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BlackAngel

Neues Mitglied
Hu,
ich interessiere mich eig schon ewig fuer unser Universum und wollte schon immer ein Teleskop haben, aber leider hat das Geld nie dafuer gereicht.
Nun ist aber endlich die Zeit gekommen wo ich mir mal eins kaufen kann und wollte halt mal nachfragen welches denn fuer Einsteiger i.o. ist.
Ich habe mir auch schon ein paar angeschaut und bin bei dem Big Boss von Seben haengen geblieben und wollt halt wissen ob das geeignet ist.
Hier einmal der Link dazu.

gruß
Bia
 
Hallo Bia

Alles nur kein Seben.
Rate dir Dringend davon ab.
Vor allem Einsteiger sollen mit diesem Teleskopen von Seben
Angesprochen werden,ist Reine Bauernfängerei.

Grüße von
Manfred
 
Hallo Bia,

gute Infos gibts mehrere mal hier im Forum direkt unter Deinem Posting - bist sozusagen nicht alleine mit Deiner Frage <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />.

Sehr aufschlussreich wird für Dich sein:

www.deepsky-brothers.de , dort unter "Einsteiger" nachsehen.
Hier gibts sehr gute Infos und auch Empfehlungen.

Auch sehr gut: http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-ecke.html

CS

klaus
 
Hi Bia,

Ich glaub ich hab ein Déjà-Vu <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Lies dir mal die ganzen Tipps hier durch, da wird sich wohl auch der ein oder andere Tipp finden, der auf dich passt. Sobald du weitere Kriterien nennen kannst, kannst du dich ja wieder melden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />


MfG
Michael
 
Hu (:

Vielen dank fuer die schnellen Antworten.^^
Ja, ich habe mir vorher schon ein paar Threads durchgelesen, hatte mich aber nich wirklich schlauer gemacht. (=

Hab mir nun ein bissl die Seiten angeschaut und es scheint mir als waere ein Newton das beste fuer den Anfang.
Ich wollte so um die 200 Euro ausgeben, hab nun aber gesehn das einige die so um die sinnvolle max 300x vergroeßerung haben schon einiges mehr kosten.
Ich schaue mich zZ bei ein paar Onlineshops um und schau mir die Preise etc an, wobei diese eig immer gleich sind.


gruß
Bia
 
Hi Bia,
man braucht nicht unbedingt ein Gerät das sinnvoll 300fach vergrößern kann. Die meinsten Beobachtungen werden bei deutlich weniger gemacht.
Hinzukommt, das Du ja möglicherweise nicht nur eine Teleskop brauchst, sondern auch Okulare etc. Dann ist mit 200 Euro Gesamtbudget, eine solche Forderung unrealistisch.
Ganz davon abgesehen, das Du möglicherweise der Vergrößerung ohnehin zu viel Bedeutung beimessen könntest - vermute ich derzeit.
Schreib uns doch mal was Du so forderst.
Was soll es können/zeigen?
Was muß alles ins Budget rein?
Sonstige Dinge, die Dir wichtig sind - Transport, Lagerung, Reise oder so.
CS
 
Hu,

das ich noch an einiges an Zubehoer brauche ist mir bewusst und ist bei den 200 Euro nicht mit einbezogen. Geht erstmal nur um ein Teleskop mit bissl Zubehoer was incl. ist. Bevor ich mir dann weiteres Zubehoer kaufe will ich erstmal damit zurecht kommen. ^^
Nunja, was es zeigen soll, am besten alles. (:
Ich moechte mir die Planeten ein bissl anschaun und auch Nebel und Galaxien, hab mich da noch fuer keine wirkliche Richtung entschieden. Naja und reisen brauch ich nicht, ich wohne auf einem hoehren Berg und habe hier an einigen Stellen recht gute freie sicht. (:

Und ich hab auch gelesen das man mit sinnvolle max 200x vergroeßerung besser dran ist wie mit 300 und mehr, kommt ja sicher auch drauf an wo man sie einsetzt.^^

Ich habe hier ein Newtron von Bresser/Meade gefunden und wollte gerne eure Meinung dazu wissen.


gruß
Bia
 
Moin Bia!

Abgesehen davon, daß der Bresser/Meade DS-2130AT standardmäßig nur mit 24,5 mm-Okularen (0,96" Steckmaß) ausgerüstet ist, hat der Vollpfosten von eBay-Verkäufer das Rohr falschrum in die Schelle geklemmt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/laugh.gif" alt="" /> Immer wieder göttlich, sowas zu sehen - das zeugt von Kompetenz! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Okulare mit 24,5 mm-Steckmaß sind heutzutage nicht mehr gängig. Man müßte sich also den 1,25"-Adapter bei Meade nachbestellen oder separat anfertigen lassen.

Ein bischen Google-Suche ergab diesen Thread im Nachbar-Forum. Ansonsten würde ich Dir raten, die hiesige Board-Suchfunktion zu benutzen.
 
Hallo Micha,

Vollpfosten, ich schmeiß mich weg <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach.gif" alt="" />

Den Sucher hat er auch verkehrt herum reingesteckt. Naja, so hat man wenigstens einen funktionierenden Goto-Sucher <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Viele Grüße,
Michael
 
Hallo

Immer wieder lustig was man bei eBay zu sehen bekommt.
Wissen die Überhaupt wofür ein Teleskop Benutzt wird.
Zu Bia
Nein das Teleskop ist auch nicht zu Empfehlen.
Wie Winnie schon sagte 24.5mm Okulare sind heute nicht mehr gängig.
Es ist wirklich schwer bei 200 Euro das Richtige Teleskop zu finden.
Mir würde jetzt so das ETX 70 für den Anfang einfallen.
Einige Leute sollen ja Recht zufrieden sein.
Go To hat es auch.
Mit Weinenden Auge würde ich dir mein 10" LX 200 Anbieten wenn du noch 1300 Euro drauflegen würdest.

Grüße und CS
Manfred
 
moin,

warum wird denn hier kein 114/900 empfohlen? das teil ist relativ leicht zu justieren und auch von den okularen etc. braucht es nicht zwangsläufig teures zubehör. planeten gehen gut und deepskymäßig müssen andere beurteilen. vergrößerung ist bis 225x drin, aber wie schon geschrieben wurde, gehen die hohen vergrößerungen ehr selten. je stärker man sich ran zoomt, desto störender wirken sich flimmernde luft etc. aus. da sieht man nicht mehr als bei geringeren vergrößerungen. außerdem muß man dann auch weniger nachsteuern. das ganze system ist gut transportabel, gebraucht unter 200 öro zubekommen und ich persönlich bin der meinung, das man mit ihm gut lernen kann um später in komplexere system zu investieren.

aso, wie immer mein tip: vixen r114m oder r114s (sind identisch <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/cool.gif" alt="" /> ) auf einer eq3-montierung oder besser. hab zwar noch durch kein anderes teleskop gucken können, aber ich bin von meinem newton für das geld sehr zufrieden und überzeugt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

tschau norman
 
Hi Bia,
zum verlinkten sage ich nichts mehr - außer <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mauer.gif" alt="" />

Wenn ich das richtig verstanden habe, sind die 200 nicht die Obergrenze für alles und ein paar Euro schon fix geplant.
Es läuft auf ein Allround Telesop raus.
Gut.
Auf Goto würde ich verzichten. Meist frißt es viel von Deinem begrenzten Budget, so daß andere Dinge wie Optik etc zu kurz kommen.

Ich sehe da zunächst folgende Geräte in der Auswahl:
Ein 114/900mm Newton auf EQ3, Skyview oder Vixen Np Montierung.
Neu wirds mit den 200 Euro eng, gebraucht ist das gut drin.

Alternativ zur parallaktischen Montierungweise gibts ja noch Dobson-Teleskope.
Ein 150/1200 Dobson oder evtl einen 200/1200 Dob sind gebrauucht drin, aber gerade beim letztgenannten ist das Budget dann komplett weg.

Bei parallaktischer Variante hast Du weniger Öffnung, dafür den Komfort der Nachführung per Drehrad. Beim Dob dagegen mehr Öffnung und evtl auch mehr Bastelbadarf.
Hier muß Du nun abwägen, was Dir wichtiger ist, preislich realistischer ist und was in Puncto Handling Dir mehr liegt.
Für beide Varianten kann man pro oder contra argumentieren, eben wie man das halt erlebt.
Diese Entscheidung ist dann im besondere Maß richtungweisend für die weitere Suche und grenzt mögliche Kandidaten schon gut ein.

Konntest Du schon mal praktische Erfahrungen mit Teleskopen machen?
CS
 
Hu, (:

vielen dank fuer die vielen Tips <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/laugh.gif" alt="" />

Nein, leider konnte ich bis jetzt noch keine praktischen Erfahrungen machen.
Nunja, 200 Euro is minimum, ich wuerde auch 300 Euro ausgeben um halt etwas gutes zu bekommen. ^^
Ein Teleskop wo man Anfangs nicht zuviel rumbasteln muss waere, denke ich, erstmal besser, da ich nicht so der Typ fuer Handwerkliche dinge bin. ^^
Ich denke ich werde die parallaktische Variante nehmen, habe da vllt auch schon eins gefunden, von Skywatcher, 150/750 EQ-3-2 .

gruß
Bia
 
Hallo Bia

Das Skywatcher 150/750 sollte Eigentlich gehen.
Na dann viel Spass damit falls du dich dafür Entscheidest.

Viele klare Nächte und Gruß
Manfred
 
Hi Bia,

kuck doch nochmal, ob ein 200/1200 Dobson für Dich in Frage kommt. Ich hab genau das und hatte vorher auch nen 150/750 parallaktisch montiert. Für mich war wirklich der Vorteil, dass ein größerer Sucher dabei ist mit dem man leichter Objekte findet und die 2 Zoll mehr Öffnung machen wirklich mehr Spass: mehr Auflösung und ein helleres Bild. Ich sag mal etwas platt und oberflächlich: alles geht viel besser und einfacher mit dem Dobson. Budget genau dasselbe, Handling geschmackssache aber viel intuitiver.
CS
Klaus
 
Hu, ^^

ja, hab mir mal eins angeschaut, ist sogar noch billiger *g* <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/laugh.gif" alt="" />
Koenntest du mir deine Meinung zu diesem hier sagen?^^

gruß
Bia
 
(Re) Welches Teleskop?

Hallo Bia,

von einigen Erstüberlegungs-Geräten ist ja schon begründet eher abgeraten worden. Ich finde, Du bist auf dem richtigen Weg, schrittweise und besonnen die große Marktauswahl für Dich in Hinsicht auf Dein Wunsch-Teleskop in Deinem Budget von rund 300 Euro ohne okularseitige Ausstattung zu untersuchen.

Sicherlich helfen Dir unsere beratrischen Hinweise und Hintergründe. Das Beste aber ist es, Kontakt zu Sternfreunden in der Nähe aufzubauen und mit diesen gemeinsam unterm Sternenzelt zu quatschen und mit deren Geräten mal zu beobachten. Dies ist sehr hilfreich, wertvoll und nicht zu ersetzen. Eine Kontaktaufnahme könnte durch unser Treffpunktforum gelingen, über unsere Mailfreundschaften (Astronomie.de-Portalseite links in der Linkleiste, nicht auf der Foren-Start-Seite) oder über unser Vereinsverzeichnis zur Freizeitastronomie hier (GAD, ebenda).

Deinen nun neuerlichen Vorschlag, einen 150/750 (mithin f/5) Newton auf EQ3 als visuelles Instrument anzuschaffen, möchte ich differenziert erörtern:

- das Gerät ist sehr knapp montiert (längere Auswackelzeiten beim Fokussieren, Windanfälligkeit). Eine stärkere Montierung wäre durchaus komfortabler, aber auch deutlich kostspieliger

- das Gerät hat eventuell nur einen sphärischen (=kugelschalenförmigen) Hauptspiegel. Ich habe auf der Webseite keinen Hinweis auf einen parabolischen Hauptspiegel gefunden. Hier unbedingt nachfragen. Sollte es tatsächlich ein nur sphärischer Hauptspiegel sein, so wäre die Abbildung eher schlecht. Wir "alten Hasen" würden sagen: schon vom Hauptspiegel her nicht mal beugungsbegrenzt. Hier wäre definitiv abzuraten. Das Gerät soll ja nicht nur im niedrigsten Vergrößerungsbereich betrieben werden, und auch da schon vermutlich mit Abstrichen. "Schnelle" Newtons (also f/4er, f/5er) brauchen einfach einen parabolischen Spiegel, sonst schicken sie das Licht nicht dorthin in die Abbildung, wo es hinsoll. Nur parabolisch sind schnelle Newtons nach den Regeln der Kunst gefertigt und ermöglichen nachhaltig freudvolle Nutzung. Sphärische Spiegel sind deutlich einfacher und billiger herzustellen. Bei einem f/5er aber würde hier an der falschen Stelle gespart. Unbedingt nachfragen.

- Mit f/5 ist das Gerät eher "schnell", das heißt, wenn durch das Rohr fotographiert wird, braucht man nicht so lange Belichtungszeiten. (Für Lanzeit-Astrophotographie, wo eben f/5 genutzt wird, durch das Gerät, mithin mit 750 mm Brennweite aber wäre sowohl a) eine sehr deutlich kostspielige Montierung nötig und auch b) als Leitrohr eine Zweitoptik. Langzeit-Astrophotographie ist die Königsdisziplin und SEHR kapitalintensiv. Auch sind die Anforderungen an die Optik hoch, da würde man kaum eine Optik in dieser Preislage andenken, beim Vergleich zu all den anderen Kosten, da wäre dann ja noch Motorisierung, Steuerung, Energieversorgung, evtl. Autoguider...). Was ich an dem Gerät nicht so recht verstehe: es ist fotografisch ausgelegt und hat nur einen 1,25"-OAZ. Da wird es wohl zu Vignettierung kommen. Ein 2"-OAZ wäre da viel besser.

- visuell hat die Optik (ich gehe jetzt mal von einem parabolischen Hauptspiegel aus, ohne diesen ist das Gerät grundsätzlich nicht empfehlenswert) vermutlich 3 Hauptmankos: 1. läßt die fotographische Auslegung den Fangspiegel größer werden, was als Obstruktion die Abbildung verschlechtert. 2.: f/5-Geräte brauchen zur randscharfen Abbildung durchaus kostspieligere Okulare. Diese Folgekosten sind zu bedenken. (Wie gesagt, alles sowieso nur, wenn der Hauptspiegel nicht sphärisch ist.) Und 3. es wäre schön, wenn Geringvergrößerung weitwinklig ginge. Das bietet der nur 1,25"-OAZ aber nicht.

Schließlich zu diesem Gerät: auch hier dürften zahlreiche Verbesserungsmaßnahmen anzudenken sein, die die Leistung erhöhen. Grundsätzlich jeden Newton mußt Du justieren, das geht aber nach Anleitung und wenig Übung gut. Ein f/5er ist etwas schwieriger und genauer zu justieren als ein f/6-Teleskop.

Da ich mal annehme, daß Du visuell einen Allrounder möchtest, will ich nochmal die Anregungen von oben stehenden Beiträgen zu einem Dobson-Newton 200/1200 (=8"-f/6) aufgreifen und dessen Vorteile nennen:

mit den unter allen Bedingungen bewährten, wirklich visuell allroundfähigen und kostenschonenden Dobsons 200/1200 (Achtzoll-f/6) gelingen freudvolle Beobachtungen, und kaum wird je jemand ein solches Instrument wegen Unzufriedenheit wieder dringend loswerden wollen (eher wegen weiterem Aufstieg). Ich habe selbst einen solchen und kenne so einige Sternfreunde, die auch voll zufrieden sind. Das Gerät bietet auch bei Bastelwillen Möglichkeiten zur Leistungssteigerung, das sind aber nur Optionen, auch ohne ist es ein solides Leistungsgerät. Bis man wirklich alles, was damit möglich ist am Himmel gesehen hat, kann man schon Uropa werden...

Das Gerät hat im Vergleich zu vielen kleineren Geräten im Budgetrahmen einige Vorteile, die ich mal kurz aufführen möchte:

- viel Geld geht in die Optik, kaum etwas in die solide brauchbare Montierung (Rockerbox, sozusagen "Möbelstück")

- 200 mm Öffnung bieten ordentliche Auflösung und Vergrößerungspotential. (Bei anderen geringer öffnenden Geräten im Budget wird schnell das Ende der Fahnenstange erreicht.) Öffnungs-Preis-Leistung ungeschlagen.

- mit f/6 ist das Gerät a) okularunkritisch (auch niederpreisigere Okulare arbeiten gut), b) universell einsetzbar (von richtiger Geringvergrößerung bei großen Feldern bis zur Hoch- und Höchstvergrößerung geht alles; andere bes. kompakte Geräte können oft nicht so gut weite Felder; vollständig nutzbarer AP-Bereich im Vergleich zu vielen anderen Geräten im Budget von 7mm-0,8mm ca.) c) justierbar, relativ justierstabil und justierunkritisch (gegenüber "schnelleren" Geräten: f/5...f/4)

- durch den Zwei-Zoll-Okular-Auszug können weitwinklige Zwei-Zoll-Okulare verwendet werden, die sehr freudvolle Spaziergänge am Firmament ermöglichen.

All diese bekannten und gern genutzten Vorteile haben dem Gerät zu DEM Allrounder für geringe Budgets in der Freizeitastronomieszene gemacht, der er heute ist. Entsprechend groß ist auch die Konkurrenz, das Marktangebot, die Häufigkeit auf dem Gebrauchtmarkt, die sehr gute Preis-Leistung und überhaupt der relativ geringe Kostenrahmen.

Gegenüber Deinem Vorschlag, liegt der Dobson in einer ganz anderen Leistungsliga. Das schöne: im Preise kaum!

Anmerkung zum Transport: Dobson: Rockerbox und Rohr, passt auch in jeden Kleinwagen. Parallaktischer Newton: Tubus, Montierungskopf, Gegengewichtsstange mit Gegengewicht, Stativ, (evtl. biegsame Wellen, Steuerung, Batteriepack). Im Vergleich tut sich nicht viel. Wenn man die jeweils fürs schwerste Teil rund 10 kg körpernah trägt, gibt es eigentlich keine Probleme.

Anmerkung zu Okularen: ganz unabhängig davon, welches Gerät es auch immer wird (am besten mit Sternfreunden vor Ort vergleichen!!) - Du wirst Okulare brauchen. Meist ist die Minimal-Anfangsausstattung: Ein Übersichtsokular (lange Okularbrennweite, geringe Vergrößerung, großes Feld am Himmel, große AP=Lichtmenge, wenn 2-Zoll geht, dann sehr gern), ein mittleres und eins für hohe Vergrößerung (geringe Okularbrennweite). Die letzteren können unter Umständen auch erstmal durch eins der marktgängigen sehr niederpreisigen und bewährten Zooms ersetzt werden, ein gutes, meist weitwinkliges Hoch-Höchstvergrößerungsokular ist dann zu überlegen. Wenn Du Dein Gerät gefunden hast (wie gesagt, am besten mit Sternfreunden unterm Himmel), auf jeden Fall schlauerweise noch hier klar eine Okularberatungs-Diskussion anregen, da gibt es viel zu beachten und Du kannst auch hier durch kluge Wahl für Dein Budget das Maximum rausholen. Häufig sind die Beiliege-Okulare eher überflüssig, wenn man schon genau (oder wenigstens brennweitenmäßig) weiß, welche man haben wird oder mitbestellt, so kann das Beiliege-Okular eventuell gewandelt werden. Wäre ja schade Geld dafür auszugeben, wenn man es nicht oder nur sehr sporadisch nutzt.

Anmerkung zum Kauf: Pakete bringen oft Vergünstigungen, Messen, Aktionen und Teleskoptreffs sind auch typische Gelegenheiten nochmals einen Zusatznachlaß zu erzielen, direkt vor Ort (Messe, T-Treff) fallen auch keine Porto-Kosten an.

Anmerkung zu "Basteleien":

die zum typischen "Tuning" geforderten Arbeiten sind abschrauben und anschrauben, kleben und schneiden. Mit 2-3 Schraubendrehern und einer starken Schere ist die nötige Werkzeugausstattung schon komplett. Am Dobson umfaßt das typische Tuning einige Dinge, die ich kurz mal beschreiben will:

- Okularauszug: (nur bei Bedarf): gegen mögliches "Schlackern" Tesastreifen längs aufkleben. Dauer: Minuten, Kosten: Cents

- Tiefschwärzung: (anzuraten): durch Lösen der haltenden Schrauben wird die Hauptspiegeleinheit, der Okularauszug und die Fangspiegelspinne ausgebaut. Schwarzvelours-Selbstklebefolie aus dem Baumarkt für komplett vielleicht 18 Euro wird nach Absaugen und Fusselabrollen derselben in den Tubus und das Innere des Okularauszugs eingeklebt. Alle Abbauten wieder in umgekehrter Reihenfolge einbauen. Dauer: vielleicht 2-3 Stunden.

- Lüfter: (anzuraten): die einfachste Möglichkeit meines Erachtens ist ein Computerzubehör-Lüfter, der auf schwarze Hartschaumplatte angebracht wird. Die billige Hartschaumplatte ist schwarz, wetterfest, leicht und mit einer starken Schere zu schneiden. So wird für den Lüfter ein Loch und am Umfang der Hauptspiegelzelle unten ein entsprechender Ausschnitt ausgeschnitten, daß eine Lüfterverplattung entsteht, und der Venti die Luft aus dem Tubus am Hauptspiegel vorbei nach unten außen weg zieht. Abdichtung kann durch Moosgummi erfolgen, Fixierung über Gurte, Klett, Gummiband oder Magneten. So kühlt das Instrument schneller aus, läuft der fallenden Nachtkühle nicht weit hinterher - bildverschlechterndes Tubus-Seeing bleibt aus - und schließlich wird noch überhaupt für Hochvergrößerung die Luftströmung koordiniert, was der Abbildung zuträglich ist. Mit Akkus vom Discounter, einem Batteriehalter von einem beliebigen Elektro-Discounter und der benötigten 20x40cm²-Hartschaumplatte aus dem Baumarkt kann eigentlich nichts schief gehen. Das ganze ist einfach spurenlos abnehmbar und für rund 20 Euro komplett zu realisieren. Bei gewissenhafter Ausführung wird der Anfänger wohl einen Nachmittag brauchen.

- Tubusverlängerung himmelwärts: (empfehlenswert) bringt bessere Abschirmung von Streulicht und der Atemwärme des Beobachters, schützt noch zusätzlich den Fangspiegel vor Tau und Reif, spurenlos abnehmbar. Ich empfehle einen dreischichtigen Aufbau: innen Selbstklebe-Schwarzvelours, mittig: 1,25-mm-PE-Folie (Meterware Baumarkt, Eurofuffzich) und außen Heizkörpertapete (ca. 8 Euro für das ganze Rohr). Die Tubusverlängerung sollte leicht trichterförmig öffnen zum Himmel hin (für die üblichen Tuben des Marktes). Vielleicht eine halbe Stunde Aufwand.

- Tubusisolierung: "Heizkörpertapete"=biegsames Styropor, mit Aluminiumfolie beklebt mit der Alufolie nach außen auf der Rolle für wenig Euro im Baumarkt: In mehreren Stücken um den Tubus gelegt, eventuell Zuschnitt für Höhenräder mit der Schere. Befestigung durch Gurte, Riemen oder Gummispannringe. Spurenlos abnehmbar. Beruhigt die Luft noch weiter im Rohr, schirmt vor Beobachterwärme ab, denn jede Wärmeschwade stört die Wellenfront der Objekte massiv. Bildverbesserung. Schnell und unkompliziert.

-Rockerbox: meiner Erfahrung nach hilft für etwaige Probleme der AZ-Drehbewegung (rechts/links) das saubere Einstellen der Zentralmutter und gegebenenfalls Anbringen einer Kontermutter (Cents, Sekunden). Im Höhenlager half mir das einseitige Aushängen der Spannfeder und Anbringen von Aquarienmagneten (3 Stck aus dem Discounter, sind schön velourst) als "Gegengewicht" in Hauptspiegelnähe. Tipp: von unten her anbringen, dann bleibt das Gleichgewicht auch bei unterschiedlicher Höhenausrichtung erhalten.

Mit diesen Maßnahmen ist die Leistung jedwelchen Newton-Geräts, gleich ob Dobson oder parallaktisch nochmals deutlich höher, wenn er nicht bereits so sein sollte (im High-End-Bereich durchaus möglich). Gerade für budgetlimitierte Einsteiger kann so nochmals kostenschonend ein Leistungsschub erzielt werden. All diese Bastelarbeiten kommen mit Schrauben, Kleben und Schneiden aus, so daß weder ein Maschinenpark noch sonstwelche Fachfertigkeiten nötig sind. Die Materialien sind niederpreisig und gut verfügbar. Die einzelnen Maßnahmen sind auf vielen Homepages von Mitgliedern dokumentiert und genau beschrieben. Auch ist es gang und gäbe, sich dabei unter Sternfreunden zu helfen. Schließlich: bis auf die Tubusinnenschwärzung durch das Klebevelours sind alle Maßnahmen spurenlos abnehmbar. Falls also - entgegen den Erwartungen - doch einmal ein Weiterverkauf anstehen sollte oder beim Basteln etwas nicht perfekt gelingt, macht das dem Gerät selbst nichts. Der für Anfänger als problematischst anzusehende Knackpunkt ist vielleicht die Grundjustage nach dem Velours-Tuning, hier sollte man sich vielleicht einen bewanderten Sternfreund zu einladen, oder die Justage bei einer gemeinsamen Beobachtung unterm Firmament mit diesem zusammen machen. Die Kenntnis um die Justage brauchst Du sowieso, so daß auch dies relativiert zu sehen ist.

Anmerkung zu sonstigem Zubehör für den Sternfreund: eine verstellbare Sitzgelegenheit (Bügelstuhl z. B:), eine Rotlichtlampe (Fahrrad-LED-Licht, vielleicht etwas mit Klebeband abkleben) und einen (Taschen)-Himmelsatlas (z. B. Karkoschka) halte ich für die unverzichtbaren nichtoptischen Ausrüstungsgegenstände des Sternguckers. Hier findet sich aber fast immer schon das ein oder andere daheim.

Ich wünsche Dir Kontakte zu Kollegen in der Nähe, eine besonnene Teleskopwahl und klare Himmel mit Top-Bedingungen,

Matthias.
 
Hi Bia,
mit den 2 neuen Links bist Du m.E. richtig in der 300 Euro-Klasse.
Aber wir stehen damit immer noch vor der wegweisenden Entscheidung Dobson oder prallaktisch montiert, die so immer noch offen ist.

Matthias Befürchtungen eines Kugelspiegels kann ich zerstreuen - es ist ein paraboler Spiegel verbaut.
Basteln:
Beides sind Newton, müssen justiert werden.
Beide kann man verbesseren: Innenschwärzung, Auszug.

Der 150iger hat kein 2" Auszug, der Dob hat ihn.
Der Dob muß evtl. montierungsmäßig noch etwas verbessert werden. Bewegung , Balance. Da ist bie der EQ3 eigentlich nichts zu tun.
Der 150iger ist okularkritischer als der Dob und nicht ganz so gut am Planet.
Der Dob hat mehr Öffnung ist optisch eher der Allrounder.
Der Dob ist billiger, dafür fehlt der Kofort der parallaktischen Montierung.

Soweit die Gegenüberstellung. Du siehst jedes Gerät hat vor und Nachteile. Die sind an sich schon schwer abzuwägen, und was wir hier gar nicht vermitteln können, ist was Dir mehr liegt. Da wäre es gut Du würdest es vorher mal probieren können.
Danach weißt Du was Du willst und kannst, A oder B kaufen,
wenn sonst keine anderen Einwände mehr kommen.

Annonciere im Treffpunktboard - es wird sich bestimmt jemand finden der ein Probeguck ermöglicht.

CS
 
Annonciere im Treffpunktboard - es wird sich bestimmt jemand finden der ein Probeguck ermöglicht.

Diesen Tipp würde ich dir auch geben. Ich stimme auch damit überein, dass du bei dem 150/750 für die parallaktische Variante oder den Dobson 200/1200 nicht viel falsch machen kannst. Was allerdings viele Anfänger unterschätzen, ist das Gewicht bzw. die Größe der Geräte. Und für mich sind diese Dinge auch sehr entscheidend für den späteren Gebrauch. Da kann es passieren, dass er 8-Zöller (200/1200) wesentlich mehr Zeit im Keller verbringt, als ein kleiner Refraktor (z.B. Volksapo), obwohl ersterer wesentlich mehr zeigt.
 
Hallo BlackAngel,

ich würde Dir als Einsteiger nicht direkt ein Teleskop empfehlen,
wenn Du ein Gefühl für Zeitaufwand,Qualität,Kosten,Grundlagen ect. bekommen hast merkst Du schon was du willst.
Eine Seite die mir als Einsteiger sehr geholfen hat ist jene:
http://www.teleskop-service.de/Astropraxis/Start/index.htm

es lohnt sich wirklich ein paar Stunden zu investieren um die Artikel mit Praxisbezug durchzugehen,
subjektive Meinungen und spezielles dann hier im Forum.

Viel Spaß
 
Hu,

danke fuer die vielen Infos (:

Nunja, ich hab mich nun fuer einen Allrounder entschieden, der denke ich, fuer den Anfang praktisch ist um zu schaun in welche Richtung es mich mehr zieht.
Ich bin eher ein Praktischer Mensch, daher ziehe ich die Praxis der Theorie lieber vor (=

gruß
Bia
 
Hallo Bia,

Mathias hat glaube ich wunderbar alles zum Thema gesagt.
Ja, den Skywatcher hab ich auch, gefällt mir sehr gut, mit seinen Macken kann ich leben. Okulare wirst Du wohl noch einige brauchen. Mein Tipp fürs kleine Budget: sprech mit dem Händler und tausche die beiden Plössls die im Paket dabei sind gegen ein 30er oder 40er Super-Plössl ein, und nimm noch ein Seben-Zoom dazu. Billig, aber für den Anfang taugts. Wenn Du dann noch Geld übrig hast, vielleicht noch ein 6mm Super Plössl.
(Und wenn Du dann noch nicht bedient bist: 2"-Übersichtsokular und Nebelfilter - aber dazu machen wir nen neuen Thread auf, laaaanger Thread ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> ).

Übrigens, was Deine praktische Veranlagung angeht: Von Einstein gibts ein schönes Zitat, der meinte mal: Es gibt nichts praktischeres als eine gute Theorie.

Zum Geldsparen in Sachen Astroequipment auch nicht schlecht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />.

Cs


Klaus
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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