Nishimura C/2023 P1 bei 1280mm

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Dane Vetter

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Hallo zusammen,

am frühen Morgen des 06.09 habe ich mal mein Glück bei Nishimura C/2023 P1 versucht, unter anderem auch mit einer etwas längeren Brennweite wie 1280mm f/8 mit einer ASI2400 MC. Es sind leider nur 24 x 1min zusammen gekommen, und das unter wirklich widrigen Bedingungen bei dem tiefen Stand. :)

Für einen kleinen Schnappschuss hat es jedenfalls gereicht.

Nishimura_1280mm-Stars.png
 
schnappschuss ??? bhoah der ist aber suuuper geworden, hatte leider noch kein glück :(

lg alois
 
Hi Alois,

leider wird es mit dem Kometen immer schwieriger, er steigt immer knapper vor der Sonne auf. Viel Zeit ist da nicht mehr. Eine freie Sicht zum Horizont ist da nicht ganz unwichtig. Ich drücke dir die Daumen das es vielleicht doch noch irgendwie klappt. :y:

Vielen Dank!
 
Saucool, Dane.

Mein Haus blockiert meine Sicht Richtung Nord-Osten, daher wird das mit dem Ding bei mir nichts. :cry:
Echt schade, der gerade Schweif ist einfach der Knaller. :sternklar:
 
Hallo leuz
Kann es sein dass der komet jetzt genau noerdlich der sonne steht. Hiesse dann man muss nicht mehr morgens suchen da stoert auch kein mond.
Man sollte vielleich auch nach untergang des kometen nach darueberragenden schweifresten suchen. (eher fotografisch).
Gruss
Felix
 
Hallo Felix,

ich kann da leider nicht ganz folgen, deine Frage muss vielleicht jemand kompetenteres beantworten. Aus meiner Sicht muss man morgens suchen, nur ist es aktuell so, dass der Komet mittlerweile eine sehr tiefe Position bei Dämmerung hat, und zudem je nach Standort erst schon bei hellerem Himmel ins Sichtfeld kommt. Der Mond ist da aus meiner Sicht das kleinste Problem.
 
Hi!

Ich klinke mich mal kurz ein. Den Komet habe ich auch versucht aufzunehmen. Grundlegend hat das Staking funktioniert.
Ich habe aber immernoch Probleme beim Fotografieren selbst. Irgendwie finde ich keine Infos über die Art der Fotos. Ich weiß nicht, wie ich es besser erklären soll. Mit meinem handelsüblichen 200mm Objektiv habe ich (laut 300er Regel) eine Belichtungszeit von 2s nicht überschritten. Mit eine Blende von 6,3 (ich weiß) und einem ISO vom 12000 habe ich ein einigermaßen gutes Bild erhalten. Aber was heißt hier gut? Muss ich darauf achten, dass das Bild "überbelichtet" ist, um soviele Infos, wie möglich zu erhalten? Oder muss ich die ISO runter drehen, um schwarz, als schwarz darzustellen? Woran orientiere ich mich bei den Einstellungen? Am Histogramm?
Wäre super, wenn mir jemand hier etwas helfen könnte.

Grüße
Jens
 
Hey Dane, ich empfinde die Bezeichnung "kleiner Schnappschuss" für eine so famose Aufnahme auch schon fast als freches fishing for compliments ;) :y: Hammer Aufnahme! Der Schweif ist tatsächlich ungemein plastisch und stilistisch fast wie gemahlt! Mir fehlt bisher die Motivation für sowas früh aufzustehen und mich in die Materie einzuarbeiten, weg vom bequemen deep sky sessel..aber das hier gezeigte könnte das ändern...danke dafür! :giggle:
Viele Grüße Ben
 
Vielen Dank für die Blumen Ben, aber ich bin da immer der generell unzufriedene und selbstkritische Typ. Ich merke oftmals erst anhand von anderem Feedback, dass die Aufnahmen vielleicht doch nicht so schlecht ist, wie ich denke. :)

Ja das mit der Motivation war bei mir auch ziemlich hart. Aber ich habe mich in meinen Hintern getreten und am Vorabend alles aufgebaut und eingestellt dann und abgedeckt. Dann war auch das unsichere Gefühl im Magen, ob mit meinem lichtschwachen System überhaupt was vom Schweif sichtbar wird.... lohnt sich die Mühe.... Naja dann doch den Wecker auf 4 Uhr oder so was gestellt, und dann mühsam aus dem Bett gekrochen. Das nervige war dann noch, ich habe die Höhe von dem Kometen unterschätzt, und musste dann fast eine Stunde warten, bis er gegen 5 Uhr mal langsam sichtbar wurde. Bis dahin habe ich ständig den Horizont abgesucht... Und dann blieb auch nur die halbe Stunde bis es dämmerte. Aber wie es scheint, hat es sich gelohnt. Ich habe noch ein zweites Teleskop mit halb so langer Brennweite laufen lassen, auch hier muss ich die Bilder noch sichten und entwickeln.

@Jens - Das Histogramm ist bei solchen generell "dunklen" Aufnahmen nicht unbedingt die hilfreiche Richtlinie. Bezüglich der erwähnten Regel gehe ich davon aus, dass du hier ohne Nachführung arbeitest. Was bei 200mm natürlich alles andere als einfach ist, da du hier wirklich nur sehr kurz Belichten kannst, die f/6.3 machen das ganze auch nicht einfacher. Du bist hier also schon deutlich eingeschränkt. Wenn die 2 Sekunden also korrekt sind, ist das also nur eine Frage wie hoch du mit der ISO maximal kannst, in Bezug auf deiner Schmerzgrenze was das Rauschen angeht. Der Himmel muss hier nicht zwingend Schwarz sein, und das würde ich auch nicht als Richtlinie nehmen. In erster Linie ist es wichtig, den Kometen mit allen Details einzufangen.

Hier eine Einzelaufnahme mit kürzerer Brennweite von mir, bei der der Hintergrund auch recht hell durch die Dämmerung und Lichtverschmutzung ist. Das muss halt nachher in der Bildbearbeitung bearbeitet werden. Wenn du so belichtest, dass der Hintergrund schwarz ist, gehen wohl auch Details vom Schweif unter.

Light_nishimura_60.0s_Bin1_6200MC_gain100_20230906-051547_0.0C_0009 crop.jpg
 
@Dane_Vetter Vielen Dank für die Info. Hier mal drei Bilder mit unterschiedlicher ISO aus besagter Nacht/Morgen.
Z50_3208.jpg

Z50_3118.jpg
Z50_3276.jpg

Natürlich habe ich Rauschen des Todes, aber 120 Light- und 20 Darkframes gemacht. Mit Affinity war das Stacking-Ergebnis besser, als bei Sequator. Die Technik zur Nachbearbeitung muss ich noch lernen ...
 
Was man bei dir schon deutlich sieht, dass die Sterne zu Strichen werden. Solche längeren Brennweiten ohne Nachführung sind schon tricky.

300 / 250 mm = 1,2 Sekunden

Also eher die Hälfte belichten, aber 1 Sekunde und dann noch f/6.3, da muss die ISO schon etwas hoch. Beim letzten Bild brennt der Kern vom Kometen schon aus, obwohl vom Schweif auch nicht mehr zu sehen ist, da der auch im helleren Hintergrund absäuft. Bringt also vermutlich nicht wirklich einen Vorteil. Wenn mit den 25600, dann auch eher auf 1 Sekunde gehen würde ich sagen, da hast du auch weniger Striche. Und dann einfach unendlich viele Aufnahmen mit einer Sekunde machen. Ich wäre neugierig, was hierbei rauskommt. :)
 
Findet ihr bei langen Brennweiten die Belichtungszeit von 60 Sekunden nicht zu lang?
Für möglichst gute Schärfe des Kometen hatte ich eher an 10 - 15 Sek. gedacht. Weil die Kometen und Sterne sich für uns doch merklich unterschiedlich schnell bewegen.
 
Ich meine es allgemein. Dein Bild sieht toll aus.
Mein Gedanke ist, wenn die einzelnen Aufnahmen nur 15 Sek. anstatt 60 belichtet werden, dürfte der Komet doch etwas schärfer sein.
 
Achso, ich dachte in Bezug auf mein Beispiel. Eigentlich eine gute Frage, welche ich gerne mit einem praktischen Test beantworten würde. Leider ist die Möglichkeit dazu aktuell nicht so optimal :)

Ich kann hier nur mutmaßen, aber anhand der Bewegung in meinen 24 x 1min Aufnahmen, "schätze ich", dass die Bewegung des Kometen nicht so schnell ist, dass hier eine kürzere Belichtung viel mehr Vorteil bietet. Besonders unter der Berücksichtigung, dass dieser Komet hier ja extrem Tief steht. Bei mir hat das Guiding richtig übel ausgeschlagen, die Guidingsterne waren recht in Bewegung. Aber wie gesagt, dass ist nur geschätzt. Ich mache es mir da immer ganz einfach in dem ich bei den ersten Aufnahmen darauf achte, dass der Kern des Kometen kein Ei wird.
 
Ich möchte nochmals darauf hinweisen,dass der Komet zwar vom Morgen Himmel verschwunden ist abends sich aber nochmal ein wenn auch schwieriges Zeitfenster auftut. Vor allem wäre es einen Versuch wert bis Dämmerung sende den Bereich des Schweifes zu fotografieren...er könnte weit genug über den Horizont ragen

Gruß
Felix
 
Danke für den Hinweis, das wäre fast schon ein Versuch wert. Aber leider ist das Wetter bei mir für die kommenden Tage alles andere als gut. Und meine Sicht nach Westen auch nicht ganz optimal. Vielleicht ergibt sich doch noch eine Gelegenheit. :y:
 

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