Neuling sucht Teleskop

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Tim220

Neues Mitglied
Hallo zusammen,

wie der Titel schon verrät bin ich absoluter Neuling in der Astronomie. Um das zu ändern, möchte ich mir ein Teleskop anschaffen. Aber die Auswahl ist so groß, das es mir schwer fällt mich zu entscheiden. Also dachte ich mir, frage ich einfach mal euch.

Bei 400€ liegt meine Schmerzgrenze. Mehr möchte ich für den Anfang nicht ausgeben. (Geht sich nur um das Teleskop, Zubehör ausgeschlossen.)

Kann mir jemand das ein oder andere empfehlen?

MfG
Tim
 
Hallo Tim,

erstmal herzlich Willkommen hier im Forum :)

Falls du es noch nicht getan haben solltest, würde ich dich darum bitten, einfach mal Google oder die Suchfunktion hier im Forum zu nutzen, da diese Frage schon häufig gestellt wurde. Desweiteren ist es für die "Berater" natürlich wichtig, weitere Informationen über dich und deine Umgebung zu liefern (Transport notwendig?, Grenze bei Größe & Gewicht?, mögliche Beobachtungsstandorte, wie gut sind diese Beobachtungsstandorte aus deiner Sicht, etc.).

Es gibt viele verschiedene Teleskope in den unterschiedlichsten Preisklassen, die alle mehr oder weniger gut verwendet werden können.

Der ultimative Tipp schlechthin: Triff dich mit Amateuren in deiner Nähe und schau dir selbst mal versch. Teleskope an. Auf Bildern und in Beschreibungen sieht manches immer toll/klein aus, aber wenn z.B. der große Dobson ausgepackt wird... :augenrubbel:

Gruß, Robert
 
Hallo Tim,

ich kann dem, was Robert sagt, nur zustimmen. Die wichtigste Frage (Budget) hast du ja schon geklärt.

Dann geht es an die Transportfrage. Wie viel Teleskopgewicht und -größe möchtest du dir selbst zumuten?

Das beste Teleskop ist am Ende das, was am meisten genutzt wird. Und das sind meistens nicht die ganz großen Teile, insbesondere dann, wenn man mobil sein muss, um an einen guten Standort zu kommen.

Viele Grüße
Hermann
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo ihr beiden,

das Forum hab ich schon ein wenig durchstöbert und gegoogelt natürlich auch. Nach etwas wie, "Die besten Teleskope bis 400€" hab ich allerdings nicht gesucht. Hab mich halt beim Astroshop usw. durchgeklickt und ein wenig die Kundenmeinungen gelesen.

Nun über das Gewicht, hab ich mir ehrlich gesagt keine Gedanken gemacht. Sind die Teleskope im Einsteigerbereich denn schon so schwer?

Das schöne ist, das ich einen relativ großen Balkon mit einer guten Sicht auf den Nachthimmel habe. Ansonsten wohne ich eher ländlich. Orte mit 360° Umsicht gibts hier zu genüge und Probleme beim Transport würde es auch keine geben.

 
Moin Tim!

Lass die "Kundenmeinungen" und Händlerangaben mal eher beiseite. Du musst beachten, das sind Geschäftsmänner. Die wollen dir etwas verkaufen und Geld verdienen. Willst du also 'ne ehrliche Meinung, dann machst du das gerade genau richtig: Frag die Leute hier im Forum! Die verdienen kein Geld daran, wenn du dir ein überteures Scope kaufst, an dem du schnell den Spaß verlierst und welches dann ein paar Monate später auf iih-Bay oder hier im Biete-Board landet.

Also immer vorsichtig sein mit Händler-Aussagen bzw. deren Webseiten ;)

Ich selbst hab mir, nachdem ich meinen 15 Jahre alten Aldi-Reflektor aus dem Keller geholt hatte, zum Astro-Wiedereinstieg einen Dobson zugelegt. 8" sollten's sein, 8" waren's dann auch. Und ich bin wirklich zufrieden mit dem Kauf! Ist ein recht guter Allrounder, der Einsteigern gern empfohlen wird.

Zu deiner Frage mit dem Gewicht:
Es kommt natürlich immer auf die Bauart und die Größe an. Mein 8"er wiegt beispielsweise rund 20kg (9kg der Tubus + 11kg die Rockerbox). Er lässt sich noch recht gut durchs Treppenhaus transportieren (in 2 Teilen natürlich!), der Tubus geht locker flockig, aber die Rockerbox ist teilweise etwas unhandlich und ich muss aufpassen, damit nicht an die Wand/das Treppengeländer zu stoßen. Auf ebener Fläche ists natürlich kein Problem, die Rockerbox hat 'nen praktischen Griff.

Vom Standort her bin ich ähnlich situiert wie du, ich hab' 'nen großen Balkon und nen noch viel größeren Garten direkt am Ortsrand hinterm Haus. Aber um abends schnell mal den Dobby in den Garten zu tragen für ein paar Stunden braucht es schon ein bisschen Motivation.

Das Beobachten vom Balkon ist so eine Sache...
Du kennst doch bestimmt das Flimmern auf der Straße im Sommer, oder?
Einen ähnlichen Effekt hast du beim Beobachten auf großen asphaltierten Flächen oder in Hausnähe, auch vom Balkon. Für einen schnellen Blick durchs Scope ist es okay, aber für ernsthafte Beobachtungen mute ich mir dann doch mal den Weg in den Garten zu.

Eine pauschale Aussage bzgl. deiner Frage wird dir nicht viel weiter helfen. Da musst du auf jeden Fall noch einmal gründlich überlegen, was du überhaupt beobachten willst. Das ist auf jeden Fall mal eine der wichtigsten Fragen, wenn es um die Anschaffung eines Teleskops geht.

Vergleich das am besten mit einem Auto:
Wenn ich zum Autohändler gehe und im sage, ich wolle ein tolles Auto kaufen, gibt er mir einen Ferrari. Wenn ich dann mit dem Teil über gröbste Schotterpisten fahre, hab ich nicht viel Spaß dabei.
Wenn ich ihm allerdings sage, ich will ein tolles Auto, um über Schotterpisten zu fahren, verkauft er mir wahrscheinlich einen Jeep ;)

Also mach dir mal Gedanken darüber, was du sehen willst.

Für stellare Objekte (Mond, Planeten) kommen ganz andere Teleskope (einhergehend mit Bauweise) infrage, als für sehr schwache, feine Nebel im DeepSky-Bereich.

Ich will dir jetzt auch auf keinen Fall die Lust an der Astronomie verderben, aber bevor du fleißig googelst und dir DeepSky-Bilder mit riesigen bunten Nebeln und die besten Detailaufnahmen der Andromeda-Galaxie ansiehst, lass dir gesagt sein:
So sieht das im Teleskop bei visueller Beobachtung nicht aus.

Es nützt weder mir noch viel weniger dir, wenn du dir mit viel zu großen Erwartungen ein DeepSky-Teleskop zulegst und dann enttäuscht wirst. Das verdirbt die Lust.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Mach dir mal noch ein paar (oder ein paar mehr...) Tage lang Gedanken, was du beobachten willst und besuche mal lokale Sternfreunde in deiner Umgebung! Im persönlichen Gespräch erfährt man 1) mehr und 2) hilfreichere Dinge als ich dir hier im Forum erzählen könnte ;)

Viel Erfolg jedenfalls bei deinem Einstieg und viel Spaß mit der Astronomie!
 
Moin Tim,
in den meisten Punkten kann ich meinen Vorrednern nur zustimmen. Informiere dich über Teleskop-Bauarten und für was sie geeignet sind. Eine gute Quelle ist das Forum hier aber auch Seiten wie diese
http://astrofotografie.hohmann-edv.de/grundlagen/
oder diese
http://www.stern-fan.de/Seiten/frameset.htm
und viele mehr.
Erst wenn du ein wenig mehr theoretisches Wissen hast und dir klar bist, was du eigentlich willst und welches Gerät dafür geeignet ist, solltest du dir die Händlerseiten anschauen. Die Vielzahl der Angebote erschlägt dich sonst und anhand der Produktwerbung kannst du nicht beurteilen, ob es das richtige Gerät für dich ist.
Auch das Biete-Forum hier ist dann immer wieder einen Blick wert.

Allerdings scheint mir die Budget-Frage noch nicht ganz geklärt. Wenn du 400 € nur für das Teleskop ausgeben willst, bekommst du schon was Ordentliches. Allerdings benötigst du auch einen passenden Unterbau und der kann je nach Teleskop und Einsatz noch mal so viel, leicht aber auch das Mehrfache des Teleskops kosten. Und was meinst du mit „Zubehör ausgeschlossen“? Hast du dafür ein extra Budget oder ist es für dich ausgeschlossen, weiteres Zubehör zu kaufen? Letztere Variante wirst du nicht lange durchhalten. Die mitgelieferten Okulare sind meist nicht so prall und decken nur einige Brennweiten ab. Dazu kommen dann noch Adapter, eventuell Barlows und anderer Kleinkram.
Fazit: Wenn du nach der Erstinvestition von 400 € feststellst, dass die Astronomie etwas für dich ist, wirst du dir eher überlegen, ob du in Zukunft 400 € pro Jahr oder pro Monat dafür ausgibst.

P.S.: Das beste Teleskop für XY € gibt es nicht. Es kommt immer auf die eigenen Ansprüche an und was man mit dem Teleskop konkret machen will.
 
Als erstes vielen Dank für eure Tipps und Ratschläge, die ich sicher im Hinterkopf behalten werde.

Mit „Zubehör ausgeschlossen“, meine ich, das ich bereit bin fürs Teleskop max. 400€ auszugeben. Das ich nach der Zeit weitere Okulare usw. dazukaufen muss, darauf hab ich mich schon eingestellt. Schließlich kauft man sich ja auch keine Playstation 3 und holt sich dann kein einziges Spiel. :]

Und entdecken tja...am besten alles was es zu entdecken gibt. Ich wollte mich auf nichts spezielles festlegen. Ein guter Allrounder wäre wohl das beste.

Was ist denn z.B mit diesem von Omegon? Das habe ich seit einigen Tagen im Blickfeld.

http://www.astroshop.de/omegon-teleskop-n-150-750-eq-4/p,22465

Hält die Artikelbeschreibung was sie verspricht?
Oder behält Pascal mit seiner Aussage direkt recht?

Zitat von TheCrimson66:
Also immer vorsichtig sein mit Händler-Aussagen bzw. deren Webseiten ;)

Gruß
Tim
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Tim,

oder schaue einfach mal im "Biete-Forum" oder bei ebay nach gebrauchten Instrumenten. Astonomen gehen immer vorsichtig mit ihren Instrmenten um. Nach vielen Beobachtungs-Nächten weißt Du dann, was Du wirklich brauchst. So hab ich auch angefangen und bin nie enttäuscht worden.
Es wäre erstaunlich, wenn Du bei dem Hobby bleibst und nicht nach einiger Zeit ein weiteres Instrument kaufst.

Allseits CS
Herbert
 
Hallo Tim,
allgemein ist ein 6‘‘ Newton sicher nicht schlecht. Konkret muss ich leider wieder sagen: Kommt ganz darauf an.
Willst visuell beobachten, fährst du wahrscheinlich mit einen Dobson besser. Auch ist für dich f5 eventuell nicht so optimal. So ein schnelles Teleskop möchte gern bessere Okulare und das Kollimieren ist auch nicht ohne (aber erlernbar).
Planst du dagegen auch einen späteren Einstieg in die Astrofotografie, wäre ich mit den Händlerangaben vorsichtig. Versuche an Planeten und Mond mit Webcam dürften machbar sein, das sollte aber auch mit einem Dobson gehen. DSLR am 1,25‘‘ OAZ wird nix, zumal der sehr lang ausschaut und zum Backfokus nichts steht. Auch bei der Montierung bin ich skeptisch, was die Fototauglichkeit betrifft. Da dürfte es wirklich nur bei Versuchen bleiben.
Grundsätzlich bleiben viele Fragen offen, z.B.
- Hauptspiegel parabolisch?
- Größe Fangspiegel?
- Gewicht Optik?
- Tragkraft Monti?
Wie gesagt, du solltest erst mal wissen was du willst und dir dann das passende Gerät suchen.
 
Hi Tim,

Finger weg von dem Angebot.

Der Tubus hat blos nen 1 1/4" Zahntrieb-Okularauszug. Du kannst da nie und nimmer 2" Okulare einsetzen.

Die Montierung trägt den Tubus, aber das Stativ unter der Montierung ist grenzwertig bis grottig.

Der popelige Sucher ist net doll, besser wäre entweder ein 8x50 Sucher (mit dem Du auch was findest ;), oder ein Telrad.

Laß Dir ein Angebot mit einem besseren Stativ und einem anderen 6" Newton mit 2" Okularauszug sowie Sucher/Telrad machen. Du mußt nicht die Komplettangebote nehmen. Die sind "Eycatcher" nach dem Motto "Geiz ist geil". Bis Du dann alles optimiert (neu dazugekauft hast) ist es billiger, gleich was gscheites zu nehmen...
 
hallo tim,

ich habe zwar selbst erst sehr wenig erfahrung in sachen teleskopie, trotzdem möchte ich dir einen vorschlag machen.
wie mehr oder weniger alle vorredner ja schon erwähnt haben, ist die wahl des richtigen teleskopes nicht so einfach. trotzdem möchte man als einsteiger natürlich so schnell wie möglich loslegen und sich nicht erst monatelang in das thema einlesen, bevor man eine kaufentscheidung trifft, selbst wenn dies sinnvoll wäre. vielleicht besteht auch eine gewisse scheu, sich vollkommen "planlos" an nahgelegene sternwarten oder andere beobachter zu wenden, um von deren erfahrungen zu profitieren. auch die vorschläge, sich nach gebrauchten teleskopen umzusehen (z.b. hier im "biete-forum") sind gut, aber ich persönlich suche schon seit mehreren monaten und bin noch nicht fündig geworden :). dies stört mich aber nicht, da ich einen kleinen freund an meiner seite habe, der mir das "warten" auf das richtige angebot versüßt. dieser kleine freund ist das celestron firstscope teleskop, mit dem ich zur zeit den nachthimmel erkunde.

mein vorschlag wäre also, dass du dir vielleicht jetzt ohne groß nachzudenken dieses (oder baugleiche teleskope anderer hersteller) zulegst und dir dann parallel zu deinen ersten kleinen beobachtungen das nötige wissen aneignest, das dich später zum kauf eines für dich optimalen teleskopes befähigt.
ich will mal ein paar vor- und nachteile dieses vorschlages aus meiner sicht aufzählen.

pro:
1. schneller einstieg (übermorgen ist das ding da, bestellt an den richtigen orten :))
2. günstig. für ~ 50€ sind die dinger zu haben. der wertverlust bei nichtgefallen und weiterverkauf ist minimal. (ich persönlich möchte das teleskop aber sogar als einrichtungsgegenstand im regal einfach nicht mehr missen)
3. sehr einfache bedienung des gerätes, transport völlig unproblematisch. quasi plug & play. außerdem ist es auch mit zubehör kompatibel, das man für ein späteres teleskop kauft (z.b. okulare)
4. man bekommt einen eindruck davon, wie sich verschiedene objekte in einem teleskop darstellen.
5. mit dem teleskop lässt sich eine orientierung am nachthimmel gewinnen. u.a. lernt man auch sich mit dem spiegelverkehrten bild eines reflektors auseinanderzusetzen.
6. beschäftigt man sich ein bisschen mit der theorie, werden einem einige allgemeine (mathematische) zusammenhänge anhand des praktischen beispiels schnell deutlich.
7. man gewinnt zeit sich über seine interessen klar zu werden und erkennt wie das erste "große" teleskop sein soll.


contra:
1. die abbildungsqualität ist natürlich nicht mit der größerer teleskope mit qualitativ hochwertigeren okularen zu vergleichen (randunschärfe etc.).
2. das lichtsammelvermögen des teleskops ist recht gering. man braucht schon einen guten nachthimmel um erste deep-sky objekte erkennen zu können, aber es ist nicht unmöglich, ich habe es auch geschafft :).
3. bei zu hohen erwartungen könnte die realität an diesem teleskop zu enttäuschung und eventueller hobbyaufgabe führen :D (davon war bei mir aber nichts zu erkennen)

also es gibt sicher noch viele weitere punkte, die man auf jeder seite aufzählen könnte, aber ich wills dabei belassen. kannst ja mal drüber nachdenken, ob dieses vorgehen eine option für dich darstellt. mich persönlich macht es jedenfalls bereits glücklich, ich habe den eindruck einiges zu lernen. vor allem lern ich einen dunklen himmel zu schätzen :).
außerdem kann ich noch den deep-sky reiseatlas und den deep-sky reiseführer vom oculum verlag empfehlen. besonders der reiseführer vermittelt einem einsteiger ein gefühl dafür, "wonach" man in seinem okular zu suchen hat.
so, lange rede, kurzer sinn... viel spaß bei deinem neuen hobby.

liebe grüße,
alex
 
Hallo Tim,

am hilfreichsten ist es, andere Sternfreunde zu treffen. Das sollte an erster Stelle stehen.
Weiter meine ich, dass es unter einer Voraussetzung eine treffende Empfehlung gibt.
Die Vorraussetzung ist, dass Du gewillt bist, Dich mit dem Teleskop auseinander zu setzen. Du musst keine Rechnungen damit machen, aber wenn Du bereit bist, die Justage eines Newtons als Vorteil zu sehen, weil man es dadurch mit ein paar Handgriffen nach jedem Transport in Top-Form bringt, dann wäre die Empfehlung eben (die Standardempfehlung) 200/1200 Dobson mit Volltubus (=Metallrohr-Tubus).
Diese Optik ist so vielseitig und leistungsfähig, dass ich den Geräten, die praktisch in allen günstigen Varianten unter 2 Herstellern aufgeteilt sind, einen eigenen Zubehörartikel gewidmet habe:
http://www.svenwienstein.de/HTML/okulare_fur_den_8_zoll_dobson.html

Wenn Du Dich weiter informierst, wirst Du feststellen, dass diese Dinger schon viel besungen sind. Es gibt doch praktisch in jeder Beobachtungsgruppe irgendwen, der eines mit diesen Eckdaten hat oder für den Anfang hatte.

Was den 150/750 angeht: Ich meine eher nein. Wenn man visuell schauen möchte, dann ist ein f/6 Spiegelteleskop ein guter Kompromiss aus Vielseitigkeit, Verträglichkeit mit Zubehör (Okularen) und Handling (wie Justage aber auch Baulänge). F/5 erzwingt man eigentlich nur, wenn man einen 8" Spiegel auf eine Montierung der GP-Klasse hieven möchte oder eben einen 150/750 der noch auf eine eigentlich schon zu kleine EQ-3 muss (was ich lassen würde).
Was da bei Omegon unter EQ-4 läuft - na ich weiß nicht, das sieht mir wenn überhaupt nach EQ-3,5 aus. Leider haben ja die Händler begriffen, dass wir Sternfreunde die Montierungen im "Schnellkauf-Bereich" so nach EQ-1/EQ-2 Klasse, EQ-3 Klasse, GP-Klasse (EQ-4 bis 5) und solala mit GP-DX/EQ-6 Klasse einteilen. Da sind sie schnell drauf gekommen, dass man mit den Zahlen schön spielen kann und einfach mal ein als EQ-3 bekanntes Ding als "Hyperklasse 5" bedrucken lassen muss, um unglaubliche Stabilitätsreserven anzudeuten. Seitdem müssen sich die Sternfreunde die beraten wollen immer noch die Briefmarkenbildchen in den Angeboten anschauen und erraten, was unter allerlei Tarn-Abdeckungen aus Plastik wirklich das Teleskop trägt. Ja... das ist mir zuwider. Darf der Leser ruhig merken!

Ein 150/750 auf einer Montierung die wirklich die Tragkraft einer Vixen GP hat, ist durchaus eine solide Lösung. Geht (oder ging?) aber eigentlich nicht zum Preis eines 200/1200 Dobsons. Und der Dobson hat optisch mehr Power.

Clear Skies
Sven
 
Hast du schon was passendes gefunden? Mich würde das auch mal interessieren :)

Bin selber auf der Suche nach einem perfekten Startset. Kann man sich dahin gehend irgendwo im INternet informieren oder gibt es da andere Möglichkeiten..
 
Hallo,

Zitat von bendfe:
Bin selber auf der Suche nach einem perfekten Startset. Kann man sich dahin gehend irgendwo im INternet informieren oder gibt es da andere Möglichkeiten..

das "perfekte" Startset wird man beim Händler selten bis garnicht finden. Am besten ist, sich ein Komplettpaket beim Händler zusammenbasteln zu lassen. Ein bissl Rabatt gibt es dann womöglich auch. Kommt aber immer auf den Händler an (Händlerempfehlungen lasse ich hier jetzt mal weg) ;)

Ansonsten kann ich ebenfalls einen 8" f/6 Dobson empfehlen, sofern man den unter guten, dunklen Himmel ohne Probleme bringen kann und mit Größe, Gewicht, Preis und der Dobson-Montierung (meist händische Nachführung der Objekte) für rein visuelle Beobachtung klarkommt.

Aber wie schon (mehrfach) gesagt und empfohlen: Am besten noch vor dem Kauf sich alles mal live anschauen. Manch einer weiß auch die Vorteile eines kleinen Maks auf Alt-Az-Montierung zu schätzen (z.B. sehr kompakt und relativ leicht). Da hat jeder seine eigenen Vorlieben.

Gruß, Robert
 
Zitat von bendfe:
Hast du schon was passendes gefunden? Mich würde das auch mal interessieren :)

Naja bei dem ein oder anderen schaut man schon ein zweites oder drittes mal hin. Aber festgelegt hab ich mich noch nicht. Der kauf will ja gut überlegt sein, deswegen hetze ich mich nicht.


Und an den Rest: Nochmals Danke für eure Meinungen, Tipps und Ratschläge die mir wirklich weiterhelfen.
Hab nach Nanolexus Rat, mir auch noch ein paar wesentlich günstigere einstiegs Modelle angesehen.

Ob es dann am Ende ein günstiges oder doch teureres Teleskop wird, lass ich mir aber weiter offen.

Jedenfalls werde ich nichts überstürzen und mich genau informieren wenn es denn soweit ist. :)
 
Hey Tim!

Schön zu sehen, dass die Mühe, die sich der Sternfreund hier gibt, bei den Neulingen fruchtet!
Ich denke, ich kann für alle hier in dem Thread sprechen, dass wir dir gerne weiterhelfen ;)

Falls du dich für den 8" f/6 Dobson interessieren solltest oder einfach allgemein Fragen hast zu dem Teil, kannst du dich gerne melden.
Kann dir bei Bedarf auch "reale" Bilder zukommen lassen. Die Fotos auf Händlerseiten vermitteln - mir jedenfalls - keinen realitätsgetreuen Eindruck.

Viel Erfolg (und Geduld ;) ) bei deiner weiteren Suche!
 
Hallo Tim,

ich bin zwar noch zu "grün" um wirklich gute Ratschläge geben zu können, hab aber genau die Entscheidungsphase, die Du gerade durchmachst, erst vor 1 Monat durchgemacht... siehe H I E R

ich hab zuest auch mit einem Newton (auf Stativ) geliebäugelt,
bin aber heilfroh, dass ich mich für den 8" F/6 Dobson entschieden habe :super:

er ist nich ganz leicht, aber immer noch gut zu transportieren,
- schnell auf der Terrasse / Garten
- passt gut ins Auto um aufs Land zu fahren

ich war mittlerweile ein paar mal auf dem Land und das macht mit dem Dobson richtig SPAß, er ist robust und unempfindlich.
zuhause schnell noch justiert und los gehts.
Die einzige Modifikation die ich vorgenommen habe, ist eine selbstgebaute Taukappe für das Telrad.

ich denke der Dobson wird mich noch lange begleiten, denn bis ich den Nachthimmel mal richtig kennen gelernt habe, wird wohl noch "etwas" ?) Zeit verstreichen

Also, viel Erfolg

Thomas
 
Guten Morgen, zusammen!

Zitat von dampfer:
zuhause schnell noch justiert und los gehts
Meinst du nicht, dass es andersherum mehr Sinn macht? Erst transportieren, dann justieren? ;)

Bei den sinkenden Temperaturen und dem allgemeinen Wetter im Herbst würde ich dir noch eine Taukappe für den Tubus empfehlen. Kannst du dir recht einfach aus Moosgummi oder einer alten (schwarzen) Isomatte basteln. Als "ideale" Länge hab' ich die Faustformel Öffnung*2 gelesen.

Was die Orientierung angeht, hat mir Stellarium wirklich sehr geholfen. Zunächst einige Abende nur am Schreibtisch (weil schlechtes Wetter) und dann auch beim Beobachten im Feld. Um die Dunkeladaption nicht zu beeinträchtigen hab' ich mir aus dunkelrotem Acrylglas eine Abdeckung für den Laptop gebastelt. Wenn du einige Stunden draußen bist, geht dir zwar bei der Kälte schneller der Saft aus, aber immerhin... ;)

Als "Alternative" gibt es ja immernoch die bewährten und gern genutzten drehbaren Sternkarten in Verbindung mit einer Rotlichtlampe. Die erfordern zwar ein bisschen Übung, aber denen geht wenigstens nicht der Strom aus ;)

Viel Erfolg weiterhin wünscht der 8" f/6 Dobsonator ;)
 
Zitat von TheCrimson66:
Meinst du nicht, dass es andersherum mehr Sinn macht? Erst transportieren, dann justieren? ;)
-> hab nur ein einfaches Justierokular, damit komm ich in der Dunkelheit nicht weit, hab bisher aber keine Probleme gehabt.

Zitat von TheCrimson66:
Bei den sinkenden Temperaturen und dem allgemeinen Wetter im Herbst würde ich dir noch eine Taukappe für den Tubus empfehlen. Kannst du dir recht einfach aus Moosgummi oder einer alten (schwarzen) Isomatte basteln. Als "ideale" Länge hab' ich die Faustformel Öffnung*2 gelesen.
-> wegen dem Fangspiegel ? der Hauptspiegel sollte ja keine Probleme bekommen, bei 1200 mm


Notebook und Stellarium wie auch drehbare Sternkarte sind immer mit dabei + "deep Sky Reiseatlas"

 
Hallo Thomas,

eine Taukappe würde ich nur dann basteln, wenn dir wirklich der FS zutauen sollte oder um seitlich einfallendes Streulicht zu unterdrücken, welches in den OAZ gelangt. Ansonsten kann man darauf auch verzichten. Ich selbst habe auch keine am 8" Dobson und würde die momentan nur wegen der Streulichtproblematik in Erwägung ziehen.

Das mit der Justage sehe ich bei den klassischen 8"ern nicht ganz so problematisch. Ich selbst kontrolliere nach dem Transport (schließt etwas holprigen Feldweg mit ein) zwar immer den Justagezustand, aber meist ist da alles i.O., wenn ich schon zu Hause justiert habe.

Gruß, Robert
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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