Newton 200/1000 auf EQ6

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romanbieri

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Hallo Freunde

Ich bin seit längerem am evaluieren eines Teleskops. Als voller Anfänger folgte ich dem Ratschlag, Erfahrungsberichte zu lesen und übers Web Informationen zu sammeln. Das geht jetzt schon bald ein Jahr so….

Meine Interessen liegen bei den Nebeln. Finde ich absolut faszinierend (wohl dass ich weiss, dass wir wahrscheinlich von den krassen Hubble Bilder geblendet werden.) Fernziel ist es, Nebel und DeepSky Objekte Fotografieren zu können.

Die finanzielle Schmerzgrenze liegt nach langem Sparen bei 2000.- harten Schweizer Franken…. also bei ca. 1,4 KEuronen.

Mein Obejkt der Begierde ist folgendes:


schnipp…
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Celestron Newton 200/1000mm auf EQ-6 mit Plössl 20mm und 10mm, 8x50 Sucher Montierung, Steuerung, Polsucher, Edelstahl Dreibein ...... Euro 1098,-

Plus: Der TS Okularkoffer Euro 139,-
schnapp…
********

http://www.teleskop-service.de/Aktion/Komplettgeraete/teleskope.htm#Reflektoren

Ich denke dieser Link ist bekann... :-)

Was kann ich mit so einem Gerät sehen? Gibt es Quellen, Bilder von einer solchen Konfiguration zu sehen? (Ich meine vom Himmel.... nicht vom Teleskop und der EQ6 selber )

Da ich aber auch etliche negative Berichte betreffend EQ6 und Astro-Fotografie gelesen habe bin ich nun nicht sicher ob das auch hinhaut. Denn 1,4KE ausgeben und dann frustriert sein ist ja nicht was man sich zu Weihnachten wünscht.


Für Eure Hilfe bin ich sehr dankbar.. und wenn sich jemand aus dem Raum CH-AG-ZH finden lässt.. können wir ja mal persönlich quatschen…


Gruss aus der Schweiz
 
Hallo Roman,

ich hoffe, Du hast nicht nur gelesen, sondern das Zeug auch schon mal live gesehen und dran gespielt. Die EQ-6 ist ein ziemliches Monster und kann für den Anfänger durchaus abschreckend sein wegen der Schlepperei.

Da würde ich lieber auf einen Dobson abzielen. Der finanzielle Einsatz ist bei den GSO- oder Skywatcher-Geräten kaum höher als der für die reine Optik. Und ein, zwei Okulare sind auch dabei. Die Rockerboxen lassen sich mit relativ geringem Aufwand mechanisch optimieren falls erforderlich. (Und der Okularkoffer ist auch dafür erhältlich.)

Und später kann man immer noch überlegen, ob eine parallaktische Montage zwecks Fotografie erforderlich ist. Die ersten Monate (oder gar Jahre) bist Du ohnehin beschäftigt, visuell Erfahrungen zu sammeln.

Für Fotografie ist es wohl kostengünstiger, eine kleinere Optik auf entsprechend kleinerer Montierung ins Auge zu fassen, z. B. ein 150/750-Newton auf einer Vixen GP. Dies könnte auch visuell als Einstieg interessant sein. Da kann man erst mal auf Motoren verzichten und später nachrüsten.

Ciao
Martin
 
Hallo romanbieri!
Mit solch einem schweren Geschütz spielst Du schon in der Oberliga der Gewichtsklassen - allerdings ist manchmal Klasse besser denn Masse... Wenn Du das EQ6-Monster möchtest, dann bei gleichem Händler die fotografisch aufgemotzte Version mit periodischem Schneckenausgleich. Sonst kann bei langbelichteten Aufnahmen - und die Aufnahme von Nebeln ist i.d.R. eine Solche die Nachführgenauigkeit ungenügend sein. Bis allerdings eine gute Aufnahme entsteht ist ein tiefes Tal der Ernüchterung zu durchschreiten! Davor sollte man bei versierten Astrofotografen über die Schulter schauen und möglicherweise mit kleinerem Equipment beginnen...
Sternklare Nächte
Berthold vom WIDATO
www.widato.de
www.sternwarte-limburg.de
 
Hallo Martin

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ich hoffe, Du hast nicht nur gelesen, sondern das Zeug auch schon mal live gesehen und dran gespielt
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Leider noch nicht. Ich denke, ich sollte mal ein händler aufsuchen, bei dem so was steht. Oder besser ein User, der das Gerät im Einsatz hat.


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Für Fotografie ist es wohl kostengünstiger, eine kleinere Optik auf entsprechend kleinerer Montierung ins Auge zu fassen, z. B. ein 150/750-Newton auf einer Vixen
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Wieso denkst Du an ein kleineres Teleskop für die Fotografie ? Entschuldige meine komischen Fragen, aber als Beginner... Du weist schon...

Gruss, Roman
 
Hallo Roman,

Wieso denkst Du an ein kleineres Teleskop für die Fotografie ? Entschuldige meine komischen Fragen, aber als Beginner... Du weist schon...
Beim Fotografieren kannst Du Licht auf dem Film/Chip "sammeln", indem Du die Belichtungszeit erhöhst. Das geht mit dem Auge nicht, deswegen geht man visuell den Weg der größeren Öffnung.

Da eine stabile Kombination aus Optik und Montierung mit zunehmender Öffnung quadratisch oder kubisch im Preis teurer wird, gibt es genug Leute, die visuell was größeres haben, aber zum Fotografieren ein kleineres Teleskop benutzen. Das kann billiger sein als ein Teleskop mit großer Öffnung stabil genug zu montieren.

Ich selber fotografiere nicht (astronomisch, meine ich), habe also wenig Erfahrung (und bitte evtl. um Korrektur meiner Aussagen durch Mitlesende).

Die EQ-6 benutze ich nur visuell (mit einem 200/1000-Newton, alo die von Dir ins Auge gefasste Kombination). Ich will Dir von dem Teil nicht abraten. Visuell ist das eine schöne Sache, aber halt verbunden mit mehreren Gängen vom Keller zum Auto (Stativ und Koffer mit Gegengewichten, Zubehör und Steuerung; dann die Montierung selbst; dann der Okularkoffer und Hocker; dann die Optik). Dann muss alles aus dem Auto ausgepackt und aufgebaut werden (ca. 15 min.). In der Zwischenzeit sind Wolken aufgezogen (manchmal auch nicht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ). Dann geht das ganze rückwärts weiter.

Deswegen hab ich mir eine Rockerbox gebaut. Da ist man spontaner und lässt sich nicht vom Beobachten abschrecken.

Insofern würde ich beim Neukauf mit einem Dobson anfangen und irgendwann einmal über's Fotografieren nachdenken. Ich werd wohl auch die nächsten ein, zwei Jahre vom Fotografieren die Finger lassen. Die wenige nutzbare Zeit nutze ich lieber visuell.

Ciao
Martin
 
Hallo Berthold

Interpretiere ich Dich richtig, dass das Gerät etwas gross und schwer ist für den Anfang? Da habe ich mir viele Gedanken gemacht darüber. Und ich kann es immer noch nicht beurteilen, da ich noch keine Gelegenheit hatte durch solche "Röhren" zu schauen. Sehe ich schon was mit einem klassische Einsteiger 114/900mm?


Gruss Roman
 
Hi Roman,
zuerst mal ist das eine schöne, aber gewichtige Kombination die Du Dir vorgenommen hast. Von der Stabilität her sicher ohne Zeifel. Fotografisch kommt es auf das Innenleben der Monti als solche an, was man ggf. auch verbessern kann. Darauf würde ich aber gar nicht näher eingehen wollen, weil ich glaube, das Du , wenn dies der Einstieg in die praktische Astronomie ist, erst mal mit ganz anderen Sachen beschäftigt sein wirst als mit knipsen.
Mit f/5 ist dies schon ein schneller Newton und damit durchaus fotografisch einsetzbar. Allerdings funktionieren nicht mehr alle Okulare damit richtig gut.
Die Okulare im Koffer sind m.E. nicht die beste Lösung für dieses Gerät. Kurz den würde ich nicht nehmen. Stattdessen wären Filter , besonders UHC und OIII angesagt, wen Du Dich auf Nebel spezialisieren willst. Dazu mindestens ein 2" Übersichtsokular mit großem Gesichtsfeld und n Powerpack für EQ.
So ausgestattet kannst Du den Himmel erkunden und visull schon einiges beobachten. Kommt dann der Fotodrang durch und eine gewisse Erfahrung im Umgang und finden sind gegeben, steige mit Piggyback-Fotografie ein. Bis Du so weit bist und dann die Geheimnisse der Bildbearbeitung etc gelüftet sind, hast Du sicher genug gespart um dann die Eq6 fototauglich (Langzeit) zu machen und das ein oder andere fehlende Teil zu kaufen.
So würde ich vorgehen, da der Einstieg und gleich alles wollen nach meiner Erfahrung tendenziell eher Frust verursacht. Ein gutes DS-Foto, wie sie manche hier im Forum zeigen, macht man nicht so eben auf die schnelle. Das braucht einiges an Wissen und Erfahrung.
CS
 
Hi Roman,

vielleicht habe ich es ja überlesen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ... Aber wo wohnst du eigentlich? Vielleicht findet sich ja jemand in Deiner Nähe, bei dem du mal mit zum Beobachten gehen kannst und dir ein paar Instrumente, den ganzen Aufwand und den nicht vorhandenen Komfort aus der Nähe anschauen kannst.

Und by the way: Willkommen im Forum! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

PS: Ach ja. Ich selbst hab die EQ6 - und du solltest dir diesen Aufwand wirklich vorher anschauen. Gleiches gilt natürlich vor alle größeren Teleskope...
 
Hi Roman,

groß und schwer ist an dieser Kombination erstmal die Montierung. Das Gerät hingegen ist noch nicht so sehr groß - viel kleiner wird ein 8-Zöller auch nicht.
Das Gerät ist mit seinen eigenschaften ja ein Mittelweg zwischen Fotomaschine und visuellem Teleskop. Stärken liegen bei der Deepsky-Beobachtung, wenn Du einen guten Spiegel erwischst, gibt es auch bei der Planetenbeobachtung einigen Erfolg. (Selbst mit einem "schlechteren" Spiegel geht auch spannende Planetenbeobachtung .)
Die Okulare aus dem Koffer halte ich für nicht recht passend. Das Gerät verlangt wegen f/5 besser korrigierte Okulare und wegen der Deepsky-Stärken lohnen sich Weitwinkel. Für den Start solltest Du drei Okulare und ggf. eine Barlow einplanen. Welche das sein sollen, ist eine ziemliche Qual der Wahl. Die Brennweitenbereiche der Okulare kann man aber schonmal anschauen. Da wäre ein Aufsuchokular, das auch für die grossen Deepsky-Objekte taugen soll. Da würde ich ein Okular zwischen 30 und 35mm Brennweite in 2" empfehlen, und zwar eher 30mm als 35mm.
Der nächste Schritt wäre ein Okular so aus dem Bereich 15 bis 17mm. Das wäre für Nebel und Galaxien gut.
Ein 10mm Okular ist so das "Deepsky-Standard-Okular". Damit sind zum Beispiel Kugelsternhaufen schön aufgelöst. Für die Planetenbeobachtung ist aber 100x erst eine Einstiegsvergrößerung. Hier würde eventuell eine 2x Barlow Sinn machen, oder eben ein Okular für die Planetenbeobachtung. Erstmal eher so um 7mm, und wenn Dir das Spaß macht, könnte später noch ein 5mm folgen.

Was die Okularwahl angeht machen die meisten Deepsky-Freunde die Erfahrung, daß sie zunächst mit eher günstigen Okularen einsteigen, und dann nach und nach die Okularpalette auf hochwertige Okulare umstellen. Die teuren Nagler-Okulare sind da sowas wie die Königsklasse. Auch LVW, Pentax XL, TeleVue Radian, Meade UWA und auch die Speers Waler (ab 14mm abwärts) sind Okulare, mit denen man "auf ewig" zufrieden sein kann.
Da musst Du überlegen, in welche Richtung Du gehen willst.
Die für Deepsky interessanten Filter (OIII, UHC) sind ja auch schon genannt worden. Das kann ich nur Unterstützen. Für Mond und Jupiter ist ein 8x Graufilter (ND 0,9) eine gute Idee. Es blendet sonst.

Was die Fotografie angeht, so ist die Montierung per se in der Lage, den Einstieg mit kurzer Brennweite zu leisten. Das heisst Astrofotos von Sternbildern mit kurzer Brennweite, so 24mm bis 135mm (oder Kleinbild-Äquivalten bei Digicams). Im Zweifelsfall bei Ebay eine mechanische Praktika mit 2 oder 3 Objektiven schiessen, geht ab 50 Euro. Planetenfotografie durch das Teleskop ist übrigens auch möglich, da wäre eine Webcam der Favorit.
Bevor Du aber Sterne und Nebel durch das 200/1000 fotografieren kannst, wirst Du nochmal investieren müssen. Dazu sollten bei der EQ-6 die Getriebe ausgewechselt werden, und Du solltest das aus einem Amateurprojekt entstandene Goto-Upgrade für die Steuerung erwerben (braucht man für die neuen Getriebe). Bis Du dahin kommst, wird allerdings noch einige Zeit vergehen, rechne mit 2 Jahren. Der "Soforteinstieg" mit volle Pulle und gleich durch das grosse Rohr fotografieren endet üblicherweise mit Frust und manchmal mit Verkauf der Ausrüstung.

Hast Du eigentlich für Warme Bekleidung und für Bücher und Kartenmaterial einen Etat geplant? Und wie sieht es mit der Mobilität aus? Astrofotografie vom Balkon aus, haut eigentlich nicht recht hin - ausser mit Filter und teuren Astro-CCD-Kameras, die ausserhalb Deines Budgets liegen.

Clear Skies
Sven
 
Hi Roman,
herzlich willkommen !
Ich finde, das ist eine feine Kombination. Ich beobachte auch mit einem Celestron 200/1000 auf CG-5 und bin mit dem Gerät visuell sehr zufrieden. Damit sind schon schöne DeepSky Beobachtungen möglich. Z.B. M 13 bis ins Zentrum aufgelöst, Ringnebel klar u. deutlich, Orionnebel - eine Wucht. Auch bei Planetenbeobachtung ist der Celestron Newton kein Versager, wie ich gestern an Saturn festgestellt habe. Sicher - bei höherer Vergrößerung wäre etwas mehr Schärfe wünschenswert, aber zumindest brauchbar.
Gute Okus sind sehr sinnvoll. Deshalb steht jetzt bei mir ein 6mm Ortho für höhere Vergrößerung auf der Weihnachtswunschliste und ein Speers Waler Weitwinkel-Oku <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Bei meiner CG-5 Montierung ( also eine Nummer kleiner ) macht sich beim Fokussieren das "Zitterspiel" schon recht deutlich bemerkbar. Ich denke, daß die Eq6 hier besser abschneidet. Allerdings, für einen Transport ist diese Kombination kein Hit ( ich hab´ sie live gesehen, recht beeindruckend ).

Zur Astrophotographie kann ich nix sagen. Hab` mich aber auch schon dafür interessiert. Es gibt dazu im Forum Montierung/Steuerung einen Thread bzgl. der Cg-5: " Frage zu Cg-5 ? ". Das könnte auch für Dich von Interesse sein. Dort ist auch ein Link zu Bildern mit diesem Celestron, auf der Cg-5, Hammer-Bilder !!

Mit freundlichen Grüßen
cs
Shorty
 
Hallo romanbieri!
Ich fürchte , ja!
Wie auch Antares und Andere geschrieben haben, würde ich mir Sternfreunde in Deiner Nähe suchen, denen über die Schulter schauen, Literatur besorgen ( Karkoschka, deepsky Reiseführer etc. ) und klein anfangen. Auch mit einer 114/900mm Röhre auf einer stabilen Montierung sieht man schon so viel, daß man für Jahre bedient ist.
Ansonsten kann ich mich den anderen Sternfreunden anschliessen...
Sternklare Nächte
Berthold vom WIDATO
 
Hallo <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Die von dir ausgesuchte kombination ist
Preis /Leistungsmäsig klasse.

---kaufen----!

CS

Arno
 
Hallo Antares, Arno, Shorty, Sven, Berthold, Martin und Rolf .. ich hoffe ich hab jetzt niemand vergessen...

Vorerst mal vilen Dank für Eure Antwort... Ist ja ein riesen Potential vorhanden hier. Um es vor weg zu nehmen, ich schu mich mal auf Euren Webseiten um, da hat's ja auch noch sehr virl nützliche infos drauf. Und den hienweis, das EQ6 Monster mal selbst ins Auto zu tragen ... werd ich mit zu herzen nehmen.

Doch einige Fragen sind noch offen. Z.B. Es wird viel von "langer Brennweite" und "langer Belichtungszeit" gesprochen. Brennweite: 1m ist das lang? wie ist das einzuordnen? Belichtung, ich gehe mal von einer CCD Kamera aus, redet man bei "lang" von Sekungen oder Moniten oder sogar von 10 Minuten?

Angenommen ich würde ohne EQ6 beginnen, also mit einer Dobson lösung einsteigen, wie schnell ist das Objekt "weg" ohne nachführung? So zum Beispiel: Hey Honey, schau mal... hä.. ich seh nichts! (und weg..) Ich weiss, dass könne man berechnen (1° Sichtfeld, Rotation usw.. ) aber fragen ist einfacher. So nach dem Motto, aus der Praxis- frü die Praxis.

So. Ich werd mal weiterstöbern und freue mich auf Eure Antworten.

Gruss und CS... (das habe ich gelernt, das brauchen wohl alle, denn hier ist es auch viel trüb)

Roman
 
Hi Roman,

lange Brennweite ist relativ zu verstehen. Es geht um's Öffnungsverhältnis. 200/1000 das ist 1/5 also als "Fachterminus" f/5.
Man kann sich an den Blendenskalen von Foto-Objektiven orientieren. Also 4..5,6..8..11..16...
Jede Blendenstufe verdoppelt die Belichtungszeit. Also muß man mit einem f/10 Teleskop so in etwa 4x so lange Belichten, wie mit einem f/5.
Den meisten Fotografen von Sternhaufen und Nebeln sind daher Teleskope mit f/6 oder grösserem Öffnungsverhältnis genehm (Hinweis: f/4 ist grösser als f/6).
Bei der Planetenfotografie ist das was anderes, chemisch verlängert man da mit Hilfmitteln die Brennweite locker auf f/100, und mit Digi oder Webcam auch gern auf f/20. Hier ist genug Licht vorhanden.

Was die Nachführung angeht - die EQ-6 ist ja gar nicht ohne zu kaufen. Aber bei stehender Monti dauert's bei der Planetenbeobachtung (also hohe Vergrößerung) meist kaum 30 Sekunden, bis man nachschubsen möchte. Wie lange es maximal geht, hängt sehr von Okulartyp und Vergrößerung ab - liegt eben am wahren Himmelsausschnitt, den man sieht. Pro Zeitsekunde wandert der Himmel um 15 Bogensekunden, das sind ca. 0,0042°. Bei schwacher Vergrößerung dauerts also schon richtig lange.

Clear Skies
Sven
 
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