Neuling sucht hilfe ...

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Punaraz

Neues Mitglied
Hi zusammen,

ich hab mein uraltes Teleskop im Keller gefunden, aber da das bestenfals nur noch als übergroße Lupe verwendbar ist, habe ich nach langem überlegen den entschluß gefasst mir ein neues zu kaufen.

Da fängt aber mein Problem an. Ich habe keine Ahnung von den Technischen Daten und kann mich auch nicht mit ihnem anfreunden.
Kurz gesagt ich hab keine Ahnung was ich brauche um das zu sehen was ich mir so vorstelle.

Was ich vorhabe: Deep Sky Objekte sind nicht meine Interesse. Auch Fotografie ist nix für mich. Unser eigenes Sonnensystem im Detail zu erforschen würde mir reichen, also auch die Sonne. Stativ und Okulare müssen natürlich auch her... . Kein Problem hab ich mit Gewicht Transport oder Aufbau da ich auf dem Dorf wohne und nur um die Ecke gehen muss und es ist stockfinster.

Sooooo, wenn Ihr mir einen Vorschlag machen würdet was man sich da am besten anschaffen sollte wäre ich euch sehr verbunden.


mfg Lutz
 
Hallo Lutz,

bevor dir der 8"-Dobson um die Ohren gehauen wird, lies dich mal ein wenig hier ein:
http://www.hobby-astronomie.com/teleskope_allgemeine_grundlagen.html
http://www.hobby-astronomie.com/teleskope_optische_grundlagen.html
http://www.hobby-astronomie.com/teleskoptypen.html

Der Rest auf der Seite ist auch sehr verständlich und knapp gehalten, les dich einfach mal durch. Evtl. kann dir das schon mal für den Anfang helfen, um ein gewisses Grundverständnis für das zu erreichen, was dir hier im Laufe noch empfohlen wird, so dass du die Vorschläge nicht einfach nur als gottgegeben hinnehmen mußt.

Es gibt aber auch noch jede Menge Deepsky-Zeug, das man Problemlos auch bei schlechten Himmel und mit kleinerer Gerätschaft beobachten kann.

Viele Grüße
Markus

P.S.: Grad aufgefallen, evtl. solltest du besser am Anfang der Seite anfangen: http://www.hobby-astronomie.com/beobachtung.html
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Lutz,
für die Beratung durch die versammelte Fachwelt ist ein ganz wichtiger Punkt, wie viel du denn investieren möchtest.
Grüße und CS
Martin
 
Erstmal thx markus für den Lesestoff versuche mich gerade ein wenig damit anzufreunden.

Und ausgeben würde ich bis zu 300 Euro.Fals das nicht reichen sollte würde ich vllt noch mal drüber nachdenken müssen ob ich bereit bin mehr auszugeben. Aber 300 ist erstmal die Grenze.

mfg Lutz
 
Das sieht so aus, als ob es auf den 8 Zoll Dobson hinausläuft. Suche doch einfach mal hier im Forum danach oder google dich schlau.
Ich selbst bin (mit nur wenig Dobson-Erfahrung) nicht unbedingt derjenige, der so etwas empfiehlt, aber da du einen guten dunklen Himmel hast, solltest du dir diese Öffnung m. E. gönnen. (Ich weiß, dass 8 Zoll auch an einem hellen Himmel immer mehr zeigen als z. B. 4 Zoll, Hinweis für andere, um unnötige Diskussionen zu vermeiden.)
- Aber du wirst mit dem Gerät und deinen Bedingungen früher oder später (eher früher) deine helle Freude an Deep-Sky-Objekten haben.
Grüße und CS
Martin
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo in die Runde,

nun ja, für die 300 € bekommst du den Dobson. Problem sehe ich jetzt darin, dass man sich zumindest ein gutes/brauchbares Übersichtsokular besorgen sollte, sagen wir mal +/-100 €. Und an Karten/Literatur kommen nochmal ca. 60 € drauf, evtl. noch eine Rotlichtlampe. Dann sind wir gleich mal bei 450-500 €.

Wenn dich die Materie wirklich interessiert, dann wirst du bestimmt auch mit den Original-Okularen Spaß haben, das war zumindest bei mir so. Als ich aber dann mal gute (gemessen an meinem "Standard") Okulare verwendet habe, war das gleich ein völlig neues Gefühl, als hätte jemand einen Schleier von meiner Optik genommen.

Ursprünglich war meine Einstiegsidee mal, einen 6"-Dobson zu kaufen und nochmals 100 € in Okulare zu stecken (Literatur und "Restkram" war schon da). Es kam dann zwar ein anderes Gerät (wegen Nutzung auf dem Balkon), aber das nur mal als Denkansatz. Dann kommst du mit den 300 (fast) hin. Evtl. findet sich das ein oder andere brauchbare Übersichtsokular hier in der "Resterampe".

Viele Grüße
Markus
 
...oder man kauft das Hauptgerät gebraucht. Die meisten Hobbyastronomen sollen ja pfleglich mit ihren Gerätschaften umgehen...
 
Ich werfe mal den 6" f/8 Dobson in die Runde. Der kostet neu ca. 200 Euro und so bleiben noch 100 Euro für Zubehör. Lutz möchte ja primär Planeten und die Sonne beobachten. Da sind f/8 gegenüber f/6 sicher von Vorteil - nur die Öffnung ist kleiner.
Oder aber er kauft sich eine gebrauchte EQ3 oder besser EQ5 und setzt einen gebrauchten 4-5" MAK drauf. Dann könnte die Beobachtung im Hochvergrößerungsbereich vielleicht entspannter sein. Mit etwas mehr Budget kann er auch Richtung Intes MAK gehen. Das sollte man alles nicht verschweigen.

CS,
Marcus
 
Hallo Marcus,

mit deinem Hochvergrößerungsargument komm ich jetzt nicht ganz mit. Der 6"-Dobson hat eine Brennweite von 1200mm, der 4"-Mak von 1300mm und beim 5"er sinds, glaub ich, 1500mm. Das ist jetzt nicht so weit vom Dobson weg. Ich würde meinen Mak auch nicht mehr weggeben wollen, aber bei Landhimmel mit Garten statt meinem Balkon mit Tankstelle Richtung Süden würde ich eher zur größeren Öffnung tendieren.

Klar, die Mak-Variante ist bestimmt bequemer zu transportieren als der Dobson und auch die Nachführung läuft sicherlich bequemer als beim Dobson, aber mit 300 € bin ich dann schon aus dem Rennen.

Viele Grüße
Markus

P.S.: Ach, Marcus, jetzt hab ichs erst überrissen. Klar, bei hoher vergrößerung kann ich auf der parallaktischen Montierung bequemer Nachführen als mit dem Dobson nachschubsen. Geht von meiner Leitung! :D
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi zusammen,

also danke schon mal für die ganzen Vorschläge und Erfahrungswerte.

Ich denke was ich jetzt so weiß könnte meiner Meinung nach die 6" Dobson reichen da ich ja nur im Heimischen Sonnensystem interesse habe. Eines hab ich gefunden was vllt passen könnte.

http://www.teleskop-express.de/shop...kyliner-150P---Parabol-Dobson-150-1200mm.html

So dann bleibt ja noch die Okularfrage und es gibt ja gerda mal zweihundertneunzigmillionenmilliarden (für mich zumindestens) verschiede. Also Farbfilter jeder Farbe und ... ihr wisst das ja sowieso besser als ich was es alles gibt :). Was ist Sinnvoll zu kaufen um Planeten und Monde erforschen zu können?

Also bei dem Angebot von oben bleiben dann wenns im rahmen
bleibt 100 euro. Wenns ein wenig mehr wird kann man das verschmerzen denke ich.

mfg Lutz
 
Zitat von Punaraz:
Und ausgeben würde ich bis zu 300 Euro.Fals das nicht reichen sollte würde ich vllt noch mal drüber nachdenken müssen ob ich bereit bin mehr auszugeben. Aber 300 ist erstmal die Grenze.

Da kommen mir auch ein paar parallaktisch montierte Teleskope in den Sinn. Für jemanden, der Planeten und Mond beobachten möchte, ist das eine angenehme Sache. Hier einige Beispiele um 300 €:

http://www.teleskop-express.de/shop...30-auf-EQ3-2---130-900mm-Newton-Teleskop.html
http://www.teleskop-express.de/shop...rer-150P-EQ3---150-750mm-Newton-Teleskop.html
http://www.teleskop-express.de/shop...f-5-Parabol-Newton-Teleskop-auf-OMNI-CG4.html

Das erste ist unterhalb des Preislimits, das zweite darüber, aber größer und vielseitiger, das dritte auch, hat einen kleineren Auszug, der über einen kleineren Fangspiegel mehr Kontrast liefern sollte. Allerdings ist der kleinere Auszug hinderlich bei Deep-Sky-Beobachtungen, da langbrennweitige Weitwinkelokulare nicht einzusetzen sind.

Andere Anbieter können natürlich auch günstige Instrumente führen, gebrauchte Teleskope sind eine weitere, sogar sehr sinnvolle Option.

Mit sternfreundlichen Gründen

fquadrat
 
Hallo Lutz,

Zitat von Punaraz:
So dann bleibt ja noch die Okularfrage und es gibt ja gerda mal zweihundertneunzigmillionenmilliarden (für mich zumindestens) verschiede. Also Farbfilter jeder Farbe und ... ihr wisst das ja sowieso besser als ich was es alles gibt :). Was ist Sinnvoll zu kaufen um Planeten und Monde erforschen zu können?
Farbfilter: #80A, #15, #25A; geldsparend gemeinsam gekauft. Weitere können später folgen.

Mondfilter: ND0,9 (12,5 % Transmission)

Okulare: Bei einem Dobson sind Weitwinkeltypen sinnvoll, zumindest bei hohen Vergrößerungen. Bis zum Öffnungsverhältnis 1:6 kann man aber prinzipiell auch die preisgünstigen Plössl einsetzen, bei 1:8 sogar Orthos. Die sind gerade bei Planeten und Mond sehr gut. Ob man sie bei 1:6 oder gar 1:5 einsetzt, ist Geschmackssache, ich tue es.

An meinem 150/1200er Newton sind hauptsächlich Plössl im Einsatz, und für keines davon habe ich mehr als 25 Euro ausgegeben. Der Besuch des ATTs war natürlich hilfreich.

Sternfreundliche Grüße

fquadrat
 
Moin!

Farb- und Mondfilter sind bei einem so engen Budget erstmal völlig nebensächlich. Planeten und der Mond lassen sich auch gut ohne dieses Zubehör beobachten. Das sind Anschaffungen für sehr viel später.
 
Hi!

Die Farbfilter habe ich auf dem ATT für je maximal 8 Euro gekauft, und am Mars ist der #25A so wirksam, daß man das Gefühl hat, das Teleskop sei schlagartig größer geworden.

Der Neutralfilter hilft am Mond so viel, daß ich mich darüber ärgere, ihn nicht schon viel früher gekauft zu haben. Der Gebrauchtpreis war ebenfalls nicht hoch.

Grüße

fquadrat
 
> und am Mars ist der #25A so wirksam, daß man das Gefühl hat, das Teleskop sei schlagartig größer geworden.

...und Du weißt sicher auch, wie oft man Mars ideal beobachten kann?! Vielleicht 6-8 Wochen vor und nach der Opposition - dann hast Du erstmal wieder zwei Jahre Ruhe... ;)

Ich hab' auch schon sehr intensiv Farbfilter an Planeten benutzt, aber das sind Sachen, die ich doch nicht als Einsteiger kaufe, wenn ich "nur" 100 EUR für den Okularzoo zur Verfügung habe. (Kommt der Nächste gleich mit UHC und O-3 um die Ecke, oder was?!)

Für einen angedachten 150/1200er Dobson sind Plössl sicher im mittleren Brennweitenbereich nicht schlecht. Man kann bei kurzen Brennweiten auch auf die günstigen HR-Panetarys ausweichen, denn da ist der Einblick angenehmer. Bis 25 mm Brennweite - 48fache Vergrößerung bei diesem Teleskop - reichen 1,25"-Okulare gut aus. Die günstigen Erfle (TW-WA z.B.)haben auch bis zu 70° scheinbares Gesichtsfeld. Das ist gegen Plössl schon ein Fortschritt.
Ich hab' so einen Dobson auch über 8 Jahre besessen und 2"-Okulare nicht vermißt. Einen Mondfilter habe ich bis heute nicht - nach 33 Jahren in dem Hobby. :cool:
 
Ich habe seit kurzen den 6" f/8 Dobson und hatte vorher durch mein Lidlskope beobachtet. Sowohl am Lidl als auch am Dobson habe ich 2" nicht vermisst und auch nicht ein vernünftiges Übersichtsokular. Bei Planetenbeobachtung braucht man sowas meines Erachtens auch nicht zwingend und das beiligende 25 mm Plössl ist sicher ausreichend. Ich habe ebenfalls keinen nennenswerten Unterschied zwischen einem 9 mm Plössl und einem 9 mm HR Planetary feststellen können. Das Seben Zoom 8-24 mm kann ich auch empfehlen. Sven Wienstein hat dazu auf seiner Webseite etwas geschrieben.
Wichtiger als die Suche nach dem perfekten Okular oder dem ein oder anderen Filter erscheint mir die Frage, ob er einen Dobson schubsen möchte und wenn ja, ob er nicht an Deepsky Blut leckt und dann 8" f/6 besser wären. Und den Justierlaser sollten wir noch erwähnen.

Grüße,
Marcus
 
Hi Lutz,

ich habe zwar keinen Dobson, aber er ist defintiv vorne in Sachen Abbildungsleistung, Gesichtsfeld (gegenüber Mak) und Preis-Leistung (gegenüber allen).

Ich bin aber z.B. eher der Typ, der gern mal ein Bier aus dem Auto holt oder sich unterhält und dann nur kurz an der Montierung dreht und das Objekt wieder im Zentrum hat. Oder andere Leute auch schnell mal durchgucken und mitdrehen läßt. Das geht so nur mit der parallaktischen Montierung.

Da du nicht gerade auf DS aus bist, reicht öffnungsmäßig auch ein 130/900er Newton, mind. auf EQ3. Der von f² gepostete 130er hat aber offenbar noch keinen Parabolspiegel, sondern einen Rundspiegel. Da würde ich nochmal weiter gucken...

Also ich bin gern Parallaktiker, so grundsätzlich... :biggrin:


CS

Logi
 
Ok jetzt bin ich einigermaßen verwirrt.

Also ich hab oft gehört das Filter bessere Bilder liefern und wenn die nicht zu teuer sind werde ich auf jedenfall den Mondfilter testen. Und auch einen Sonnenfilter würde ich gerne ausprobieren. Aber da gibts ja die, die platzen und einen Blenden. Keine Ahnung welche die sicheren und welche die gefährlichen sind.

Unterschied zwischen den 1,25" und 2" Okularen denke ich jetzt mal ist die Lichtaufnahmefähigkeit und Blickwinlelgröße.

Das mit den Okularen: also sind die zwischen 9 bis 25 mm ratsam in abstufungen anzuschaffen.

Dobson schubsen: Wenn ich das jetzt per google richtig verstehe ist das das bewegen vom Tubus. Justierlaser nix von gehört .?.?

Fals ich mich womit vertan hab bitte sagt es mir und erleuchtet mich :)


mfg Lutz

 
Moin Moin Lutz!

Die guten Sonnenfilter sind die, die vorne auf die Öffnung geklebt, gesteckt, etc. werden.

Gugl mal nach 'Baader Sonnenfilterfolie', uwa.

MfG,
Da Sebi
 
Moin Lutz!

Mit "Sonnenfilter" ist die vielbenutzte Baader-Sonnenfilterfolie gemeint. Ein DIN-A4-Bogen dieser Folie kostet gut 20 EUR. Diese Filterfolie bastelt man sich in eine Halterung, die dann vor die Objektiv-Öffnung gesteckt wird. Es gibt diese Folie jeweils für den visuellen und für den fotografischen Gebrauch.

Hier mal ein Link zu Astromedia.de --> Klick mich!

> bitte sagt es mir und erleuchtet mich

Wahre Erleuchtung (tm) findest Du sicher in dem Studium eines guten Einsteiger-Buches. Da werden auch die üblichen Fachbegriffe erklärt. Es macht wirklich keinen Sinn, Dir jedes Fachwort hier explizit beizupuhlen. Ein bißchen elementarstes Vorwissen sollte man schon mitbringen.
Empfehlenswert sind die Einsteigerbücher aus dem Oculum-Verlag (www.oculum.de) - ich denke da an bspw. den "Fernrohr-Führerschein". Die Bücher findest Du in jeder Buchhandlung sowie in gutsortierten Stadtbüchereien. Einfach mal einlesen in die Materie, als von "Adam und Eva" überhaupt keinen Schimmer zu haben.

Ach ja: Triff Dich mit anderen Hobby-Astronomen aus Deiner Gegend oder besuche eins der zahlreichen Teleskoptreffen, die gerade jetzt wieder verstärkt stattfinden (A.de-Board "Treffpunkt" oder www.teleskoptreffen.info).
 
Servus.

nicht zu teuer sind werde ich auf jedenfall den Mondfilter testen.

Ich würde jetzt noch keine Filter kaufen.
Erst das Teleskop, erst ein einfacher 6 bis 8 Zoll Dobson, mit dem du den Himmel kennenlernen und das beobachten und nachführen üben kannst.

Den Mondfilter erst, wenn du ihn auch wirklich benötigst. Bei mittleren bis höheren Vergrößerungen ist oftmals kein Filter für den Mond nötig, da das Bild im Okular schon dunkel genug ist.

Als Mondfilter kommen Grau- (Neutral) Filter der Dichte ND 0.6 bis 0.9 in Frage. Eine andere Lösung ist ein variabler Polfilter oder zwei einzelne Polfilter.
Durch ein verdrehen dieser Filter kann die Helligkeit im Okular stufenlos geregelt werden.

Bei der ersten Anschaffung eines Teleskops sind Okulare, Sternkarten, Rotlicht, Telrad oder der Rigel erstmals wichtiger als Filter.

Bist du geübt im Umgang mit dem Teleskop und der Orientierung am Himmel, kannst du mit Filtern weitermachen.
Angedacht sind hier dann ein UHC und [O III] Filter.

Ich bin mir sicher, das es nicht nur bei der Planetenbeobachtung bleibt, und auch Nebel und Sternhaufen beobachtet werden.

Die meisten Tuben von Dobsons lassen sich später immer noch auf eine passende tragfähige Montierung setzen. Beachte hier, das diese Lösung dann durchaus Kostspielig werden kann.

Und auch einen Sonnenfilter würde ich gerne ausprobieren. Aber da gibts ja die, die platzen und einen Blenden. Keine Ahnung welche die sicheren und welche die gefährlichen sind.

Einen Folien oder Glasobjektivfilter kannst du problemlos am Volltubus verwenden. Für das visuelle beobachten benötigst du eine Folie der Dichte ND 5.0. Die gebräuchlichste Filterfolie ist die Baader Folie (Link).
Die gibt es entweder fertig in Fassung oder als einzelne Bögen zum selbst basteln.

Dobson schubsen: Wenn ich das jetzt per google richtig verstehe ist das das bewegen vom Tubus.

Das ist Umgangssprachlich das bewegen vom Dobsonteleskop. Der Tubus wird per Hand auf das Objekt eingestellt, und auch von Hand wird nachgeführt.

Viele Grüße
*entfernt*
 
Hallo Lutz,

ich glaube nicht, dass dich langfristig Deepsky NICHT interessiert, es wird Dich interessieren, aber
1. ist das jetzt nicht wichtig und
2. wenn die Wahl auf einen 6" F/8 oder 8" F/6 Dobson fällt, absolut gut machber.

Bleiben wir mal bei dem 6" F/8, also dem 150/1200er Dobs, dann ist dieses Öffnungsverhältnis
1. noch recht tollerant gegen kleine Justierfehler
2. sehr unkritisch was die Verwendung von einfachen, guten aber günstigen Okulardesigns angeht, das betrifft sowohl Plössls, Orthos und Co aber durchaus auch günstige Weitwinkelokulare
3. bei den häufig und gut anwendbaren Vergrößerungen bis 200fach noch sehr gut nachführbar, auch mit Okularen die "nur" 50° Eigengesichtsfeld haben. ein wenig üben muss man das.

In der Summe, gerade wegen seiner Einfachheit und doch recht großen Öffnung ein sehr geeignetes Einsteigerteleskop.

Parrallaktisch erfordern so lange Hebel (der Tubus ist ca. 110 cm lang) eine stabile Montierung die teuer ist. leichter montierbar wären dann z.B. 150/750er Newtons, also F/5, nur die müssen extrem genau justiert sein um gut abzubilden und die Ansprüche an die Okulare steigen
Den Transportvorteil des kurzen, leichten Rohres frisst die Montierung wieder auf, vom Preis her wird das ohnehin teurer.

Der 6" F/8 verfügt über die Möglichkeit, 2" Okulare zu nutzen, das heißt, man muss das nicht tun, man kann es wenn man will. Es ist gut, die Möglichkeit zu haben, denn Du weißt (noch) nicht ob du das brauchst oder nicht, wer soll es also sonst wissen?
Wenn Dich zunächst nur Planeten und Mond interessieren, dann reicht das mitgelieferte 25er Okular für die Aufsuche und Übersicht aus, das 10er Okular kann auch okay sein.
Preislich fast unschlagbar wäre die Idee, diese beiden Okulare mit einer günstigen 2fach Barlow, die durch direkten Einschrauben des Barlowelements ins Okular zu einer 1,5fach Barlow wird, zu ergänzen.
25 - 16,6 - 12,5 - 10 - 6,6 - 5 mm Brennweite wäre so möglich. Sicher keine Top Qualität, aber für die ersten Tests und damit für die ersten Erfahrungen, die zum Erkennen der eigenen Ansprüche führen, absolut gut und ausreichend. Wenn du dann selbst siehtst, was du willst und was Du eventuell vermisst, dann kannst Du Okulare anhand selbst erkannter, eigener Bedürfnisse kaufen.

Ähnlich würde ich mit den (Farb)Filtern verfahren. Erst Mal Keine und dann, wenn Du meinst Du bräuchtest sie, dann Gute.
Ich habe sie und brauche sie höchst selten, eigentlich fast gar nicht.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Sicherlich führen viele Wege nach Rom, Günther hat ja einen detaillierten durchdachten und praktikablen Vorschlag gemacht.
Trotzdem weise ich nochmal auf den 8 Zoll Dobson hin. Wie gesagt, bei dunklem Himmel ist Deep-Sky verführerisch. Und da machen 8 Zoll mehr Spaß als 6, auch wenn Okular- und Filterwünsche erst einmal unerfüllt bleiben. Es gibt ja auch eine "Planeten-Sauregurkenzeit", in der unsere Nachbarn sich rar machen oder für Berufstätige zur Unzeit sichtbar sind, wie im Moment.
Lutz, ich rate dir dringend vor einem Kauf einen Himmelsspaziergang bei anderen Sternfreunden zu machen und durch die verschiedenen Röhren einmal z. B. bei einem Teleskoptreffen selbst zu schauen.
Viele Grüße und CS
Martin
 
Danke für die vielen Einschätzungen und Erfahrungen.

Das Okularproblem hat sich gerade eben geklärt. Ein Kollege hat noch 20 / 12,5 / 9 / 4mm 1,25" Okulare gefunden. Steht keine Firma drauf und so wie die aussehen, sind die mit Sicherheit nicht die Premiumqualität. Sollten aber für die ersten Step per Step Übungen reichen. Außerdem hab ich ja noch die beiden mitgelieferten zum vergleich fals die total unbrauchbar sind.

So wie ich mich jetzt in das Thema reingesteigert habe, überlege ich ob es nicht auf ein weniger langfristigere Zeit gesehen Geldsparender ist doch ein 8" anzuschaffen. Tatsächlcih will ich immernoch die Planeten und Monde erforschen, aber man kennt sich ja selbst :) . In ein paar Monaten reicht das mit sicherheit nicht mehr aus. Und dann werde ich mir ein neues kaufen müssen .... was dann echt aus dem Buget fällt. Ich hasse diese Gedankenspiele O.o

mfg Lutz
 
hi

mal grundsätzlich

ich hab ein 8" dobsonund bin damit eigentlich zufrieden.
mich interessieren auch planeten. da ich aber keine lust und geld in eine parallaktische montierung stecken wollte, wurde es dann der dobson. zugegeben, die planeten bewegen sich bei hoher vergrößerung schon recht schnell, wenn ich aber bedenke, dass ich (von meinem standpunkt) bis jetzt nur saturn beobachten konnte wird planetenbeobachtung eher nebensache. gut beobachten kann man noch jupiter und mars. an der venus kann man die phasen (vergleichbar mit mondphsen?) beobachten und natürlich den mond.
die erfahrenen dürfen bzw sollen das jetzt bitte vervollständigen bzw korregieren aber soooo viel planeten gibt es eben nicht.
für mich ist deswegen primär deep sky wichtiger und planeten eher nebensache (wenn auch eine tolle!) wenn der mond so hell ist, dass deep sky nicht so berauschend ist oder eben in der hellen städten.
das sieht natürlich jeder anders.
für mich war der dobson also echt das beste teleskop, weil ich für den preis mit montierung nie eine so große öffnugn für deep sky bekommen hätte.
und bei meiner ersten beobachtungsnacht konnte ich die mondkrater auch bei der max sinnvollen vergrößerung der 200mm öffnung mit 400x gut im bildfeld halten.

soweit meine kleine gedankenanregung

bye michael
 
Hallo Lutz,

es spricht nichts gegen einen 8" F/6, auch der ist noch mit Plössls zufrieden, da sind aber 300fach durchaus Mal drin, das bedeutet, dass man die Sache mit der Nachführung etwas mehr üben muss. Auch ein wenig Tuning an Rohr und Box kann dann angesagt sein, später, viel später, erst wird mal beobachtet und erst wenn irgendwas nicht so ganz zufrieden stellt oder gar lästig wird, tut man was dagegen und das geht auch in aller Regel.
Du sagst ja selbst schon, dass Du für kleines Geld keine Wunder erwartest, aber genau das lässt positive Überraschungen durchaus zu.
Ein 8" F/6 hat auch an Mond/Planeten, aber vor allen Dingen bei Deepsky wesentlich mehr Potenzial als der 6" F/8.

Sollte Dich allerdings das Öffnungsfieber packen, dann reichen 8" auch nicht lange hin.
Trotzdem würde ich zu Anfang nicht noch weiter an dieser Spirale drehen.
Der schönste 12-Zöller nutzt nichts, wenn er mangels Transportwillen nur als Wohnzimmerdeko verstaubt.

Gruß
*entfernt*
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben