Newton braucht Justage ?

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admerge

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Hallo zusammen,

von Sonntag auf Montag habe ich es als Greenhorn mal geschafft M57 und M13 zu finden.

M13 war aber eigentlich nur als verwaschener Fleck zu sehen am 150/F5 Newton und 6er "Goldkante" (obwohl die eigentlich blau ist bei mir...)

Ist mein Netwon dejustiert ? Oder lag es am Seeing ?
Bei M57 konnte ich den Ring erkennen, wenn auch ebenfalls verwaschen.....

CS

Stefan
 
Hi Stefan,

das darf so eigentlich nicht sein.

Wie hoch stand denn der Mond als Du beobachtet hast? Vielleicht war der Himmel einfach zu aufgehellt, das kann ein Bild schon verwaschen aussehen lassen. Aber auch dann hätte man schon ne Körnigkeit sehen müssen.

Okular beschlagen?

Ansonsten: F5 will schon justiert sein, am besten vor der Beobachtung nochmal prüfen.

CS

Klaus
 
Hallo Stefan,

da sollte mehr, als ein verwaschener Fleck sein. Wenngleich ich bei 100fach noch wenig Auflösung habe und bei 150fach dann Sterne hervortreten. Am 114er Newton.
Da ich ebenfalls ein 6er Blaukante habe, glaube ich, das bei dir am Teleskop zu suchen ist. Ggf. noch am Auge (s.ganz unten ...)
Beim f/5 sollte die Justage schon recht gut gemacht sein. Am Anfang geht ein Justierlaser und eine Anleitung.
Falls du eine Brille trägst, so probiere das Scharfstellen mit und ohne Brille.
Das Seeing und die Transparenz haben großen Einfluss bei KS, wie ich persönlich bemerkt haben will. Ist die Grenzgröße der noch sichtbaren Sterne durch den Mondschein stark herabgesetzt, so kommen die schwachen Außensterne bei den KS nicht durch und es bleibt verwaschen - wenngleich es beim M13 dafür schon recht hell sein müsste. Eine schlechte Transparenz, z.B. durch Cirren, bewirkt aber das gleiche.

Mein Vorschlag: Auf jeden Fall justieren mit einem Laser und dann, in einer dunklen Nacht den M13 nochmals anvisieren. Schau ihn dir lange an und wandere mit dem Auge. Es kann sein, dass einige Sterne erst nach längerem 'einsehen' hervortreten, dann aber präsent bleiben.

CS,
Stefan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Stefan,

So auf Mo habe ich auch beobachtet. Dabei ebenfalls M57 und M13
mit meinem 8"f/6 ATM Dobson.
M13 zeigte da einige Einzelsterne, war aber hier aus der Stadt
bei Halbmond viel viel schwächer als in einer dunklen mondlosen
Nacht z.B. im Sauerland.
M75 war (ohne Filter) als Kringel gut zu sehen, aber auch nur
ein Schatten seiner selbst.
Dort oben in Schleswig-Holzbein wird es ja derzeit gar nicht mehr
richtig dunkel da die Sonne zu nah unter dem Horizont entlangwandert.
Dazu kam dann noch der Mond. Also mach dir keine großen Sorgen.
Die Justage zu überprüfen kann aber auch nicht schaden.

MfG,Karsten
 
Moin Stefan!

> Ist mein Netwon dejustiert? Oder lag es am Seeing?

Ferndiagnose ist immer schwierig.
Bei 125x im 6"-Newton sollten eigentlich beide Objekte gut zu erkennen sein. Mondlicht, aufgehellter Himmel und Zirren sind bei solchen Beobachtungen nie gut.

Da stellen sich mir einige Fragen:
- Kannst Du Seeing einschätzen? (Wahrscheinlich nicht.)
- Kannst Du den Justagezustand Deines Newtons beurteilen? (Wahrscheinlich nicht.)

Weiteres Problem: Kannst Du den Newton justieren? Schon mal gemacht? - Ich denke nämlich, daß viele Anfänger zu schnell an ihren Optiken rumschrauben und damit die Sache nur verschlimmbessern. Die Leistung eines Teleskops nur an einem Beobachtungsabend festmachen zu wollen, ist jedenfalls nicht zu empfehlen.

Erste Maßnahme: Stell Dir einen mittelhellen Stern zentral ins Gesichtsfeld und defokussiere das Okular nach außen hin unscharf. Ist der Fangspiegelschatten ebenfalls mittig in dem aufgezogenen Sternscheibchen zu sehen? Ist dieses Sternscheibchen kreisrund und ohne Deformation (elliptisch oder gar dreiecksförmig)? Das sind erstmal Sachen am Instrument, die Du klären solltest, bevor man über andere Ursachen nachdenkt.
 
Oh , vielen dank für die Reaktionen.

Also: Ich habe das Teleskop seit ca. 1 Jahr.

Ich glaube nicht das ich das Seeing einschätzen kann, außer es reicht gut, mittlmäßig und schlecht :)

Die Justage habe ich mir mal angesehen mit nem Laser und am Stern meine ich das die Ringe nicht 1a aber zumindest 1c sind.
Aber langt das ?
OK, der Mond war gerade weg (hinter den Bäumen) und wirklich dunkel ist was anderes...

Die Idee mit dem Beschlagen erscheint mir plausibel.
Also mache ich mir mal ne Liste fürs nächste Mal: Aufs Sternenscheibchen achten und aufs beschlagen...

Verändert sich die Justage eigentlich stark bei Temperaturunterschieden ?

Ich habe da nen UCF-Filter. bringt der was am M57 ? oder besser nen UHC ?

Stefan

 
Moin Stefan!

> Verändert sich die Justage eigentlich stark bei Temperaturunterschieden?

Nicht so dermaßen... - f/5 reagiert recht sensibel, was Dejustage angeht ("1c" würde ich nicht durchgehen lassen! ;) ), aber es sollte schon ziemlich extrem sein, wenn M13 als "unscharf" eingeschätzt wird.

> Ich habe da nen UCF-Filter. bringt der was am M57? oder besser nen UHC?

UHC ist nett an M57, UCF (?) kenne ich nicht. Ein Filter zaubert aber auf keinen Fall einen perfekten Himmel herbei. Du wirst Dich wundern, wenn a) der Mond vom Himmel verschwunden und b) die Zeit der hellen Nächte wieder vorbei ist. Ansonsten gilt: Selbst ausprobieren, Erfahrungen sammelt man am besten selbst!
 
Hi Stefan,

um das Seeing beurteilen zu können, finde ich folgenden Link
ganz gut: http://www.sightsabove.com/article.php?article=17

Was eine Dejustage verursachen kann wird auch hier:
http://legault.club.fr/collim.html
schön dargestellt. Eine evtl. Übersetzung durch Babelfish bringt brauchbares. Behandelt zwar ein SCT, aber durchaus übertragbar auf einen Newton.
Durch eine justage eines 8" f/5 Newtons, konnte ich diesen dazu überreden Einzelsterne statt eines Matschflecks am M13 zu zeigen. Mein 6" f/8 Newton zeigt selbst an M3 (an M13 komme ich nicht wegen dem Balkon über mir) Einzelsterne, obwohl eine zeitnahe Beobachtung von Epsilon Lyrae mir zeigte, dass eine Trennung in vier Komponenten wegen schlechten seeings nicht möglich war. Wie du siehst gibt es da diffuse Überschneidungen
von seeing und kollimation. Einfach ist es nicht, mit der Zeit aber wirst du deine AHA-Erlebnisse sammeln. Z.B. in welcher Himmelsrichtung mehr oder weniger seeing herrscht.

CS

Michael
 
Den Justagezustand sollte man an Sternen, nicht an nebelhaften Objekten einschätzen. Der erste Hinweis auf Dejustage besteht darin, dass Sterne keine Pinkte werden, sondern kleine "kometenschwänze haben". Insbeondere dann, wenn sie ein klein wenig unscharf gestellt werden. Das muss unbedingt in der Mitte des Okulares erfolgen, am Rand haben einfache Okulare diesen Effekt meist. Der Polarstern beitet siech bem Dobson an.
Auch mehrere Okulare probieren, nicht dass eines einen Treffer hat.

Selbst bei gut sichtbarer Dejustierung ist die Wiedergabe von nebelhaften Objekten (solange sie sich nicht in Sterne auflösen lassen) zufriedenstellend. Wenn dann noch ein UHC-Filter dzwischen ist, erst recht.

Auf meiner Homepage unter Technik steht eine Justieranleitung.
 
Moin Uwe,

deine Anleitung, vor allem der Bereich Feinjustage hat mich daran erinnert das ich meine diese Spikes gesehen zuhaben....

Ich werde das wohl am WE kontrollieren und versuchen zu eleminieren, deiner Anleitung folgend.

Ich bin ja mal gespannt auf das Ergebniss...

Ich habe aber nur ein 10er und ein 20er Standard-Oku von nem Kaufhaus-Tele. Gehen die auch ?
Habe sonst nur Hyperion´s, Blaukanten und Planetary´s

Grüße

Stefan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Moin Michael,

ich habe mir den Artikel wegen dem SCT mal angesehen. Demnach habe ich das C5 von meinem Schatz richtig gut hinbekommen :)
Und auch die Bilder wie ein dejustierter Planet aussehen kann läßt mich hoffen das es nach der Anleitung von Uwe an meinem Newton besser wird.
Habe mich schon immer gewundert, das mein Schatz bessere Bilder hat als ich, obwohl die Sternenscheiben ganz ok sind. Bis auf die Spikes halt :(

Ich bleibe dran und werde berichten...

CS

Stefan
 
Moin moin,

ich habe mir gestern mal meinen Skywatcher angesehen: Wo kann ich den den Hauptspiegel einstellen ?

Am Ende ist ein Metalldeckel (??) und in dem sind am Boden 3 kleine schrauben. Sind das die justierschrauben oder wird der Deckel damit nur gehalten und dahinter sind die Einstellschrauben ?

grübel grübel.....

Stefan
 
Hallo Stefan,

ist der Tubus tatsächlich hinten mit einem Deckel dicht verschlossen?
Das wäre dann ein sehr altes Gerät oder ein Rückschritt um viele Jahre.
Der Deckel sollte auf jeden Fall vorsichtig abgeschraubt werden und dann müsste darunter eine Spiegelzelle zum Vorschein kommen, eben mit Justierschrauben.
Eventuell eignet sich der Deckel sehr gut dafür einen Ausschnitt für einen Lüfter anzubringen und so eine funktionsfähige, saugende Tubuslüftung anzubringen.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Moin Günther,

Danke für den Tip...

warum Rückschritt ?

Finde ich als Schutz ganz gut mit dem Deckel. Ich habe gerade die Idee den Deckel so umzubauen, das ich Ihn wenn nötig zum auskühlen abnehmen kann. Mit Rändelschrauben oder so....

Altes Teleskop ?
Habe ich gebraucht gekauft vor 1,5 Jahren Im Paket mit EQ5 und Motoren. Für mich als Einsteiger nicht schlecht und fairer Preis.

Und alt werden Teleskope doch eigentlich nicht, oder ?

Grüße

Stefan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Stefan,

alt heißt nicht schlecht, so war das nicht gemeint.
Keine Panik.
Man kann ein altes Teleskop vergammeln lassen, dann wir des schlecht. Bei guter Aufbewahrung und Pflege hält selbst die Verspiegelung sehr lange. Bei Spiegeln bedeutet Pflege z.B. sie eben nicht zu putzen.
Nur hat man eben zwecks besserer Auskühlung der Spiegel irgendwann die Tuben hinten offen gelassen, genau so wie man noch etwas früher davon abkam, die Spiegel auf Holzplatten zu kleben, weil man begriff, dass solche Maßnahmen die mögliche Leistung mindern.

Inzwischen baut man nette Lüfter ein, die den Spiegel ein wenig anpusten und viel zu dicht hinter dem Spiegel sitzen, also mehr schaden als nutzen, aber es ist halt ein Lüfter dran. :erschreck:
Den Deckel umzubauen ist eine sehr gute Idee. Nur erinnere ich mich dunkel, dass diese Teile recht dick und solide waren, sich also Billigwerkzeugen gerne Mal widersetzten. :schwitz:
Wenn es geht und mindestens 30 mm Platz zur Spiegelrückseite bleiben, machst Du einen Kreisausschnitt für einen aufgesetzten, saugenden Lüfter, bohrst Löcher für die Erreichbarkeit der Justierschrauben die man mit Stopfen verschließen kann und kannst die originale Verschraubung des Deckels verwenden.
Schau halt Mal rein und dann weiter.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Moin Günther!

> Das wäre dann ein sehr altes Gerät oder ein Rückschritt um viele Jahre.

Bevor Du Dich noch weiter verhaspelst: Es handelt sich um einen Skywatcher-Newton 150/750 mm, wie im Eingangspost zu lesen ist. Die haben solche Blechplatten am hinteren Ende, ebenso wie der 8" und 10".

@Stefan:
Darunter befindet sich die Justageschrauben für den HS. Die Platte kann im täglichen Betrieb ab - aber nicht wegschmeißen! Tubuslüftung halte ich in dem Fall für unnötig.
 
Hallo Stefan,

ich hatte mal den 150/750 von Celestron, der ist baugleich mit den Skywatcher(nur der Tubus ist schwarz).

Wie Micha schon schrieb befinden sich unter den Blech sechs weitere Schrauben, die paarweise angeordnet sind. Das sind die Zug-und Druckschrauben für die Hauptspiegeljustierung. Alle drei Druckschrauben öffnen, mit den Zugschrauben den Hauptspiegel einstellen und dann die Druckschrauben wieder vorsichtig abwechselnd anziehen. Fertig.

Ich stimme Micha zu, eine Tubuszwangslüftung für den 150/750 von Skywatcher/Celestron ist unnötig. Ich hatte nie Probleme mit der Auskühlung.
Falls der Newton oft bewegt wird, ist es schon sinnvoll, das Abdeckblech als Schlagschutz zu montieren. Damit das Blech schneller zu demontieren ist habe ich anstelle der kleinen Schrauben 20mm lange Distanzbolzen eingeschraubt und das Blech mit Rändelschrauben daran fest gemacht. So bleibt genug Luft zum "auskühlen". Funktioniert ganz gut.

Grüsse,
Matthias
 
Hallo Leute,

ich kenne mindestens 6 Syntha Newtons ohne diese Platte und kannte von früher 2 Newtons mit dieser Platte. Mein Newton kam vom Händler ohne diese Platte, bei den Anderen kann ich nicht ausschließen, dass die Besitzer sie entfernt haben, bevor ich die Geräte sah.

Über die Lüftung kann man natürlich anderer Meinung sein als ich, unnötig oder nötig ist, wie immer, eine Frage von Ansichten, Ansprüchen und Herangehensweisen.

Gruß und CS
*entfernt*

 
Zitat von Refek:
H
Ich stimme Micha zu, eine Tubuszwangslüftung für den 150/750 von Skywatcher/Celestron ist unnötig. Ich hatte nie Probleme mit der Auskühlung.

Es geht nicht um Auskühlung im engeren Sinne, sondern um die Bildqualität im Hochvergrößerungsbereich, also an Planeten und vielleicht am Mond. Die Temperatur sinkt in klaren Nächten bis zum frühen morgen ab, das Fernrohr hinkt immer hinterher. Dadurch ist zwar der Spiegel nicht wesentlich deformiert, aber es steigen Wärmeschlieren auf. Die müssen weg.

Wer einen Lüfter hat, kann den Effekt ausprobieren: Lüfter an, Bild ruhig. Lüfter aus, 10 Sekunden später ist das Bild waberig. Besonders deutlich sieht man Bild(un)ruhe an sehr stark unscharf gestellten Sternen.

Für Deep Sky ist ein Lüfter meist nicht nötig.
 
Hallo zusammen,

hier mal ein Update von meiner Seite...

Gestern habe ich mir mal meinen Synta vorgenommen: Laser rein und an.

OH ! Die justierung ist nicht mal 5C ! :mauer:
Aus der Mitte raus und zurück auf den Laser auch nicht die Mitte getroffen.
Also alles einstellen...
Nach den 3 Schrauben am Heck ging die Platte auch ab und siehe da: die Justierschrauben.
Also erstmal alles "trocken" einstellen.
Ich hoffe das ich heute dazu komme, alles am Stern zu prüfen !

Die Idee von Matthias mit den Abstandsbolzen gefällt mir. Werde ich wohl übernehmen. Nen Schutz möchte ich nämlich schon haben für meinen Spiegel...

Und das mit dem Lüfter werde ich mal ausprobieren. Ich haben mich schon mal gewundert über schlieren bei Mondbildern von denen ich nicht erklären konnte weshalb (freie Pläne wohin das Auge reicht)

Ich bleibe am Ball...

CS

Stefan
 
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