Newton Empfehlung für Einsteiger

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BobRooney

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Moin Kollegen,

grad mal 5 Minuten registriert und schon die ersten Fragen stellen ...


Ich versuch mich krampfhaft zurückzuhalten mir ein Teleskop anzuschaffen (Sprich ich hab zu viele Interessen/ Hobbies, aber zu wenig Freizeit und Geld...), weiss aber nicht wie lange ich der Versuchung noch widerstehen kann.

Meine Frau hat mir vor 10 Jahren mal son billig Refraktor 60/800 geschenkt durch den man allerdings bedingt durch das Gezitter des Billigmontierung und der gruseligen Okulare „gar nix“ sieht.
Nu steht das Ding als „Deko“ im Arbeitszimmer rum.


In den letzten Wochen immer wieder so nach was besserem geschaut, angelockt von diversen GoTo Systemen, Computersteuerungen, etc. (Sabber....)
Ich dachte so, falls ich denn was kaufen würde, würde ich so ca. 600.- ausgeben wollen. (Im Extremfall 1000.- Aber dafür müsste ich schon ganz schön spontan oder unüberlegt handeln.)

Fotografieren macht in dieser Preisliga ja eh kaum Sinn, ausserdem hab ich nicht das Durchhaltevermögen ein Bild 3 Stunden lang zu belichten.
Mal mit ner Webcam den Saturn zu knipsen wäre allerdings schon wünschenswert... , oder was kann mal mit ner unmodifizierten EOS 350d in dieser Liga schon erreichen (ausser Mond) ?

Hatte zuerst an ein Meade ETX 90 für 600.- gedacht. Aber 90 mm Öffnung ist ja nu auch nicht der Brüller und letztendlich geht der ganze Computerkram zu Lasten der Optik.

Ich würde zu 95% vom Balkon oder aus dem Dachfenster gucken. Ein Dobson kommt für mich nicht in Frage. Da das Gerät in der Wohnung steht ist ne „coole Optik“ Pflicht (im wahrsten Sinne des Wortes)
Also dachte ich an ein Newton.
Refraktor ist mir zu anstrengend ständig auf Knien rumzurutschen um da durchzugucken ...

Da Südbalkon ist das justieren allerdings schwierig. Hab mal grob was von „Einscheinern“ gelesen, aber das ist ja möderaufwendig um mal eben n Stündchen nach unbekannten Welten ausschau zu halten, daher bin ich noch nicht zu ganz geheilt von GoTo

Sehen möchte ich natürlich so viel wie möglich. (Sprich Planeten, Mond und was so halt DS möglich ist)

Was wäre denn ein wirklich gutes Einsteigergerät bis 600.- ?
Wieso sind Öffnungen ab 8“ immer für DS angepreisen aber angeblich nicht mehr so toll für Planeten und Mond ?
Eine EQ5 Montierung ist ja scheinbar mit nem 200/1000 überfordert? Ein EQ6 kostet ja mehr als ich komplett investieren möchte.
Daher muss ich mich dann wohl auf ein 6" beschränken

Hatte jetzt schon mal an ein Bresser Messier N-150 gedacht. Entweder mit Mon2 schon für 400, oder mit LXD-75 für 675.-
Vernünftig ausgerichtet hab ich es damit aber immer noch nicht

Die günstigen Bresser Teleskope werden in diversen Foren immer etwas belächelt...

Oder ist es unrealistisch für 600.- was „gutes“, stabiles mit mehr als 90mm zu bekommen ?


 
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hallo Bob,

eine EQ5 hält einen 200/1000 visuell sehr wohl, für Fotografie darfs etwas stabiler seo sein. Für visuell ist auch kein sehr genaues Einnorden nötig, nur das Goto...

Prinzipiell sehe ich bei Goto Systemen die Gefahr, dass man sich mehr mit der Elektronik rumschlägt, bis alles klappt (einnorden, Eichsterne, sonstiges) - als den Himmel kennenlernt. Grad bei (Wieder-)Einsteigern sollte das Goto nicht die Orientierung am Himmel ersetzen - es ist als ob man mit dem Navi durch den Wald läuft und wenn es sagt "Ziel erreicht" betrachtet man den betreffenden Baum.

Das ist halt eine Frage der Philosophie.

Übrigens gibt es gar keinen Grund warum ein grösserer Durchmesser weniger toll für Planeten sein soll. Im Gegenteil, mehr Öffnung bringt mehr Auflösung und mehr Licht. Ein Newton von der Stange braucht ein paar Tuningmassnahmen um ein optimales Bild zu zeigen (Lüfter, Velour, Isolierung), aber dann bringt ers auch wirklich.

lg Tommy
 
Hallo ... äh.. nenne ich dich mal BobRooney ...

Als hallo BobRooney,

du hast jetzt einiges geschrieben und in Summe kommen mir da ein paar Fragen. Insbesondere zur coolen Optik.

Wenn ein 8" auf einer EQ5 in Betracht käme, dann nimmt dieser mehr Platz weg, als ein 8" als Dobson. Ob der 8" auf einer EQ5 cooler aussieht ist sicherlich Geschmacksfrage. Aber vermutlich wird dieser 'Wäscher' nicht bei jedem Familienmitglied ankommen.

Was ich aber von einem 8" auf einer HEQ5 (in den Ausmaßen einer neuen EQ5 ähnlich) sagen kann ist, dass dieser schon einiges an Platz wegnimmt, wenn er so in der Wohnung stehen sollte. Und schwer ist das ganze - lässt sich nur in 4 Etappen (Staitv mit Montierung, Gegengewichte, Tubus und dann das Zubehör) raustragen und dort zusammensetzen. Zurück das Gleiche.

Um ehrlich zu sein, auch ein 6" Newton auf EQ5 ist da ähnlich, aber gewiss nicht so sperrig in der Wohnung wie ein 8".

Vielleicht ist ein Dobs ja doch nicht so uncool.

Wie ist eigentlich der Himmel über deinem Balkon?

cs,
stefan
 
Hallo Bob,

wenn Du nicht noch ein weiteres Deko-Stück für Dein Arbeitszimmer suchst, solltest Du die Sache nicht über's Knie brechen. Eines hast Du schon mal richtig gemacht: Rat einholen.

1) Zum Dachfenster: i.d.R. sehr begrenzter Schwenkraum für die montierte Optik, kleiner Himmelsausschnitt, Luftunruhe durch Temperaturunterschiede zur Umgebung (Winterkälte vs. Heizverluste, warme Dachpfannen im Sommer)

2) Für ein paar Saturn-Alibi-bilder wären mir die 600 Ocken zu schade. Mit dem Budgee kannst Du alternativ viel mehr machen ->"uncooler" Dobson

3) ETX 90, ... 90mm Öffnung sind nicht wirklich viel. Was fürs Phrasenschwein: Öffnung ist nur durch mehr Öffnung zu ersetzen. 200mm sind für den Anfang nicht schlecht. Das Öffnungsfieber kommt, glaub' es mir.

4) Das teuerste an diesen schicken Computer-Rumdum-Sorglosteilen ist die Computersteuerung, welche m.E. überflüssig ist. Für die scheinbar unendlich vielen Objekte in der Datenbank reicht die Leistungsfähigkeit von Geräten Typ ETX nicht aus.

5) Kontakte knüpfen und "Probesehen".

6) www.svenwienstein.de

CS
Chris
 
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Ooops ganz vergessen

Frank heiss ich.

Also derzeit gehe ich nicht davon aus das ich dauerhaft die halbe Nacht im nirgendwo aufm Acker rumstehen werde. Dafür bin ich vielzusehr ein Morgenmensch und "früh ins Bett geher". Keine Guten Voraussetzungen das mal n Komet nach mir benannt wird ...

Daher auch erstmal die Budgetbegrenzung auf ein erträgliches Mass.

Also werd ich mich auf meinen Balkon in Standrandlage aufhalten. Pechschwarze Nacht is was anderes. Mal schauen ob man Laternen noch so wie früher "austreten" kann... :niemals:

Aufrüsten geht ja immer. Frau muss ja nicht wissen was meine Hobbies kosten.


Ich gestehe das das Celestron Nexstar 5 SE einen gewissen Reiz auf mich ausübt.
Was ist denn vom Bresser Messier N-150 zu halten . Entweder mit Mon2 schon für 400, oder mit LXD-75 für 675.-
 
Hallo Frank,

das NextStar ist reizvoll, gewiss. Aber es ist ein Schmidt-Cassegrain und speziell im Winter brauchen die Teile eine Weile zum Auskühlen. Da sind mind. 30 minuten erstmal nur Übersichtsbeobachtungen drin. Apropos Übersichtsbeobachtungen, auch das geht mit dem langbrennweitigen SC nur bedingt. da wird nicht mehr als 1.3 grad gehen, wenn ausschließlich 1.25" OAZ verfügbar ist. Und Goto muss halt ausgerichtet werden.
In Summe glaube ich, dass das nicht das ideale Gerät zum Einsteigen wäre, aber sicherlich so klein, dass "Frau" wenig Verdacht auf hohe Ausgaben schöpft.

Ein Newton auf einer parallaktischen Montierung ist groß, der Bresser hat 1200mm-Brennweite? Das wäre groß - nee,da würde ich dir lieber einen 750mm empfehlen. Als Dobson den 1200mm.
Generell sage ich nichts gegen diese Geräte, aber die Fangspinne ist bei einigen Bressergeräten ziemlich dick ausgefallen. Da gibt es bessere Alternativen.

Plane noch was für das Zubehör ein - also Okulare, Atlas, ... ein.

aber alles Schreiben hilft nichts, wenn du beim ersten gucken deine wahren interessen entdeckts und dann ein anderes Gerät lieber gehabt hättest.

Kannst du eigentlich in Sternwarten oder bei Freunden mal durch so ein Teleskop schauen? Ein Weitefeld, ein ED-Refraktor, großer Spiegel, Dob, Mak,... damit sich deine Vorstellungen mal verifizieren lassen? Mach' es, wenn du Zeit hast.

CS,
Stefan

 
mmhhhh

ich sag ja das ich mich krampfhaft bemühe mich zurückzuhalten...

ist aber schwierig. Ich bin, um es bildlich auszudrücken, am Hyperventilieren was surfen auf Herstellerwebsites und Shops angeht.

Momentan wüsste ich nicht wo ich gucken könnte. Aber irgendwas geht hier um Düsseldorf sicherlich.
Aber dann sieht man bei den Jungs die ganzen Profigeräte und will automatisch auch sowas, oder ärgert sich über sein billiges Spielzeug was man sich selber anschaffen will
 
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Tag Frank,

du bist ja mal ein echter Problemfall. Gehen wirs durch!

1. Einsteiger und Go-To...Erachte ich persönlich als schwierige Sache. Das, was unser Hobby ausmacht, wird von einer Elektronik übernommen und die Initiative beschränkt sich beim Einsteiger schnell darauf irgendwelche Knöpfchen zu drücken und irgendwelche Fuzzel (der Öffnung sei Dank...) im Okular zu begutachten. Sobald man sich auskennt am Himmel und sprichwörtlich "weiß, wo der Hase läuft" ist GoTo ein sinnvolles Zubehör. Um aber ein "waschechter" Hobbyastronom zu werden, isses nicht das Wahre. Bei den meisten GoTo-Systemen kannst du auch nicht erwarten das Teleskop hinzustellen und gleich loszugucken, vorher ist zumeist eine Initialisierung mit zwei Referenzsternen (oder ähnlich) notwendig.

2. Die Balkonsternwarte...Deine Lage beschränkt dich prinzipiell auf die Beobachtung von Mond sowie Planeten und jenen (flächen-)hellsten Deep-Sky-Objekten, die auch ein wenig mehr Vergrößerung vertragen, um wenigstens den Himmelshintergrund abzudunkeln. Weitfeldbeobachtungen kannst du dir komplett knicken. UHC- oder OIII-Filter funktionieren zwar, bewirken aber auch keine Wunder. Wirklich scharfe Bilder vom Mond oder den Planeten wirst du aber trotzdem nicht haben können, da das ganze Häusergedöns in deiner Nähe sowie der Balkon einiges an Seeing produzieren. So macht die Beobachtung keinen Spaß. Es hat schon seinen Sinn, dass wir Hobbyastronomen unseren Krams einpacken und irgendwo aufs Feld fahren. Wir kaufen uns keine Teleskope als Prunk- und Protzobjekte zur gelegentlichen Nutzung, sondern als echte Werkzeuge.

3. Die Ungeduld...Klassisches Symptom und Erkennungsmerkmal eines nur temporären Astronomie-Flashs. Wenn man wirklich langfristig was davon haben will, lässt man sich Zeit, sucht die Beratung und hört vielleicht auch auf die gut gemeinten Vorschläge der jungen oder alten Veteranen des Fachs. Mit 600 Euro bist du in der Lage dir ein wirklich schönes System zuzulegen, an dem du sehr viel Freude haben kannst. So, wie du da aber rangehst, wirst du das Geld wohl zum Fenster rauswerfen.

Dann noch mal kurz Stellung beziehen zu einigen Einzelaspekten:

"Fotografieren macht in dieser Preisliga ja eh kaum Sinn, ausserdem hab ich nicht das Durchhaltevermögen ein Bild 3 Stunden lang zu belichten.
Mal mit ner Webcam den Saturn zu knipsen wäre allerdings schon wünschenswert... , oder was kann mal mit ner unmodifizierten EOS 350d in dieser Liga schon erreichen (ausser Mond) ?"
-> Warum sollte Fotografieren in dieser Preisliga keinen Sinn machen? Mein Kumpel und ich arbeiten mit der selben Kamera und einem Equipment, das nur einen Bruchteil von 600 Euro wert ist. Die Frage, die du dir stellen solltest, lautet: Was ist der Maßstab für dich? Warum betreiben überhaupt Amateure Astrofotografie, wo Hubble und Konsorten jedes unserer Bilder locker in die Tasche stecken?
Des Weiteren sind gute Astrobilder erst sekundär eine Frage der Ausrüstung. Primär zählen vorallem Ausdauer, Einsatz, Geduld und vorallem die Fähigkeit ständig dazuzulernen, sich immer wieder mit Problemen auseinanderzusetzen. Einsteigern wird generell davon aberaten. Und das nicht ohne Grund!
Nebenbei bemerkt ist eine EOS wenig geeignet, um Planetenbilder aufzunehmen. Das kann eine Webcam deutlich besser.

"Ein Dobson kommt für mich nicht in Frage. Da das Gerät in der Wohnung steht ist ne „coole Optik“ Pflicht (im wahrsten Sinne des Wortes)"
-> Sorry, aber dann solltest du dir wirklich die Frage stellen, ob du dir das richtige Hobby aussuchst, wenn du dein Teleskop nach solchen Kriterien wählst.
Ein Dobson wäre für dich genau die richtige Lösung. Viel Öffnung, einfachste Handhabung und eine wunderbare und sichere Möglichkeit in die faszinierende Welt der Asronomie einzusteigen. Mit 600 Euronen bekommst du nicht nur ein qualitativ hochwertiges Gerät, etwa einen 200/1200er, sondern hast noch genug Luft für ein wenig Zubehör. Eine solche Ausrüstung bietet mehr Öffnung als deine beschworenen "90 mm", ist mehr als "nur" gut und sehr stabil. Mit ein wenig Tuning bekommst du ein Teleskop fürs Leben.

"Aber dann sieht man bei den Jungs die ganzen Profigeräte und will automatisch auch sowas, oder ärgert sich über sein billiges Spielzeug was man sich selber anschaffen will"
->Wir sagen immer: Jedes Teleskop hat seinen Himmel, jedes Teleskop zeigt den Himmel, sei es noch so klein! Geräte der "600-Euro-Klasse" als billiges Spielzeug zu bezeichnen, halte ich schon für sehr anmaßend. Mein gesamtes Equipment (ohne Kamera) liegt deutlich unter 600 Euro, von billigem Spielzeug zu sprechen ist gewagt. Die Frage ist, was du daraus machst. Als Spielzeug würde ich es bezeichnen, wenn du ein Teleskop kaufst, um es dann als repräsentatives "Luxusobjekt" zum Anziehen von Neidern und zur demonstrativen Profilierung der eigenen Persönlichkeit ein sehr beschränktes Schattendasein in deinem Wohnzimmer führen zu lassen.

Mein Fazit lautet: So, wie du es dir momentan vorstellst, wird das wohl nichts. Aber das ist ja kein Problem, dafür sind wir ja da.

Gruß,
Marcel (nach langer Abstinenz...)
 
Hallo Frank,
Momentan wüsste ich nicht wo ich gucken könnte. Aber irgendwas geht hier um Düsseldorf sicherlich.
Schau mal hier:
http://www.teleskoptreffen.de/
http://www.astronomie.de/gad/
http://www.astrotreff.de/astromap.asp?Koord.x=0&Koord.y=0
Hier kannst du die Geräte mal praktisch ausprobieren. Dann siehst du auch wie groß/klein die Geräte auch in wirklichkeit sind.

Und hier mal einige interessante Links:
http://www.deepsky-brothers.de/
http://www.svenwienstein.de/index.html
http://www.taunus-astronomie.de/
http://www.binoviewer.at/
http://www.stern-fan.de/Seiten/frameset.htm
http://www.y-auriga.de/home/home.html
http://www.eifeltwister.de/

Das mit dem Auskühlen ist eidendlich bei so ziemlich jedem Gerät so, aber in den ersten 20min müssen sich eh die Augen an die Dunkelheit gewöhnen.

Gruß
Simon
 
Hallo Simon,

"Das mit dem Auskühlen ist eidendlich bei so ziemlich jedem Gerät so, aber in den ersten 20min müssen sich eh die Augen an die Dunkelheit gewöhnen."
-> Dunkeladaption an dem von ihm beschriebenem Standort? Unmöglich...Und selbst wenn sein Gerät komplett ausgekühlt ist, wird ihm der Standort jegliche vernünftige Beobachtung zunichte machen. Das stellt keine Option dar. Unter Anderem auch, weil zwanzig Minuten nur bei kleineren Optiken genügen.

Ach, was ich noch vergessen hatte zu erwähnen: Auch der Dobson ist (in den allermeisten Fällen) ein Newton. Alle Teleskope, die auf der als "Dobson" bezeichneten Montierung sitzen, werden kurz als "Dobson-Teleskope" bezeichnet.

Gruß,
Marcel
 
hallo Frank,

nimms gelassen, das Astro-Forum ist nicht unbedingt eine psychologisch geschulte Beratungsplattform. Ich war IMMER ungeduldig, wenn ich die Idee für ein neues Instrument hatte, und bin nun schon mehr als 40 Jahre astronomisch aktiv, von wegen typisch Eintagsfliege... Manche nehmen ein schwarzes Tuch über den Kopf, wenn eine nahe Lampe stört. Etwas geht IMMER!

Sieh dir mal einige der von Simon genannten Seiten an, die sind echt gut zur Einführung. Und der Rat, selber mal durchzugucken vor dem Kauf, den kann ich nur unterstreichen. Nur du selbst kannst letztlich wissen was das Richtige für dich ist, aber die Qual der Wahl ist gross, und es sind eine Menge Infos zu verarbeiten.

Mein Rat ist, schau dir einige Scopes in Natura an, nimm die grösste Öffnung die du dir noch zutraust gerne aufzubauen. Wenn der erste Enthusiasmus sich gelegt hat, sollte man trotzdem noch Lust haben das Zeug auf den Balkon oder sonstwohin zu tragen. Der Himmel braucht Zeit, ihn kennenzulernen, dann erst erschliesst er sich, sonst bleibt es bei ein paar Kicks und das war es.

Ob der Newton jetzt 6" oder 8" hat, ist dabei weniger wichtig als dass du ihn benutzt. Ich schaue selber gern mit einem 6" auf EQ5 weil ich das schnell im Garten habe. Wenns wirklich schön ist und ich Zeit habe, dann erst sind der 10" und der 14" dran, aber dann richtig!

lg Tommy
 
Hallo Frank,

Du könntest auch Deinen Refraktor auf Vordermann bringen. Und Deine Frau könnte es vielleicht sogar freuen, wenn Du Dich wieder mit ihrem Geschenk befassen würdest. Du hast ja schon die Wackelmontierung und die Okulare als Schwachstellen ausgemacht und da kann man schon für weniger als 100 Euro ordentlich was verbessern.

Gruß
Martin
 
Hallo Frank,

Ansonsten: Walter-Hohmann-Sternwarte Essen, Abfahrt Essen-Kettwig / A52, Mittwochs ab 20Uhr bei klarem Wetter. Des öfteren gesellen sich dort neben die großen, fest installierten Brummer auch kleine private Teleskope zum gemeinsamen spechteln. Da wird gerne geholfen.

CS
Dirk

 
so nach weiterer längerer Recherche bin ich zu der Erkenntnis gelangt das ein Newton doch nicht die Optimallösung für mich ist....


nein ein Dobson auch nicht...




Wie gesagt ich möchte zu 95% vom Balkon beobachten. Die Newtons sind einfach zu riesig und zu sperrig. Ausserdem sind die kleineren Montierungen scheinbar immer sehr grenzwertig . Ab 6" ist ja selbst die NEQ5 angeblich gerade noch eben so okay...

Also hab ich mich innerlich auf ein SC eingeschossen. 6" ist Minimum

Da kamen mir die Celestron Nexstar 6 SE oder das C6 CAM um die 1000.- sehr entegegen. Allerdings sind die ja wohl dermassen laut, das meine Nachbarn mich wohl steinigen werden, wenn ich sowas in Betreib nehmen würde... .

Also fällt das auch wieder weg. Momentane Überlegung: Celestron C6 mit NEQ5 Montierung. Also völlig geräuschlos. Was haltet ihr davon ?

 
Hallo Frank.

Ich weiß zwar nicht wie es bei Celestron gehandhabt wird mit den GoTo´s aber bei Meade kannst du die Maximalgeschwindigkeit runtersetzen. Dann sind diese auch nicht mehr so laut. Außerdem ist das doch eh nur der kurze Moment des schwenckens von A nach B. Also davon würde ich dann meine Entscheidung wirklich nicht abhängig machen. Die Nexstar Geräte sind qualitativ auf jeden Fall sehr gute Geräte.

Gruß Hardy
 
Hallo Frank,

irgendwie habe ich den Thread nicht mehr weiter verfolgt.
Das Gerät 1500mm Brennweite und da ist das Finden nicht immer ganz einfach. Du hast ein kleines Gesichtsfeld, wenn du bei 1.25"-Okularen bleibst. Vielleicht hast du etwas Erfahrung, dann mag es gehen - ach ja, du hattest GoTo anvisiert. Da fällt das Suchen weg, aber due stellst das Objekt ein und guckst ... hm, wäre nicht so mein Ding, aber das ist Geschmackssache.
Auch das Auskühlen will bedacht sein, wenn es draußen kühl ist, dann braucht das gute Stück schonmal eine Stunde, bis du in den Bereich höherer Vergrößerungen gehen kannst. Aber es ist ein 6", der zeigt schon was am Himmel.

Auf einer NEQ5 sollte ein C6 gut sitzen - du hast die Möglichkeit, die Dinge am Himmel selbst zu finden und kannst von Hand einfach nachführen - ein Dreh an der Stundenachse reicht.

Aber lass' dir ein wenig Luft für Zubehör, ich könnte mir vorstellen, dass bald ein Wunsch in Richtung 2" aufkeimt. Größere Austrittspupille, mehr GEsichtsfeld sind die Pluspunkte.

CS,
Stefan
 
Hallo Boby. Alternativ wäre es noch sinnvoll, den 203/1000 nur als OTA zu kaufen und dazu eine ordentliche Montierung. Es gibt das Gerät ja auch mit der LXD75 als Paket. Das steht hier bei mir auch rum und der Newton ist ein wirklich gutes Gerät für den Preis.

Gruß Hardy
 
Was hier bisher kaum angesprochen wurde... Was erwartest du
zu sehen und wie realistisch ist das ?.Schaue nicht auf die
tollen Fotos hier im Forum.Die haben mit der wirklichkeit
kaum etwas zu tun.Zumindest nicht wenn man nah bei Düsseldorf wohnt.Der ganze Himmel ist aufgehellt und durch die dichte besiedlung in der umgebung gibt es massig Abwärme die nach oben steigt und ein starkes Seeing verursacht.Ich Wohne in Mülheim das ist auch in der nähe von Düsseldorf
und benutze auch oft den Balkon ....
Mal ganz realistisch : Am tollsten ist der Mond vergrösser ich stark wabert es schon bedenklich .Details gehen da einfach unter.Jupiter ist auch toll.Eine konturloses Matschscheibchen mit den meist 4 sichtbaren Monden.Vom Saturn
sieht man die ringe aber auf der Saturnoberfläche sieht man keine Details.Mars ist ein kleiner fleck mit etwas weissen oben.Konturen sieht man hier auch nicht....
Natürlich gibt es sicherlich nächte wo man ein besseres Seeing hat aber wann sind die ?.
Deep Sky ist wegen dem aufgehellten Himmel schon nicht mehr der rede wert.M42 im Orion ist zu erahnen,M31 ein Milchiges
Linsenförmiges etwas und M13 eine Milchige Kugel.

Schau mal unter youtube.de und tippe mal Webcam und Jupiter
oder Mars,Saturn,Mond ein.Das ist realistisch und sehr ernüchternd.

Eigentlich ist eine Goto Montierung unnütz.Die Planeten sind so hell die findet man problemlos auch so.Die Datenbank mit den vielen Tausend Deep Sky Objekten in der Montierung nützt dir nichts weil du die meisten sowieso nichts siehst.

Die paar Deep Sky Objekte die trotz Stadthimmel beobachtbar sind findest du auch so.

Erwarte keine Wunder.Ein Teleskop egal wie teuer und gross kann dir nicht mehr zeigen als das Seeing zuläßt.

Und derjenige der in einem kleinen Dorf abseits der Metropolen Wohnt hat hier ganz andere möglichkeiten.Der sieht
mit seinem kleinen viel mehr als der Stadtmensch mit dem grossen .-).

Ich kann dir keine Tipps geben was den für eine Teleskop das beste ist.Das BESTE Teleskop gibt es auch gar nicht.
Aber schraube deine erwartungen nicht zu hoch.Wenn durch schlechtes Seeing der Jupiter matschig ist dann ist der matschig egal mit welchem Teleskop man beobachtet.

Wenn man aber fotografiert oder Webcam Videos erstellt kann man durch Bildbearbeitung eine menge rauskitzeln.
Aber das kostet sehr viel Zeit und mühe ..geschenkt wird einen nichts....

Mfg Thomas B.
 
Daher ist meine Überlegung ja aktuell auch Richtung

Celestron C6 mit NEQ5 Montierung

klein
kompakt
geräuschlos


Ein C8 mit NEQ5 gibt es neu für 1000.- aber ich muss es ja nicht übertreiben
 
hallo Frank,

ich brauche die Motoren nur zur Nachführung, und zum Guiden bei Astrofotos. Suchen tu ich lieber selber, ich geh ja auch nicht mit dem Navi in den Wald und lass mich zu einem bestimmten Baum führen ;-) So lernt man auch den Himmel besser kennen, und für rein visuell muss man nicht so genau einnorden und das ganze Alignment spart man sich auch.

lg Tommy
 
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