DietSky
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Hallo!
Der Planetarische Nebel (PN) NGC 6543 wird gern als der Katzenaugennebel bezeichnet, vermutlich wegen seiner katzenpupillenähnlichen Erscheinung. Er steht in einer Entfernung von etwa 4500 Lichtjahren im Sternbild Drache.
Dieser PN gehört sicher zu den komplexesten seiner Art und stellt, aufgrund seines enormen Helligkeitsumfangs, besondere Anforderungen an die Aufnahmetechnik und die anschließende Bildbearbeitung.
Selbst moderne Bildsensoren sind nicht in der Lage, diesen großen Dynamikumfang mit einer einzelnen Belichtung einzufangen. Der sehr helle Kernbereich und die vergleichsweise lichtschwachen Randzonen sollten also jeweils mit einer angepassten Belichtungsreihe aufgenommen werden.
Bereits im August 2012 war dieser PN ein Aufnahmeziel mit meinem NCT300, damals noch mit einer CCD-Kamera. Doch nun, nach so vielen Jahren, wollte ich einen erneuten Versuch mit meiner aktuellen CMOS-Kamera wagen. Kleinere Pixel, größere Dynamik und um einige Jahre mehr Erfahrung in der Bildbearbeitung sollten Argumente für ein besseres Ergebnis sein.
Damals standen mir keine Schmalbandfilter, außer für H-alpha, zur Verfügung und so konnte ich lediglich eine LRGB-Aufnahme erstellen. Für mein aktuelles Projekt sollten hingegen auch 3nm OIII-, Ha- und SII-Filter zum Einsatz kommen.
Für die lichtschwachen Randzonen habe ich Subframes mit jeweils 900s belichtet, sowie RGB für den Himmelshintergrund und die Sterne. Das Signal in SII war jedoch sehr gering und so habe ich auf weitere Belichtungen in dieser Spektrallinie verzichtet. Etwas anders sah es bei den kurzbelichteten Subframes für den hellen Kern aus. Hier zeigte sich auch in SII ein auswertbares Signal.
Glücklicherweise war das Seeing in den Nächten, in denen ich die Kernzone belichtete, recht gut. Aus der gesamten Session habe ich nur die Allerbesten ausgewählt und so im Summenstack von OIII einen FWHM-Wert von 1,49“ erreicht. Die größere Wellenlänge von Ha ist noch weniger seeinganfällig und so war sogar ein FWHM-Wert von 1,23“ möglich.
Insgesamt gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausarbeitung, wären da nicht einige Hürden, die noch bis zum fertigen Bild zu nehmen sind:
Einmal sind es die fetten, diffusen Spikes vom hellen PN-Kern, die zwangsläufig in den langbelichteten Aufnahmen zu Tage treten, dann die Bewältigung der Dynamik und das möglichst nahtlose Ineinanderarbeiten der Teilbelichtungen und zu guter Letzt muss man bei all den Aktionen noch ein Auge darauf haben, die sehr zarten Schalen um das Zentrum herum nicht im Sumpf der Daten zu verlieren.
Ich habe nur selten Amateuraufnahmen gesehen, bei denen diese Schalen gut sichtbar waren. Oft werden diese zarten Details durch zu viel „Malerei“ im Bild zerstört.
Ich habe einige unterschiedliche Ansätze machen müssen, um schließlich ein, für mein Empfinden, harmonisches Gesamtergebnis zu erzielen.
Ich hoffe, es findet auch eure Zustimmung und würde mich über Kommentare/Anregungen sehr freuen
CS Dietmar
1. Gesamtes Feld
2. Crop in 100%
3. etwas größer als leichter Crop
Aufnahmedaten:
Instrument: 12" Newton-Cassegrain NCT300 (Eigenkonstruktion) im Primärfokus mit ASA-Korrektor bei f=2070mm
Aufnahmekamera: QHY268M @-10°C Sensortemperatur
Guiding: Lodestar Pro am OAG
Filter: Antlia Filtersatz Ha (3nm), OIII (3nm), SII (3nm), R, G, B
Belichtungszeiten:
Aussen: Ha: 3h30m; OIII: 3h00m; RGB: 2h24m
Innen: Ha: 0h16m; OIII: 0h16m; SII: 0h16m; RGB: 0h22m
Gesamtbelichtungszeit: 10h04m
5 Nächte vom 23.06. – 11.07.2026
Der Planetarische Nebel (PN) NGC 6543 wird gern als der Katzenaugennebel bezeichnet, vermutlich wegen seiner katzenpupillenähnlichen Erscheinung. Er steht in einer Entfernung von etwa 4500 Lichtjahren im Sternbild Drache.
Dieser PN gehört sicher zu den komplexesten seiner Art und stellt, aufgrund seines enormen Helligkeitsumfangs, besondere Anforderungen an die Aufnahmetechnik und die anschließende Bildbearbeitung.
Selbst moderne Bildsensoren sind nicht in der Lage, diesen großen Dynamikumfang mit einer einzelnen Belichtung einzufangen. Der sehr helle Kernbereich und die vergleichsweise lichtschwachen Randzonen sollten also jeweils mit einer angepassten Belichtungsreihe aufgenommen werden.
Bereits im August 2012 war dieser PN ein Aufnahmeziel mit meinem NCT300, damals noch mit einer CCD-Kamera. Doch nun, nach so vielen Jahren, wollte ich einen erneuten Versuch mit meiner aktuellen CMOS-Kamera wagen. Kleinere Pixel, größere Dynamik und um einige Jahre mehr Erfahrung in der Bildbearbeitung sollten Argumente für ein besseres Ergebnis sein.
Damals standen mir keine Schmalbandfilter, außer für H-alpha, zur Verfügung und so konnte ich lediglich eine LRGB-Aufnahme erstellen. Für mein aktuelles Projekt sollten hingegen auch 3nm OIII-, Ha- und SII-Filter zum Einsatz kommen.
Für die lichtschwachen Randzonen habe ich Subframes mit jeweils 900s belichtet, sowie RGB für den Himmelshintergrund und die Sterne. Das Signal in SII war jedoch sehr gering und so habe ich auf weitere Belichtungen in dieser Spektrallinie verzichtet. Etwas anders sah es bei den kurzbelichteten Subframes für den hellen Kern aus. Hier zeigte sich auch in SII ein auswertbares Signal.
Glücklicherweise war das Seeing in den Nächten, in denen ich die Kernzone belichtete, recht gut. Aus der gesamten Session habe ich nur die Allerbesten ausgewählt und so im Summenstack von OIII einen FWHM-Wert von 1,49“ erreicht. Die größere Wellenlänge von Ha ist noch weniger seeinganfällig und so war sogar ein FWHM-Wert von 1,23“ möglich.
Insgesamt gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausarbeitung, wären da nicht einige Hürden, die noch bis zum fertigen Bild zu nehmen sind:
Einmal sind es die fetten, diffusen Spikes vom hellen PN-Kern, die zwangsläufig in den langbelichteten Aufnahmen zu Tage treten, dann die Bewältigung der Dynamik und das möglichst nahtlose Ineinanderarbeiten der Teilbelichtungen und zu guter Letzt muss man bei all den Aktionen noch ein Auge darauf haben, die sehr zarten Schalen um das Zentrum herum nicht im Sumpf der Daten zu verlieren.
Ich habe nur selten Amateuraufnahmen gesehen, bei denen diese Schalen gut sichtbar waren. Oft werden diese zarten Details durch zu viel „Malerei“ im Bild zerstört.
Ich habe einige unterschiedliche Ansätze machen müssen, um schließlich ein, für mein Empfinden, harmonisches Gesamtergebnis zu erzielen.
Ich hoffe, es findet auch eure Zustimmung und würde mich über Kommentare/Anregungen sehr freuen
CS Dietmar
1. Gesamtes Feld
2. Crop in 100%
3. etwas größer als leichter Crop
Aufnahmedaten:
Instrument: 12" Newton-Cassegrain NCT300 (Eigenkonstruktion) im Primärfokus mit ASA-Korrektor bei f=2070mm
Aufnahmekamera: QHY268M @-10°C Sensortemperatur
Guiding: Lodestar Pro am OAG
Filter: Antlia Filtersatz Ha (3nm), OIII (3nm), SII (3nm), R, G, B
Belichtungszeiten:
Aussen: Ha: 3h30m; OIII: 3h00m; RGB: 2h24m
Innen: Ha: 0h16m; OIII: 0h16m; SII: 0h16m; RGB: 0h22m
Gesamtbelichtungszeit: 10h04m
5 Nächte vom 23.06. – 11.07.2026
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