NGC7000 - First Light und first EBV

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Soffel

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Hallo zusammen,
wenn man so die ganzen Bilder von Euch sieht und selbst einmal nachvollzogen hat, was für Arbeit darin steckt, dann traut man sich gar nicht seinen eigenen bescheidenen Start in die Astrofotografie vorzustellen.

Auf Anraten habe ich mit einer Aufnahme begonnen, mit welcher ich mein neues Equipment (Celestron Advanced VX, EOS1100Da, Tamron 70-300 Tele, ALCCD5L-IIm) kennen lernen konnte bevor ich mich mit meinem 8" F/4 Newton herumschlage (ja ich weiß: nicht gerade anfängerfreundlich).

Die Belichtungszeiten usw. mögen etwas "unstrukturiert" oder "wild" erscheinen, resultieren jedoch aus der gestiegenen erworbenen Erfahrung (Start: ungeguidet, danach über Sucher geguidet; zuerst ungedithert, danach gedithert). Ebenso habe ich mal meine EOS-Clip-Filter ausprobiert und danach alle Bilder gemeinsam mittels PixInsight Trial-Version nach Anleitung von Harry´s Astro Shed Video Tutorials stumpf verwurschtelt.

Hier nun die Aufnahmedaten:
Montierung: Celestron Advanced VX
Objektiv: Tamron 70-300 Tele (alle Aufnahmen wurden mit 300mm aufgenommen, F/5.6 bzw. 6.3)
Kamera: Canon EOS 1100Da
Aufnahmesoftware: Backyard EOS
Guiding: z. T. über Sucher und ALCCD5L-IIm mittels PHD
EBV: Pixinsight Trial Version

30x 180s ISO 800 (CLS-Filter)
8x600s ISO 400 (CLS-Filter)
10x600s ISO 400 (UHC-Filter)

Da ich bisher als EBV-Software nur die Freeware-Programme und Photoshop Elements besitze, stellt sich für mich die Frage, ob ich nicht Pixinsight mir anschaffen soll. Nach meinen bescheidenen Kenntnissen scheint es mir es so, dass ich damit eine Software für alles hätte!? Der Nachteil ist die Komplexizität des Programmes....

Hier nun der erste bescheidene Versuch mein Equipment kennenzulernen und mich in die Komplexizität der EBV heranzutasten.

Link zur Grafik: http://cdn.astrobin.com/images/46157cb6-d89b-4618-b73e-ae0a6452093b_thumb.png

Ich bitte um konstruktive Kritik, da ich noch sehr viel zu lernen habe.

Das nächste Objekt ist auch schon in der Mache: NGC6995.

Viele Grüsse
Stefan

EDIT: Fast vergessen, der Standort war von meinem Südbalkon aus der Stadt heraus.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Stefan,

Also mein erstes Astrofoto sah lange nicht so gut aus, für den ersten Versuch ist das eine beachtenswerte Leistung.
Du hast z.B. die Farben in deiner Aufnahme schon recht ordentlich getroffen, und das zählt schon mal zu den schwierigeren Diziplinen.
Was auffällt, die Guidingfehler an den Sternen halten sich in Grenzen, dass ist auch schon recht ordentlich, kann aber nur noch besser werden.
Nicht so schön ist der Farbschleier, der über der Mitte und der rechten Bildhälfte liegt.
Schlecht zu sagen, wo der herkommt, könnte Fremdlichteinfall sein.
Auf jeden Fall solltest Du Zeit in Darks (wenn nicht gedithert wird) und Flats investieren, die gehören praktisch zur "Grundausstattung" eines guten Astrofotos.
Weiterhin ist das Bild zu stark entrauscht worden, das wirkt immer künstlich und unnatürlich.
Lieber etwas mehr rauschen lassen und damit auch nicht so viele Details verlieren.
stellt sich für mich die Frage, ob ich nicht Pixinsight mir anschaffen soll. Nach meinen bescheidenen Kenntnissen scheint es mir es so, dass ich damit eine Software für alles hätte!? Der Nachteil ist die Komplexizität des Programmes....
Stimmt genau. Damit würdest Du nichts verkehrt machen und hättest eine (recht komplexe) Software für alles.
Anderseits ist PI für den Einsteiger vielleicht noch etwas oversized und man sollte sich nach einfacheren (und kostenlosen) Alternativen umschauen.
Als da wären Theli (Linux!), Regim, Fitswork, DeepskyStacker od. vielleicht die StarTools von Ivo Jager.
Auf jeden Fall dranbleiben, Du bist auf dem richtigen Weg.

CS
Volker
 
Zitat von Telesto:
Hallo Stefan,

Also mein erstes Astrofoto sah lange nicht so gut aus, für den ersten Versuch ist das eine beachtenswerte Leistung.
Du hast z.B. die Farben in deiner Aufnahme schon recht ordentlich getroffen, und das zählt schon mal zu den schwierigeren Diziplinen.

Hallo Volker,
Danke, das baut auf und motiviert zum Weitermachen/Durchhalten. Betreibe das Hobby seit Ende Frühjahr/Anfang Sommer und musste feststellen, dass die wirklich verwertbaren Nächte sich doch in Grenzen halten.

Zitat von Telesto:
Was auffällt, die Guidingfehler an den Sternen halten sich in Grenzen, dass ist auch schon recht ordentlich, kann aber nur noch besser werden.
Da hast Du recht. Habe zuerst ungeguidet begonnen und danach geguidet und einfach alle Bilder verwurschtelt, welche auf den ersten groben Blick keine "Striche" enthielten. Ich denke, bei der ersten Bildsichtung vor dem Stacken könnte ich mir noch etwas mehr Zeit geben.
Da ich keinen freien Blick auf Polaris auf meinem Balkon habe, war die Montierung nur über Two Star Alignment mit 2-3 Kalibrierungssternen ausgerichtet. Ich (als blutiger Amateur) war sehr erstaunt, wie genau die Montierung damit trotzdem lief bzw. wie präzise das GoTo war.

Zitat von Telesto:
Nicht so schön ist der Farbschleier, der über der Mitte und der rechten Bildhälfte liegt.
Schlecht zu sagen, wo der herkommt, könnte Fremdlichteinfall sein.
Da ich alle wolkenfreien Nächte genutzt habe und zu ungeduldig war, habe ich auch bei Mondlicht fotografiert ;-)

Zitat von Telesto:
Auf jeden Fall solltest Du Zeit in Darks (wenn nicht gedithert wird) und Flats investieren, die gehören praktisch zur "Grundausstattung" eines guten Astrofotos.
Bin gerade dabei mir eine "Flat-Datenbank" aufzubauen, da ich gelesen habe, dass ich die auch bei ISO 100 am Tage machen könnte (Quelle: klick ungefähr in der Mitte). Aber ich denke das ist ein anderes Thema mit 1000 verschiedenen Meinungen. Dithern find ich unter dem Aspekt der Zeitersparnis recht interessant, da ich mir die Zeit nach der eigtl. Aufnahme sparen kann.

Zitat von Telesto:
Weiterhin ist das Bild zu stark entrauscht worden, das wirkt immer künstlich und unnatürlich.
Lieber etwas mehr rauschen lassen und damit auch nicht so viele Details verlieren.

Hier habe ich mal eine weniger entrauschte, gedrehte Version hochgeladen:
Link zur Grafik: http://cdn.astrobin.com/images/a8fe6931-aa83-4ea4-91a8-97d8a498a086_thumb.png

Zitat von Telesto:
stellt sich für mich die Frage, ob ich nicht Pixinsight mir anschaffen soll. Nach meinen bescheidenen Kenntnissen scheint es mir es so, dass ich damit eine Software für alles hätte!? Der Nachteil ist die Komplexizität des Programmes....
Stimmt genau. Damit würdest Du nichts verkehrt machen und hättest eine (recht komplexe) Software für alles.
Anderseits ist PI für den Einsteiger vielleicht noch etwas oversized und man sollte sich nach einfacheren (und kostenlosen) Alternativen umschauen.
Als da wären Theli (Linux!), Regim, Fitswork, DeepskyStacker od. vielleicht die StarTools von Ivo Jager.
Auf jeden Fall dranbleiben, Du bist auf dem richtigen Weg.
Für mich stellt sich momentan halt einfach die Frage, ob ich >800Euro für PS oder ~200 Euro für PI ausgebe. Und vom Kostenpunkt her gewinnt halt einfadh PI. Theli und Regim habe ich nicht zum laufen gebracht. Den Rest habe ich schon ausprobiert (v. a. Fits und DSS). Aber so ein Step-by-Step Tutorial habe ich bisher noch nicht wirklich für die Freeeware-Programme gefunden bzw. das umgesetzte Ergebnis war nicht so wie ich mir das vorgestellt habe. Besonders das Ergebnis nach dem Stacken und die DynamicBackgroundExtraction fand ich bei PI doch recht imposant.

Viele Grüsse und vielen Dank für die Tipps
Stefan
 
Hallo Stefan,

Die 2. Version gefällt schon deutlich besser.
Mit den Preisen für PS und PI hast Du natürlich recht.
Wobei die beiden Progamme sicherlich auch ziehmlich verschiedene Anforderungen erfüllen.
Am besten, man hat beide. (ist natürlich leicht gesagt)
Auf jeden Fall ist PixInsight ein absolutes Profiprogamm und sicherlich das beste Prog. für die Astrofotografie.
Ich habe mir mal erlaubt, mit deinem JPG etwas herum zu spielen.
Das Ergebniss gibts HIER
Was habe ich gemacht:
1. Fitswork "Hintergrund ebnen Nebel"
2. PS Histogramm anpassen
3. Fitswork "Hintergrund ebnen Nebel"
4. PI "Starmask" / "LocalHistogrammEqualization" KernelRadius 160 Kontrastlimit 1,5
5. PI "TGVDenoise" Amount 4
6. PS "unscharfe Maske" Stärke 80 Radius 1,8
Das meiste davon hätte man auch nur mit PI machen können,
aber auch kostenlose Programme können schon einiges.
Hat ungefähr 10 Min. gedauert.

CS
Volker
 
Sehr schöne Aufnahme Stefan. Erstaunlich was deinem Balkon zu Zeigen vermag!
 
Hallo Volker,
schön, sieht auf jeden Fall anders aus. Das Problem, das ich im Moment noch habe, ist, dass ich nicht weiss, was ich wann und warum bzw. wie mittels EBV machen soll damit ich zum gewünschten Ergebnis komme... Somit wäre eigtl. jede bessere Software Perlen vor die Säue geschmissen ;-)

Hallo Erik,
Danke für die Blumen! Wobei neulich im tiefsten Schwarzwald konnte ich mal erleben, was ein dunkler Himmel wirklich bedeutet! Ich wohne zum Glück am Stadtrand und der Sudhimmel ist erfreulicher Weise vom Zentrum weg gerichtet. Im Norden sehe ich ganz deutlich die Lichterglocke.

Viele Grüsse
Stefan
 
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