Newton, Blendenring, Fokus plötzlich zu weit drinnen?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

maralex

Neues Mitglied
Seit einem guten Jahr habe ich mein Skywatcher 250PDS. Nach einigen ganz zufrieden stellenden Fotos mit meiner betagten EOS7D bin ich dann letzten Oktober auf eine QHY268c mit OAG umgestellt. In drei Nächten konnte ich das Setup testen, das war schon ziemlich gut für die ersten Fotos.

Beispiel: Iris Nebel https://astrob.in/kwk12q/0/

Seit dem hatte es hier aber fast nur noch schlechtes Wetter und ich dachte, nutze die Zeit um den Spiegel zu reinigen und bei der Gelegenheit auch gleich einen Blendenring von Lacerta einzubauen. Nach dem Wiedereinbau des Spiegels habe ich natürlich neu mit Laser justiert, es waren aber nur minimale Korrekturen notwendig.

So, und gestern war die erste sternklare Nacht! Ich raus, alles aufgebaut - bekomme keinen Fokus mehr! An den Kameras habe ich nichts verändert, den Okularauszug müsste ich jetzt aber bis über den inneren Anschlag weiter rein fahren um in den Fokus zu kommen. Woran kann das denn plötzlich liegen?

Verschiebt sich durch einen Blendenring der Fokuspunkt?

Rein logisch betrachtet muss der Hauptspiegel höher, aber warum ist das plötzlich notwendig? Was habe ich denn vermurkst?

Das Wetter wird die nächsten Tage leider wieder schlecht sein und ich werde wohl nicht testen können, versuche mich aber bis dahin zu beruhigen und zu verstehen.

Weiß jemand Rat oder hat vielleicht eine Erklärung? Worauf könnte ich denn prüfen?

Vielen lieben Dank Euch,
Markus
 
Hallo Markus,

has du beim neu justieren die Zugschrauben so verstellt, das du den Spiegel zur Spiegelzelle gezogen hast. Wenn deine Fokallage vorher schon knapp über dem Auszug war reichen ein paar Millimeter, die der Spiegel beim justieren nach unten gezogen wird. Du müsstest also den Spiegel weiter nach oben lassen und auf dieser Höhe neu justieren. Mit den Konterschrauben kannst du das kontrollieren.
Die Blende kommt doch vor den Spiegel, das ändert nichts an der Lage des Spiegels in der Zelle, denn der liegt immer nochmit der Rückseite auf em Boden.

Gruß Thomas
 
Hallo Thomas,

danke schon mal. Ich werde gleich mal schauen, wie weit die Schrauben noch reingedreht werden können um den Spiegel höher zu bekommen. Merkwürdig ist es aber dennoch, denn bei der Justage habe ich nur ganz minimal korrigieren müssen.

Grüße,
Markus
 
Hallo Markus,

ja ist merkwürdig. Muss aber vorher auch schon knapp gewesen sein. Wenn der Spiegel auf der gleichen Fläche wie vorher aufliegt, kann es nur die Schrauben mit Federn kommen. Eventuell längere Schrauben und Federn nutzen und längere Konterschrauben. Geht auch nur mit längeren Schrauben, wenn du Scheiben vor und hinter die Feder legst. Den Zugewinn an Höhe hast du dann vor dem Anschlag am Auszug.

Gruß Thomas
 
Hi Thomas,

Vorher war es auch schon knapp, hat aber immer funktioniert gehabt. Nun gut, wieder mal was gelernt.

Deinen Rat befolgend habe ich eben den Spiegel so hoch wie möglich mit den vorhandenen Schrauben gesetzt (siehe Bild). Danach den Laser kollimiert und dann das Teleskop. Nun heißt es auf Sterne warten, was wohl einige Tage dauern wird :-(. Ich werde aber berichten!

Dir noch einen schönen Sonntag,
Markus
Spiegelhöhe.jpg
 
Hi Thomas,

nur eine kurze Rückmeldung - es hat funktioniert. Ich komme wieder in den Fokus.
Glücklicherweise sind gestern für ca. 3h die Wolken aufgerissen und ich konnte trotz fast-Vollmond testen (und die M33 fotografieren).

Danke nochmals,

Markus
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben