BirgitKremer
Aktives Mitglied
Liebe Sternenfreunde!
An dieser Stelle kopier ich einen kleinen Beobachtungsbericht an die Albireoliste von gestern nacht ein! Fuer alle Nichtalbireos: Karolinchen = Vixen 130/720 mm. Beobachtungszeit: 23h30 - 1h
Nun wurde doch nix aus meinem gemuetlichen Abend vor der Flimmerkiste mit Marzipan und Schokolade. Der eisige Wind legte sich naemlich, und der Ruf der Sterne war nicht mehr zu ueberhoeren! Was fuer ne Sucht!;*)
Also Ski- ueber Schlafanzug und erstmal vorsichtig mit dem FG die Nase nach draussen stecken. Genial!!! Die Puppishaufen lachten mich einladend an! M 79 war sogar bei Mondlicht im FG zu erkennen. Und von da aus ging´s noch viiiel weiter nach Sueden! Und alles war frei. Ohohoh ...
Nun, fuer solche Faelle steht ja Karolinchen oben parat, mit den LV-Okus direkt auf der Ablage und ner Rotlichttaschenlampe. Kann man alles auf einmal raustragen. Sehr praktisch und in zwei Sekunden erledigt!;*)
M 79 hatten wir dann auch schwuppsdiewupps drin. Weiter suedlich muesste doch dann alpha COL stehen. Richtig! Der war gut mit blossem Auge zu erkennen. Okay, frechweg ran ans LV 20 und weiter Richtung Suedwesten wandern. Wenige Sterne saeumen den Weg, der direkt ins Mittelmeer fuehrt! Dieses Gefuehl hab ich jedenfalls, denn Karolinchen naehert sich der waagerechten Position. Und was ich nicht zu hoffen gewagt hatte, geschieht: ein grosser heller Fleck! Der Kugelhaufen!!!! Heller als M 79! Viel heller! Deshalb kommt er mir vielleicht auch groesser als M 79 vor, was aber ein Trugschluss war, wie die Daten spaeter im Stoyan bestaetigen. Aufloesbar ist er nicht, obwohl seine Randbezirke sich sehr deutlich schwaecher abheben. Ein nicht allzuweit entfernt stehendes Sternchen, erlaubt das Scharfstellen bei hoeherer Vergroesserung. Aber auch bei 102-fach sind keine Einzelsterne zu erkennen. Macht nichts! Es zaehlt die Emotion!!! Ich begruesse begeistert diesen fuer mich neuen Weltraumbewohner! - An dieser Stelle muss ich einfach auch ein Loblied auf Karolinchen singen. Nicht nur, weil sie immer so schnell einsatzbereit ist, sondern auch, weil sie sich fuer diese Aufsuchen in solch suedlichen Gefielden als sehr behende erweist. Mit ihr ist es sehr viel einfacher als mit dem dicken Sir William (Skywatcher 200/1000mm) eine Route zu verfolgen, denn man kommt immer gut an den Okularauszug ran und das Rohr ist so handlich, dass man mit losgeloesten Achsenklammern nachfuehren kann, ohne dabei auf den Zehenspitzen tanzen zu muessen.
M 93: Diese Wonne folgt auf dem Fuss! Herrlich, die sich kreuzenden feinen Sternenketten dieses OH´s!
Mir ist nach Winteralbireo, der mich bald darauf froehlich anblinzelt. Nur wenig suedlich von ihm NGC 2362, der mich mit seinem hellen Diamantstern in der Mitte immer wieder begeistert.
Was fuer eine Transparenz! Diese klirrend kalten Winternaechte haben´s in sich! Das Planetenseeing leidet darunter, dennoch ist es viel besser als gestern abend! Wenigstens ist Jupiter wieder mit seinen beiden Aequaotrialbaender zu erkennen, die gestern nacht nur so flimmerten. Auch die Cassiniteilung bei Saturn kann ich heute abend gut sehen. Aber eine wirkliche Planetennacht ist es nicht!
Dafuer ist M 47 mit blossem Auge auszumachen. Wundervoll, die helle Sonnenschar! Dennoch zieht mich M 46 noch magischer an. Diese feinen Sonnen stellen bei dem Mondlicht fuer Karolinchen schon eine Herausforderung dar. Deshalb vergroesser ich gleich auf 102-fach und tauche ein in die wundervollen Welten dieses grazilen offenen Haufens, in dem sich zwei Mitglieder sehr hell abheben. Vom planetarischen Nebel NGC 2438 ohne Filter nicht die Spur. Ich weiss ja genau, wo er stehen muesste ... aber nein, nicht die Spur. Hui, dann bleibt mir nichts andres uebrig, als mal eben mit Rotlicht drinnen den UHC zu holen. Genial!!! Freudenspruenge! Super! Denn sofort wird der rundliche Nebel sichtbar, eingebettet im noerdlichen Teil des Sternenhaufens. Mir erscheint er etwas groesser als der Eskimonebel, den ich zum Vergleich anpeile. Und an dem ich natuerlich auch haengenbleibe, weil er einfach so schoen ist mit seinem gruenlichen Schimmer!
In meiner Begeisterung hatte ich nicht gemerkt, dass meine Finger eiskalt waren! Mir faellt´s auf, als ich kaum noch die Okulare wechseln kann!
Zeit abzubauen und Euch freudig diesen Bericht zu schreiben!
Orangeblaue Gruesse
An dieser Stelle kopier ich einen kleinen Beobachtungsbericht an die Albireoliste von gestern nacht ein! Fuer alle Nichtalbireos: Karolinchen = Vixen 130/720 mm. Beobachtungszeit: 23h30 - 1h
Nun wurde doch nix aus meinem gemuetlichen Abend vor der Flimmerkiste mit Marzipan und Schokolade. Der eisige Wind legte sich naemlich, und der Ruf der Sterne war nicht mehr zu ueberhoeren! Was fuer ne Sucht!;*)
Also Ski- ueber Schlafanzug und erstmal vorsichtig mit dem FG die Nase nach draussen stecken. Genial!!! Die Puppishaufen lachten mich einladend an! M 79 war sogar bei Mondlicht im FG zu erkennen. Und von da aus ging´s noch viiiel weiter nach Sueden! Und alles war frei. Ohohoh ...
Nun, fuer solche Faelle steht ja Karolinchen oben parat, mit den LV-Okus direkt auf der Ablage und ner Rotlichttaschenlampe. Kann man alles auf einmal raustragen. Sehr praktisch und in zwei Sekunden erledigt!;*)
M 79 hatten wir dann auch schwuppsdiewupps drin. Weiter suedlich muesste doch dann alpha COL stehen. Richtig! Der war gut mit blossem Auge zu erkennen. Okay, frechweg ran ans LV 20 und weiter Richtung Suedwesten wandern. Wenige Sterne saeumen den Weg, der direkt ins Mittelmeer fuehrt! Dieses Gefuehl hab ich jedenfalls, denn Karolinchen naehert sich der waagerechten Position. Und was ich nicht zu hoffen gewagt hatte, geschieht: ein grosser heller Fleck! Der Kugelhaufen!!!! Heller als M 79! Viel heller! Deshalb kommt er mir vielleicht auch groesser als M 79 vor, was aber ein Trugschluss war, wie die Daten spaeter im Stoyan bestaetigen. Aufloesbar ist er nicht, obwohl seine Randbezirke sich sehr deutlich schwaecher abheben. Ein nicht allzuweit entfernt stehendes Sternchen, erlaubt das Scharfstellen bei hoeherer Vergroesserung. Aber auch bei 102-fach sind keine Einzelsterne zu erkennen. Macht nichts! Es zaehlt die Emotion!!! Ich begruesse begeistert diesen fuer mich neuen Weltraumbewohner! - An dieser Stelle muss ich einfach auch ein Loblied auf Karolinchen singen. Nicht nur, weil sie immer so schnell einsatzbereit ist, sondern auch, weil sie sich fuer diese Aufsuchen in solch suedlichen Gefielden als sehr behende erweist. Mit ihr ist es sehr viel einfacher als mit dem dicken Sir William (Skywatcher 200/1000mm) eine Route zu verfolgen, denn man kommt immer gut an den Okularauszug ran und das Rohr ist so handlich, dass man mit losgeloesten Achsenklammern nachfuehren kann, ohne dabei auf den Zehenspitzen tanzen zu muessen.
M 93: Diese Wonne folgt auf dem Fuss! Herrlich, die sich kreuzenden feinen Sternenketten dieses OH´s!
Mir ist nach Winteralbireo, der mich bald darauf froehlich anblinzelt. Nur wenig suedlich von ihm NGC 2362, der mich mit seinem hellen Diamantstern in der Mitte immer wieder begeistert.
Was fuer eine Transparenz! Diese klirrend kalten Winternaechte haben´s in sich! Das Planetenseeing leidet darunter, dennoch ist es viel besser als gestern abend! Wenigstens ist Jupiter wieder mit seinen beiden Aequaotrialbaender zu erkennen, die gestern nacht nur so flimmerten. Auch die Cassiniteilung bei Saturn kann ich heute abend gut sehen. Aber eine wirkliche Planetennacht ist es nicht!
Dafuer ist M 47 mit blossem Auge auszumachen. Wundervoll, die helle Sonnenschar! Dennoch zieht mich M 46 noch magischer an. Diese feinen Sonnen stellen bei dem Mondlicht fuer Karolinchen schon eine Herausforderung dar. Deshalb vergroesser ich gleich auf 102-fach und tauche ein in die wundervollen Welten dieses grazilen offenen Haufens, in dem sich zwei Mitglieder sehr hell abheben. Vom planetarischen Nebel NGC 2438 ohne Filter nicht die Spur. Ich weiss ja genau, wo er stehen muesste ... aber nein, nicht die Spur. Hui, dann bleibt mir nichts andres uebrig, als mal eben mit Rotlicht drinnen den UHC zu holen. Genial!!! Freudenspruenge! Super! Denn sofort wird der rundliche Nebel sichtbar, eingebettet im noerdlichen Teil des Sternenhaufens. Mir erscheint er etwas groesser als der Eskimonebel, den ich zum Vergleich anpeile. Und an dem ich natuerlich auch haengenbleibe, weil er einfach so schoen ist mit seinem gruenlichen Schimmer!
In meiner Begeisterung hatte ich nicht gemerkt, dass meine Finger eiskalt waren! Mir faellt´s auf, als ich kaum noch die Okulare wechseln kann!
Orangeblaue Gruesse