In diesem Falle ziehe ich mein Kompliment natürlich zurück. Danke für den Hinweis.
Gern geschehen. Ich moechte ja nicht mit unverdientem Lob ueberhaeuft werden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Die generelle Definition der Magnitude eines ausgedehnten Objektes ist die, dass man den Gesamtflux der Fläche auf ein "punktförmiges" Objekt umrechnet und es damit auf gewisse Weise mit einem Stern vergleichbar macht. Dies macht auch Carte du Ciel so. Kann nicht ganz sehen, was daran unmöglich sein soll.
Das ist mir schon klar. Nur ist sowas extrem schwierig bei so inhomogenen Objekten mit Vordergrundsternen. Letztere muss man erst mal vom Fluss abziehen. Dann kommen noch zig verschiedene Magnitudensysteme dazu, kein Mensch gibt an welches er verwendet und wie er bei der Messung vorgeht (weil man garantiert was falsch gemacht hat, das seh ich beinahe jeden Tag bei meinen Kollegen). Gerade bei Galaxien kannst du da froh sein, wenn das auf eine halbe Magnitude genau rauskommt.
Flaechenhelligkeiten sind noch spassiger, denn da musst du erst mal festlegen, wo die Galaxie aufhoert und der Himmelshintergrund anfaengt. Da aendert sich die in Betracht gezogene Flaeche schnell mal um einen Faktor zwei oder viel viel mehr. Da machen dann auch nur Mittelwerte Sinn, und selbst die sind dann nicht grad aussagekraeftig, wenn das Helligkeitsprofil vogelwild ist, wie zum Beispiel in NGC 4236. Und selbst bei weit entfernten Minigalaxien, wo man praktisch kaum Struktur sieht und die so richtig einfach aussehen, da kannst du maechtig ins Schleudern geraten, selbst mit hohem Signal/Noise. Ich hab mir abgewoehnt an irgend welche Magnituden in den gaengigen Galaxienkatalogen zu glauben. Mehr als ein grober Anhaltspunkt ist das nicht.
Die Thematik ist hier wirklich komplex. Du brauchst ein gutes Flatfield, musst deine Daten sauber reduzieren (nicht mit Maxim und Konsorten), musst die spektrale Quanteneffizienz DEINES chips wissen (nicht was in den datenblaettern steht), die durchlasskurven deines filters, das spektrale durchlassverhalten der erdatmosphaere (das sich waehrend deiner aufnahme aendert), die Transparenz der erdamtosphaere in der in frage kommenden nacht, eine aenderung der quanteneffizienz des chips als funktion der position auf dem chip (gleiches fuer die durchlasskurve des filters). dann gehts damit weiter dass du die fluesse in deinen filtern in die gedachten fluesse im filtersystem eines photometrischen standardsystems umrechnen musst, und das ist natuerlich ganz stark vom spektrum des jeweiligen aufnahmeobjektes abhaengig, das von objekt zu objekt unterschiedlich ist. dann kommt noch hinzu dass viele standardsysteme noch auf fotografischen platten beruhen, da hoert's dann meiner ansicht nach sowieso auf. Das ist unmoeglich unter Kontrolle zu kriegen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" /> wenn ich dann in CdC lese, dass NGC4236 eine magnitude von 9.60 hat (zwei dezimalen!), neeeneeneneneneneee
die messung absoluter magnituden ist so flexibel wie meine variable gross- und kleinschreibung in diesem text <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
liebe gruesse
mischa