DietSky
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Hallo!
NGC 5774 ist eine Face-On-Galaxie im Sternbild Jungfrau. Sie ist schätzungsweise 72 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Zusammen mit der Edge-On-Galaxie NGC 5775 bildet sie ein sehr interessantes Galaxienpaar, welches sich in einer gegenseitigen Wechselwirkung befindet. Man erkennt zwar einen schwachen Materiebogen, ausgehend von einem Spiralarm der Galaxie NGC 5774, doch kaum nennenswerte geometrische Verformungen beider Galaxien.
Etwas weiter südlich, in direkter optischer Nähe, erkennt man noch die kleinere Galaxie IC 1070. Zu diesem Trio, diagonal im Bild, findet man noch ein weiteres Galaxienpaar und zwar IC 1066 und IC 1067. Auch hier beträgt die Distanz zur Erde etwa 71 Millionen Lichtjahre. Deutlich weiter entfernt, und damit im Hintergrund, fällt rechts im Bild noch die sehr markante Ringgalaxie Z48-40 ins Auge. Ihre Distanz zur Erde beträgt 385 Millionen Lichtjahre.
Der Bildausschnitt meiner APS-C-Kamera am NCT300 erschien mir bei der Planung nahezu optimal, um diese schöne Gruppe ansprechend in Szene zu setzen. Ein weiteres Argument lieferte mir die herausragende Aufnahme unseres Astrokollegen Christof (@Chris_in_hd) mit dem 1m-ASA-Spiegelteleskop auf La Palma.
In der zweiten Maihälfte konnte ich in drei Nächten insgesamt etwa 6 Stunden Belichtungszeit in LRGB sammeln. Bei der Durchsicht der Einzelframes ist mir wieder einmal deutlich geworden, wie sehr unser Himmel mittlerweile von Satelliten „verseucht“ ist. In dem sehr engen Gesichtsfeld meiner Aufnahmeoptik habe ich insgesamt 43 Satellitenspuren ausmachen können! Langbelichtete Aufnahmen auf Filmemulsion, wie es Früher der Standard war, wären heutzutage undenkbar. Wie hätte man all diese Spuren retuschieren sollen?
Doch selbst mit den uns heute zur Verfügung stehenden Softwarelösungen, muss man immer noch höllisch aufpassen, das keine Reste zurückbleiben, die bei einem starken Stretch wieder zum Vorschein kommen.
Eine Analyse mit dem Siril-Skript „Galaxy Annotation“ zeigte in meinem Bildfeld stolze 166 Objekte, mit einer Rotverschiebung von bis zu z=3 (Lichtlaufzeit ca. 11,5 Milliarden Jahre). Es ist wirklich erstaunlich, wie weit wir heutzutage mit unserer Amateurausrüstung ins Weltall vordingen können!
Ich bedanke mich fürs Vorbeischauen,
CS Dietmar
1. Gesamtes Feld in der Übersicht:
2. Die "Hauptakteure" als Crop:
3. Gesamtes Feld etwas größer
Aufnahmedaten:
Instrument: 12" Newton-Cassegrain NCT300 (Eigenkonstruktion) im Primärfokus mit ASA-Korrektor bei f=2075mm
Aufnahmekamera: QHY268M @-10°C Sensortemperatur
Guiding: Lodestar Pro am OAG
Filter: Antlia Filtersatz L, R, G, B
Belichtungszeiten: L: 37x300s; RGB: je 15x240s
Gesamtbelichtungszeit: 6h05m
18.05. – 23.05.2026
NGC 5774 ist eine Face-On-Galaxie im Sternbild Jungfrau. Sie ist schätzungsweise 72 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Zusammen mit der Edge-On-Galaxie NGC 5775 bildet sie ein sehr interessantes Galaxienpaar, welches sich in einer gegenseitigen Wechselwirkung befindet. Man erkennt zwar einen schwachen Materiebogen, ausgehend von einem Spiralarm der Galaxie NGC 5774, doch kaum nennenswerte geometrische Verformungen beider Galaxien.
Etwas weiter südlich, in direkter optischer Nähe, erkennt man noch die kleinere Galaxie IC 1070. Zu diesem Trio, diagonal im Bild, findet man noch ein weiteres Galaxienpaar und zwar IC 1066 und IC 1067. Auch hier beträgt die Distanz zur Erde etwa 71 Millionen Lichtjahre. Deutlich weiter entfernt, und damit im Hintergrund, fällt rechts im Bild noch die sehr markante Ringgalaxie Z48-40 ins Auge. Ihre Distanz zur Erde beträgt 385 Millionen Lichtjahre.
Der Bildausschnitt meiner APS-C-Kamera am NCT300 erschien mir bei der Planung nahezu optimal, um diese schöne Gruppe ansprechend in Szene zu setzen. Ein weiteres Argument lieferte mir die herausragende Aufnahme unseres Astrokollegen Christof (@Chris_in_hd) mit dem 1m-ASA-Spiegelteleskop auf La Palma.
In der zweiten Maihälfte konnte ich in drei Nächten insgesamt etwa 6 Stunden Belichtungszeit in LRGB sammeln. Bei der Durchsicht der Einzelframes ist mir wieder einmal deutlich geworden, wie sehr unser Himmel mittlerweile von Satelliten „verseucht“ ist. In dem sehr engen Gesichtsfeld meiner Aufnahmeoptik habe ich insgesamt 43 Satellitenspuren ausmachen können! Langbelichtete Aufnahmen auf Filmemulsion, wie es Früher der Standard war, wären heutzutage undenkbar. Wie hätte man all diese Spuren retuschieren sollen?
Doch selbst mit den uns heute zur Verfügung stehenden Softwarelösungen, muss man immer noch höllisch aufpassen, das keine Reste zurückbleiben, die bei einem starken Stretch wieder zum Vorschein kommen.
Eine Analyse mit dem Siril-Skript „Galaxy Annotation“ zeigte in meinem Bildfeld stolze 166 Objekte, mit einer Rotverschiebung von bis zu z=3 (Lichtlaufzeit ca. 11,5 Milliarden Jahre). Es ist wirklich erstaunlich, wie weit wir heutzutage mit unserer Amateurausrüstung ins Weltall vordingen können!
Ich bedanke mich fürs Vorbeischauen,
CS Dietmar
1. Gesamtes Feld in der Übersicht:
2. Die "Hauptakteure" als Crop:
3. Gesamtes Feld etwas größer
Aufnahmedaten:
Instrument: 12" Newton-Cassegrain NCT300 (Eigenkonstruktion) im Primärfokus mit ASA-Korrektor bei f=2075mm
Aufnahmekamera: QHY268M @-10°C Sensortemperatur
Guiding: Lodestar Pro am OAG
Filter: Antlia Filtersatz L, R, G, B
Belichtungszeiten: L: 37x300s; RGB: je 15x240s
Gesamtbelichtungszeit: 6h05m
18.05. – 23.05.2026