guten Teleskopoptik liegt beim Doppelten ihres Durchmessers in mm. Diese Vergrößerung errechnet sich nach V=Teleskopbrennweite/Okularbrennweite. Längere Okularbrennweiten kann man nach eigenem Gusto auswählen, wobei man bei hohen Vergrößerungen enger staffeln sollte, während man bei kleineren die Brennweiten weiter auseinander legen kann.

Wie schneidet denn das 130/920 im Vergleich zu dem 150/1200 ab, vor allem in Hinsicht auf die Beobachtung der Planeten?
Einige Optiken der 130/900-Klasse sind nicht parabolisiert, die eignen sich nur begrenzt für höhere Vergrößerungen. Der 150/1200er Newton hat einen Parabolspiegel und läßt sich durchaus bis zur dreihundertfachen Vergrößerung treiben. Die höhere Öffnung und geringere relative Obstruktion sind für das Bild auch nicht gerade schlecht - bei der letzten Marsopposition hätte ich gerne übervergrößert, hatte aber kein passendes Okular zur Verfügung.

Sternfreundliche Grüße

fquadrat
 
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