Nexstar Evolution

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

stardreamer

Aktives Mitglied
Bei einem bekannten Celestron Händler stehen jetzt 3 Nexstar Evolution (6" / 8" / 9,5") im Shop. In den Foren habe ich darüber noch nichts gefunden - wer weiß mehr ?
Scheint wesentlich stabiler als die SE Modelle zu sein, da auch 9" angeboten wird!

Gruß und cs
Uli
 
Moin Uli,

ich habe mir die Teilchen auf dem ATT angesehen und seitdem steht das 9er (nach einen NexStar 6SE und 8SE) definitiv auf meiner Wunschliste!

Die neue Gabelmontierung ist wirklich bombenstabil und ich träume schon davon, mit 9,25" im Bordgepäck (natürlich nur OTA) in Richtung Kanaren zu fliegen! :)

Also schauen wir mal, wann die Teleskope lieferbar sind.

Clear skies,

Jörg
 
Hallo Uli,

so ist es ...
hier ist der Link:

https://www.teleskop-express.de/shop/advanced_search_result.php?keywords=nexstar+evolution

Ich finde diese Geräte auch sehr attraktiv. Ich muß nur ein paar wichtige Sachen abklären... wie z.B. Autoguiding Anschluss, denn ich finde die Evolution Teleskope auch für Astrofotografen sehr attraktiv. Es geht mir darum, wie man einen Lodestar, M-Gen... usw. Autoguider an diese Montierungen bekommt.

Es ist meines Erachtens einfach der logische nächste Schritt von Celestron.

Ich bin am Ball.

Herzliche Grüße

Wolfi
 
Hallo Wolfi,

guter Einsatz bzw. Idee! Wie Jörg schon die Einsatzmöglichkeiten skizierte (bei mir mit C8), wären die einzelnen Gewichte interessant, dh. wieviel wiegt die Monti und wieviel das Staiv jeweils einzeln? Bei Celestron steht beim 8" Evolution gesamt ca. 40 lbs = ca. 18 Kg, bei C8 mit ca. 6 Kg, wäre Stativ bei
ca. 4 Kg und Monti bei 8 Kg????????

Bei so wenigen Neuerscheinungen pro Jahr ist man halt (übertrieben) neugierig :)
Gruß und cs
Uli
 
Hallo Uli,

vollkommen richtig ... wie ich die Montierung das 1. Mal gesehen habe, habe ich mir gedacht ... genial:

Endlich eine Montierung mit akzeptabler Stabilität ohne das Meridian-Flip Problem zu einem guten Preis.

Dann habe ich gesehen, daß keine Autoguider Schnittstelle dabei ist und mir an den Kopf gegriffen....

Aber ich habe auch schon mit Celestron telefoniert und denen die Idee mitgeteilt, einen Adapter von einem AUX Port auf eine ST4-Level Autoguider Schnittstelle zu machen. Das wird zur Zeit diskutiert.

Auf jeden Fall würde dann die Evolution Montierung zu einer echt heissen Kiste für mobile Astrofotografie -- über das klassische Teleskop zum Beobachten hinaus.

Ich werde da Euch auf jeden Fall hier und natürlich bei mir im Shop am Laufenden halten.

Zu den Gewichtern .. 8kg für den Montierungskopf erscheint mir authentisch, denn es ist doch eine massive Gabel. Ich werde natürlich so schnell als möglich, die einzelnen Teile wiegen, und die Gewichter dann auch bei mir veröffentlichen.

herzliche Grüße

Wolfi
 
Hallo Wolfi,

kurze Verständnisfrage zu deiner Einschätzung, die Nexstar Evolution sei eine heiße Kiste für mobile Astrofotografie:
Das ist ja hier eine azimutale Montierung, und damit doch für Fotografie nur sehr bedingt geeignet. Und eine Polhöhenwiege (ich nehme an, die von der SE-Serie passt auch hier) ist doch im Vergleich zu einer parallaktischen Monti nur ein Kompromiss.

Oder habe ich dich falsch verstanden?

Grüße
Stefan

P.S.: Schon was Neues von dem Adapter?
 
Hallo Stefan,

mit einer azimutalen Montierung braucht man keinen Meridian-Flip zu machen. Das hat (nicht nur) beim SCT den Vorteil, daß die Kollimation erhalten bleibt.
Sie ist für Fotographie geeignet, wie jedes andere Teleskop unter gewissen Bedingungen. Daher bedingt geeignet. Das sagt aber auch Celestron klipp und klar, was geht und was nicht. Hier werden keine Märchen erzählt.

Eine äquatoriale Gabelmontierung hat gegenüber einer deutschen Montierung schon Vorteile. Bevor ich jetzt hier die Vorzüge ausbreite, hätte ich aber mal von Dir gehört, wieso die Polhöhenwiege ein Kompromiss sein soll?

Gibts dafür auch eine Begründung Deinerseits? Ich denke, erst danach läßt sich genau sagen, was Du falsch verstanden hast.

CS
Gerrit
 
Hallo Freunde,
ich habe den Eindruck es soll das Gegenstück zum Meade LightSwitch sein.
Wobei ich sagen muss das ich ein Meade LightSwitch 8" ACF habe.
Zum Meade kann ich sagen, ein Klasse Gerät auch wenn es viele Gegner gibt.
Habe mal meine EOS 1000 D hinter mein Meade gespannt, und siehe da die Nachführung ist gar nicht so schlecht.
Belichtet habe ich zwar nur jeweils 1 min, und natürlich m42 da sehr helles Objekt, aber konnte sich durchaus sehen lassen. Für F/10 wars absolut ok. Vor allem waren die Sterne noch rund.

Thomas


Thomas
 
Hallo Gerrit,

Ich muss zugeben, dass meine Erfahrung mit Astrofotografie (bisher) rein theoretischer Natur ist (Forum, Bücher, Web). Mein Eindruck ist aber, dass doch die meisten Amateur-Astrofotografen eine Deutsche Äquatoriale Montierung verwenden. Vielleicht ist das schon der erste Denkfehler... :gutefrage:

Mein Weltbild bis dato bzgl. Tauglichkeit von Montierungen für Astrofotografie:

Azimutale Montierung: ungeeignet wg. Bilddrehung (max. Belichtung 10-30s)
Azimutale Montierung mit Polhöhenwiege: geeignet, aber mit Einschränkungen (in der Praxis instabiler und anfälliger für Schwingungen als Deutsche Monti)
Deutsche Äquatoriale Montierung: sehr gut geeignet, da sehr stabile Ausführungen möglich. Einzige Einschränkung: Meridian Flip (wobei ich zugeben muss, dass ich diesem mangels Erfahrung bisher wenig Bedeutung geschenkt habe)

Passt das Weltbild zur Praxis, oder bedarf es einer Korrektur?

Dein Argument mit der Kollimation beim Meridian Flip habe ich ganz ehrlich nicht verstanden. Dass das Bild nach einem Meridian Flip auf dem Kopf steht und man sicherstellen muss, dass man den gleichen Bildausschnitt (zum Weiterbelichten) hat, ist klar. Wobei das mit modernen Bildbearbeitungsprogrammen doch korrigierbar ist, oder?
(wieder: bin (bisher) nur Theoretiker)

CS
Stefan
 
Hallo Stefan!

Deutsche Montierung auf Knicksäule spart auch den Meridianflip, das wäre dann das Optimum f. die Fotografie. Gut, vielleicht gibts noch exotische Montierungsformen, die ebensolche Vorzüge bieten.

Eigentlich ist das Finden des Bildausschnittes nach dem Flip nicht so schwer, es sollte aber natürlich genau sein. Das kann mit händischer Korrektur erfolgen oder auch automatisch. Man verliert aber trotzdem Zeit in bester Beobachtungslage, muss den Guider neu kalibrieren,...nicht zu vergessen der Kabelsalat, mit dem beim Umschwenken auch nix passieren darf.

LG, Markus
 
hallo Gerrit,

eine Polhöhenwiege ohne Polarscope ist wohl eher nicht das was man sich wünscht, und ich kenne niemand der mit einer Einarmgabel ernsthaft fotografiert, war bis jetzt nie genau genug:
http://www.watchgear.de/NexStar_SE/Testbericht.html

Vielleicht Piggyback, ok. Ein SC ist ja auch nicht gerade eine problemlose Fotokanone, mit der man Einsteiger die Hürden niedrig legt, oder? Bin ich da schon zu anspruchsvoll?

Neues stabileres Equipment ist auf jeden Fall willkommen, wir werden sehen was das Ding dann wirklich kann. Eine Autoguiderbuchse sollte auf jeden Fall Pflicht sein, und ich wünsche Wolfi dass er Erfolg hat das rein zu reklamieren.

Umschwenken bei der deutschen Montierung hat auch einen Vorteil: Die Fehler in den Ecken tendieren sich beim Stacken dann auszubügeln :cool:

lg Tommy
 
Zitat von vichman:
Hallo Gerrit,

Ich muss zugeben, dass meine Erfahrung mit Astrofotografie (bisher) rein theoretischer Natur ist (Forum, Bücher, Web). Mein Eindruck ist aber, dass doch die meisten Amateur-Astrofotografen eine Deutsche Äquatoriale Montierung verwenden. Vielleicht ist das schon der erste Denkfehler... :gutefrage:

Mein Weltbild bis dato bzgl. Tauglichkeit von Montierungen für Astrofotografie:

Azimutale Montierung: ungeeignet wg. Bilddrehung (max. Belichtung 10-30s)
Azimutale Montierung mit Polhöhenwiege: geeignet, aber mit Einschränkungen (in der Praxis instabiler und anfälliger für Schwingungen als Deutsche Monti)
Deutsche Äquatoriale Montierung: sehr gut geeignet, da sehr stabile Ausführungen möglich. Einzige Einschränkung: Meridian Flip (wobei ich zugeben muss, dass ich diesem mangels Erfahrung bisher wenig Bedeutung geschenkt habe)

Passt das Weltbild zur Praxis, oder bedarf es einer Korrektur?

Dein Argument mit der Kollimation beim Meridian Flip habe ich ganz ehrlich nicht verstanden. Dass das Bild nach einem Meridian Flip auf dem Kopf steht und man sicherstellen muss, dass man den gleichen Bildausschnitt (zum Weiterbelichten) hat, ist klar. Wobei das mit modernen Bildbearbeitungsprogrammen doch korrigierbar ist, oder?
(wieder: bin (bisher) nur Theoretiker)

CS
Stefan

Hallo Stefan, Hallo Tommy,

daß die meisten Amateurfotographen eine Deutsche Montierung verwenden, liegt mit daran, daß diese etwas flexibler genutzt werden können. Und ansonsten auch einfach und schlicht daran, daß es bis zum Erscheinen der Avalon-Montierungen keine gescheite Gabelmontierung gab, deren Antriebe die entsprechende Präzision (PE) hatten um diese auch gut fotographisch nutzen zu können.

Von den Massenherstellern werden Gabelmontierungen fast immer in einer gewissen Größe für ein spezifisches Gerät angeboten. Noch vor 3 Jahren gab es CPC's z.B. für 8", 9.25" und 11" SCT's deren PE sehr hoch war. Teilweise sogar mit Plastikrädchen im mechanischen Teil des Antriebes. Schneckenräder minderer Qualität waren auch keine Seltenheit und mal abgesehen von den Schneckenaufhängungen. Das kann man aber auch in einer Deutschen Montierung auf die gleiche Art und Weise versemmeln.

Meine Annahme ist daher, dass Gabelmontierungen daher selten genutzt werden, weil sie sehr günstig / billig ausgeführt werden. Das spiegelt sich auch im Preis wieder.

Das scheinen die Massenhersteller gerade zu ändern.

Man kann in diese Gabelmontierung auch nicht beliebige Tuben einbringen. Sie sind bevorzugt auf die kurzen SCT's ausgelegt. Oder auf gewissen Längen von Tuben begrenzt. Avalon bricht hier gerade den Markt etwas auf. Und das finde ich persönlich ganz gut.
Gute Gabelmontierungen waren bis dato nur im oberen Preissegement zu finden. Bespiel hier für ist die Montegra-Montierung mit der z.B. der sehr bekannte Astrofotograph Dietmar Hager lange Zeit sehr gute Aufnahmen gemacht hat.Und das mit einer sehr gut konstruierten und gefertigten One-Fork-Mount von Gemini (Andras Dan).

Warum der Meridian-Flip gerade am SCT eine erneute Kollimation erforderlich macht liegt am Mirror-Flop. Hier verlagert sich die Last des Hauptspiegels um 180° und gerade bei der fotographischen Anwendung unterhalb von F/8 muß dann die Justage angepasst werden. Schlimmer ist es sogar bei ab F/5 aufwärts. Das kann einem mit einer Gabelmontierung so schnell nicht passieren, weil diese keinen Meridian-Flip erforderlich macht.
Beispiel aus der Praxis: Selbst mein Meade ACF mit 14" mußte nach dem Meridian-Flip nochmal kollimiert werden, um weiter Aufnahmen im Vollformat zu machen. Und das noch bei F/10. Und dieses Öffnungsverhältnis ist toleranter als F/7.

Polwiegen. Hab ich mir auf der Photokina in 2013 angeschaut. Aus mechanischer Sicht hab ich da keinerlei Bedenken, daß angesichts der Last für die sie gemacht wurden Restriktionen existieren. Da wackelte nichts. Und selbst die Gewinde sind so ausgeführt, daß sie schon einiges mehr verkraften. Ein C11 mit weniger als 15 kg ist noch keine Last.

Deutsche Montierungen sind schon kompakter vom Aufbau. Das stimmt. Aber mir ist noch nicht so klar, welche Schwingungen Du während einer Aufnahme erwartest. Je nach Stativ und Bodenbeschaffenheit, bringt man den Autoguider auch bei einer deutschen Montierung aus dem Rhythmus. Ich denke, daß ist etwas weit hergeholt und Deine Annahmen bestätigen sich in der Praxis nicht oder Unterscheiden sich kaum zwischen den Montierungstypen.

Viele Grüße,
Gerrit
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von tommy_nawratil:
Umschwenken bei der deutschen Montierung hat auch einen Vorteil: Die Fehler in den Ecken tendieren sich beim Stacken dann auszubügeln :cool:

Aha, soll ich das jetzt ernst nehmen? Das ist der größte Blödsinn den nicht bislang gelesen habe, Sorry.
Und ein Polarscope....braucht kein Mensch. Das ist bei den Brennweiten auch nicht hilfreicher wie die Scheiner-Methode. Und für letztere reicht für 30 Minuten eine gute Guiding-Kamera. Oder die Polar-Alignment -Verfahren, die NexStar-Steuerungen inne habe. Gerade ihr Händler solltet doch die Features kennen. Zur Not kann man als Polar-Scope auch die Optik an sich verwenden.

http://www.atm-workshop.com/polar-align.html

CS
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Gerrit,

vielen Dank für deine ausführliche Erläuterung.

Nochmal konkret zum Nexstar Evolution. Diese Montierung ist ja wohl eher nicht mit den von dir erwähnten höherpreisigen Montierungen wie den Avalon zu vergleichen, oder?

Die Polhöhenwiege vom Celestron CPC müsste hier ja auch passen.
Wie würdest du denn diese Kombi dann einschätzen?

CS
Stefan
 
Hallo Stefan,

ich kann nichts zur Gesamtkombi sagen, weil die Nexstar Evolution nicht verfügbar ist. Wenn die Präzision der Getriebe stimmt, dann würde ich schon probieren mit einem SCT-Reducer/Flattener damit zu fotographieren (wenns denn unbedingt sein muß). Das selbst mit einem C8 sehr schöne Deepsky-Aufnahmen gelingen können, hat Wolfi Ransburg mal an einem M13 gezeigt.

Ich persönlich störe mich aber doch zu sehr an dem ganzen Schnick-Schnack der der Montierung inne wohnt. Mir sind offene Konzepte und normierte Schnittstellen innerhalb der Montierung lieber. Offen unter dem Gesichtspunkt: Austauschbarkeit der Steuerung, Motoren, Schnittstellenstandards (langfristig, falls die NexStar irgendwann soweit von der aktuellen Baseline (Version) weiter entwickelt wurde, daß man keinen Ersatz mehr bekommt). Fallbeispiel LX200-Steuerung. Diese sind im Ersatz ziemlich teuer, so daß ein Austausch gegen eine andere Motor-Steuerung lohnenswert ist.

Von der CPC-Polhöhen-Wiege her hätte ich allerdings keine bedenken, daß Sie das Geraffel nicht verkraftet. Die NexStar Evolution erscheint mir bezüglich Mobilität dazu noch im Vorteil ggü der CPC zu sein.

Den Vergleich mit der Avalon muß man nicht nur über den Preis führen. Das ist solide Qualität. Es gibt einige User hier im Forum, die mit der Avalon sehr zufrieden sind.

Grüße,
Gerrit


 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Tommy,

nee nee, dass lasse ich. Ich sehe die Fehler im ACF und bin froh, daß ich das Score auf Vollformat kollimiert habe. Alles andere ist Murks.

Gerade beim ACF wäre ich froh, ich hätte ne gescheite Gabelmontierung.

LG
Gerrit
 
Hallo Jörg,

kenne ich. Saubere Montierungen.... die passende Steuerung hab ich schon hier ;)

Grüße,
Gerrit
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

ich finde es gerade nicht explizit nachzulesen:

Ist das jeweils die gleiche Gabelmontierung im Celestron Evolution Programm oder werden die Montierung mit den drei Teleskopen auch größer?

Gibt es schon Neuigkeiten wg. ST4 Schnittstelle? Eine günstige Alternative zur Avalon M-Uno wäre schon klasse - sofern sich die Evolution Gabeln dann sauber guiden lassen mit sagen wir mal max 8kg Zuladung.

CS,
Robse
 
Hallo Robse,

AFAIK gibt es die NexStar Evolution Montierung nur in einer Größe.
Allerdings wird sie in Kombination mit zwei verschiedenen Stativen verkauft:
Das "kleine" Stativ mit 6" und 8" SCT, der 9,25" SCT kommt mit einem stabileren Stativ.

CS,
Stefan
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben