Hallo Matthias!
Ich möchte nun nicht auf das Nikon eingehen, da ich es nicht kenne und daher auch kein Urteil dazu abgeben kann.
Meine persönliche Erfahrung ist folgende:
Ich habe ein Zeiss 8x30, Docter 8x42 D/CF, Pentax 7x50
diese verwende ich, wenn ich Natur beobachten gehe (eigentlich nur die letzten beiden), in Dämmerung, oder das 7x50, welches auf Reisen geht und am Gepäckträger verstaut wird, weil es billig war.......
Dann habe ich noch ein Docter 10x50 bzw. einen Optolyth 10x25
Letztere beide finden Verwendung für die Vogelbeobachtung, bzw. wenn es darum geht, wirklich bestimmte Arten zu identifizieren. 10x bringt auch etwas, wenn es darum geht, z.B. Wasservögel auf große Distanzen, oder kleine Singvögel auf nähere Distanzen zu beobachten, bzw. Greife in der Luft genauer zu ifentifizieren. Hier geht es dann (wenn Dich Vögel wirklich interessieren), einen Rotfußfalken von einem Baumfalken zu unterscheiden.....
Ernsthafte Ornithologen greifen m.E. eher zum 10x (auch wenn man damit nach einiger Zeit durch Ermüdung das Glas abestzen muß, oder noch besser aufgestützt beobachtet). Aber 10x ist wirklich mehr, eindeutig.
Würde ich mich daher fast ausschließlich auf die Vogelbeobachtung konzentrieren, dann wäre meine Wahl ein 10x42 aufwärts......
By the way, daß z.B. mein Docter 10x50 Classic (Dekarem) mein Lieblings-Astroglas ist hat auch einen Grund - das irre Sehfeld und die gute Mittenschärfe dieses Fernglases.
Ich würde mir auch überlegen - etwas mehr als 200€ zu spendieren, nicht bei einem vermeintlichen "Schnäppchen" zuschlagen. Jetzt fragst Du mich wahrscheinlich, warum ich so viele Ferngläser habe? Keine Ahnung, das 8x30 CZJ habe ich mir aus reiner Sammlerleidenschaft erworben, es steht als Stück deutscher Fernglasgeschichte hauptsächlich in der Vitrine. Den 7x50 Pentax weil er lichtstark und billig war, wenn der vom Fahrrad mal runterfällt, dann tut´s nicht weh...; den 10x50 Dekarem, weil es für mich das ultimative Astroglas ist, und ich damit auch mal gerne kleine Singvögel vom Wohnzimmer aus beobachte, da bringt es irrsinnig wegen der höheren Auflösung (bedingt durch die Größe der Objektivlinsen) und des Sehfeldes; damit kannst Du rasch vorbeifliegende Kleinvögel relativ gut "einfangen".
Wenn´s an die Front geht, hat meistens aber der Optolyth 10x25 (klein, leicht, kompakt bei guter Leistung) in der Jackentasche seinen Platz.
Meine Empfehlung daher für´s Birding: 10x25, 10x28 oder 10x30.
Grüße
Hans