Newton 114/500 und Jupiter

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Markus_2k4

Mitglied
Hallo,
hier im Forum tauchen immer wieder Beschreibungen auf, wonach man mit nem 114/900 Reflektor bei 50x Vergrösserung schon gutes Seeing des Jupiter haben könne. Mit meinem 114/500er (10mm+2x Barlow=100-fache Vergrösserung) erscheint Jupiter nach wie vor nicht mehr als ein (zu) helles Plättchen. Wird hier bewusst übertrieben oder habe ich den berühmten Knick in der Optik <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Danke und always CS.
Markus_2k4
 
Hi Markus,
Jupi ist sehr hell, von daher eigenen sich kleine Vergrößerungen bestenfalls zur Übersicht, zusammen mit den Monden. Selbst 100fach ist noch recht wenig, allerdings sollte man hier schon Details sehen können. Wenn Du richtig ran willst darfst Du mit 114 mm Öffnung ruhig 150 - 200 fach gehen. Dann nimmt auch die Helligkeit ab. Mit gefällt Jupiter amm 114/900 am besten mit 5mm -also 180 fach. Manchmal sind 4mm -also 225 fach drin. Denke beim kurzen 114 er wirst Du mit etwas geringer Vergrößerung die besten Ergebnisse haben.
Ansonsten könntest Du einen leichten Graufilter verwenden.
CS
 
Generell kann man sagen, dass die Aufnahmen z.B. mit einer Webcam generell mehr zeigen als man mit bloßem Auge dann sehen kann. Da kann man halt die Belichtung runternehmen, probier das mal mit dem Auge <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

 
Hallo Markus,

114/500 das erinnert mich an einen "Pluto". Das war das zweite Newton was ich mir geleistet hatte (ist aber schon ein paar Jahre her). Am Anfang war ich von Lichtstärke (gegenüber dem was ich bis da hatte) begeistert. Aber an den Planeten hatte ich genau die gleichen Probleme wie Du sie beschreibst.
Der Jupi wurde mit wachsender Vergrößerung immer größer, aber mehr gesehen habe ich deshalb nicht. Er blieb immer nur ein helles Scheibchen ohne Struktur.
Bei dem Pluto lag es daran, dass der Spiegel mehr Kugel als Parabel war. Mit wachsender Vergrößerung führt das dann zu einem wachsenden Verlust an Abbildungsschärfe.
Bei meinen Gerät lag die Grenze der sinnvollen Vergrößerung deutlich unter 100.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Ulrich
 
Hallo,

dem eben geschriebenen kann ich mich nur anschließen - vorausgesetzt es handelt sich tatsächlich um ein Pluto.
Ich habe selber so ein Teleskop un bin ob der transportfähigkeit von dem Ding schlichtweg begeistert. Mal ganz schnell in die Ferne schweifen geht mit dem Ding super. Am Planeten taugt das Ding leider nicht viel, da es sich um ein sehr schnelles System mit Kugelspiegel handelt. Auch wenn es sauber kollimiert ist, werden die Sterne keine echten Punkte, sondern immer ein wenig faserig erscheinen. Bei Kugelhaufen fällt das bei dem kleinen Spiegel und der kurzen Brennweite nicht so auf, aber am Planeten werden die Bilder unscharf. Zumal bei mir keine Vergrößerung über 100 sinnvoll erscheint - frisch Laserkollimiert, versteht sich. Der Mond geht gerade so noch, aber bei Jupiter und Saturn bildet ein Tchibo Torpedo meiner Meinung nach besser ab.
Deshalb mein Tip, lass die Planeten weg (das kann das Lidl besser) und freue dich lieber über die wunderschöne Übersicht bei kleiner Vergrößerung und dem völlig unproblematischen hochvergrößern an Sternhaufen und ähnlichen Deep Sky Objekten.

Am Wochenende Messier Marathon!
 
Hallo Markus.


Es ist schon möglich, dass Dein Gerät (wegen dem Kugelspiegel, wenn es denn keinen Parabolspiegel hat) den Jupiter nicht besonders gut zeigen kann. Ist wegen dem "schnellen" Öffnungsverhältnis hald kein "Planetenspezialist"...

Ich würde aber meinen, dass mindestens die beiden Hauptwolkenbänder ziemlich deutlich sein sollten.

Gazu muss das Gerät aber sauber justiert sein (über die Justierung eines Newton-Teleskopes findest Du viel im NET) und der Jupiter darf nicht zu hell sein, sonst werden die feinen Details "überstrahlt"! (darauf würde ich tippen!) Falls Du einen "Mondfilter" hast, dann probier' den mal an Jupiter aus - vielleicht kannst Du die Wolkenbänder dann erkennen.
 
Hallo,
erst mal Danke für die rege Beteiligung.
Nein, der Bresser Pluto ist es nicht, es ist der Synta Newton Parabol von "Wolfi", der lt. dessen Angaben wohl für diese Klasse ein guter Reflektor sei. Das Bild sehe ich in der Tat gestochen scharf, der Jupi ist halt nur zu hell. Werde das mit nem Filter mal testen. An eine Vergrösserung 170x reiche ich zur Zeit mangels Okular noch nicht heran, aber das wird schon noch (kriegt "Wolfi" halt wieder ne mail).
Ich merke jetzt langsam, dass dieses Hobby ein Fass ohne Boden wird und irgendwann noch ein 10" Dobson im Wohnzimmer steht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

CS
Markus_2k4
 
Hallo Markus,

ich denke es treffen mehrere Komponenten zu, die dazu führen, dass Du keine Details erkennst. Obwohl hohe Vergrößerungen bei Planeten indiziert sind, können zum Beispiel die beiden großen äquatorialen Wolkenbänden mit 50facher Vergrößerung beobachtet werden.

Dein Teleskop ist grundsätzlich nicht für besonders hohe Vergrößerungen ausgelegt, aus kein ausgeprägtes Planetenfernrohr. Du benötigst eine Barlowlinse (mit dem 10mm Okular) um eine 100fache Vergrößerung zu erzielen. Die Barlow-Linse als zusätzliche optische Komponente könnte ein Grund für das "Nichtvorhandensein" von Details sein (ggf. schlechte Qualität). Das Wichtigste an einem Newton ist die Justage! Ist dieser nicht richtig justiert, verliert das Gerä deutlich an Auflösung. Überprüfe diese einmal. Zu guter letzt, mit Verlaub gesagt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />, fehlende Beobachtungserfahrung. Lass Dir bei der Beobachtung Zeit und versuche Dich auf Details zu konzentrieren. Die großen Wolkenbänder sind ohne Filter gut zu erkennen.

Für weitere Fragen stehe ich natürlich gerne zur Verfügung.

NightSky - Zeitschrift von Amateuren für Amateure

Grüße, Christoph Lohuis.
 
Hallo Christoph_Lohuis,
ich denke, mit deiner Bemerkung "fehlende Beobachtungserfahrung" liegst du gar nicht so falsch. Meine eigene Vermutung dahingehend wird durch den Bericht von Markus Langlotz (Vergleich von 4,5" zu 10") noch untermauert. Wenn ich die Intension des Autors richtig verstanden habe, liege ich als Einsteiger wohl in der Tat mit meinem "Mini-Mörser" auf der richtigen Seite, da aufgrund der mangelnden Erfahrung der 10 Zöller nicht wesentlich mehr am Himmel zeigen wird. Jedenfalls habe ich mich nun mal mit Literatur eingedeckt und taste mich gemächlich an die Maximalvergrößerung heran (die Sterne laufen mir ja nicht weg) und danach werde auch ich mal ein Wolkenband erkennen können (wenn denn nur der Himmel klar wäre).

PS: Nicht schlecht, die Zeitschrift NightSky!

Gruß
Markus
 
Hallo Markus,

ich habe als Einstiegsgerät das gleich Teleskop wie Du, ich nehme an,es handelt sich um den Skywatcher gekauft bei TS?

So absolut untauglich zur Planetenbeobachtung, wie oft behauptet wird ist er sicher nicht! Okularbedingt komme ich bis zu einer Vergrößerung von 140x. Die Wolkenbänder auf Jupiter kann man aber sicher auch schon bei 1oox leicht erkennen - nur ist es nicht so, daß einem die Einzelheiten immer sofort ins Auge springen; da heißt es einfach Geduldig für längere Zeit ins Okular blicken dann wirst du merken, daß immer mehr und mehr sichtbar wird.

Jedenfalls bin ich überzeugt davon, daß dieser Newton gut dazu geeignet ist, dem Anfänger soviel Überblick zu verschaffen, daß er herausfinden wird, wo bei einem eventuell anfallendem zweiten Teleskop die Schwerpunkte liegen sollen - nämlich nur Planeten oder hauptsächlich deep Sky. Und nebenbei ist es auch noch ein recht tauglicher Richfielder!

Viel Spaß und CS

Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,
ja du hast recht, es ist der schöne metallic-blaue SkyWatcher von TS. Nachdem ich als Einsteiger nicht den Fehler eines Fehlkaufs begehen wollte, hatte ich mich im Internet längere Zeit umgesehen und bin dann letztendlich hier aufs Forum und somit auf TS gestossen. Da TS sehr gute Kritiken hatte und ich schon immer einen gut transportablen Reflektor wollte, bestellte ich den SkyWatcher in der Grundausstattung. Diese hat sich mittlerweile schon etwas vergrössert und da ich es nicht lassen kann, wird sich wohl auch noch ein 5mm Okular dazugesellen, das ich dann auch am Jupiter austesten werde. Leider ist das Wetter z.Zt. hier keine Pracht.

Gruß nach Österreich!

Markus
 
Hallo Markus,

ich sehe gerade, daß Du ein 10mm und eine 2x Barlow hast - da erübrigt sich ja ein 5mm Oku fast, denn mit dem kommst Du auch nur auf knapp 100x (die Brennweite ist ja nicht 500mm, sondern ca. 450mm!) was also dem selben Wert des 10ers entspricht! Mit 5 und Barlow dann also ca. 180x. Da hast Du dann eine Vergrößerung doppelt. Vielleicht wäre ein 7mm besser? Das ergäbe ca.64x und 128x. Und da müßte nach der Erfahrung mit meinem Skywatcher alles noch scharf bleiben können.
Da ich für meinen Kleinen die Okus des Großen (AOM 12") verwende, ist mein Oku mit der kürzesten BW ein 3mm Radian mit äußerst angenehmen Augenabstand. Allerdings nicht billig <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> . Einfacher gebaute kurzbrennweitige Okulare haben halt einen Augenabstand, der bei mir als Brillenträger keinen rechten Beobachtungsspaß aufkommen lassen will <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />.

Und Bei ca. 130x Machen die Großen Planeten auch schon Freude. Da war leztes Jahr auch der Mars schon sehr detailreich!

Ich wünsche Dir, daß der Himmel bald aufklart,

Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,
das 5mm wollte ich auch nur in Verbindung mit der Barlow verwenden, um auch in eine Region zu kommen, die den Newton auch wohl etwas (über)fordert. Frage am Rande: Wieso sollte der 500er nur eine Brennweite von 450mm haben. Ich habe ihn als 500mm Parabol-Reflektor erworben, allerdings ist mir aufgefallen, dass er bei TS nur noch als 450er Parabol angeboten wird, während in seinem Schnäppchenmarkt nun ein optisch gleich aussehender 500er mit Kugelspiegel steht.
Was hab ich denn nun? Sind zwar nur 50mm Unterschied aber die Bezeichnung ist dann schon verwirrend.

Gruß
Markus
 
Hi Markus,

der Skywatcher sollte f500mm haben, kuckst du hier

Aber ansonsten macht das den Bock nicht fett:

450mm x2(Barlow) /5mm(Okular) =180x Vergrößerung
500mm x2(Barlow) /5mm(Okular) =200x Vergrößerung



 
Hallo Markus,

Wenn Du einmal den Hauptspiegel ausbauen solltest, dann versuche ihn als "Brennglas" zu verwenden z. B. gegen ein Blatt Papier. Wenn Du dann die Enfernung vom Brennp. zur Spiegeloberfl. mißt, sind es sicher keine 500mm. Aber das ist bei diesen Spiegeln meiner Erfahrung nach normal (Ich kenne zwei Stück persönlich, und habe hier im Forum schon von einigen gelesen, daß es sich bei ihren 500mm Spiegeln gleich verhält). Vielleicht sieht 500 besser aus, als 450 <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />

Der Unterschied soll Dich aber nicht verwirren. Wichtig ist, daß der Fangspiegel nicht zu klein ist, und das passt bei diesen Geräten ganz gut. Du wirst Dich zum Beispiel beim Ringnebel auch bei Vergrößerungen über 100x nicht mit indirektem Sehen plagen müssen, um überhaupt etwas zu sehen! Auch die Kugelhaufen, die jetzt aktuell werden, lassen sich leicht bis 140x vergrößern, und sind dann immer noch hell genug! Bei M13 müsstest Du dann vielleicht bei indirektem Sehen auch schon viele Einzelsterne erkennen können! Die vielen offenen Haufen machen ebenfalls einen schönen Eindruck. Freuen kannst Du Dich auch auf die Gasnebel im Schützen und und und...

Zum 5mm Oku: ich würde bei meinem Newton eigentlich nicht glauben, das er mit 180x schon überfordert wäre, denn bei 140x war das Bild bei entsprechender Luftruhe oft wirklich wie ausgestanzt. Ich dachte nur, daß ich für mich die Okulare so wählen würde, daß ich nicht zweimal den gleichen Vergrößerungsfaktor habe! Vielleicht wäre ein 6mm mit 2,5x Barlow denkbar? Das ergäbe mit dem 10er: 45x, und 112x; und mit dem 6er: 75x und 187x.
Frag einmal Herrn Ransburg, ob er einem Umtausch Deiner Barlow zustimmen würde. Meiner Erfahrung nach kann man mit ihm sehr Vernünftig und vor allem fair verhandeln.

Also viel Spaß und CS

Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,

du willst, dass ich mein geliebtes Barlow aus der Hand gebe <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />, im Ernst, mit dem Umtausch könnte ich mal anfragen. Damit decke ich in der Tat einen besseren Bereich ab. Das sind halt solche Dinge, die man im Vorfeld nicht bedenkt. Aber dafür gibts ja dieses Forum.
Danke
und immer gute Sicht

Markus
 
Hallo Markus,

ich konnte ja nicht ahnen, daß Du die Barlow schon so ins Herz geschlossen hast <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" />.

Aber wenn Du Dich mit gebührendem Anstand verabschiedest.... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />

Schöne Grüße und CS

Wolfgang
 
Hallo Markus,

die ggf. vorhandene fehlende Beobachtungserfahrung spielt häufig eine Rolle.
Hierbei sind zwei Aspekte von Bedeutung. Auf der einen Seite bestimmte
Techniken, welche die Beobachtung erleichtern oder erst möglich machen. Auf der
anderen Seite das Wissen, was eigentlich zu sehen ist (oder sein müsste).

Betreffend des zu nutzenden Gerätes gibt es verschiedene Ansatzpunkte. Ich denke
speziell der Einsteiger sollte auch nicht ein zu kleines Gerät wählen, was dem
Preis-/ Leistungsverhältnis nicht gerecht wird. Dieses "ausloten" ist schwer und
komplex, vor allem für denjenigen, welcher noch nicht über einen großen
Erfahrungsschatz verfügt. Genau dieses macht die Sache so paradox.

Zu guter letzt, vielen Dank für Deine Blumen. Wie beschrieben versuchen wir in
unserer Freizeit, aus Spaß an der Freud eine Zeitschrift von Amateuren für
Amateure ohne kommerziellen Hintergrund zu konzipieren. Hierbei spielt es keine
Rolle ob der Autor oder Leser, Einsteiger oder "Alter Hase" ist.

Liebe Grüße, Christoph Lohuis.

NightSky - Zeitschrift von Amateuren für Amateure
 
Moin Markus!

> Frage am Rande: Wieso sollte der m500er nur eine Brennweite von 450mm
> haben. Ich habe ihn als 500mm Parabol-Reflektor erworben, allerdings ist
> mir aufgefallen, dass er bei TS nur noch als 450er Parabol angeboten
> wird, während in seinem Schnäppchenmarkt nun ein optisch gleich
> aussehender 500er mit Kugelspiegel steht.

Ganz einfach: Glaube nie, was auf der Packung steht. Ich hatte früher bereits
drei Bresser Pluto/S - die hatten alle 450 mm Brennweite und den sphärischen
Spiegel. Der 50 mm-Unterschied fällt sofort auf, wenn man am Teleskop nur mal
nachmißt. Die wahren Meßwerte (112/450 = f/4,0) machen mehr Sinn als
114/500 (knapp f/4,4) - ich denke auch, "114/500" liest sich einfach besser
als irgendwelche krummen Werte.
 
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