neus Lidl am Stern getestet (Polaris)

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AndiHam

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also heute habe ich mal an einem richtigen stern getestet.

das ergebnis, welches ich nicht richtig deuten kann, sieht so aus:

1. 20ér okkular
scharf stellen und der stern ist rund und punktförmig > okkular etwas reindrehen und der es wird eine absolut runde scheibe, welche bissl unterschiedlich helle keise hat.
beim rausdrehen ist es erst eine unscharfe runde scheibe, dreht man bissl mehr herausm, dann sieht es genauso aus, wie beim reindrehen.

12ér und 4ér okkular zusammen, da es dort fast gleich aussieht:
scharf gestellt ist es ein runder scharfer punkt >>> dehe ich okkular rein bissl rein, dann habe ich eine scheibe mit hellem punkt innen, dünnen dunkleren kreis drum herum, wieder helleren dickeren kreis darum, dann wieder dunkleren kreis und zum schluss einen helleren aussen herum.
drehe ich das okkular bissl rein, dann habe ich nur eine runde , aber verschwommene helle scheibe, welche die konturen wie beim reindrehen nicht ausfweist.

wollte mal saturn nachher antesten, aber im moment bewölkt es leider wieder.

was deuten meine beschreibungen ? gurke oder ok ???

gruß
andi
 
Hallo

Nach deiner Beschreibung hast du ein gutes Teleskop. Ich hab meins heute auch am Stern (Vega) testen können und habe die exakt gleiche Erscheinung gehabt. Nadelpunktförmiger Stern, kein Astigatisumus. Leider krieg ich es aber erst zu Weihnachten. Dann kann´s richtig losgehen.

cs

Markus
 
oh ... ich hatte das gegenteil aals antwort erwartet, denn auf einer hier oft verlinkten homepage von binoviewer schau, sind bilder von dem was man sehen muss und da hatte ich das gefühl, ich habe eine schlechte Sphärische Aberration (unbrauchbar).
beim 0ér okkular sieht alles wie perfekt aus, allerdings bei den beiden anderen eher nicht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" />

naja .. vielleicht finde ich ja den saturn heute noch zischen den wolken und dann kann ich besser beschreiben, was ich sah.

gruß
andi
 
Hallo Andi!

Klingt schonmal nicht schlecht! Das was für einen Sterntest entscheident ist, ist die Verteilung der Ringe(bzw. bei dir Kreise). Sprich deren Abstand untereinander und ihre Form.
Versuche mal beim Sterntest die Abweichungen zwischen intra- und extrafokal herauszufinden. Mit viel Zeit und Geduld kann man letzten Endes jeden Fehler eines Teleskops damit erkennen (Abweichungen sind im gewissen Rahmen also erlaubt.)
Die Haupsache ist aber, dass das Beobachten damit Spass macht, also lass es dir durch theoretische Aspekte nicht verderben.

Grüße Tobias
 
verstehe ich nun alles nicht mehr ... ringe sehen bedeutet doch gar nix.

innerfokal ringe sehen und outerfokal nur wischiwqschi sehen deutet doch eher auf "müll " hin oder ?
 
Hallo Andi

Schau dir mal das an:

http://www.pteng.de/astro/justage/newton/frame_r.htm

(Ist jetzt die erste Abbildung die ich so gefunden hab.) Damit kann man eventuell Abweichungen bestimmen.

Auch beim Wischiwaschi kann man eventuell Ringe sehen. Das braucht alles ne Menge Zeit(sofern man denn will). Nur desshalb schon von Optikfehlern zu spreche halte ich für übertrieben. Das Seeing und die Temperatur des Gerätes sollten auch stimmen.
Ich habe erst einmal solch ein Wetter gehabt, bei welchem ich mir getraut habe Aussagen für den Spiegel abzuleiten.

Lass dich nicht verunsichern, auch nicht von mir <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Grüße Tobias
 
Der Sterntest ist sicherlich aufschlußreich, allerdings würde ich sagen, beobachte doch erstmal damit, wenn du die Nebel, Galaxien, Sternhaufen und dergleichen zufriedenstellend erkennst und Beobachtungsfreude aufkommt, dann darf man das Ergebnis des Sterntests nicht überbewerten - wie Tobias schon sagte, laß dir von diesen ganzen theoretischen Sachen nicht die Freude am beobachten verderben, man kann da echt eine Wissenschaft draus machen.
Als ich mit dem Beobachten angefangen habe (das erste Teleskop war so ein Reflektor von Quelle, den ein Freund von mir zu Weihnachten bekommen hatte, da waren wir 13 oder so), da hatte ich noch keine Ahnung, was ein Sterntest überhaupt ist, ja, wie konnten noch nichtmal die Montierung ordentlich ausrichten (para...was??), aber es war eine Gaudi, abends damit loszuziehen, es in die Pampa zu stellen und mal einen Blick auf den Mond, auf Jupiter, M 31 oder die Plejaden zu werfen. Ich glaub, das Ding war nichtmal ordentlich kollimiert, die Okulare waren 1", aber hey, es hat riesigen Spaß gemacht und mir die Welt der Astronomie eröffnet.
Ich will jetzt nicht sagen, daß man nicht das Beste aus seinem Teleskop rausholen soll, aber man braucht es auch nicht zu übertreiben.
Ich würd jetzt auch vorsichtig sagen: dein Sterntest hört sich gut an, was die verschwommene Scheibe angeht, wie Tobias schon gesagt hat, man kann auch da Ringe sehen, das muß nicht gleich eine Gurke sein.
Beobachte einfach mal los und schau dann weiter!

Viele Grüße,
Sebastian
 
Hey Andi,

ich kann mich vielen vorangegangenen Antworten nur anschließen. Sternentes machen ist sicher eine gute Sache, aber man sollte es nicht überbewerten. Astigmatismus hast Du nach Deinen Beschreibungen schonmal nicht. Das wäre auch ein wirkliches "Gurkenkriterium". Ansonsten kann man das aus der Ferne schlecht beurteilen, ob es eine gute Optik ist oder nicht. Allerdings, es muß keine perfekte Optik sein, um damit wirklich schöne Beobachtungen machen zu können und ehrlich gesagt, für ein 70EUR -Fernrohr wäre eine perfekte Optik auch wirklich die absolute Ausnahme. Schau Dir mal die Unterschiede zwischen einer guten Optik und einer perfekten Optik beim Sternentest vom Bino-Tom an. Der Sternentest zeigt deutliche Unterschiede, aber im Fokus am Saturn sieht man das kaum. Also sollte man das nicht überbewerten. Eine Planetenbeobachtung, am besten Saturn, ist in der Hinsicht sicher aufschlußreicher, ob Dein Fernrohr ok ist oder nicht.
Aus der Ferne kann man es nicht genau beurteilen, aber nach Deinen Beschreibungen vermute ich mal, das Dein Fernrohr absolut im Rahmen liegt. Übrigens: Mein Bresser Mars Explorer, der Ersatz für mein erstes verkorkstes Lidl, zeigt intra- und extrafokal ähnliche Eigenschaften wie Dein Scope. Auch dort sehe ich auf der einen Seite vom Fokus stärker die Ringe und auf der anderen Seite ist es milchiger, aber er ist dennoch ok, keine Sitzenoptik, aber eben völlig in Ordnung. Wie gesagt, Du hast auch nur 70 EUR mit Montierung bezahlt und siehst definitiv mehr als ohne Fernrohr. Also beobachte einfach und erfreu Dich an den schönen Objekten des Winterhimmels, die nun in Reichweite Deines neuen Fernrohres liegen und die Du vorher gar nicht sehen konntest.

Viel Spaß und Erfolg beim Beobachten, nicht nur beim Testen.

Thomas <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
 
Hallo Thomas,

Astigmatismus hast Du nach Deinen Beschreibungen schonmal nicht. Das wäre auch ein wirkliches "Gurkenkriterium"....

das kann man so nicht stehen lassen. Ob ein Teleskop eine Gurke ist hängt in erster Linie von dem Betrag des Fehlers ab und nicht von dessen Existenz. So kann man z. B. 1/4 lamdba Wellenfrontfehler Astigmatismus in Startest sehr gut erkennen. Selbiger Fehler mindert die für die Bidqualität entscheidende Kontrastübertragung nur um weniger als 5%.

Gruß Kurt
 
Hallo Kurt,

ok, das sehe ich ein. Sorry. Ich muß halt immer an meinem damaligen Lidl denken. Da war der Asti wirklich sehr ausgeprägt und entsprechend schlecht war auch die Abbildung. Bei einem leichten Asti wird es sicherlich noch gut funktionieren.

Gruß,

Thomas
 
Hallo

Ich denke nicht dass es ein schlechtes Teleskop ist. Denn meins ist nach erstem Sterntest schon mal ganz gut. Wichtig ist: Nicht der Sterntest zählt, sondern die Freude, die man beim Beobachten damit hat.
Denn beim Sterntest muss alles stimmen:
Auskühlzeit, Seeing und eine gute Ausdauer

Noch etwas zu den Abbildungen von Binoviewer:
Das sind perfekte Bedingungen für einen Sterntest. Perfektes Seeing und super ausgekühltes Teleskop.

cs
 
nun noch eine etwas "dämliche" frage <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

beim auskühlen des teleskop´s (also vorher rechtzeitig rausstellen), nimmt man die schutzkappen von objektiv und okular ab oder bleiben die drauf ? ... ist ja immer bissl feucht um die jahreszeit <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
 
Hallo

Wenn du alles abnimmst, geht es viel, viel, viel schneller als sonst. Sonst brauchst du ja einen halben Tag.

cs
 
Also beim Auskühlen sollte der Deckel vorne vom Teleskop schon runter, ansonsten staut sich ja die warme Luft trotz alledem im Tubus.
Trotzt Feuchtigkeit beschlägt der Hauptspiegel NORMALERWEISE nicht, erstens ist er ordentlich weit unten und zweitens bleibt er meistens oberhalb der Taupunktes, also ich hatte damit noch keine wirklichen Probleme.
Was den Fangspiegel angeht: bei meinem 8" hatte ich noch nie Probleme mit Fangspiegelbeschlag, beim 4,5" leider schon, weswegen ich da, wenn ich mal eine Weile nicht beobachte, weil ich was notiere oder so, den Deckel vorne leicht draufmache und auch den OAZ abdecke. Außerdem kippe ich das Teleskop dann in eine horizontale Position, so daß die Spiegel nicht zu viel Wärme 'gen Himmel abstrahlen, und achte außerdem noch darauf, daß der Fangspiegel nicht unbedingt nach "oben" orientiert ist.
Aber zum Auskühlen mache ich das Ding immer auf, irgenwo muß die warme Luft ja hin.

Sebastian

P.S. Die OKULARE selber, die werden nur abgedeckt, wenn ich direkt beobachte, ansonsten kommen brav die Abschlusskappen drauf und das ganze wird in der Tasche oder im Okularkoffer verstaut. Ich würde niemals ein Okular einfach so im Okularauszug stecken lassen, ansonsten hast du ziemlich schnell "tolle" Halos um die Sterne bzw. siehst gar nichts mehr - und dann heißt es Abtauen (aber bitte nicht mit einem Tuch)!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Thomas,

vereinfacht gesagt, wenn einem beim Startest der Asti sofort ins Auge springt, dann ist "Gurkenalarm". Muss man est danach etwas angestrengt (höhere Vergrößerung) suchen ist er unbedenklich.

Gruß Kurt
 
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