Re: Tärfenschiefe
Hallo Markus, vielen Dank für dein ausführliches feedback!
>wenn ich dich richtig verstanden habe zeigt das FG mit den Weitwinkel-Okularen die größere "Schärfentiefe"?
M.L.beide haben 6° und gleiches feld, versteh daher die Frage nicht so ganz
ich habe deine Äußerung:
beim SE muß mann eher wie bei alten Nagler okularen zum Rand hinschauen
so verstanden daß das SE Weitwinkel-OKULARE hat, d.h. ein größeres scheinbares Gesichtsfeld als das HG, ist das so?
Die geometrische Optik liefert uns ja keine Erklärung für den unterschiedlichen Tiefenschärfeeindruck (siehe die ausführlichen postings von Alois und Volker).
M.L. stimme ich nicht zu, a bei den Porro sind die Linsen weiter auseinander und b, trotz gleicher Daten haben die Gläser unterschiedliche Brennweiten
Entschuldige, ich kenne die beiden Nikon FGs nicht - hat nun das Porro oder das Dachkant die größere Schärfentiefe? (Das ist ein Punkt den wir noch nicht bedacht hatten! - daran könnte es ev. liegen)
- kannst du mal versuchen festzustellen wieviel von der Schärfentiefe durch das (nach-)akkomodieren des Auges zustande kommt?
M.L. und wie macht mann das ?
tja, äh, hmm - ich weiß nicht, drum habe ich geschrieben "versuchen", einfach mal probieren... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Eine alternative Erklärung wie sie Alois vorgeschlagen hat läuft z.B. darauf hinaus, daß bei einem Fernglas mit schlechterer Qualität ein größerer Bereich GLEICH scharf ist.
M.L. das hat doch nichts mit der Qualität zu tun, jedenfalls nicht hier.
Mit der klassischen Definition der Schärfentiefe verhält es sich aber so, da nimmt man irgendeinen größten zulässigen Zerstreuungskreis an, und alles was darunter liegt ist per definitionem scharf. Je größer dieser Zerstreuungskreis ist, umso größer die Schärfentiefe. Wenn nun die Auflösung der Optik nicht sehr toll ist, hat man mehr Schärfentiefe, da ein größerer Bereich gleich (un)scharf ist. Dieser Effekt wird einem deutlich vor Augen geführt, wenn man mit einem guten Objektiv und TP fotografiert (nicht Astrofotografie!) und sich auf die Schärfentiefe-Skala am Objektiv überhaupt nicht mehr verlassen kann, da die übliche Definition des zulässigen Zerstreuungskreises hier viel zu grob ist.
Bleibt noch die Frage, wieviel die fotografische und die binokulare Schärfentiefe miteinander zu tun haben...
Eine mögliche Erklärung von mir: Wenn ein Fernglas ein deutlich helleres Bild wie das andere hätte würden sich die Pupillen verengen, und so die Schärfentiefe vergrößern - wozu Alois aber meint solche Unterschiede in der Transmission sind in dieser Qualitätsklasse nicht möglich.
M.L. immerhin sind die transmissionsunterschiede so groß, das sie sofort sichtbar sind, jedenfalls für mich und einige Kunden die auch durchgeschaut haben.
interessant, wie groß ist dieser Unterschied? Wieviele Blendenstufen (EV-Werte)? Verändert sich durch den Helligkeitsunterschied die Pupillengröße? Aus dieser Abblendung würde direkt auch aus der geometrischen Optik eine Änderung der Schärfentiefe erfolgen!
Ansonsten würde ich vorschlagen beim nächsten ITV oder ITT einmal gemeinsam ein paar FGs unter die Lupe zu nehmen. Dann kann man ja abstimmen...
M.L. machen wir, abstimmen wird entfallen, da es jeder sofort sehen wird.
ok - keine Abstimmung, ich nehme aber doch an, daß es zumindest zu einer Diskussion kommen wird <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />