Nikon 8x32 für Einsteiger

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macforst

Neues Mitglied
Hallo erstmal!
Ein sehr interessantes Forum ist das hier. Ich hätte da eine Frage: Im Augenblick wird das Nikon 8x32 DCF HP RA sehr günstig neu (200€) angeboten. Soll ursprünglich mal 600 € gekostet haben. Ist das wasserdicht und wie ist so die Optik? Ich würde es für Vogelbeobachtungen am Tag gebrauchen. Taugt das? Danke schon mal im voraus!
Matthias
 
Hallo Matthias,

das 8x32 DCF HP RA wird im Nikon Prospekt von 1996 in der Rubrik "Spitzenmodelle"
aufgeführt. Im Prospekt von 1999 wird es nicht mehr aufgelistet. Es wird also seit
mindestens 7 Jahren nicht mehr hergestellt und scheint ein Vorgängermodell zu den
aktuellen High-Grade Modellen zu sein.
Wasserdicht wird es nicht sein, denn dafür verwendet Nikon das Kürzel "WP".
Die Bezeichnung weist darauf hin, daß es ein Dachkantglas mit Mitteltrieb (DCF),
großem Augenabstand (HP) und Gummiarmierung (RA) ist.
Mehr kann ich dazu auch nicht sagen, da ich dieses Modell selbst nicht kenne.

Viele Grüsse
Jürgen
 
Hallo Matthias!
Ich möchte nun nicht auf das Nikon eingehen, da ich es nicht kenne und daher auch kein Urteil dazu abgeben kann.
Meine persönliche Erfahrung ist folgende:

Ich habe ein Zeiss 8x30, Docter 8x42 D/CF, Pentax 7x50

diese verwende ich, wenn ich Natur beobachten gehe (eigentlich nur die letzten beiden), in Dämmerung, oder das 7x50, welches auf Reisen geht und am Gepäckträger verstaut wird, weil es billig war.......

Dann habe ich noch ein Docter 10x50 bzw. einen Optolyth 10x25

Letztere beide finden Verwendung für die Vogelbeobachtung, bzw. wenn es darum geht, wirklich bestimmte Arten zu identifizieren. 10x bringt auch etwas, wenn es darum geht, z.B. Wasservögel auf große Distanzen, oder kleine Singvögel auf nähere Distanzen zu beobachten, bzw. Greife in der Luft genauer zu ifentifizieren. Hier geht es dann (wenn Dich Vögel wirklich interessieren), einen Rotfußfalken von einem Baumfalken zu unterscheiden.....
Ernsthafte Ornithologen greifen m.E. eher zum 10x (auch wenn man damit nach einiger Zeit durch Ermüdung das Glas abestzen muß, oder noch besser aufgestützt beobachtet). Aber 10x ist wirklich mehr, eindeutig.

Würde ich mich daher fast ausschließlich auf die Vogelbeobachtung konzentrieren, dann wäre meine Wahl ein 10x42 aufwärts......

By the way, daß z.B. mein Docter 10x50 Classic (Dekarem) mein Lieblings-Astroglas ist hat auch einen Grund - das irre Sehfeld und die gute Mittenschärfe dieses Fernglases.

Ich würde mir auch überlegen - etwas mehr als 200€ zu spendieren, nicht bei einem vermeintlichen "Schnäppchen" zuschlagen. Jetzt fragst Du mich wahrscheinlich, warum ich so viele Ferngläser habe? Keine Ahnung, das 8x30 CZJ habe ich mir aus reiner Sammlerleidenschaft erworben, es steht als Stück deutscher Fernglasgeschichte hauptsächlich in der Vitrine. Den 7x50 Pentax weil er lichtstark und billig war, wenn der vom Fahrrad mal runterfällt, dann tut´s nicht weh...; den 10x50 Dekarem, weil es für mich das ultimative Astroglas ist, und ich damit auch mal gerne kleine Singvögel vom Wohnzimmer aus beobachte, da bringt es irrsinnig wegen der höheren Auflösung (bedingt durch die Größe der Objektivlinsen) und des Sehfeldes; damit kannst Du rasch vorbeifliegende Kleinvögel relativ gut "einfangen".
Wenn´s an die Front geht, hat meistens aber der Optolyth 10x25 (klein, leicht, kompakt bei guter Leistung) in der Jackentasche seinen Platz.
Meine Empfehlung daher für´s Birding: 10x25, 10x28 oder 10x30.

Grüße
Hans
 
Hallo Hans,

gerade heute wieder genau das gefunden:

Pentax Papilio 8,5x20 Stieglitze auf 15-20m Abstand im Gegenlicht nur sehr knapp erkannt, im Canon 10x30IS dagegen wie im Bilderbuch (abgesehen vom herrlich großen Sehfeld zum Finden und sogar zum Teil noch im Flug verfolgen) und viel bequemeren Einblick, das "letzte Geheimnis" ist der Stabi!

Gruß
 
Meine Empfehlung daher für´s Birding: 10x25, 10x28 oder 10x30.

[/quote]

Hallo Hans,

ich betreibe schon seit mehr als 30 Jahren die Vogelkunde als Hobby und ich möchte Deiner Empfehlung ein wenig widersprechen.

Die kleinen Kompaktgläser sind zwar gut transportabel, aber haben fürs ernsthafte Vogelbeobachten eine Menge Nachteile:

1. Das reale Sehfeld ist in der Regel klein, einen kleinen Singvogel im Ästegewirr zu finden somit nicht einfach.
2. Die empfohlenen 10x-Gläser haben nur eine geringe Schärfentiefe, man muß dauernd nachfokussieren, was sehr lästig werden kann.
3. Schon im belaubtem Wald bei bedecktem Himmel geht den "Kleinen" das Licht aus, in der Dämmerung sind sie unbrauchbar.
4. Die kleine AP macht den Einblick sehr unbequem, wenn man das Glas nur minimal versetzt an die Augen führt, gibt es Abschattungen.
5. Ein 10-faches Glas mit geringem Gewicht ist auf die Dauer kaum ruhig zu halten, Du kannst den Auflösungsgewinn durch die starke Vergrößerung gar nicht nutzen. Ausnahme wäre natürlich ein bildstabilisiertes Glas à la Canon oder meinetwegen auch ein schwereres Glas ( 10x42, 10x50 ). Um Wasservögel auf große Entfernung zu bestimmen, ist eh die Nutzung eines Spektivs die beste Lösung.

Mein Tipp zum Birden:

Ein 8X30 oder 8x32 möglichst guter Qualität, das ist noch schön kompakt, leistungsstark und angenehm im Gebrauch.

Beste Grüße

Manfred
 
@ Manfred: Danke, das glaube ich. Mit kleinen 10-ern hatte ich schon die geschilderten Probleme. Und ein sehr gutes Spektiv habe ich schon ;-) (Zeiss).
Matthias
 
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