Newton + Refraktor - welche sinnvolle Kombi?

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Babbademus

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Moin moin,

ich bräuchte mal Unterstützung bei der sinnvollen Zusammenstellung von 2 Teleskopen.

Ganz kurz zu mir: Ich habe mir 2004 einen 8" Dobson (Galaxy D8) gekauft und damit damals erste Erfahrungen gesammelt. Saturn, Jupiter, Mond, diverse Deep Sky Objekte etc. Die Bedingungen waren suboptimal (1. Stock, Gemeinschaftsgarten, kleines Auto, Wohnung innerhalb des Autobahnringes einer grösseren Stadt). Aber es hat Spass gemacht. Irgendwann schlug dann die Faulheit zu...ständiges hoch und runter schleppen etc. Der Dobson dekorierte seelenruhig die Wohnung. Tut er immer noch, mittlerweile allerdings im Eigenheim auf dem Land. Grosser Garten, oftmals guter Himmel (Milchstrasse ist trotz Laternen und ohne wirkliche Adaption häufig gut zu erkennen mit den Augen), Dachterrasse nach Osten, Aufbewahrungsmöglichkeit direkt in Garage Nummer 2 mit Zugang zur Gartenterrasse. Aber das Geschubse hat mich damals schon genervt, insbesondere bei höheren Vergrösserungen (Ortho 6mm).

Jetzt soll es wieder losgehen, mit einer Montierung. Die habe ich bereits, eine Exos-2 zum Schnäppchenpreis (Aussteller). Dazu gab es quasi umsonst einen 8" f6 Tubus. Der ist zu gross für die Montierung, das habe ich getestet aber auch schon vorher gewusst. Deshalb versuche ich gerade ihn zu verkaufen.

Was kleineres soll her und im Endeffekt bin ich zwischen 2 Lösungen hin und her gerissen:

1. GSO 150er f6 Newton + 5" f/5 Refraktor für Richfield. Evtl sogar nur ein 4" f/5 Refraktor?

2. ein 150 f/5 Newton für DS + Richfield + langbrennweitigen Refraktor für Mond/Planeten.

Bitte keine Grabenkriege wegen den Refraktoren, ich bin mir der Farbfehler wohl bewusst, möchte aber unbedingt zusätzlich einen haben.

Mich interessiert im Endeffekt nur die wirkliche sinnvolle Kombi.
Wie würdet Ihr wählen und warum?

Danke und Gruss

Sven
 
Hallo Sven,

ich würde den Dobson halten und auf eine EQ-Plattform setzen.
also so was in der Art:
http://www.astroshop.de/sonstiges/a...roese-1-fuer-dobson-teleskope-bis-16-/p,51604

Für die Monti würde ich unter Deinen Vorgaben einen kleinen kurzbrennweiten Refraktor, möglichst einen ED andenken.
Weitfeld, aber doch mit einem gewissen Anspruch auf saubere Abbildung, also z.B. so was wie hier

http://forum.astronomie.de/phpapps/...88/TS_Photo_Line_102_mm_F7_ED_Dou#Post1264888

gerade besprochen wird.

Ich würde also für Mond/Planeten und DeepSky auf 8" Öffnung und damit auf bereits vorhandene, gute Auflösung und Vergrößerungsfähigeit setzen, dabei durch die Plattform die dich störende händische Nachführung beseitigen
und
für DeepSky Weitfeld und Mond/Planeten auf der Monti was Kleines mit großem Feld und eben möglichst farbreiner, feiner Abbildung im Rahmen der Öffnung.

Gruß
*entfernt*

PS: Es ist kein Fehler, zwei vollwertig einsetzbare Teleskope nebeneinander zu haben und nicht auf der Monti abwechseln zu müssen. Man kann schnell wählen oder auch mal beide nebeneinander an den Start bringen.

 
Zuletzt bearbeitet:
Moin Günther,

über die EQ-Plattform bin ich auch schon gestolpert. Den Gedanken habe ich allerdings wieder verworfen.

1. weil ich das Preis-Leistungsverhältnis unterirdisch finde was sicher der geringen Absatzmenge geschuldet ist und ich
2. wegen diverser körperlicher Gebrechen halbwegs aufrecht beobachten muss.

Das hiesse noch einen Tisch drunter, die Plattform, der Dobs mit Box.
Dazu die Montierung + Teleskop, Okularkoffer, Stuhl.

Wenn ich dann doch mal aufs Feld will muss ich das alles mitschleppen...

Deshalb lieber nur Montierung und etwas "handlichere" Geräte.

Für den Garten könnte ich mir aber zusätzlich zur Monti noch ne selbstgebaute Pipemount in entsprechender Höhe vorstellen.
Das wäre Plan B wenn ich den Bresser Tubus nicht loswerde. Dann geht der Dobs weg, der Bresser hat nämlich schon Schellen, Schiene und Tragegriff dabei...

Fürs Feld dann aber trotzdem nur Monti, Koffer und 2 Teleskope. Der 8"er würde aber definitiv zu Hause bleiben, welcher auch immer.

Deshalb ja meine Frage nach einer sinnvollen Zusammenstellung der 2 Geräte.

Gruß

Sven
 
Hallo Sven,


ich würde wenn den 6"f6 oder 6"f8 Newton mit einem möglichst kleinen = kurzbrennweitigen Refraktor kombinieren. Dann hätte der Refraktor den Vorteil noch niedrigere Vergrößerungen mit größerem Feld zu liefern und sich damit vom Newton abzuheben. Bei relativ geringer Öffnung bleibt man auch bei niedrigst Vergrößerung im Bereich sinnvoll nutzbarer APs. Evtl ist dann auch ein ED statt eines FHs denkbar, wenn gebrauchte Teleskope in Frage kommen dürfte sich das preislich nicht viel tun.

Beim Newton als Richfielder würde ich sogar zum 130/f5 greifen, das ist noch handlicher und leichter zu montieren. Dann ist die Frage welcher Refraktor dir für Mond und Planeten vorschwebt? Am Mond macht schon eine recht geringe Öffnung Spaß, bei Planeten darf es gerne (viel) mehr sein weil es sonst schnell recht "übersichtlich" wird was es dort zu sehen gibt. Als Spaßrohr macht sich ein 80/1200 gut und ist noch gut stabil montierbar. Was längeres/größeres wird dann schnell genauso unhandlich wie der 8" Eimer und verlangt wegen des langen Hebels eine sehr stabile Montierung.

Ich würde daher eher zum Refraktor als Richfielder und zum Newton für Mond + Planeten tendieren.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix,

vielen Dank für Deine Antwort.

Lösung Nummer 1 war auch eher mein favourisiertes Ziel aber je mehr man liest und studiert umso wirrer wird man...

Auf die einfachsten Ausschlusskriterien kommt man natürlich vor lauter Detailüberlegungen erst zum Schluss:

Ein langer Refraktor und eine stehende Beobachtungsposition beissen sich, wäre für meine Gelenke wohl ein no-go...

So einfach ist die Entscheidung, Danke für Eure Zeit :)

LG und CS

Sven
 
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