Nikon 14x40 StabilEyes ??

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Caliban

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Hallo allerseits,
ich interessiere mich seit langem für ein bildstabiliertes Fernglas.
Allerdings waren die mir bisher zu teuer, auch wenn ich schon fast mal ein Canon 15x50 erstanden hätte...
Aber der Knackpunkt war dass die nicht wirklich wasserdicht sind. Ein Fujinon 14x40 hatte ich mir auch mal angesehen, das war sehr kantig, klobig und die Stabilisierung fand ich etwas "schwammig, schwimmend". Hier im Forum wurde darüber auch schon berichtet. Jetzt ist mir aufgefallen dass es wohl seit einiger Zeit technisch auf dem Fujinon basierende Ferngläser von Nikon gibt, z.B. das 14x40 StabilEyes.
Die technischen Daten sind gleich dem Fujinon, allerdings macht es optisch mehr her, ist wasserdicht und hat, laut der spärlichen Beschreibungen im Netz, 2 Betriebsarten "Land" und "On Board".
Die "Land" Betriebsart soll dann wohl so ähnlich funktionieren wie bei Canon, die andere wie bei dem besagten Fujinon.
Leider konnte ich bisher weder einen Bericht im Internet darüber finden noch einen Händler der so ein Teil zur Ansicht hat.
Lange Rede, kurzer Sinn... hat jemand so ein Fernglas schonmal in Händen gehabt oder kann mir näheres über die Modi berichten ?
Oder kennt jemand einen Bericht (deutsch oder englisch) über das Teil ?
Dank im voraus und viele Grüße,

Caliban
 
Hallo Caliban

als NIKON Händler haben wir das Stabileyes auf Lager, das heißt bei uns kann es angesehen und getestet werden [...]


Beitrag gekürzt.
Clear Skies, Stefan


 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Wär ne prima Sache, leider ist Saarbrücken ein bissl weit weg um da mal eben vorbeizuschauen... ich bin in Berlin <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Allerdings bin ich übernächste Woche im Schwarzwald, vielleicht kann ich da einen kleinen Abstecher machen... Habt Ihr das 12x32 und das 14x40 vorrätig ?

Gruß,

Caliban
 
Gut, vielleicht kann ich es einrichten mir das bei Ihnen in der übernächsten Woche anzusehen. Würde mich dann vorher per E-Mail melden ? Aber hatten Sie das schon mal in den Händen gehabt und ausprobiert ? Wenn ja, würde mich Ihr Eindruck interessieren (Handling, Stabilisierung, Optik...)

Gruß,

Caliban
 
Hallo Caliban,

melde dich bitte , ja.
Ich bin sehr zufrieden mit der Wirkung, aber das mußt du für dich selbst testen, da führt kaum ein Weg dran vorbei
 
Warum kein Canon 12x36 IS II?

Das Nikon StabilEyes 14x40 wiegt 1340 g, hat nur eine Pupillendistanz (Augenabstand) von 13 mm und ein Sehfeld von 70 m (56° scheinb. Sehwinke). Das in Vergrößerung und Öffnung sehr nahe daran liegende Canon 12x36 IS II dagegen wiegt mit 660 g (weniger als) die Hälfte, was es als „Allroundglas” geeignet macht, und hat 14,5 mm Pupillendistanz, ein erheblich größeres Sehfeld von 87,5 m (60° scheinb. Sehwinkel). Die Bildqualität ist sehr gut, auch im Randbereich, die Verzeichnung sehr gering, Farbsäume sind ebenfalls sehr gering und liegen nicht über dem durchschnittlichen Niveau in der Topklasse, und die Transmission ist erheblich besser als beim großen und schweren Canon 15x50 IS. Allein die kürzeste Einstellentfernung ist mit 6 m lt. Hersteller (mein Exemplar hat leider sogar eine Nahgrenze von 7 m!) etwas groß, aber das Nikon StabilEyes 14x40 ist mit 5 m auch nicht gerade ein ideales Glas für kurze Entfernungen.

Ich würde mir das Riesengewicht nicht antun und könnte als Brillenträger die 13 mm Pupillendistanz kaum (bestenfalls bei einem Kompaktfernglas) akzeptieren. Der wesentliche Vorteil des Nikon-Glases, nämlich der Bildstabilisierungsmodus „On Board” für wackeligen Grund (Beobachten vom schwankenden Schiff, holpernden Auto oder vibrierenden Hubschrauben) wäre in meinem Alltag bedeutungslos.

Ich kann das Canon 12x36 IS II, das nur um 60 g schwerer, allerdings ein paar Zentimeter länger ist als das weitgehend (bis auf die Objektive) baugleiche Canon 10x30 IS, nur empfehlen. Ich hatte, nachdem „hanz” hier im Forum immer wieder vom 10x30 IS schwärmte und ich aufgrund all seiner anderen Beiträge darauf vertraue, daß er kein Dampfplauderer ist, sondern man seinem Urteil glauben darf, erst ein 12x36 IS II (wegen des nur minimal größeren Gewichts, auf das ich als Bandscheibengeschädigter sehr achten muß) gekauft, und da ich davon wirklich begeistert war, dann auch noch ein 10x30 IS für meine Frau, die mehr die kleinen, handlichen und ganz leichten Ferngläser schätzt. Im Vergleich mit dem Superfernglas Nikon 10x32 HG DCF, das mit 715 g deutlich schwerer und etwa so groß wie (aber ein wenig schlanker als) das Canon 10x30 IS ist, schneiden beide Canons immer noch sehr gut ab. Sie erreichen ohne Stabilisator fast die gleiche Schärfe in der Mitte, sind nur minimal (kaum merklich) unschärfer am Rand und im Kontrast auch nur wenig schlechter als das Nikon. Mit Stabilisator konnte ich die hier oft für die Canon-IS-Modelle bemängelten Schärfeprobleme und das Anwachsen der schwachen Farbsäume bei keinem der beiden nachvollziehen: Beide machen kurz nach dem Drücken der Stabitaste ein Klackgeräusch, nach dem die Stabilisierung aber noch nicht perfekt ist, sondern noch etwa zwei bis drei Sekunden für ein wirklich „stehendes” Bild braucht. Dann aber schlägt die damit erreichte Detailerkennbarkeit die aller anderen mir bekannten Ferngläser gleicher oder ähnlicher Vergrößerung. Es macht richtig Freude, ein „stillstehendes” Bild zu beobachten und dabei feinste Strukturen wahrzunehmen, die kein noch so gutes nichtstabilisiertes Fernglas freihändig gehalten zeigt. (Ich werde natürlich dennoch mein Nikon 10x32 HG behalten, denn sein Sehfeld ist größer, der Kontrast überragend und die Naheinstellung mit ca. 2 m bei meinem Exemplar ideal auch für die Beobachtung von Kleintieren im Nahbereich, es liegt exzellent in der Hand, und da ich eine ziemlich ruhige Hand habe, ist im allgemeinen das Bildzittern kein Problem.)

Zu guter Letzt bleibt noch das Preisargument: Das Canon 12x36 IS II kostet auch weniger als die Hälfte des Preises des Nikon StabilEyes 14x40.

Um Verdächtigungen zuvorzukommen: Ich habe keinerlei berufliche oder anderweitig geschäftliche Kontakte zu Canon, mein Urteil ist neutral.

Walter E. Schön
 
Re: Warum kein Canon 12x36 IS II?

Hallo Caliban,

Du schriebst, dass für Dich der Knackpunkt beim 15x50 Canon die fehlende Wasserdichtigkeit ist. Das 15x50 ist immerhin spritzwassergeschützt ("All Weather"), doch 10x30 und 12x36 Canon IS sind nicht einmal das.
Ich konnte das stickstoffgefüllte und wasserdichte 14x40 Nikon Stabileyes schon einige Male kurz testen und hatte einen positiven Eindruck von dessen optischen Eigenschaften: gute Schärfe und Kontrast. Der "Land" und der "On Board" Modus funktionieren ganz so wie vermutet: bei Land gleicht das Verhalten den Canons. Es werden kleine hochfrequente Schwingungen, wie sie beim Handzittern auftreten, kompensiert und diese Stabilisierung arbeitet schnell, so dass man mit dem Glas auch recht problemlos Schwenken oder bewegliche Objekte beobachten kann. Beim "on board"-Modus werden längere Schwingungen wie z.B. auf dem Wasser oder in Fahrzeugen ausgeglichen. Schwenkt man aber beim Beobachten das Glas, so reagiert bei dieser stärkeren Stabilisierungsform der elektronisch gesteuerte Mechanismus mit Verzögerung, so dass man keine kontinuierliche Bewegung sieht. Das Bild wird gewissermaßen nachgeschleppt und wird nicht dort angezeigt, wo das Gehirn es erwartet. Dies ist für den gelegentlich beschriebenen Seekrankheitseffekt verantwortlich. So ist es auch beim Fujinon Technostabi, mit welchem das Nikon die etwas ungewohnte kastenförmige Gehäuseform gemeinsam hat, an die man sich aber wohl recht schnell gewöhnt. Bei astronomischer Beobachtung kommt der "Nachschleppeffekt" allerdings nur wenig zum Tragen, weil man das Glas dort ja meist gezielt und höchstens mit langsamen Schwenks benutzt - im Gegenteil, hier kann die stärkere Stabilisierung eher von Vorteil sein.
Nikon und Fujinon scheinen im Bereich bildstabilisierter Gläser ein joint venture zu betreiben, denn es gibt noch andere gemeinsame wasserdichte Fernglastypen (12x32, 16x32) mit dieser Technik. Bislang hatten diese beiden Firmen hier so etwas wie ein Monopol und ich nehme an, dass das neue Canon 10x42 L IS WP als erstes wasserdichtes Glas von Canon primär auf genau diesen Markt zielt.
Im Marine und Wassersportbereich sind solche Gläser aus naheliegenden Gründen gefragt. Möchtest Du das Glas auf dem Wasser benutzen? Dann noch folgender Hinweis: Befreundete Segler mussten in mehreren Fällen die Erfahrung machen, dass die bildstabilisierten Gläser, unabhängig vom Fabrikat, viel stoßempfindlicher sind als konventionelle Ferngläser. Deshalb sollte man sie besonders an Bord mit der nötigen Vorsicht behandeln.

Gruß

Steve
 
Re: Warum kein Canon 12x36 IS II?

Vielen Dank für die umfangreichen Antworten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

@ Walter:
Das Nikon hat ein hohes Gewicht, das stimmt...
Die Naheinstellgrenze ist für mich nicht so wichtig und mir ist eine etwas höhere Vergrösserung wichtiger als ein grosses Gesichtsfeld.
Dazu habe ich übrigens noch eine Frage... In einigen Prospekten wird manchmal 87 Meter "Apparent field of view" angegeben (Beispiel Fujinon: http://www.mountainoptics.com/binocula8.htm ).
Welcher Wert soll das denn genau sein ?
Das wichtigste Argument gegen das 12x36 von Canon ist aber dass es nicht wasserdicht ist.
Das 15x50 schon... und ich hätte es auch fast schon gekauft.
Aber es ist halt nur "water-resistant"... Da ich schon vorhabe das Fernglas ab und an auf einem Boot einzusetzen und das Teil mal über Bord gehen könnte sind die Chancen beim Nikon höher dass es das überlebt.
Und was mir beim Canon 15x50 nicht gefallen hat sind die hohen und sehr grossen Augenmuscheln. Irgendwie hat mein Nasenrücken da kaum zwischen gepasst...

@steve:
Vielen Dank für den Erfahrungsbericht mit dem Nikon... dass der Land Mode so funktioniert wie bei Canon war etwas das mir noch gefehlt hat...
Ich hoffe dass ich bis nächste Woche die Gelegenheit bekommen das Nikon mal selbst in Händen zu halten.

Also, kurz gesagt... Wasserdichheit, Stabilisierung in 2 Modi, Augenmuscheln... spricht für Nikon. Preis, Form, optische Qualität (?) spricht für Canon...
Schade dass ich nicht beide für ein paar tage zu Hause haben kann <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Einen Händler der mir beide schickt und ich kann dann eins zurückgeben wirds wohl nicht geben, oder ? Es sei denn man macht das ohne Ankündigung... aber das ist mir auch nix...

Auf jeden Fall vielen Dank für die Antworten. Ich schreibe dann wie ich mich entschieden habe (falls ich mich entscheiden kann) 8-)

Gruß aus Berlin,

Caliban
 
Re: Warum kein Canon 12x36 IS II?

Daß das Fernglas auch wasserdicht sein soll, hatte ich übersehen. Dann kommt natürlich das ansonsten sehr interessante Canon 12x36 IS II nicht in Frage. Aber eventuell wäre das neue Canon 10x40 L IS eine erwägenswerte Alternative, die zwar in der Vergrößerung nicht so weit geht wie das Nikon 14x40, das aber durch sein großes Sehfeld von 114 m* und seinen großen scheinbaren Sehwinkel von 65°* besticht und wie das Nikon/Fujinon völlig wasserdicht ist.

Zu dem angeblichen „apparent field of view” von 87 m ist nur zu sagen, daß Fuji im Prospekt zwei Zeilen vertauscht und auch noch einen Begriff falsch gewählt sowie einen Zahlenwert falsch angegeben hat (die Tabelle hat offenbar ein Pfuscher gemacht):

1. „Apparent field of view”, oft als „AFOV” abgekürzt, ist nichts anderes als der „scheinbare Sehwinkel” (und müßte eigentlich „apparent angle of view” heißen, aber mit solchen Feinheiten nehmen es die Amis nicht so genau) und beträgt bei diesem Fernglas 56°.

2. „Field of view at 1000 m” (in der folgenden Tabellenzeile), oft als „FOV” abgekürzt und bei amerikanischen Angaben sonst in Feet auf 1000 Yards angegenen (was dann den dreifachen Wert ergibt), ist das „Sehfeld auf 1000 m” und bei diesem Fernglas 70 m und nicht 87,5 m, wie eine Zeile höher unter „Apparent field of view angegeben” (87,5 m ist der entsprechende Wert des Nikon/Fujinon 12x32).

3. „Angle of view” oder manchmal unkorrekt auch „field of view” ohne Angabe einer Bezugsentfernung ist der tatsächliche Sehwinkel, in diesem Falle 4°, was in dem Fujinon-Prospekt fälschlich als „field of view at 1000 m” angegeben ist. Aus dem Winkel 4° ergibt sich über die Formel 1000 m · 2 · tan(4°/2) = 69,84 m der obige Wert 70 m für das Sehfeld auf 1000 m. Umgekehrt ergibt sich aus dem Sehfeld von 70 m auf 1000 m über die Formel 2 · arc tan (70 m/1000 m : 2) = 4,009° der tatsächliche Sehwinkel.

4. Als weiterer Fehler in dieser Tabelle technischer Daten sind die Abmessungen in der falschen Reihenfolge genannt: 186 x 148 x 86 [jeweils in mm] ist in der Reihenfolge Länge x Breite x Höhe zu lesen und nicht, wie es dort steht, als Width x Height x Depth = Breite x Höhe x Tiefe (Länge).

Auch wenn die Techniker bei Fuji das bestimmt wissen, die Werbetexter/-grafiker hatten wohl sehr wenig Ahnung von dem, was sie da in die Tabelle geschrieben haben, oder waren besoffen. Und die Verantwortlichen bei Fuji hatten versäumt, die Tabelle vor der Veröffentlichung überprüfen zu lassen.

* Übrigens haben auch bei Canon-Deutschland ähnlich ahnungslose Leute die Tabelle der technischen Daten zum Canon 10x42 L IS zusammengestelt, denn dort wird auf

http://www.canon.de/for_home/product_finder/binoculars/optical_image_stabilisation/10x42l_is_wp/index.asp?specs=1

1. von wahrem und scheinbarem „Gesichtsfeld” statt „Sehfeld” geschrieben („Gesichtsfeld” ist das Sehfeld des Auges ohne Fernglas!),

2. eine „Naheinstellgrenze auf 1000 m” (was immer man sich darunter vorzustellen hat) von 114 m angegeben, was aber das „tatsächliche Sehfeld auf 1000 m” ist, und

3. als „Abstand der Austrittspupille (m)” ein Wert von 2,5 m angegeben, wobei es sich beim Wert 2,5 m um die „Naheinstellgrenze” (aber natürlich nicht „auf 1000 m”) handelt. Vielleicht meinen die dummen oder besoffenen Werbetexter bei Canon, daß man aus 2,5 m Abstand durchs Fernglas schauen soll. Möglicherweise hat Canon dieses Fernglas deshalb vorsichtshalber mit einem Stativanschluß versehen, weil kein Mensch Arme ausreichender Länge hat, um das Fernglas für diesen Augenabstand vors Auge zu halten. Es wäre auch denkbar, daß Canon die Werbetexter von Fujinon für das Erstellen dieser Tabelle engagiert hat, um mit solchem Unsinn auch in den Canon-Daten mal etwas zum Lachen zu präsentieren.

Wie man sieht, geht es nicht nur in Deutschland intellektuell abwärts (siehe Pisa und Rechtschreibung in diesem Forum), sondern auch in Japan. Das läßt Hoffnung aufkeimen, daß Deutschland doch eines Tages wieder auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig sein wird, sobald die anderen das bei uns herrschende Niveau unterschritten haben werden.

Walter E. Schön
 
Re: Warum kein Canon 12x36 IS II?

Sehr geehrter Herr Schön,

ich war heute auf der Hannovermesse und musste feststellen, dass die asiatischen und osteuropäischen Aussteller mit sehr guten, innovativen und beeindruckenden Produkten vertreten waren. Auch die Anzahl dieser Aussteller kann einem schon die Schweißperlen auf die Stirn treiben und etwas Angst um unser aller Arbeitsplätze machen.

Meiner Ansicht nach liegt diese Tendenz aber nicht an dem von Ihnen oft kritisierten angeblichen Verfall der Bildung hierzulande begründet, siehe Ihre Einlassungen zu den Themen Rechenkünste und Rechtschreibfähigkeiten einiger Forumsteilehmer, sondern an der Kleinkariertheit und der praktizierten Verhinderungsbürokratie in vielen Köpfen unserer Mitmenschen.

Auch hier im Forum gibt es solche, die mit diesem schlechten Beispiel voran gehen. Mir als Kaufmann graut es davor, mit solchen Mensche Geschäfte machen zu müssen, führt dies in der Abwicklung von Projekten doch fast immer ganz unvermeidlich zu Zeitverzögerungen, Kundenunzufriedenheit und Kostensteigerungen.

Leider trifft man dieses neue Technokratentum, welches detailverliebt jeden noch so kleinen Ausnahmefall abdecken möchte und darüber hinaus die wesentlichen Kundenanforderungen vernachlässigt, immer häufiger in den großen, alteingesessenen deutschen Firmen an. Diese Firmen dürfen sich dann nicht wundern, wenn flexible und wirtschaftliche Lösungen dann doch lieber in Fernost oder Altost (kleiner Scherz) gesucht und bezahlt werden.

Mit besten Grüßen
Andreas P. Werner
 
Re: Warum kein Canon 12x36 IS II?

Hallo allerseits,

mit dem Thema Bildungs- und technologischem Entwicklungsstand zwischen Morgen- und Abendland werde ich mal brechen, obwohl das sicher interessant ist... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Aber ich will mal eben loswerden dass ich heute schon die Gelegenheit hatte besagtes Nikon 14x40 StabilEyes in die Finger zu bekommen.
Ein Händler (grosses Kaufhaus) hatte es besorgt nachdem der Verkäufer sich bei Nikon versichert hatte dass er es wieder zurücksenden kann.
Leider war zum direkten Vergleich nur das Canon 12x36 II da, das vorgestern noch vorhandene 15x50 wurde gestern verkauft.
Aber in erster Linie wollte ich ja das Stabilisierungssystem des Nikon begutachten.
Also mein erster rein optischer Eindruck war der dass das Nikon nicht so gross und klotzig wirkt wie auf den Fotos...
Vor allem durch die gegenüber dem Fujinon Techno-Stabi abgerundeten Kanten und Gummi-beschichteten Griff-Flächen wirkt es optisch wie auch vom "Anfassen" her stabil, professionell und liegt ideal in der Hand (bei mir jedenfalls).
Das Gewicht ist auf Dauer sicher nicht zu unterschätzen, aber ja nicht höher als beim Canon 15x50.
Nach dem Einschalten laufen die Gyros hoch (deutliches, surrendes Geräusch für 1 - 2 Sekunden) und dann muss man den Knopf erneut drücken um die Stabilisierung zu aktivieren.
Der Effekt ist der gleiche wie bei Canon, auf einmal ein superstabiles Bild ohne jegliches Zittern... konnte jedenfalls keins mehr feststellen.
Ein kleiner Unterschied ist der dass das Bild einen kurzen Augenblick "einschwenkt" also als würden die Prismen oder so erst in die richtige Null-Position gebracht werden.
Im Standard "Land" Modus ist das Verhalten fast wie bei den Canons... das Bild hängt beim Schwenken einen kleinen Tick der Bewegung des Fernglases hinterher... Man kann aber ohne ein sichtbares Ruckeln einem Objekt folgen.
Im "On Board" Modus ist das Nachschwenken deutlich stärker, kleinere schnelle Schlenker mit dem Glas sieht man dafür im Bild fast gar nicht.
Im Grossen und Ganzen finde ich das Nikon also wirklich richtig gut, zumal die Einstellungen gut und leicht gingen und die "Passform" auf meine Augen hundertprozentig gepasst hat.
Auch die Augenmuscheln sind angenehmer als beim Canon.
Was ich nicht so überprüfen konnte in dem Kaufhaus war die Optik, aber auf dem Gebiet bin ich wohl eh nicht der Experte.
Ansonsten hat mich das Teil wirklich überzeugt.
Nun muss ich nur noch mein Konto und meine bessere Hälfte überzeugen dass ich so was wirklich brauche.
Denn im Grunde ist es nix weiter als ein technisches Spielzeug. Wenn es auch sehr leistungsfähig ist und ein kleines elektro-mechanisches Wunderwerk.

So, das solls dann mal gewesen sein... sollte ich zugeschlagen haben werde ich das sicher hier verkünden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Gruß,

Caliban
 
Re: Warum kein Canon 12x36 IS II?

hallo,
habe heute mein 12x36IS II erhalten und bin restlos begeistert! für das kleine geld (488,-) ist das ne gute investition. das canon ist leicht, klein, handlich und sieht richtig knuffig aus. da ich auch das 15x50 IS besitze, erlaube ich mir mal mein urteil. also: die korrektur des 12x36IS II reagiert sehr zügig und nach ca. 1-2 sec. steht das bild . aber: man sollte sich bemühen das ding schon sehr entspannt und ruhig zu halten. wer noch nicht gefrühstückt (oder sein 1. pils gekippt) hat, dem wird auffallen, dass sich händezittern durchaus auf das bild übeträgt-es scheint minimal zu "vibrieren". das verwundert nicht, wenn man die geringe masse des kleinen canon berücksichtigt. das 15x50 ist da wesentlich behäbiger und unkritscher wg. seiner trägen masse. aber mit etwas mühe und mit entspannter handmuskulatur (bzw. nach dem 1. pils...) ist dann alles in ordnung. von der farbwiedergabe des kleinen bin ich überrascht. das bild scheint kontrastreicher und satter in den farben zu sein, was ich auf das öffnungsverhältnis und die kleinere austrittspupille zurückführe. alles scharf bis zum rand. die auflösung ist minimal geringer als beim großen bruder, was nicht verwundert. schade, dass man keine objektivfilter zum schutz einschrauben kann. über die himmelstauglichkeit bei nacht kann ich noch nichts berichten. vermutlich hat es die gleiche schwäche wie das große 15x50 IS. gegen die horizontale nach oben geneigt, scheinen die stabilisierungen von stabis nicht mehr so optimal zu stabilisieren.

das wars fürs erste.

horst
 
Re: Warum kein Canon 12x36 IS II?

Hallo Horst!

gegen die horizontale nach oben geneigt, scheinen die stabilisierungen von stabis nicht mehr so optimal zu stabilisieren.
Interessante Feststellung! Das ist mir bei meinem 10x30 IS
auch bereits aufgefallen! Habe ich das stablisierte Glas
gen Horizont gerichtet und bewege es Richtung Zenit muss
ich die Schärfe erneut neu einstellen, da das Bild deutlich
unschärfer wird! Vor allem am Nachthimmel wird dies deutlich!

Marco
 
Curefan ?

Du scheinst ja wirklich Cure-Fan zu sein <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Mir macht es auch immer wieder Spaß, mal zu hören, dass es
die Jungs noch gibt und es ihnen gut geht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Gute und richtungsweisende Band für viele Nachahmer <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
So als Musiker gesehen...

(oder alternder beinahe-gewesener-Rockstar)
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
 
Re: Curefan ?

Hallo Dirk!

Jau, so ist es! Obwohl ich sagen muss, dass mir die
neuen Sachen gar nicht gefallen! Die drei besten Alben
wurden definitiv 1980-1982 geschrieben!

Schön, dass es auch hier eine kleine "Cure-Fraktion" gibt!

Marco
 
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