Nikon Action 10 x50 "Durcheinander"

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schischi

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Kann mir mal jemand die Unterscheide der verschiednen Nikon Action 10x50 erkären? Da gibt es nur Nikon Action 10x50 CF, da gibt es Action V, Action VII usw..

Blicke da irgendwie nicht durch.

Sind die Geräte alle "Made in Japan"?

Den Nikon-Gläsern wird ja eigentlich ein gute Qualität bescheinigt.

Grüße
Michael
 
Re: Nikon Action 10 x50 "Durcheinander"

Hallo!

Die Action Gläser sind sicher alle Made in China, und eher den Einsteigermodellen zuzurechnen. Für Astro reicht so ein Action 10x50 allemal aus, da sind die Anforderungen ja eher nicht so hoch. Die Unterschiede zwischen Action und Action EX - hm - laut Nikon HP sind Action mit asphärischen Linsenelementen ausgestattet, was an sich gar nichts bedeutet, und haben 65° scheinbares Gesichstfeld, was sehr viel ist. Für die Acion EX findet man bei Nikon keine Angaben zu Gesichtsfeld und den anderen Eigenschaften, allerdings wird es als wasserfest beworben. Stöbert man ein wenig im Netz findet man für die EX ähnliche optischen Leistungsdaten wie die Action Serie, nur sind sie etwa doppelt so teuer.

Interssant wäre hierzu ein A-B Vergleich, um die Unterschiede im wirklichen Leben herauszufinden.

Nikon hat auch bessere Ferngläser im Programm, Highgrade und Monarch, wobei die Highgrade Spitzenferngläser sind. Ich selber bin Monarch Fan, seit ich ein 10x56 habe, das ist ein echtes, ehrliches Mittelklassefernglas mit Stärken und Schwächen, welches seinen Preis Wert ist.

Viele Grüße
Andreas
 
Re: Nikon Action 10 x50 "Durcheinander"

Hallo
Mein Nikon 10x50cf ist gekennzeichnet mit "Made in Japan"
sicher eines der ersten da auf dem Preisschild 11/03 steht
bei einem damaligen verkaufspreis von 189 Euro auch auf dem Karton steht Binokular Made in Japan
Tasche Made in Cina
Gruss bernd
 
Hallo,

ich war gestern in einem Fotoladen, wo beide Varianten des Nikon 10x50 verfügbar waren . Netterweise durfte ich beide Gläser mal kurz ausprobieren:

Die scheinbaren GF sind wirklich beide ähnlich groß, das Bild im EX wirkt brillianter und klarer, und es ist auch ziemlich randscharf. Es hat Drehaugenmuscheln, das normale Action einfache Stülpmuscheln.

Das Action EX hat mir wirklich gefallen, es hat einen schönen, hochwertigen Korpus und ist sehr gut Brillenträger geeignet.

Das normale Action war auch ok, ebenfalls noch für Brillenträger geeignet. Das Bild war etwas flauer, und nur so ca. 2/3 vom Durchmesser scharf. Der Preisunterschied schien mir gerechtfertigt.

Mehr kann man eigentlich nicht sagen nach einem kurzen Durchschauen im Geschäft.

Viele Grüße
Andreas
 
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Re: Nikon Action 10 x50 "Durcheinander"

Habe ich da richtig gehört....

=>"Für Astro reicht so ein Action 10x50 allemal aus, da sind die Anforderungen ja eher nicht so hoch."

Ich darf mal leise kichern....


Gerade bei nadelpunktfeinen Sternen auf einem schwarzen Samtteppich sind die Ansprüche extrem hoch. Plejaden nicht kristallklar im Okular ist wohl ein no go. Randschärfeverluste sind hier extrem ätzend...

Nur meine Meinung :-))

lg Matthias
 
Re: Nikon Action 10 x50 "Durcheinander"

Hallo,

ach ja, die nadelfeinen Sterne werden durch die Handbewegungen überlagert, die Rand(un)schärfe ebenfalls.

Eigentlich reicht für Astro ein normaler Feldstecher, er muss weder besonders leicht, noch wasserfest, noch verzeichnungsfrei, noch extra randscharf sein. Ein großes Gesichtsfeld wäre nett, die Vergütung sollte auch ok sein.

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo Andreas,

Deinen Beitrag kann ich nur unterstützen.

Feine Unterschiede in der Transmission, ein möglicher Farbstich, die berüchtigte chromatische Aberration, Unterschiede im Kontrast, Streulichtunterdrückung usw. fallen bei kritischer Beobachtung am Tage viel mehr auf als in der Nacht.

Einzige Ausnahme: Die Randschärfe sollte bei einem Astroglas schon überdurchschnittlich gut sein, Kommas oder Kometen statt halbwegs punktförmiger Sterne am Bildfeldrand stören nämlich sehr.

Beste Grüße

Manfred
 
Re: Nikon Action 10 x50 "Durcheinander"

hallo Fernglasfreunde,

nunja, die Ansprüche an Ferngläser sind ja offenbar sehr verschieden. Meine Meinung dazu:

Sterne sind als kontraststarke Punktquellen Testobjekte für chromatische Aberration par excellence: Wenn die Farben gegen Rand hin auslaufen oder gar bunte Spaghetti daraus werden, fällt mir das weitaus mehr auf als tagsüber. Da ist Geäst im Gegenlicht der äquivalente Test, auch für Streulichtverhalten.

Auch die Randunschärfe, zumeist Bildfeldwölbung, tritt am Stern am deutlichsten hervor. Tagsüber kann ich nur an entfernten Fernsehantennen ähnlich brutal testen.

Transmission, Farbstich und Scharfzeichnung bestimmen in der Gesichtsfeldmitte ob schwächste Sterne noch sichtbar sind oder eben nicht. Hier geben Glasmaterial und Vergütung nebst Justage und mechanischer Stabilität den Ausschlag.

Ein Astroglas muss für mich so leicht wie irgend möglich sein, um ausgedehnte Spaziergänge zu erlauben.

Dagegen schaffe ich es, auch ein 12x60 hinlänglich ruhig zu halten, wenn ich die Augenmuscheln ansetze und es ganz vorn an den Objektiven halte.

Verzeichnung und Globuseffekt stören mich mehr tagsüber.

Als Übersichtsgeräte wünsche ich mir ein möglichst grosses Gesichtsfeld, und manchmal gebe ich da bei der Randschärfe nach und greife zum 7x35 Bresser SWA mit 13,5° echtem Gesichtsfeld :-)

Ich muss zugeben, als Besitzer und Verwender von 12 Ferngläsern von 8x25 bis 20x100 nicht eben der Normalverbraucher zu sein.

lg Tommy
 
Re: Nikon Action 10 x50 "Durcheinander"

Hallo zusammen,

es ist natürlich richtig, dass man an punktförmigen, hochkontrastigen Objekten manche Bildfehler ganz gut ausmachen kann.

Aber die Fragen sind doch, kann man das freihändig wirklich und spielt es für die Wahrnehmung eine Rolle, ob bei so schwacher Vergrößerung Farbfehler, Koma oder Öffnungsfehler vorhanden sind? Will man mit dem Fernglas Fehler suchen, oder den Sternenhimmel beobachten? Bei den üblichen Vergößerungen 8-10fach hat man absolut keinen Wahrnehmungsverlust, weil die Körperbewegungen alles überlagern, und die Sterne nicht flächig sind. Verzeichnug ist praktisch nicht wahrnehmbar. Mit dem Fernglas hat man das Objekt der Beobachtung praktisch immer in der Bildmitte, man schwenkt automatisch dorthin. Die Randabbildung ist also nachrangig.

Spielt es eine Rolle, ob man ein oder zwanzig Ferngläser besitzt? Ersetzt Quantität wirklich Qualität? Ich weiß auch ein schlankes, leichtes Dachkantglas zu schätzen, allerdings mehr bei Wanderungen und im Urlaub. Da kommen die Vorteile voll zum tragen: Großes Gesichtsfeld, gutes Gewichts/Leistungsverhältnis, leichte Reinigung durch Wasserdichtigkeit, Spitzenfarbwiedergabe in der Natur, etc. Für Astro braucht man das alles nicht, es schadet aber natürlich auch nicht. Mein Astroglas hat beispielsweise einen bei Tag recht stark wahrnehmbaren Farbfehler, bei Nacht fällt dieser fast gar nicht auf.

Für Astro braucht man

- optimale AP
- große EP
- gute Mittenschärfte
- ein großes Sehfeld

Viele Grüße
Andreas
 
Re: Nikon Action 10 x50 "Durcheinander"

hallo Andreas,

deine Schlusspunkte unterscheib ich voll.

Deine Eingangsfrage, ob man freihändig die Fehler sieht, und ob sie eine Rolle spielen, sind in diesem Forum Gegenstand unzähliger Diskussionen von Experten wie Walter Schön, Frank Schäfer und vielen anderen gewesen.

Sie ist von allen diesen eindeutig mit JA beantwortet worden, mit Ausnahme von sphärischer Aberration. Koma und Farbfehler stehen an vorderster Fehlrfront, wenn es um das berühmte "kristallklare Bild" geht, und viele Leute geben lieber 1500.- Euronen aus um ein randscharfes Fernglas zu bekommen.

Spielt es eine Rolle, wieviel Ferngläser man besitzt? Hehe, gute Frage, für mich habe ich sie ja oben schon beantwortet:
Eins zum immer dabei haben, eins fürs Auto, eins für den Dschungel, eins für Überblick am Himmel, eins für mehr Details am Himmel, eins dazwischen, eins mit mehr AP fürs Land, ein schweres fürs Stativ, eins mit UHC Filter, und noch eins und noch eins... die Frage ist doch auch, ob Qualität Quantität ersetzt... schmunzel...

lg Tommy
 
Re: Nikon Action 10 x50 "Durcheinander"

Hallo Tomm, hallo Andreas und die anderen,

ich bewundere immer wieder die Leute, die ein 10-fach oder sogar ein 12-fach ruhig halten können. Das meistgenutzte bei mir ist das stabilisierte 12x36 von Canon. Der Druck auf die Stabi-Taste ist immer wieder eine Offenbarung.

Bei der Randschärfe bin ich tolerant. Aber tanzende Sterne oder matschige Sternkreise in der Bildmitte sind nur Nervensägen. Daher verstehe ich Andreas nur zur Hälfte. Das hat nichts mit hyperkritischem Testen zu tun. Das ist nur die Pointe in der ganzen Astro-Beobachtung. Aber es muss jeder selbst entscheiden.

Mit Gruss, Joachim
 
Re: Nikon Action 10 x50 "Durcheinander"

Ein Zeiss 10x56 FL muss man mal gesehen haben bzw. durch es durchgesehen haben, um beurteilen zu können, ob man Freude oder mehr Freude als an einem anderen Glas hat.
Mit Einbeinstativ sieht man viel mehr als ohne, auch die Schwächen des Glases.
 
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